Wer kann noch richtig loben?
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Es wäre eher eine Beleidigung, statt eines Kompliments einen Geldschein zu reichen.Und in einem System, in dem Lohn und Leistung prinzipiell nie zusammenpassen (können), kann es sowieso nicht Lob sein. Der Reiche ist reich, weil der Arme arm ist, nicht weil er so viel mehr leistet als dieser und deshalb mehr Lob verdient hätte.
In einem derart nüchternen Thema, wo es um funktionale Verstärker geht (und ob "Lob"), finde ich deine Kritik absolut deplatziert. Das ist eine sehr schöne, romantische Ansicht, die nur absolut am Thema vorbeigriffen ist.
Abgesehen davon bleibt es doch dem Individuum (Mensch/Hund) überlassen, was als Lob empfunden wird. - Vor einem Moment
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Ich glaube, dem Hund ist es egal, wer ihn belohnt, aber ihm ist mit großer Sicherheit NICHT egal, wer ihn lobt...
Loben hingegen ist - das hab ich hier in ein paar Kommentaren auch schon herausgelesen - eng an die Beziehung des Lobenden und Gelobten gebunden. Habe ich Respekt vor einer Person ist mir deren Lob viel wichtiger, als wenn eine Wildfremde es ausspricht - selbst wenn es haargenau dasselbe Lob ist.
Diesen gefühlten Unterschied erlebe ich auch bei Hunden.Da muss ich Dich enttäuschen. Wenn man mal von Lob in Alltagssituationen weggeht und Lob/Sozialkontakt als Bestätigung für "Arbeit" im Sinne von Ausbildung betrachtet, habe ich in all den Jahren nur einen Hund kennengelernt, für den Sozialkontakt das Grösste war ... Und diesem Hind war sch...egal von wem der Sozialkontakt ausging ... Im Gegenteil ... Dieser Hund hat sich aktiv seine Sozialkontakte ausgesucht. Bsp. Ging der Hund freudig und hochkonzentriert neben seiner HF her im Fuß ... Click oder Markerwort ... Und Hund stürzte sich zu einem der Umstehenden um sich seine Krauleinheit abzuholen .... Das konnte seine HF sein, aber zu ca. 50% waren es die drum herum stehenden Menschen. Ob Frauchen jetzt mit Clicker bestätigte oder mit Stimme losjubelte, war dabei völlig egal.
Und das hatte nichts damit zu tun, dass in der Beziehung der beiden was nicht gestimmt hätte. -
Da wurden doch schon zig Beispiele hier im Thema genannt.
Leider nicht wirklich - oder ich weiß nicht, auf welche BEispiele du dich beziehst... Was genau ist da deiner Meinung nach die "Mechanik" dahinter?
@yane: und wenn alle "Sozialkontakte" in verschiedene Richtungen gegangen sind? Wie hat der Hund da reagiert?
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Sorry, ich würde wirklich gerne verstehen was Du meinst, aber ich komm nicht dahinter.
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Alles gut @Labradora ... ich glaube, so langsam kommen wir in die Richtung, die mich interessiert

Meinst du, diese emotionale Abhängigkeit wäre für irgendwas hinderlich?
Ich bin ganz ehrlich, ich bin sehr froh, dass ICH von meinen Hunden auch emotional abhängig bin. Mir tut das gut als Ausgleich zum stressigen Berufsleben... irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass es - falls es den Hunden ähnlich gehen sollte - ihnen irgendwie schaden könnte...
Hätt ich nur einen einzigen Hund, dann könnt ich mir das durchaus vorstellen.Ich finde auch das Argument mit dem "die Hund loben auch den Menschen mit ihrer Reaktion" sehr spannend... es wirkt ja auch auf uns sehr verstärkend, wenn die Hunde uns tatsächlich Aufmerksamkeit schenken!
Eine emotionale Abhängigkeit kann u.U. das,Leben schon stark beeinflussen. Zum einen kann sie sehr Grossen Stress beim Hund erzeugen, nur weil man kurz den Raum verlässt, zum Anderen kann der Hund z.b. Futter verweigern, wenn man nicht da ist (Krankenhaus, Urlaub usw).
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@flying-paws ... versuchs doch einfach mal zu erklären, vllt wirds dadurch klarer, was du meinst?
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Eine emotionale Abhängigkeit kann u.U. das,Leben schon stark beeinflussen. Zum einen kann sie sehr Grossen Stress beim Hund erzeugen, nur weil man kurz den Raum verlässt, zum Anderen kann der Hund z.b. Futter verweigern, wenn man nicht da ist (Krankenhaus, Urlaub usw).
Aber kommt es dadurch? Ich bin ja immer bedacht, dass mein Hund keinen starken Trennungsstress hat. Das er sich auch sicher ohne mich fühlt. Das hat für mich sehr viel mit dem Selbstbewusstsein zu tun und dem Hund auch manchmal Freiheiten zu lassen.
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uuih - jetzt muss ich leider weg aber....
ist dir diese Studie bekannt?http://www.spiegel.de/wissenschaft/n…-a-1029010.html
Muss nicht immer alles stimmen, ist aber zumindest interessant

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@Einstein51 Kann - muss aber nicht. Da gehören noch viele andere Faktoren dazu.
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Vertrauen ist meiner Meinung nach auch eine Form des Lobes/Belohnung.
Ich vertraue meinem Hund, er revanchiert sich damit das er mir vertraut. Ist für beide Seiten eine schöne Situation und stärkt die Beziehung.
Als Beispiel: Mein Hund läuft ohne Leine, wir begegnen einem anderen Hund, er orientiert sich zu mir und läuft neben mir (Vertrauen). Ich lasse ihn unangeleint (Vertrauen). Ein gesondertes lob ist nach dem vorbeilaufen am anderen Hund gar nicht mehr nötig. Das ich ihn nicht angeleint habe reicht aus um ihn in diesem ruhigen Verhalten zu stärken. - Vor einem Moment
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