Kastrierte Hunde anfälliger für Krankheiten?
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Hallo,
wir werden unseren 2 jâhrigen Rüden wohl kastrieren lassen. Jetzt hat mir einer Bekannte erzählt, dass kastrierte Hunde krankheitsanfälliger werden, eher Probleme mit dem Herz oder Kreislauf bekommen könnten, einfach nicht mehr so robust sein werden, schwach und zerbrechlich werden... Ist da was dran?
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Hallo,
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Ich denke, das sollte man nicht verallgemeinern.
Sicher kann es zu Gelenkerkrankungen kommen, wenn der Hund frühkastriert wird, denn durch die fehlenden Hormone entwickelt sich die Muskulatur nicht so gut, aber Dein Hund ist bereits 2 Jahre alt und somit ausgewachsen.Pro und Kontro Kastration kannst Du hier im Forum lesen.
Dago wurde auch mit 2 Jahren kastriert und starb im letzten Jahr mit fast 16 Jahren, ohne an schlimmen Krankheiten gelitten zu haben
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Das ist sicher stark übertrieben und eine reichlich pauschale Aussage. Kommt immer auf die Hundetyp, die genetische Disposition und vor allem auch auf die Haltung/Ernährung an, welche Auswirkungen eine Kastrationen auf das einzelne Individuum hat.
Bekannt ist aber, dass es im Alter vermehrt Probleme mit dem Knochenapparat/Gelenken geben kann, vor allem bei sehr jung kastrierten Hunden, bei denen die Knochen noch nicht fertig ausgehärtet sind.
Zudem gibt es ein Risiko der Krebanfälligkeit z.B. im Bezug auf Milz und Knochenkrebs beim Rüden.
Mit einer entsprechenden Futterumstellung und eventuell der Gabe von Zusätzen wie Grünlippmuschelextrakt lassen sich einige Probleme wie Arthrose im Alter vermutlich recht gut vorbeugen bzw. diese Prozesse sich deutlich verlangsamen.
Sicher ist, dass der Stoffwechsel sich verlangsamt und die Muskeln abbauen. Um eine Ernährungsumstellung kommt man also nicht herum. Vermutlich stammt die Aussage Deiner Bekannten daher, dass viele kastrierte Hunde deutlich übergewichtig sind. Aus der Sicht kann ich mir Probleme mit Herz und Kreislauf durchaus vorstellen, was dann aber nicht im direkten Zusammenhang mit der Kastration steht, sondern mit der Haltung.
Ich denke, dass sich das aber in etwa mit dem die Waage hält, was ein intakter Hund für Anfälligkeiten haben kann (Hodenkrebs, Prostataprobleme).
Man sollte einen Hund immer im Gesamten sehen, was die Haltung, Ernährung, Bewegung, geistige Fitness usw. betrifft und abwägen, ob eine Kastration in diesem individuellen Fall sinnvoll ist oder nicht und mit welchen Risiken man besser leben kann am Ende.
Genauer anschauen würde ich mir eventuell auftauchende Probleme im Verhalten. Ein Eingriff in das Hormonsystem hat immer auch Einfluss auf alle anderen Hormone. Und gerade Testosteron ist der Gegenspieler von Cortisol, dem Stresshormon. Das eigene Sexualhormon wirkt selbstberuhigend und ist zuständig für das Selbstbewusstsein.
Wenn Du mehr Infos haben willst und dich vorher schlau machen willst, kann ich dir das Buch "Kastration und Verhalten beim Hund" von Gansloßer/Strodtbeck empfehlen. Da steht alles drin, was man wissen muss und kann danach recht gut abwägen, ob man seinen Hund kastrieren lassen möchte oder nicht.
In einigen Fällen macht ein Testlauf mit einem Kastrationschip Sinn, um sicher zu gehen, dass keine anderen Verhaltensauffälligkeiten durch den Wegfall des Testosterons entstehen.
Wenn das Verhalten entsprechend ok ist, kann man unter der vollen Chipwirkung kastrieren. -
"allgemein kränklicher" ist wohl etwas schwammig ausgedrückt, aber ja, es gibt durchaus Untersuchungen dazu, dass bestimmte Erkrankungen häufiger bei kastrierten Hunden auftreten. Dazu gehören diverse Krebsarten, Erkrankungen des Bewegungsapparates (Bänder, Gelenke, etc) und auch folgende weitere Störungen des Hormonsystems, wie z.B. eine Schilddrüsenfehlfunktion.
Ob man das alles mit Pülverchen ausgleichen kann, zumal die wenigsten diese in wirklich wirksamer Dosis füttern dürften, wage ich mal zu bezweifeln.Das sollte man einfach bei der Überlegung zu einer Kastration mit einbeziehen.
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Warum sollten Sie ? Es gibt auch Statistiken das kastrierte Hunde eine höhere Lebenserwartung haben. Woran das nun liegt, keine Ahnung. Ist ja auch immer die Frage woher diese Statistiken kommen.
Ich habe zwei kastrierte Hunde, 13 und 6 Jahre alt, beide waren noch nie wirklich krank. Meine alte Lady läuft noch 2 - 3 Stunden, ist aktiv, verspielt und fröhlich. Hier ist auch keiner übergewichtig, waren meine vielen kastrierten Pflegehunde auch nicht. Wobei ich nicht behaupte das es an der Kastration liegt
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Ist immer eine Sache der Abwägung.
Kastration ist ein gravierender Eingriff in den Hormonhaushalt.
Bei erwachsenen Hunden, wo die Geschlechtsidentität schon über das Gehirn gesteuert wird, weil die Keimdrüsen schon erwachsen sind, passiert da nicht viel.Und was die Krankheiten betrifft: Alte unkastrierte Rüden haben oft Probleme mit der Prostata oder bekommen Hodenkrebs. Insofern ist Kastration auch Vorbeugung.
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Natürlich ist das ein gravierender Eingriff in den Hormonhaushalt, keine Frage.
Hormonell gesehen ist eine kastrierte Hündin wie eine alte Frau.
Wenn es keinen extrem guten Grund gibt, würde ich das nicht machen, auch beim Rüden nicht. -
Mein letzter Rüde hat aufgrund der Kastration eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt.
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Hormonell gesehen ist eine kastrierte Hündin wie eine alte Frau.
Oder wie eine ganz junge.

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Oder wie eine ganz junge.

Meine Mädels wurden aus unterschiedlichen Gründen frühkastriert und waren keineswegs "alte Frauen"

Dusty starb wegen Krebs, hatte nie Probleme mit Sehnen, Muskeln oder Knochen. Sie wurde mit 5 Monaten kastriert.
Bibo wurde mit 7 Monaten kastriert. Sie hatte erblich bedingt HD auf beiden Seiten, Spondylose, CES und Arthrosen wie nix Gutes.
Ich würde sagen, es kommt wirklich auf den Hund an

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