Hüteinstinkt an der Leine?
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@Michi69
@anfängerinAlina
Also meint ihr er hat keine Lust spazieren zu gehen, weil er zu unsicher ist?Er wurde vor 3 Monaten chemisch kastriert, weil er in Gegenwart von Hündinnen total gestresst war. Neben Durchfall und Erbrechen konnte er sich überhaupt nichg mehr konzentrieren. Ein 2. Mal würde ich es aber denke ich nicht machen...
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Mein Rüde war früher was das angeht ähnlich. Ich hab immer an der Leinenführigkeit getüftelt und gearbeitet und herumexperimentiert, bis mir irgendwann ein Licht aufgegangen ist: Der Hund war draußen einfach gestresst, und KONNTE nicht ruhig an der Leine gehen. Er hat sich bemüht, aber das hat einfach nicht geklappt, und dass ich mich selber so reingesteigert hab, hat das ganze nicht besser gemacht.
Ich hab dann ganz neu angefangen und erstmal viele ruhige Spaziergänge an der Schleppleine gemacht. Er hat sich sichtlich schneller entspannt und so konnte ich dann in Ruhe Kommandos etablieren die er selbst angeboten hat (zb "halt" wenn er stehen bleibt, Blickkontakt loben, zurückkommen mit Rückruf verstärken usw) aber es gab auch ganz viel ruhiges Schnuppern. Dann hab ich langsam in entspannten Situationen immer wieder ein paar Meter Leinenführigkeit geübt.
Dazu würd ich dir die Videos von Kikopup empfehlen (kann die einen Link per PN schicken wenn du magst).Also mein Tipp: bring Entspannung rein, mach es euch beiden erstmal nicht schwerer als nötig, und stress dich selbst nicht mit perfekter Leinenführigkeit. Wenn du, trotz der noch nicht funktionierenden Leinenführigkeit, mit Familie zusammen spazieren gehen willst, etabliere am besten Halsband als Signale für "jetzt gehen wir brav an der Leine" und Geschirr für "jetzt darfst du ziehen". Dann mach eine längere Leine dran und lass ihn machen. Bleib nicht ewig zurück, wenn ihn das noch mehr stresst, und übe in separaten Situationen wie @Michi69 gesagt hat, dass bekannte Personen ein Stück mitgehen und sich dann immer wieder entfernen. Aber das solltest du erstmal nur üben, wenn du ZEIT dafür hast, nicht wenn du einfach nur mit Freunden spazieren gehen willst. Das wäre nur kontraproduktiv, ich kenn das von mir selbst

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Ne genau das wollte ich vermeiden und habe ihn komplett ignoriert, auch das kommen. Ab und zu umgedreht schon um zu gucken, ob er überhaupt noch da ist, aber sonst nichts.
Es ist erst seit dem er kastriert ist, aber ich denke nicht das es unbedingt etwas damit zu tun hat.Du hast einen eher unsicheren Hund oder ?! Mein Gosser ist auch sehr unsicher, und ich hatte ihn auch kastrieren lassen..aber auch erst nachdem wir es mit der chemischen Kastration versucht haben.Es passiert sehr oft, das unsicher Hunde nach der Kastration noch unsicherer werden, denke mal das ist in eurem Fall so. Habt ihr denn ne Trainerin ?
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- @Fillis
- Danke für die Nachricht! Es stimmt schon, dass Meilo unsicher ist. Dadurch ist er an neuen Orten oder Hundebegegnungen oft gestresst. Die Technik mit Halsband (Training) und Geschirr (Freizeit) machen wir auch schon von Anfang an. Das klapot auch ganz gut, jedoch wenn er eben unter Stress steht nicht. Wenn wir jedoch an bekannten Orten in Rihe trainieren, läuft er so brav neben mir mit fast ständigem Blickkontakt! Ich muss dazu sagen, dass wir mit ihm sowieso nicht oft an belebten Orten (Stadt) sind/waren und er sich deswegen nicht konzentrieren kann, da er es nicht gewöhnt ist.
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@Michi69
Nein wir haben keine Trainerin. Und wie oben geschrieben ist Meilo schon unsicher, aber nicht so, dass er vor allem Angst hat. -
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Dadurch ist er an neuen Orten oder Hundebegegnungen oft gestresst. Die Technik mit Halsband (Training) und Geschirr (Freizeit) machen wir auch schon von Anfang an. Das klapot auch ganz gut, jedoch wenn er eben unter Stress steht nicht
Dann würde ich das erstmal weiter festigen unter wenig Ablenkung und ohne Stress, ganz entspannt. Der Rüde ist erst ein Jahr alt, da muss das unter schwierigen Bedingungen oder bei fremden Hunden noch gar nicht klappen.
In fremden Umgebungen kannst du ihn auch erstmal nur beobachten lassen, bis er sich von selber entspannt. Oder du baust eine Ruhedecke oder ein Entspannungssignal auf, welche du draußen nutzen kannst, damit er von dem Stress loskommt. Versuch, selber ganz entspannt an die Sache ranzugehen und ihn durch schwierige Situationen, die sich nicht vermeiden lassen, souverän zu führen. Du kannst diese Situationen auch ganz gezielt und kontrolliert aufsuchen, damit er merkt, es passiert ihm bei dir an der Leine nichts. Das schafft Vertrauen.
Vielleicht hilft es ihm auch, wenn du mit ihm ein paar Übungen machst, die sein Selbstbewusstsein steigern. Im Wald über Stämme balancieren, etwas klettern, Leckerli suchen, Schnüffelspiele oder auch mit dem Dummy üben. Das lastet ihn nebenbei aus, fördert eure Bindung und macht dich interessant. Du kannst auch versuchen, ihm nach dem Ableinen ein paar Leckerlis ins Gras zu werfen, die er suchen muss. Womöglich kommt er dann von selber wieder mit dir mit. Wenn du drinnen Action weglässt und dich draußen viel mit ihm beschäftigst, vielleicht hilft ihm das ja auch, seine Unsicherheit etwas abzulegen und sich an dir zu orientieren und Spaß zu haben.
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- @CrazyHazy
- Vielen Dank für die vielen Tipps! Wie meinst du das eine Ruhedecke/Ruhesignal aufzubauen?
Es ist schon so, dass Meilo mit vertraut, sowie ich ihm. Wir machen draußen Suchspiele, Agility, Apportieren, spielen, trainieren etc zusammen. Also ausgelastet ist er schon.
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Wie meinst du das eine Ruhedecke/Ruhesignal aufzubauen?
Das ist eine Art Ritual oder Geste, die ihm, richtig aufgebaut, auch in stressigen Situationen zeigen kann, dass er sich jetzt hier entspannen kann. Er verbindet die Decke/ das Signal dann mit Ruhe und Entspannung.
Am besten ist, du baust das erstmal drinnen auf, legst die Decke hin und schickst ihn rauf. Jedes ruhige Verhalten kannst du dann loben/clickern. Manche Hunde brauchen länger, um sich dann zu entspannen, manche kürzer. Wichtig ist, am Anfang nicht zu viel zu verlangen und mit nur ganz kurzen Zeiten anzufangen.
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@CrazyHazy
Ah okay. Bei einem Workshop habe ich mal gehört, dass man beim Spielen immer ein bestimmtes Geräusch machen soll, das er dann mit Spaß verknüpft. So kann man den Hund dann in angespannten Situationen mit diesem Geräusch "entspannen". Jedoch wird er dadurch ja nicht eher ruhig...Eine Frage noch: empfehlsg du zum entspannten Trainieren der Leinenführigkeit eine lange oder kurze Leine? Und sind Leckerlies zum Loben angebracht oder nur Stimme?
Im Moment mache ich es immer so, wenn Meilos Aufmerksamkeit flöten geht, dass ich umdrehe. Klappt eigentlich relativ gut. -
Ah okay. Bei einem Workshop habe ich mal gehört, dass man beim Spielen immer ein bestimmtes Geräusch machen soll, das er dann mit Spaß verknüpft. So kann man den Hund dann in angespannten Situationen mit diesem Geräusch "entspannen". Jedoch wird er dadurch ja nicht eher ruhig...
Das Prinzip müsste ja das gleiche sein. Du kannst dem Hund auch ein Wort 'zuflüstern', wenn er sich gerade entspannt. Wichtig ist nur, dass du das dann ruhig sagst, damit der Hund nicht gleich aufspringt.

Eine Frage noch: empfehlsg du zum entspannten Trainieren der Leinenführigkeit eine lange oder kurze Leine? Und sind Leckerlies zum Loben angebracht oder nur Stimme?
Im Moment mache ich es immer so, wenn Meilos Aufmerksamkeit flöten geht, dass ich umdrehe. Klappt eigentlich relativ gut.
Ich habe eine 3 m Leine, die man umschnallen kann bis auf 1 Meter. Wenn wir leinenführig unterwegs sind und sie sich auf mich konzentrieren soll ohne zu schnuppern, lösen etc., kommt die Leine auf 1 Meter ans Halsband. Bei 3 m am Geschirr ist dann Freizeitmodus. Ich würde dann in deinem Falle auch an der kurzen Leine das stressfreie, entspannte Gehen üben und lange Leine kann er machen, wie er will.
Mit Leckerli kann man grundsätzlich auch die Leinenführigkeit üben. Man muss aber aufpassen, dass man die Leckerli nur zum Belohnen und nicht zum Locken verwendet.
Und man sollte im Hinterkopf haben, dass man den Hund in eine Erwartungshaltung versetzt, die viele Hunde nicht entspannen lassen. Das wäre dann auch wieder eine Art von Stress. Deswegen ist es bei manchen Hunden besser, sie nur mit einer ruhigen, nicht aufbrausenden Stimme zu loben und im Anschluss an die Übung etwas Belohnendes zu machen. - Vor einem Moment
- Neu
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