• Hmmm, ein Cortisonspray (zum Inhalieren) würde ich vermutlich verwenden, wenn der Hund durch einen Stich IM Hals oder durch eine asthmatische Reaktion keine Luft bekommt (vorausgesetzt, ich bekomme den Hund dazu, das Zeug ein zu atmen wenn der wegen Erstickungspanik um sich beißt). Wegen der lokalen Wirkung.
    Wenn der Hund durch eine Allergische Reaktion Herz-Kreislauf-Probleme bekommt, wäre ich mir nicht sicher, ob über die Lunge genügend Cortison einatmet, dass dann systemisch im ganzen Körper wirkt.

    Nur weiß man das ja vorher nicht. Was uns wieder zu der Frage zurückführt, was man notfallmäßig alles im Haus haben sollte.

  • Nur weiß man das ja vorher nicht. Was uns wieder zu der Frage zurückführt, was man notfallmäßig alles im Haus haben sollte.

    Was wieder zu der Antwort von @Pinky4 zurückführt: Jemanden fragen, der sich damit (also mit der Pharmakokinetik von Cortison-Inhalationsspray) auskennt.

    Ich würde mich nicht drauf verlassen, also würde ich es nicht in meiner Apotheke haben und täglich beim Spaziergang mit nehmen.

    Eher Tabletten oder wenn ich einen sehr hochgradig allergischen Hund hätte, eine Injektionsspritze vom TA.

    Wenn ein Hund ohne Allergie gestochen wird, würde ich je nach Lokalisation kühlen und Fenestil o.ä. draufschmieren oder zum TA fahren.

  • Bei Hunden, die bereits hochgradig allergisch auf Insektenstiche reagiert haben, würde ich mir vom TA ein Anaphylaxie-Notfallset verschreiben lassen. Die gibt es "fertig", meist in einem praktischen Täschchen und die Anwendung ist durch Autoinjekt-Spritzen relativ leicht - was man sich aber dennoch grundsätzlich vom TA zeigen lassen sollte.

    Diese Sets bestehen aus Corticoiden, Antihistaminica und Adrenalin.

    Im wirklichen Notfall braucht man dann auch keine Angst davor zu haben, irgendwas falsch zu machen.

    Cortison als Tabletten dürfte bei zuschwellendem Hals nicht mehr viel helfen. Ein anaphylaktischer Schock ist durch die Rasanz des Geschehens gekennzeichnet, für Pillekes bleibt da erfahrungsgemäß keine Zeit. Schlucken ist bei einem anaphylaktischem Schock auch nicht mehr möglich. Bei einem Inhalator mit Cortison-Spray kann man zumindest noch drauf setzen, dass das Cortison über die Maulschleimhaut aufgenommen werden kann. Und da würde ich dann sprühen, bis der Arzt kommt - im wahrsten Sinne des Wortes, da im Notfall 1000 mg Cortison gegeben werden (nein, das geht überhaupt nicht nach Körpergewicht in diesem Fall, auch muss nach Einmal-Cortison-Gaben nichts wegen Cushing-Gefahr ausgeschlichen werden).

    Hier hat es bei mittlerweile 10 Hunden und zahlreichen anderen Tieren noch keinen Notfall dieser Art gegeben.

    LG, Chris

  • Bei meinen hat man gemerkt, wenn die gestochen wurden, weil sie gequietscht und nach der Stelle geschnappt haben. Da schwoll auch erstmal nichts, es gab nur eine Schockreaktion (Hund wurde bewegungsunfähig, helles Zahnfleisch, Winseln). Die Tabletten hab ich noch vor dieser Reaktion einfach in den Rachen gestopft, die waren klein genug. Ist nicht schön, aber immer noch besser als die Reaktion auf den Stich - und leider hat man im Wald ja nicht immer Leberwurst etc dabei.

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