Wer kann noch richtig loben?
-
-
Bezog sich jetzt aber nicht auf mich oder?
Nö.
Die Halterin sagte dann, dass sie fast nur über Stimme lobt, um die Tricks beizubringen, weil der Hund sich einen Ast abfreut, wenn sie sich selbst freut. Das fand ich schon sehr beneidenswert, mein Hund guckt mich nur doof an, wenn ich Party machen würde.
Hört sich erst Mal rosig an. Ist aber alles andere als einfach im Alltag einen Hund zu haben, der in jede Aktion seines Menschen eine Bestätigung interpretiert. Das können "Sozialkontaktjunkies" werden, die aus der Schleife was anbieten zu müssen, weil sie (scheinbar) Bestätigung erhalten nicht herauskommen. Das ist für den Hund nicht wirklich schön...
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Nö.
Hört sich erst Mal rosig an. Ist aber alles andere als einfach im Alltag einen Hund zu haben, der in jede Aktion seines Menschen eine Bestätigung interpretiert. Das können "Sozialkontaktjunkies" werden, die aus der Schleife was anbieten zu müssen, weil sie (scheinbar) Bestätigung erhalten nicht herauskommen. Das ist für den Hund nicht wirklich schön...
Ähm, was bedeutet bei jeder Aktion? Hunde sind ja sehr feinfühlig was die Emotionen der Menschen angeht, warum sollte der Hund dann jede Aktion als Bestätigung ansehen?
-
Es gibt Hunde, die genau das tun.
Und dann wundert man sich, warum der Hund immer wieder irgendwelche kuriosen Verhaltensketten abspielt und aus diesem Film nicht herauskommt... -
Es gibt Hunde, die genau das tun.
Und dann wundert man sich, warum der Hund immer wieder irgendwelche kuriosen Verhaltensketten abspielt und aus diesem Film nicht herauskommt...Das glaube ich schon, ich frage mich nur, warum du das in dem Beispiel siehst oder vermutest. Ich kenne Verhaltensketten von meinen Hund, wenn er hofft etwas Besonders leckeres zu bekommen. Da werden alle Tricks abgespult.
-
Das könnte ich mir bei so einem durchgeknallten Hüter vorstellen, aber gesehen habe ich sowas noch nicht

Aber ich denke, dass die meisten Hunde doch zwischen quietischigem Partystimmchen und normaler Stimmlage unterscheiden können.
-
-
Ich kenne Verhaltensketten von meinen Hund, wenn er hofft etwas Besonders leckeres zu bekommen. Da werden alle Tricks abgespult.
Das ist aber leichter händelbar, denn Essen kannst Du wegpacken. Dich selber nicht.
-
Wenn jemand für das Ausfüllen eines Lottoscheins, die Annahme einer Erbschaft oder das Zocken an der Börse 30 Millionen bekommt, dann muss das ja ein ganz dickes Lob sein.

"Wenn Geld als Lob dient,..."
In dem Fall sehe ich den Zweck des Geldes nicht im Lob. -
"Wenn Geld als Lob dient,..."
In dem Fall sehe ich den Zweck des Geldes nicht im Lob.Es ist nie der Zweck des Geldes, Lob zu sein.
-
Ok, nun kommen wir dem schon näher. DU willst bestimmen, was eine Belohnung ist und was nicht, während die Meisten hier davon ausgehen, dass der HUND bestimmt, was er als Belohnung einstuft und was nicht. Du willst einen Teil der Belohnungen a priori von der Definition ausschliessen, wenn du nach Motivation ohne Belohnung fragst, ohne Rücksicht darauf, wie der Hund gestrickt ist.
Nein.
Das ist absolut falsch, du kennst mich nicht, das merkt man
Mir geht es um die Diskussion als solche, ich möchte nicht über andere materiell basierte Formen der Verstärkung diskutieren (!), sondern mch interessiert wirklich NUR die soziale... was nicht heißt, dass ich andere Formen der Verstärkung ablehnen würde...Ich versuche es nochmal mit einer Differentierung, da es ja scheinbar immernoch Missverständnisse gibt.
Für MICH sind Belohnungen an materielle Dinge geknüpft - das impliziert schon der Wortstamm... LOHN, beLOHNen, LOHN erhalten für etwas, was man tut. Für mich ist eine BELOHNUNG ganz eng an die Erwartungshaltung des Hundes geknüpft... der Hund tut es, weil er dafür einen Lohn erhält, etwas Fassbares-Begreifbares. Das ist einfach, das geht schnell und das hat was Vorhersehbares Mechanisches.
Letzten Endes ist doch völlig egal, WER den Lohn auszahlt... Ob es der Chef ist oder seine Frau - wichtig ist beim Belohnen doch nur, dass man ihn überhaupt erhält, sonst erlischt die Motivation noch weiter auf Arbeit zu rennen... Ähnlich sehe ich es auch beim Hund... Ich glaube, dem Hund ist es egal, wer ihn belohnt, aber ihm ist mit großer Sicherheit NICHT egal, wer ihn lobt...
Loben hingegen ist - das hab ich hier in ein paar Kommentaren auch schon herausgelesen - eng an die Beziehung des Lobenden und Gelobten gebunden. Habe ich Respekt vor einer Person ist mir deren Lob viel wichtiger, als wenn eine Wildfremde es ausspricht - selbst wenn es haargenau dasselbe Lob ist.
Diesen gefühlten Unterschied erlebe ich auch bei Hunden.Das hat weder was mit "ich straf den Hund nur oder entziehe ihm die Aufmerksamkeit, damit ihm das plötzlich wichtiger wird" zu tun... erstaunlicherweise gibt es Menschen, die nur durch Körpersprache und Ausstrahlung ihre Hunde in den Bann ziehen können. Das ist aber leider nix fassbares, nix Mechanisches, nix was sich (bisher) mit Studien belegen lässt... das ist es, was mich interessiert

Auch fand ich es interessant, dass einige geschrieben haben, sie würden gerne wieder viel intuitiver mit dem Hund umgehen...mir ging es vor einiger Zeit genauso, weshalb mir das Thema auch sehr am Herzen liegt. Ich versuche gerade wieder zu lernen, empathischer an das Thema ranzugehen, weil ich auch lange sehr verkopft war und mich mit diesen mechanischen Umgangsformen, die überall heruntergepredigt werden- aber irgendwann nicht wohl gefühlt habe...
Diese theoretisch basierte und verkopfte Art lese ich in einigen Beiträgen heraus und bei denen denke ich mir: "Das war nicht das, worauf ich hinauswollte"
Nein, mir gehts nicht um Belohnungen im lerntheoretischen Sinne... wenn ich diese meine, rede ich bewusst von "Verstärkung" (P- und R+)
Wenn jemand also bessere Termini für das hat, was ich meine, dann immer her damit
Hier ist ein kleines Video indem man sehen kann wie ich unterschiedlich lobe.
Einmal lobe ich indem meine Hündin das Zerrseil sofort wieder als Bestätigung bekommt und einmal sieht/hört man, wie ich mit der Stimme lobe.
Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Danke für das Video

Vielleicht wird daran deutlich, WAS genau ich meine...
Der Hund im Video wird meiner Ansicht nach belohnt - aber nicht gelobt.
Der Hund erhält etwas, das er erwartet, könnte in dem Moment aber wahrscheinlich genauso gut auf die Stimme oder deine personelle Anwesenheit verzichten. (Soll nicht heißen, dass eure Beziehung nicht prima ist ... bitte nicht falsch verstehen - aber ich würde vermuten in genau dieser(!) Situation könnte auch jemand anders das Zergel zur Belohnung schmeißen, oder?... aber den Hund mit deiner ganzen Ausstrahlung so fesseln, dass dem Hund das Zergel total egal ist, kannst du das? Das ist es meiner Meinung nach, was den Unterschied ausmacht zwischen Lob und Belohnung... und ich möchte an dieser Stelle nichts als besser oder schlechter werten - für mich sind beide Wege gleichberechtigt, aber... ANDERS -
Das sehe ich anders. Ich kann jemanden durchaus mit Geld loben und belohnen. (Ich wurde sogar so gelobt - die Qualität und der "soziale Wert" sind sicher berechtigte Streitthemen)
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!