Gutartiger Hauttumor - entfernen nötig/sinnvoll?

  • Hallo,

    Mia hat seit ein paar Wochen einen kleinen, harten Knubbel am hinteren Rückenbereich. Am Montag war ich deshalb in der TK, um das mal anschauen zu lassen.
    Die Ärztin hat Zellgewebe rausgenommen und untersucht und meinte, sie ist sich sehr (aber nicht ganz 100%ig) sicher, dass es ein gutartiger Tumor ist. Sie hat aber anscheinend nur sehr wenig Zellgewebe rausbekommen.
    Natürlich bin ich darüber erstmal erleichtert, auch wenn mir eine ganz sichere Aussage lieber gewesen wäre...
    Die Ärztin riet jetzt dazu, das Ding rausoperieren zu lassen, damit man es a) einschicken und 100%ig untersuchen kann und b) dass das Risiko ausgeschlossen wird, dass es sich zu was Bösartigem entwickelt.

    Am Montag war ich mir noch sicher, dass ich das machen lassen werden - jetzt bin ich mir nicht mehr ganz so sicher.
    Meine Bedenken sind die, dass ich kein großer Freund von (vorsorglichen) OPs bin und echt nicht gern im Körper rumpfusche. Ich weiß einfach nicht, ob eine OP (zum jetzigen Zeitpunkt) wirklich nötig und sinnvoll ist.

    Vielleicht können mir hier einige, die entsprechende Erfahrungen und/oder das nötige Wissen haben, die Fragen beantworten.
    - Wie groß ist das Risiko, dass ein gutartiger Tumor bösartig wird?
    - Würde es Sinn machen, statt einer OP das Ding selber gut zu kontrollieren und alle 6 Monate oder so(?) eine Biopsie zu machen?
    - Ich überlege, ob ich nochmal in eine andere TK fahren soll wegen einer erneuten Biopsie, vielleicht bekomme die das besser/sicherer hin - macht das Sinn?

    Oder wäre das Beste doch, das Ding einfach ganz entfernen zu lassen?

    Wäre über Entscheidungshilfen sehr dankbar. :winken:

  • Paula hatte einen harten Gnubbel am Bein ( wie eine Erbse )
    Es war zum Glück nur Talg und ist nicht wieder gekommen.
    Ich würde es entfernen lassen um sicher zu gehen und du bist beruhigter.
    Man weiß nie, ob es wächst oder streut.

    Ich drücke die Daumen und alles Gute :bindafür:

  • Gut, dass es bei deiner Paula so was ganz harmloses war!

    Das mit der Beruhigung ist eben so ein Ding - nur damit ich beruhigter bin, will ich sie nicht operieren lassen. Nur, wenn es wirklich notwendig und sinnvoll ist.
    Das Wachsen könnte man ja kontrollieren...

    Aber ich bin mir eben nicht sicher, ob es vielleicht irgendwie fast an Fahrlässigkeit grenzt, so was drin zu lassen.
    Deshalb würde ich echt super gern wissen, wie hoch die Gefahr ist, dass es bösartig wird, ob man eine Chance hat, das ohne OP gut zu kontrollieren etc. pp. - einfach weil mir da das Wissen komplett fehlt.

  • Das Problem ist doch, dass Das Ding noch größer werden könnte und wenn es im Bereich des Rückens, bzw. der Wirbelsäule liegt, würde ich persönlich das Ding entfernen lassen. Jetzt ist es klein, macht keine Probleme. Ist es mal heftig gewachsen, drückt auf die Wirbelsäule, dann wirds schwierig.

    Wie gesagt, liegt es im Bereich der Wirbelsäule würde ich es jetzt entfernen lassen. Ansonsten eher nicht!

  • Meine TÄ (die meine Tiere seit 20 Jahren immer toll behandelt und auch ganz sicher nicht nur aufs Geld aus ist) hat mir erklärt, dass sie immer fürs Entfernen ist, weil ein gutartige Tumor eben auch bösartig werden kann und die Grenzen fließend sind, es eben nicht "den" gutartigen oder "den" bösartigen Tumor gibt. Ich würde es wegnehmen lassen.

  • Ob Gefahr oder nicht wirst du leider erst wissen, wenn das Ding raus ist und richtig untersucht wurde.
    Jetzt ist es klein, wartest du, beobachtest es und es wird größer muss es eh operiert werden und die Wunde zum heilen ist größer und tiefer als jetzt. Wird bei der Untersuchung festgestellt, das es bösartig ist, hast du schnell reagiert und gute Chancen.

  • Ehrliche Antwort, Ramona?
    Lass' das Ding raus schneiden und alles ist gut.
    Wenn der Tumor größer wird, das tun auch die gutartigen, wird die OP schwieriger, die Narbe größer etc.

    Du müsstest auch keine Angst mehr haben, dass der Tumor eventuell doch bösartiger Natur ist

  • Je kleiner der Tumor beim Entfernen ist umso leichter und unkomplizierter.
    Je öfter man auch dran rum"manipuliert" (=reinpiekst), desto größer wird wohl auch die Gefahr, dass der Tumor entartet. Das meinte zumindest meine TÄ mal.

    Ich würde den Tumor auch lieber jetzt entfernen lassen als vielleicht in ein zwei Jahren.

  • Das Problem ist doch, dass Das Ding noch größer werden könnte

    So war es bei Kalle. Der hatte nen Bollen am Ohr. Erst echt klein und dann ist das Ding gewachsen. Also kam es raus und wurde eingeschickt. War was völlig harmloses, aber meine TÄ war ebenfalls für's entfernen (und die ist ebenfalls niemand, der sofort operiert, etc.).

    Winzigkleine Dinge (so groß wie ein Stecknadelkopf z.B.) würde ich erstmal am Hund lassen. Verändert es sich nicht, würde ich persönlich da gar nichts machen, außer beobachten. Wächst das Teil oder verändert es sich irgendwie anders Farbe etc.), dann raus damit.

  • Danke, hab mir schon gedacht, dass es so aussieht. Hatte nur gehofft, dass die Gefahr des Entartens vielleicht so minimal ist oder man das gut erkennen würde... aber ist eigentlich klar, dass man bei Krebs im Zweifel gar nix gut oder schnell erkennt.

    Und @Arni1411 genau die Bedenken bei zu häufiger Biopsie habe ich auch!

    Ok, dann werde ich das wohl doch machen lassen. Haben auch schon nen Termin für Dienstag und ich würde ihn, wenn denn überhaupt, bis spätestens Freitag absagen...

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