• Fett bekommt sie 20 % im Muskelfleisch. Ich hab mich mit der Fütterung lange auseinander gesetzt, bevor ich mich getraut hab, selbst was zusammen zu stellen. Anders würde ich mich damit gar nicht wohl fühlen. Kohlenhydrate bekommt sie erst seit kurzem wieder wegen der Giardien-Geschichte. Ich hab ihren Bedarf mit 2,5 % (obwohl sie wegen ihrer Panik draußen ja nicht besonders aktiv ist) und für ihr Idealgewicht(!) berechnet - als würde sie 3 kg mehr wiegen.
    Das spricht schon sehr für ein Problem mit der Leber... Bei meiner heutigen Internet-Recherche zu einer "Leberschonkost" habe ich leider nicht sehr viele verlässliche Quellen, und viele widersprüchliche, gefunden :( :

  • Bei Hepatitis würde ich aber deutlichere Symptome erwarten, oder? Mal abgesehen von den Leberwerten, hätte sie wahrscheinlich nicht nur alle paar Tage Durchfall, sondern auch Fieber und Erbrechen, oder? Hatte deine Hündin sonst Symptome?

    Das einzige Symptom war nur, daß sie an dem We vor der Blutabnahme nicht mehr wirklich motiviert beim Spaziergang war und viel trödelte. Daraufhin bin ich zum TA und da waren ihre Leberwerte:

    ALT 1.382 (normal <122)
    Alk. Phosphate 1.427 (normal <147)
    y-GT 29 (normal <13)
    AST 271 (normal <59)
    GLDH 105 (normal <18)

    Meine Mutter, die tagsüber auf meine Hunde aufpasst hatte mich noch für verrückt erklärt, daß ich zum TA fuhr, denn ihrer Meinung nach war Abby wie immer. Das ist ja gerade das fiese an Lebererkrankungen. Sie zeigen oft nur ganz diffuse Symptome und oft erst sehr spät.

  • Es gibt viele Hunde, die ohne größere Mengen an Kohlenhydraten nicht ihr Gewicht halten können. Ich würde, gerade um die Leber nicht unnötig zu belasten, mal durchrechnen, wieviel Protein sie darf und wie hochwertig die Proteine, die sie momentan bekommt, sind.
    Wie genau so eine Leberdiät aussehen muss, liegt ja vermutlich auch daran, welche Schäden genau vorliegen? Daher könnten die Widersprüche kommen, die du gefunden hast. Hier gibt es den Anfang des Kapitels zu Lebererkrankungen von Meyer/Zentek zu lesen: Ernaehrung-des-Hundes-Meyer-Zentek.09357_5Diaetetik.pdf
    Leider fehlt da eine ganze Menge. Aber man müsste ja, wie gesagt, bestimmt erst mal rausfinden, was genau nicht stimmt, bevor man eine angepasste Diät zusammenstellen kann, oder?

  • Habt ihr mal an eine Ultraschalluntersuchung vom Bauch gedacht?
    Und Bauchspeicheldrüse?
    Und was für eine Rasse ist dein Hund denn? Und wie schwer?
    Und ich kann Dackelbenny nur zustimmen: ein geeignetes fertigfutter macht es wirklich leichter beurteilbar. Es sollte halt eins sein, das am besten nicht-allergieauslösend ist. Und keinerlei leckerlis oder kauartikel nebenher.
    Wir hatten mit unserem auch eine Darm-verdauungs-Odyssee am Anfang.
    Und jetzt rein allein mit passendem fertigfutter selige Darm-Ruhe ;)

  • Hallo Lisa,
    bei einer Erhöhung der eosinophilen Granulozyten werde ich immer sehr hellhörig.
    Sie können aufgrund einer Allergie erhöht sein, aber auch Blutparasiten sind dafür verantwortlich
    Wurden im Blutbild die einzelnen Plasmosen abgeklärt?
    Plasmosen können ein mannigfaltiges Symptomenbild haben.

  • Danke für eure Antworten :ops:

    Das einzige Symptom war nur, daß sie an dem We vor der Blutabnahme nicht mehr wirklich motiviert beim Spaziergang war und viel trödelte.

    Ach herje, die Werte waren ja auch wirklich übel... Ich trau mich gar nicht zu fragen... Hat sie das überstanden?


    Ich würde, gerade um die Leber nicht unnötig zu belasten, mal durchrechnen, wieviel Protein sie darf und wie hochwertig die Proteine, die sie momentan bekommt, sind.
    Wie genau so eine Leberdiät aussehen muss, liegt ja vermutlich auch daran, welche Schäden genau vorliegen?

    Das ist ja auch mein Problem. Solange ich nicht weiß, warum die Werte erhöht sind, kann ich gar nicht richtig darauf eingehen :( : Ich werde morgen direkt bei einem Tierarzt anrufen, den mir meine Haustierärztin empfohlen hat und hoffe, dass der ein bisschen Struktur ins Chaos bringen kann.


    Habt ihr mal an eine Ultraschalluntersuchung vom Bauch gedacht?
    Und Bauchspeicheldrüse?
    Und was für eine Rasse ist dein Hund denn? Und wie schwer?
    Und ich kann Dackelbenny nur zustimmen: ein geeignetes fertigfutter macht es wirklich leichter beurteilbar.

    Ich hab ja erst gestern die Ergebnisse bekommen. Meine TA hat davon gesprochen, eine Ultraschalluntersuchung machen zu lassen, allerdings haben sie dazu in ihrer Praxis keine Möglichkeit.
    Bauchspeicheldrüse wurde vor 2 Monaten getestet, war unauffällig.
    Sie ist ein Schäferhundmix und wiegt im Moment ca 22 kg, dürfte aber auch 2 kg mehr haben.
    Inwiefern macht es ein Fertigfutter denn leichter? Da sind doch viel mehr Komponenten drin als wenn ich die handvoll Zutaten zu Hause selbst zusammen mische, oder nicht? Und wenn ich ihr jetzt ein Fertigfutter gebe und sie mit noch mehr Durchfall reagiert, kann ich absolut nicht raus finden, worauf genau sie reagiert. Mit den richtigen Argumenten lasse mich gerne eines besseren belehren :smile:


    bei einer Erhöhung der eosinophilen Granulozyten werde ich immer sehr hellhörig.
    Sie können aufgrund einer Allergie erhöht sein, aber auch Blutparasiten sind dafür verantwortlich
    Wurden im Blutbild die einzelnen Plasmosen abgeklärt?

    Ich musste das Wort auch erstmal schnell googeln :lol:
    Da sie aus Bulgarien kommt, wurde sie vom Tierheim schon auf einiges getestet. Im Schutzvertrag steht: Babesiose, Dirofilaria Repens + Reisekrankheitstest 4 Dx (Herzfilarien, Borreliose, Ehrlichiose + Anaplasmose) = negativ

  • Ach herje, die Werte waren ja auch wirklich übel... Ich trau mich gar nicht zu fragen... Hat sie das überstanden?

    Ja, wir sind noch in der Behandlung (die Horrorwerte sind vom 16. Februar). Sie hat 10 Tage AB bekommen und in der Zeit wurde noch 2 mal Blut kontrolliert. Die Werte waren zwar noch immer zu hoch, hatten sich aber immerhin halbiert. Nun hat sie 3 Wochen täglich Vitamin B-Komplex sowie Rascave Hepar mite und Hepa Comp bekommen und morgen werden die Werte wieder kontrolliert. Aber ihr Allgemeinbefinden ist wieder gut.

    Wir hatten Glück, daß die Leber im Ultraschall noch komplett unauffällig war. Mein TA meinte noch, daß die meisten Tierhalter erst bei deutlicheren Symptomen kommen und es dann mehr als 5 vor 12 ist. Natürlich sind Abbys Werte alles andere als schön, aber die Prognose ist gut.

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