Die Kunst des "Hunde flüsterns"
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Hallo Zusammen

wie der Name schon sagt, möchte ich hier einen kleinen Austausch zu diesem Thema starten.
Ich habe mich vor ein paar Wochen mit jemanden auf dem Feld unterhalten, der mir von einem Ridgeback Züchter erzählte, dieser seinen Hunden alle Befehle im Flüsterton gibt. Er war total begeistert wie toll die gehört haben.Natürlich sagt einem jeder Trainer das man ruhig und mit sanfter Stimme reden soll, aber flüsternd kannte ich noch nicht. Dennoch denke ich das diese Technik auf Entfernung eher unzuverlässig klappt, aber für Leinentraining/Unterordnung könnte man es nutzen.
Jinx ist seit wenigen Wochen wieder in alte Muster verfallen, was "Leinenaggression" bei uns im Ort betrifft. Also hab ich das mit dieser "Flüstertechnik" vor wenigen Tagen ausprobiert und es hat bei jedem Spaziergang dieser Art funktioniert. Wenn ein Hund auf dem selben Weg angeleint entgegen kommt jinx schau mich an und bis wir vorbei sind halte ich augen Kontakt mit ihm. Wenn er versucht rüber zu schauen hab ich wieder geflüstert nein schau mich an und es hat ausnahmslos funktioniert
.. als belohnung muss man dann natürlich noch ein würstl-stück in den Rachen werfen
... Hab heute extra den hardcore Weg um 16 Uhr auf dem überfüllten Feld genommen und bin an allen Hunden vorbei gekommen ohne auch nur einen Mucks 
Mir ist bewusst das es viel an einem selbst liegt und das flüstern mich selbst automatisch auch ruhig werden lässt. Aber egal wie locker und entspannt ich sonst an Hunden vorbei bin und in normaler Lautstärke "Befehle" gegeben habe, so perfekt hat er es nie umgesetzt. Hat richtig Spaß gemacht heute mittag

Was sind eure Erfahrungen mit "Hunde flüstern"? Kennt ihr Hundebesitzer/Züchter/Trainer die diese Methode anwenden? Oder ihr selbst?
Liebe Grüße
- Vor einem Moment
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Das klingt ja spannend, hab ich noch nie gehört. Werde ich beim nächsten Training gleich mal probieren...

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Unsere Ellie ist vor drei Jahren zu uns gekommen. Sie hat null Erfahrungen in ihren vorangegangenen drei Lebensjahren sammeln können und war somit super unsicher und ängstlich.
Wenn wir unterwegs waren und z.B. eine Gefahrensituation kam und ich sie angesprochen habe - meine Stimme aufgrund der Situation zwangsläufig nicht normal - reagierte sie panisch. Ich weiß nicht wie ich darauf gekommen bin aber ich habe angefangen in solchen Situationen die Befehle ruhig zu singen - hihihi - und was soll ich sagen, dadurch war kein Unsicherheit in meiner Stimme und es funktionierte. Seit dem mache ich das grundsätzlich. Meine Stimme bleibt dadurch gleich ruhig, wird nicht laut und scheint ihr damit die nötige Sicherheit zu geben.
Da ich damit so gute Erfolge erziehlt habe, kann ich mir gut vorstellen, dass ein Flüstern eine ähnliche Wirkung hat. -
Richtig flüstern tu ich nicht, aber ich spreche sehr leise mit meinem Hund, gebe die Kommandos also sehr ruhig.
Und ja, dadurch, daß der Hund leise angesprochen wird, konzentriert er sich besser auf mich und reagiert er besser. -
In der Regel ist der Effekt immer darauf zurückzuführen, dass Du Dich schlicht anders verhälst als sonst. Das irritiert den Hund, der kann seinen Mensch schlechter einschätzen als vorher und hat daher mehr Augen für ihn.
Wenn man das allerdings als alleinige Trainingstechnik benutzt, erlöscht der "Neuigkeitseffekt" bald wieder. Aber, um einen Fuß in die Tür zu bekommen und weiterzuformen, kann das ein guter Einstieg sein.
Ich bin übrigens auch eher leise und ruhig. Ich hatte meinen Hunden mal trainiert auf ein leises "ssss" zu sitzen. Das funktioniert natürlich, warum auch nicht. Aber als meine alte Dame tauber wurde, fing ich wieder an lauter zu werden ... halt für alle dann, irgendwie. Nun ist die Älteste komplett taub, ich wurde gerade wieder leiser, da werden die nächsten beiden tauber ... naja, was soll's.
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Ich mach das nicht als "Methode", aber grundsätzlich spreche ich mit meinem Hund sehr leise, sehr oft gestikuliere ich nur. Dies hat zur Folge (ist aber umgekehrt auch Bedingung), dass meine Hündin sehr auf mich achtet.
Hab mir da eigentlich noch nie Gedanken drüber gemacht. Klappt insgesamt aber ganz gut, dabei hab ich aber keine Ahnung, ob es am leise bis gar nicht Sprechen liegt....
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@harry97: Genau. Der Hund muss ja alles Filtern um sich herum (gerade draußen) um mich zu verstehen.
Auf dem Abendspaziergang lief auf der anderen Seite uns ein Hund entgegen (mittelgroß), ich hab gemerkt wie Jinx Rute leicht hochging und genau in dem Moment geflüstert. Augenkontakt. Wenn ich meine rechte Hand in die Jackentasche stecke (Leckerlietasche) läuft er dann automatisch "Bei Fuss" und hält den Augenkontakt bis er was bekommt. (Die Trainerin hat uns damals sehr viel gebracht und viele GrundAbläufe macht er aus Reflex
) Dann hab ich ihn flüsternd gelobt (ich sage ihm dann immer das er der beste Hund der Welt ist
hab mir angewöhnt da immer dieselben Worte zu benutzen und diese dann in "schmusesituationen" in denen er super relaxed ist ebenfalls zu sagen.) Darauf hin hat aber der Hund dann auf der selben Höhe angefangen zu bellen wie verrückt
und jinx hat kurz hingeschaut, aber mit dem Flüsterton und der Hand in der Tasche war er direkt wieder bei mir. Nichtmal das Fell gesträubt
und danach locker ich alles wieder auf und "entlasse" ihn zum schnuppern mit nem kleinen Leckerlie.
Ich werde das so definitiv beibehalten
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Kennt ihr Hundebesitzer/Züchter/Trainer die diese Methode anwenden?
Anne Krüger arbeitet als Trainerin so.
„Sprich leise, denn er hört dir zu.“
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ich kannte mal eine, die hat auch geflüstert. die hat mich immer dumm angemacht, wenn ich in normaler lautstärke mit gino geredet habe. einmal ist gino hinter einm anderen hun her, er war glaub ich 9 monate oder so. er war schon ein paar hundert meter weg und ich ab ihm hinterhergeschrieen. da kam die wieder und meinte, ich soll füstern. hab mich umgedreht und bin meinem hund schreiend hinterhergelaufen. keiner meiner hunde haben jemals auf füstern reagiert. ihrer übrigens auch nicht. fand das auch immer sch.... wenn ihr hund meinen auf dem feld vermöbelt hat und sie 100m weiter stand und geflüstert hat, er möge das doch bitte lassen und herkommen.
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In der Regel ist der Effekt immer darauf zurückzuführen, dass Du Dich schlicht anders verhälst als sonst. Das irritiert den Hund, der kann seinen Mensch schlechter einschätzen als vorher und hat daher mehr Augen für ihn.
Wenn man das allerdings als alleinige Trainingstechnik benutzt, erlöscht der "Neuigkeitseffekt" bald wieder. Aber, um einen Fuß in die Tür zu bekommen und weiterzuformen, kann das ein guter Einstieg sein.
Ich bin übrigens auch eher leise und ruhig. Ich hatte meinen Hunden mal trainiert auf ein leises "ssss" zu sitzen. Das funktioniert natürlich, warum auch nicht. Aber als meine alte Dame tauber wurde, fing ich wieder an lauter zu werden ... halt für alle dann, irgendwie. Nun ist die Älteste komplett taub, ich wurde gerade wieder leiser, da werden die nächsten beiden tauber ... naja, was soll's.
Ja, bei mir ähnlich. Der Bandit hört mMn nicht mehr richtig gut, daher braucht er es tatsächlich lauter.
Mit Anton kann ich den ganzen Tag flüstern, was ich auf Spaziergängen auch mache.
Eine Arbeitskollegin hat mich nach einer gemeinsamen Wanderung dann mal angesprochen und zeigte sich erstaunt, dass das " so gut funktioniert" . Warum auch nicht? Hunde haben gute Ohren.
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