Erfahrungen mit Chihuahuas und anderen Kleinhunden

  • Hab jetzt nicht alles über Deinen Hund, was hier steht, gelesen, und was Du vorher probiert hast etc. - aber hier ein Gedanke von mir zu dem geschilderten Problem:

    Vielleicht sollest Du mal überlegen, WARUM der Hund sich aufführt. Ziel solchen Verhaltens ist doch meist, den Anderen von sich fernzuhalten, weil die Situation blöd ist, der Hund net ausweichen kann, oder er einfach schlechte Erfahrungen gemacht hat, was auch immer. Indem Du einfach den Abstand immer weiter verringerst, signalisierst Du dem Hund, daß er keine Chance hat, aus der Nummer rauszukommen, er fühlt sich immer unwohler bei Begegnungen. Wie kann er da aufhören, zu bellen etc, wenn er sich immer unsicher(er) fühlt?

    Wenn Du ihn schimpfst auf sein Bellen etc. hin, weiß er ganz genau, Du hast sein Problem schlichtweg nicht erkannt. Wie soll er Dir da vertrauen und einfach gelassen mitkommen? Er hat Angst, der Andre kommt her, und Du schimpfst ihn dafür auch noch, statt ihm da irgendwie durch die Situation zu helfen! Will heißen, er hat Angst und bekommt zusätzlich in der Situation, wo er eigentlich Deine Unterstützung bräuchte, von Dir auch noch "einen draufgesetzt". Schätze mal, das wäre der Moment, in dem ICH als Hund in der Situation das nächstbeste Mausloch suchen würde.....

    Ich würde es daher genau andersherum aufziehen: wenn der Hund keine Kontakte erträgt, würde ich erstmal ALLES an Hunden fernhalten, was möglich ist. Kommt einer in Eure Richtung, blocken, Deinen Hund beschützen, weggehen, Bogen laufen etc., und Deinem Hund sagen was er tun soll, damit er vor dem Anderen bestmöglich geschützt ist. Zum Beispiel Fußgehen bei Dir, weil Du ihn so eng bei Dir gut beschützen kannst. Diese Erfahrung muß er einfach machen, erklären kann mans dem Hund ja schlecht *gg

    Mein Gedanke: erst, wenn der Hund so sieht, daß Du in der Lage bist, ihn vor ungewollten und unschönen Begegnungen zu beschützen, wird er sich drauf einlassen können, den Abstand auch mal zu verringern, weil er Dir vertraut dahingehend, daß Du den Andren schon nicht an ihn ranläßt.

    Versuchs doch mal so - vielleicht hilfts tatsächlich, das Vertrauen zu Ddir aufzubauen, daß Du ihn in blöden Begegnungen immer beschützen kannst, und das Gezeter hört auf?

  • @'BieBoss ' wenn dies die Problematik wäre würd ich das tun.
    Klar spielt da Angst eine Rolle.
    Erklärt aber nicht warum sie aus einer Entfernung von mehr als 500 Meter wo überhaupt kein Sichtkontakt mehr ist(sie weiß nur wo die Hunde waren und wir sind schon lang in die andere Richtung...),
    Ich sie eigentlich im wissen wir sind weit genug weg abgeleint hab und Sie auch total ruhig war plötzlich wie der geölte Blitz hin ist und ich sie nur noch gehört hab...

  • Wenn Bonnie so nach vorne geht, würde ich sie unbedingt mit einer Schleppleine absichern. Aus eigener, bitterer Erfahrung kann das wirklich gefährlich werden für deinen Hund. Auch wenn wir damals noch mit einem Schreck in den Knochen davon gekommen sind, was allein dem anderen Hundehalter zu verdanken war.
    Der Tipp von BieBoss ist doch sehr gut. So in etwa machen wir das seit Ewigkeiten. Im Alltag lässt sich das zwar nie ganz zu 100 % umsetzen, manchmal kommt einfach der falsche Hund, dessen Nase deinem grad besonders nicht passt, um die Ecke und mehr als 15 Meter Abstand sind umgebungstechnisch nicht drin. Aber im großen und ganzen ist das eine sehr solide Sache. Und es hilft wirklich. Zwei Erzfeinde von meinem Hund "dürfen" mittlerweile in einem Abstand von ca. 15 Meter an uns vorbei gehen, wo er zuvor schon bei Sichtkontakt ausgetickt ist.
    Und Bonnie macht das wie schon gesagt aus Angst und Unsicherheit und nicht weil sie dich ärgern will. Ich hatte früher auch oft Tage wo ich meinen am liebsten über den nächsten Gartenzaun geworfen hätte, damit sich wer anderes damit rumschlagen kann. Aber wenn man vernünftigen Trainingsplan im Kopf hat und wenn man da dran bleibt, werden solche Tage immer weniger.
    Vielleicht hilft es dir wenn ich sage, dass der Hund in jeder Stresssituation Stresshormone ausschüttet. Die sind nicht in der nächsten Sekunde einfach weg und der Hund wieder absolut entspannt. Wenn das Kind erstmal richtig in den Brunnen gefallen ist, komm ich zu meinem auch nicht mehr durch. Aber da kann man dem Hund dann keinen Vorwurf machen.

  • @occura das tu ich ja auch nicht.
    Zu Hunden hin ist sie auch erst einmal offline.
    Meistens hält sie selbst den Sicherheitsabstand.
    So dass niemand nach ihr greifen kann etc... hieße aber nix wenn Hund nicht angeleint wäre...
    Hatten eben ein kleines Erfolgserlebnis.
    Sichtung von Hund bei dem sie absolut ausflippt normal.
    Hab vorher eingegriffen und sie geblockt. Kurz gewartet und an dem Hund vorbei... immer mit nein... Sie hat zwar gegrummelt und wollt hin... War aber ansprechbar und auf nem ganz niedrigen Level.
    Und dann gab es sehr viel Lob.

  • @'BieBoss ' wenn dies die Problematik wäre würd ich das tun.
    Klar spielt da Angst eine Rolle.
    Erklärt aber nicht warum sie aus einer Entfernung von mehr als 500 Meter wo überhaupt kein Sichtkontakt mehr ist(sie weiß nur wo die Hunde waren und wir sind schon lang in die andere Richtung...),
    Ich sie eigentlich im wissen wir sind weit genug weg abgeleint hab und Sie auch total ruhig war plötzlich wie der geölte Blitz hin ist und ich sie nur noch gehört hab...

    Das ist aber typisches hysterisches Chihuahuagekläffe aus Angst. Und das machen die auch wenn der Hund ein Punkt am Horizont ist. Das Hinrennen und kläffen, auch ganz typisch. Ich würde da mit einem Marker arbeiten und den Blickkontakt auf mich umlenken. Wir trainieren schon lange und das hilft definitiv. Du musst deinem Hund mehr Sicherheit geben und ihn nicht wie im Duell auf den anderen Hund zu zerren. Vor allem bei Hundesichtung, egal wie weit weg, auch nicht ableinen. Wenn sie erst mal dann einen noch unsichereren Hund oder Welpen verjagt, hat sie erst richtig Erfolg mit ihrer Strategie (bleib-mir-vom-Leib). Dann hast du erst richtig Spaß :tropf:

  • @lemmingstyle Im Duell hinzerren tu ich ja nicht.
    Sie hinter mich nehmen schon oder zur abgewandten Seite nehmen.
    Das mit dem Anleinen war wohl zu früh werd ich auch nicht mehr tun.
    Stichwort Timing spielt hier wahrscheinlich auch eine Rolle. Wenn ich sie bei großer Entfernung schon anspreche hab ich mehr Erfolg als wenn ich es tue wenn sie sich schon reingesteigert hat...
    Mit dem Marker ist schon eine Idee. Aber was wenn das nicht hilft?

  • Das wird auf jeden Fall helfen. So wirst du nämlich die Distanz verringern können ohne, dass sie ausflippt. Wichtig ist aber, dass du immer nur trainierst wenn sie noch ansprechbar ist. Selbst wenn sie schon fixiert, ist der Trainingspunkt meist überschritten. Dann Abbruch und Entfernung vergrößern.
    Man läuft ja trotzdem wie im Duell aufeinander zu, ob sie jetzt auf der abgewandten Seite läuft oder nicht, die Hunde laufen frontal aufeinander zu. Selbst wenn sie hinter dir geht, offensichtlich gibst du ihr noch nicht genug Sicherheit. Es ist quasi ein Duell und du schleifst sie da mit rein.
    Ich würde auch erst mal eher pendeln, ausweichen, Bögen laufen oder die Straßenseite wechseln bis sie durch das Training ruhiger ist. Weniger Privatraum braucht und dir mehr vertraut. So lange hast du sie nun noch nicht und wenn man solche Situationen meidet, fährt auch das Stresslevel erst mal etwas runter.

  • @'lemmingstyle ' treffen da diesen einen Hund immer wieder an der gleichen Stelle...
    Da wo ein Engpass ist und ich auch nicht ausweichen kann ohne wieder heim zu laufen.
    Gerade eben wieder.
    Allerdings hab ich sie jetzt beim dritten mal schon so weit das sie zwar noch hin will aber sich schon nicht mehr in rage Kläfft obwohl er da sitzt (die sitzen an ner Bank).
    Ich Lob sie für jeder weiter gehen und ich glaub so langsam weiß sie was ich von ihr möchte und sie wird ruhiger.
    Aber Übung bedarf es definitiv noch

  • Schön das du daran arbeitest :dafuer:
    Find ich super! Mich glotzen auch immer alle blöd an wenn sie sehen wie mein mini yorkie-mix im Fuß andere Hunde ignorierend vorbeilaufen sehen. Wir hatten das auch mal, dass er ständig zu anderen Hunden ist. Selbst wenn sie mal eben 300-400m entfernt waren.
    Aber jetzt haben wir alles im Griff, dass waren seine Sturm und Drang Zeiten |) :pfeif:

    Ich würd sie auch erstmal nur gesichert laufen lassen, sie kann auch an den falschen Hund geraten. Wie siehts denn da aus? Gar keine Ausweichmöglichkeit? Mit meinem pöbelnden Rottweiler geh ich zu Not auch Böschungen runter oder ins Dornendickicht :ugly: Obwohl die Leute von sich aus schon ausweichen, wenn sie die schäumende tobende Bestie sehen..

  • @zeytiin zeitweise ist der Weg halt ziemlich eng bei uns.
    Ich kenne aber alle Hunde die dort gehen von daher ist es nicht so dramatisch.
    Am Anfang war es ja wirklich schlimm mit dem Gekläffe.
    Mittlerweile kann ich sogar vorbei gehen und man hört meinen Gruß.
    Ich schau ja immer erst ob frei ist.
    Unverhoffte Begegnungen können aber ja immer passieren.
    Da heißt es halt einsammeln und anleinen.

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