Gewalt an Hunden in der Öffentlichkeit
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Hallo Dogforum,
Aufgrund eines anderen Threads würde ich mich gerne über ein heikles Thema austauschen.
Ich habe in letzter Zeit viele HH in der Öffentlichkeit beobachten können,wie sie als wäre es das Normalste der Welt ihre Hunde schlagen.In völlig harmlosen Situationen,in denen sich der Hund noch nicht einmal falsch benommen hat,wurde er von Frauchen/Herrchen geschlagen oder getreten.Mal fester,mal immer wieder und mal "leicht"
Eingegriffen haben wir nie wirklich,man weiß ja nie wie solche Menschen ticken,aber auf andere Art und Weise haben wir schon reagiert,sei es mit Hupen,mit Kopfschütteln oder mit Blicken.Das hat diese Menschen schon ein wenig verunsichert,denn die meisten von ihnen wissen,das dies nicht richtig ist.
Die Erfahrung hat uns gezeigt,das sich die meisten Menschen angegriffen fühlen,wenn man sie direkt mit ihrem Verhalten konfrontiert,es kommen so Sachen wie : Das geht dich gar nichts an oder : Du kriegst gleich auch eine .Jegliche Basis einer Diskussion ist für mich entzogen,wenn ich einem normal gebildeten Menschen erst einmal erklären muss,das man kein ihm anvertrautes Lebewesen schlägt.
Ich wiederhole mich mal selber
Bin gerade ein wenig traurig/genervt von manchen Hundehaltern und das ist der 3. Vorfall in dieser Woche.
Ich stehe vorm Futterhaus und warte im Auto mit Luna und Calvin.Es herrscht reger Puplikumsverkehr,ein ständiges rein und rausgehen.Viele Hunde waren mit dabei.Eigentlich friedlich.Ich beobachte also die Leute und Hunde beim rein und rausgehen und sehe einen Mann,der gerade eingekauft hat und einen schwarzen kleinen Hund dabei hatte.Ich kenne die Rasse nicht,es war jedenfalls ein niedliches Tierchen mit Wuschelfell,kaum größer als ein Dackel.Der Hund verlässt den Laden gerade und fängt an, an einem Kaninchenstall zu schnüffeln.Sein Herrchen hatte damit offensichtlich ein Problem und hat dem kleinen einen Arschtritt verpasst,das er laut geschrien hat und sogar geflogen ist,begleitet von einem lauten NEIN!Ich stand direkt gegenüber und habe aus Reflex gehupt und mit dem Kopf geschüttelt und irgendwas von "unglaublich sowas" gesagt.Das war dem Mann wohl unangenehm und er hat den kleinen völlig verstörten Hund ins Auto verfrachtet
Warum?Muss das sein?
Heute warte ich vorm Edeka auf dem Parkplatz.Diesmal nur mit Luna.Ich hatte sie zu mir nach vorne auf die Beifahrerseite geholt.Sie hat es sichtlich genossen die Leute zu beobachten und sie schaut dabei immer so süß.Neben uns parkt ein schwarzes Auto.Die Beifahrerin hatte den Blick die ganze Zeit auf Luna gerichtet,die aus dem Fenster schaute.Ich dachte mir nichts dabei.Auf einmal fängt auf dem Rücksitz des Wagens ein kleiner ebenfalls schwarzer Hund an wie bescheuert zu bellen und gegen die Scheibe zu springen.Es war wirklich ein penetrantes Bellen und es hörte nicht auf.Was tut das Frauchen?Nimmt irgendeinen Gegenstand und zieht dem kleinen eins über,so das er gequiekt hat.Ich konnte es nicht fassen Dann ist sie einen Parkplatz weiter gefahren.Wieso tut sie das?Warum ist sie nicht gleich weiter gefahren?
Das geht mir alles sehr nahe und am liebsten hätte ich ihr auch eine übergebratenHabt ihr auch ähnliches erlebt?Würdet ihr eingreifen?Habt ihr eingegriffen?Was kann man tun?Wird sich was ändern?
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Hi,
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Ich greife ein, wenn ich so was sehe. Kommt meistens nicht so gut an.
(besonders auf Hundeplätzen nicht
)
Aber man merkt, dass es den HH peinlich ist. Je lauter und aufgebrachter sie reagieren, je mehr ist ihnen ihr unangebrachtes Verhalten klar. Die meisten verdrücken sich allerdings beschämt, oder behaupten, dem Hund gar nicht weh getan zu haben.
Z.B. letzte Woche. Halter kommt auf mich zu, Labbi an der Flex. Labbi kommt freudestrahlend auf mich zu und hüpft an mir hoch. Erst beim 2. hüpfen verpaßt der Halter seinem Hund einige kräftige Leinenrucke.
Ich habe ihm gesagt, dass sein Verhalten ungerecht war, weil er viel zu spät eingegriffen hat und ich den Hund gestreichelt hatte, nachdem er zu mir gekommen war. Ihm war das sichtlich peinlich und er ging schnell weiter. Hundchen war ein wenig verstört und trottete unsicher mit. Er war der Meinung, dass ein Leinenruck dem Hund nicht weh tut. Er hat nicht mal verstanden, um was es wirklich ging.
Es gibt aber sicher viel schlimmes. Wie auch immer, wird ein Tier fies behandelt, spreche ich die Menschen an. -
Die Erfahrung hat uns gezeigt,das sich die meisten Menschen angegriffen fühlen,wenn man sie direkt mit ihrem Verhalten konfrontiert,es kommen so Sachen wie : Das geht dich gar nichts an oder : Du kriegst gleich auch eine .
Ja logisch. Ist immer so, wenn man Ar********* auf ihr Fehlverhalten hinweist.
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Habt ihr auch ähnliches erlebt?Würdet ihr eingreifen?Habt ihr eingegriffen?Was kann man tun?Wird sich was ändern?
Ja, so etwas habe ich auch schon erlebt und nie dazu geschwiegen, zweimal habe ich eingegriffen und den jeweiligen Hund vor Schlägen beschützt, dabei habe ich fast selbst Prügel kassiert.
Bei einem Hund konnte ich leider nicht mehr eingreifen, da der Halter unvermittelt zuschlug, aber ich habe es kommentiert.Meine Devise lautet "hin - und nicht wegschauen" - das gilt auch für Kinder, generell für schwächere Wesen.
LG Themis
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Vielleicht sollte man sie laute bedauern, dass sie so ein armes Leben haben und das an Schwächeren auslassen müssen?
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Ich glaube, Vorwürfe bringen nicht so viel, Aufklärung ist sicher nachhaltiger, wenn auch in dem Moment nicht ersichtlich.
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Ich hab auch mal ne junge Frau angekeift, die ihren Junghund derb behandelt hat.
Natürlich hat die mich beschimpft, aber es ging mir darum zu demonstrieren, dass ich nicht wegschaue und dass sie mit Resonanz zu rechnen hat, wenn sie sich im öffentlichen Raum bewegt. -
Schlimm finde ich es wenn Leute Gewalt an Hunden von Trainern beigebracht bekommen. In der Nachbarschaft hat sich eine Familie von mehr als einem Jahr einen Welpen geholt, Schäfermix mit wahrscheinlich Rotti. Hund wurde verwöhnt, durfte überall frei laufen und man belehrte andere die ihre Hunde im Wohngebiet und an der Schule an die Leine nahmen. Die Kinder (unter 10 Jahre) gingen mit dem Hund auch als er schon größer war.
Es gab dann Ärger mit dem OA. Grund weiß ich nicht. Man ging also in einen Verein zum Erziehungskurs weil Hundeschule so teuer ist und ein SV genau das richtige ist.
Sie bekamen beigebracht das der Hund bei Begegnungen absitzen soll, man die Leine ganz kurz nimmt und den Hund bei Bellen sofort maßregelt. Das geht in Form von Tritten in die Seite oder Hochziehen am Halsband bis die Vorderpfoten den Bodenkontakt verlieren. Dann ist der Hund ruhig. Kneifen ins Ohr bis er schreit ist auch ein Weg. Leider lernt der Hund nichts dabei. Es ist eigentlich ein lieber Hund, aber was kann ich tuen?
Ich bin so sauer und habe schon öfter versucht mit ihnen zu reden. Es hilft nicht. Scheinbar sind sie total überzeugt on ihren Tuen und laufen weiterhin in diesen Verein. Mit tut der Hund wirklich leid und ich denke er wird sich irgendwann wehren. Was dann passiert kann man sich vorstellen, oder besser nicht.
Sich an irgendein Amt oder den Tierschutz zu wenden ist blöd. Da wird nichts passieren weil es dem Hund ansonsten gut geht und andere wohl, wegen der Nachbarschaft, kaum Aussagen machen werden.LG Terrortöle
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Kenn ich , " die Trainerin hat gesagt, ich soll das so machen " sagte eine HH während sie ihren Maltester kniff.
Nach dieser Antwort konnte ich nur noch den Kopf schütteln...
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Ich hab das als Noch-Nicht-Hundehalterin bis dato zum Glück nie erleben müssen, bin aber auch zu leidenschaftlich, um das an mir vorbeigehen zu lassen. Kann das auch bei Kindern nicht verstehen. Ich hab eine Zeit lang in einer Kinderbibliothek gearbeitet und auch schon mal Eltern stinksauer darauf aufmerksam gemacht, dass sie ihre Kinder gefälligst gewaltfrei zu behandeln haben, da es sonst Konsequenzen für sie hat.
Ein Bekannter war mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Schweden im Supermarkt und hat dem Jüngsten - wegen was auch immer - einen Klaps auf den Hinterkopf gegeben. 4 Leute in der unmittelbaren Umgebung sind sofort zu ihm gegangen und haben ihm klar gemacht, dass er das zu unterlassen hat, sonst würde die Polizei antanzen.
So sieht eine vernünftige Reaktion auf Gewalt aus! Ich finde klasse, wie viele Menschen sich hier vor die schwächsten Wesen unserer Gesellschaft stellen, trotzdem tun es - meiner Meinung nach - immer noch zu wenige.
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