Die richtige Belohnung

  • Aus meiner Sicht ist dein Problem nicht unbedingt im Zusammenhang mit der Belohnung zu sehen.

    Vielleicht macht es einfach mehr Sinn, das Apportieren ordentlich und kleinschrittig aufzubauen (Rückwärtsaufbau), also erst Dummy nehmen-Dummy geben, Dummy nehmen-Dummy halten-Dummy geben, Dummy nehmen-Dummy tragen-Dummy halten-Dummy geben.

    Das Ablegen oder Werfen des Dummies kommt eigentlich beim Apportieraufbau immer erst ganz am Ende und der Hund wartet auch erst auf ein Kommando, dass er los darf. Das erhöht einfach auch die Spannung.

    Der Spaß für den Hund ist also nicht das ungebremste Hinterherlaufen, sondern das Suchen/Bringen an sich. Und das könnte dann schon die Belohnung plus vielleicht ein verbales Lob auch schon sein.

    Mein Hund ist auch kein guter Leckerchenfresser, die Dummyarbeit macht ihm aber an sich Spaß, weil er gerne sucht und gerne bringt.
    Die Arbeit ist also selbstbelohnen für ihn. Und wenn ich ihn lobe und ich mich freue, freut er sich halt auch.

    Der "Fehler" könnte also auch am Training liegen.

    Ansonsten würde ich sagen, dass eine Belohnung immer von dem Zu-Belohnenden vorgegeben wird. Jeder empfindet Belohnung anders, das ist bei Menschen ja nicht anders.
    Der eine freut sich über verbales Lob oder Streicheln halt mehr und für den nächsten ist ein tolles Leckerchen das Größte.
    Lob und deine Freude sollte halt dann auch von Herzen kommen, das kann für den Hund ja auch was Schönes sein, wenn du stolz auf seinen Erfolg bist.
    Und ein Hund, der selbst stolz auf seine Arbeit ist, ist für mich persönlich viel schöner als ihm einen schnöden Keks zu geben oder wenn der Hund ein erwünschtes Verhalten nur für Futter macht.

  • So ich habe auch mal so eine Liste gemacht und es heute direkt mal ausprobiert. Leia liebt es zulaufen, raufen und suchen.

    1. Ich bin mit Ihr gelaufen - das fand sie total gut
    2. Ich habe mit ihr Suchspiele gemacht - ja mit Leckerli und es scheint für Sie viel Sinnvoller gewesen zu sein als es einfach zu bekommen.

    Das mit dem raufen überlass ich den anderen Hunden. Ich werde das jetzt mal so beibehalten und ein paar Wochen beobachten ob ihr das nicht auch wieder nach einer Weile zu langweilig wird.

  • Mit meiner verfressen Fili bekomme ich apportieren auch nicht hin, sie mag den Beutel (der ist schon extra klein und leicht) nicht halten, sie trägt nicht gerne etwas, es sei denn, es ist sehr sehr leicht. Als Welpe hat sie den Beutel noch stolz durch die Gegend getragen und mir auch gebracht. Gegenstände jeglicher Art sind auch nur kurz interessant, wenn man nicht mit ihr gemeinsam dranhängt oder andeutet, dass man das haben will, lässt sie alles liegen. Suchspiele (Futter, Gegenstände mit Namen, uns) an sich findet sie super klasse, sie ist ja total nasenfixiert. ZOS fange ich gerade mit ihr an, da ist sie auch voll dabei.

    Jeder Hund ist da eben unterschiedlich.

  • Auf das Apportieren bin ich gekommen, weil wir nicht immer einen Hund zum spielen treffen und ich dann gerne etwas mit ihr machen würde. ZOS ist eher ihr Fall, danke für den Tipp. Mit welchen Objekten habt ihr angefangen?

  • Auf das Apportieren bin ich gekommen, weil wir nicht immer einen Hund zum spielen treffen und ich dann gerne etwas mit ihr machen würde. ZOS ist eher ihr Fall, danke für den Tipp. Mit welchen Objekten habt ihr angefangen?

    Ich hab mit einem Feuerzeug angefangen.
    Und bin dabei geblieben.
    Bei dem Labbi war s schwer genug, ihm beizubringen, es NICHT zu bringen :pfeif:

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