Ist das verwerflich oder richtig?: Trotz Wissen das Hund täglich lange allein bleiben muss, schwer vermittelbaren Auslands-TS-Hund anschaffen?

  • Hunde sind Opportunisten und ich denke, sie kommen mit wesentlich mehr klar, als ihnen manchmal "zugemutet" wird in der DF Idealvorstellung.

    Ja, leider, deshalb lassen sie sich ja auch alles Mögliche gefallen, obwohl es ihnen eigentlich nicht gut tut.
    Nur mal so allgemein gesprochen.

  • Und ganz allgemein gesprochen wären Hunde auch manchmal froh, wenn sie wieder wie Hunde behandelt werden würden. ;)

  • Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

    Dem schließe ich mich an.

    Wenn die einzige Alternative zu 2 x pro Woche à 10 Stunden Alleinesein ist, dass der Hund noch jahrelang im Tierheim sitzt, dann doch lieber 2 x 10 Stunden alleine zu Hause. Finde ich zwar ebenfalls nicht schön, aber immer noch besser als evtl. jahrelang im Tierheim zu verbringen.

    Vielleicht findet sich mittelfristig jemand, der an diesen beiden Tagen der langen Abwesenheit mit dem Hund mal rausgeht und sich mit ihm beschäftigt. Ansonsten fällt mir noch ein: Hundeklappe oder (professioneller) Gassiservice.

    Die beiden Tage, die der Hund jeweils 4 bis 5 Stunden alleine wäre, halte ich für vertretbar. Das kann er gut "verschlafen". Und dann verbleiben noch 3 volle Tage.

    Außerdem schreibst Du "Ich traue ihr so einen Hund zu da sie in ihrer HH-Laufbahn so ein paar "Problemhunde" hatte. Auch einen Rüden mit vergleichbaren Problemen. Sie kann das alles sehr gut managen." (Das Zitieren klappt nicht).

    Du kennst sie und traust ihr das zu. Jemandem, der sich schon mehrmals um "Problemhunde" bemüht hat, traue ich auch zu, dass er sich mit diesem langen Alleinebleiben auseinandersetzt und nach einer hundegerechten Lösung sucht.

  • Ja, leider, deshalb lassen sie sich ja auch alles Mögliche gefallen, obwohl es ihnen eigentlich nicht gut tut.Nur mal so allgemein gesprochen.


    Hier ist die Rede von zwei Tagen (!!), an denen der Hund lange alleine wäre (und das ggf. mit der Möglichkeit sich zu lösen). Also sorry, in diesem Zusammenhang - denn ich habe ja nicht zu tierquälerischen Handlungen aufgerufen - finde ich den Kommentar nicht angebracht.

  • Einen Hund anzuschaffen mit dem Wissen das er viel allein sein wird?
    Aber auch mit dem Wissen das er wahrscheinlich sonst noch Jahrelang im Zwinger im Ausland sitzen und mit viel Glück nur ab und zu mal vor die Tür kommen wird

    Eben... ich denke, da steckt die Antwort schon drin: Der Hund tauscht 23h/7d allein gegen 10h/2d 5h/2d und 2h/3d allein... ein wahnsinniger Fortschritt für ihn!
    Vielleicht gäbe es irgendwo auf der Welt noch ein perfekteres Zuhause... aber vermutlich gäbe es für uns auch irgendwo auf der Welt bessere Lebenspartner, zumindest in dem akuellen Moment. Für den Hund ist das ein wahnsinniger Fortschritt und insofern freu ich mich für ihn, dass er die Chance bekommt. Natürlich kann man mittel bzw. langfristig feststellen, dass es doch nicht passt, aber dann ist der Hund von hier aus mit einiger "Ausbildung" immer noch besser zu vermitteln und hat bis dahin ein deutlich beseres Leben als in der Perrera gehabt.

  • Hier ist die Rede von zwei Tagen (!!), an denen der Hund lange alleine wäre (und das ggf. mit der Möglichkeit sich zu lösen). Also sorry, in diesem Zusammenhang - denn ich habe ja nicht zu tierquälerischen Handlungen aufgerufen - finde ich den Kommentar nicht angebracht.

    Ich aber schon. Denn damit kann man sich alles Mögliche schönreden! Man sollte aber das im Auge behalten, wovon man glaubt, dass es für den Hund gut ist (so richtig weiß das ja keiner) und nicht nur, dass es irgendwie geht.
    Das gilt für jeden, für mich auch!

    Ich habe das ausdrücklich nicht auf diesen konkreten Fall bezogen, weil ich da, wie ich oben geschrieben habe, weder pauschal "ja" noch "nein" zur Vermittlung sagen könnte.

  • @Fusselnase Das mag schon sein, aber wie viele Menschen können und wollen ihr Leben denn immer nur danach ausrichten, was vermeintlich gut für den Hund ist (wie du sagst - man kann ja nie wirklich wissen, was sie denn wünschen würden). Ich lebe nunmal mit meinen Hunden und nicht ausschließlich für sie, aber das heißt nicht, dass ihr Wohl mir nicht sehr am Herzen liegt. Dennoch sind Kompromisse Teil des Lebens (das gilt für mich und meine Hunde)
    Ich meine, es geht hier um ZWEI Tage....

    Ich habe das auf diesen besonderen Fall bezogen und deshalb empfinde ich den Kommentar nicht als passend.

    Denn bei lediglich zwei Tagen/Woche Alleinsein muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen finde ich persönlich!


  • Ich sehe es ja im Grunde auch so wie du. Trotzdem finde ich die Aussage, dass Hunde ja so anpassungsfähig seien, etwas - naja, heikel!
    Du hast es nicht so gemeint, insofern verstehe ich auch, dass du meine Reaktion unpassend findest. Aber genau diesen Satz lese ich eben so oft in Zusammenhängen, bei denen sich mir die Haare sträuben!
    Da verwischen die Grenzen leider auch schnell.

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