Neuer Hund sehr ängstlich
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Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich habe am Samstag endlich unsere Hündin bei der Züchterin abgeholt. Sie ist schon anderthalb Jahre alt, da sie aber zu ängstlich für Ausstellungen ist, wurde sie weggegeben. Ich möchte ihr wirklich gerne ein schönes Zu hause geben, sie ist ein Engel. Sehr ruhig, aber eben auch ziemlich schüchtern und ängstlich. Sie lässt sich weder mit Futter locken, noch mit ihrem Lieblingsspielzeug. Sie bewegt sich einfach nicht vom Fleck. Wenn man ihr das Essen nicht vor die Nase hält, frisst und trinkt sie auch nicht. Das macht mir Sorgen. Die erste Nacht hat sie in ihre Box gepinkelt, die zweite Nacht in ihr anderes Körbchen Kot abgesetzt, wobei Hunde doch eig nie ihr Plätzchen beschmutzen. Aber sobald wir draußen sind, fällt es ihr schwer zu machen. Sie schaut sich die ganze Zeit unsicher um und ist völlig überfordert, ich habe das Gefühl sie kann sich nicht erleichtern. Sie hat es einmal geschafft und so hab ich sie direkt gelobt, Leckerli nimmt sie aber nicht an und bekommt auch wieder Panik wenn man sich zu ihr wendet und sie loben will. Auch hat sie nonstop ihren Schwanz eingezogen.
Was kann ich tun, dass sie sich etwas entspannt und nicht ständig unter Anspannung und Angst steht? Ich möchte nichts falsch machen und sie noch mehr verunsichern. Ist das normal bei ängstlichen Hunden? Wie ist eure Erfahrung?
Vielen Dank für eure Hilfe!
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Darf ich fragen um welche Rasse es sich handelt und wie die Hündin vorher gehalten wurde? Lebte sie im Zwinger oder im Haus?
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es handelt sich um einen Japan Spitz, das ist eig sehr freundliche gelehrige Rasse, auch gar nicht ängstlich. Sie lebte halt beim Züchter, wie genau weiss ich leider auch nicht. Allen Anschein nach mit Ihnen im Haus, aber ob das echt so war kann keiner wissen. Ich weiss nur, dass die Hunde in den Keller kommen, wenn sie wegfahren. Da sie zu ängstlich für Ausstellungen war, sollte sie abgegeben werden und auch während Herrchen mit den anderen Hunden auf Ausstellung war, wurde sie wohl in den Keller gesperrt. Auch weiss ich nicht genau, ob die Hunde wirklich Gassi geführt worden sind, sie werden sehr oft nur in den Garten gelassen.
Ihre Geschwister und Mutter sind total aufgeschlossen und rennen zu jedem hin, wollen gestreichelt werden. Sie aber hat vor allem und jedem Schiss. Ist zwar absolut nicht aggressiv, aber totaler Schisser, hat immer den Schwanz eingezogen und wäre heute beim Gassi gehen auch fast davon gerannt, haben sie zum Glück wieder eingefangen. Das tut mir echt im Herzen weh, weil ich nicht weiss was mit ihr nicht stimmt oder was sie durchgemacht hat

Aber naja sie ist erst der dritte Tag da. Sie hat natürlich noch absolut keine Bindung zu mir oder zu seiner Umgebung, alles fremd. Aber sie frisst und trinkt nicht freiwillig, hat in sein Körbchen und Box gemacht, aber sobald wir draußen sind (was übrigens auch nicht freiwillig passiert) macht sie einfach nicht. Ich weiß nicht so recht wie ich vorgehen soll.
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Gebt ihr erstmal Zeit und bedrängt sie nicht. Sie muss sich auch erstmal einleben, euren Ablauf und euch kennen lernen. Eine Bindung zu euch aufbauen, das braucht Zeit und Geduld.
Ihr habt sie erst Samstag bekommen.Mit Zeit, Geduld, Freundlichkeit und Liebe zu dem Hund werdet ihr es schaffen

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Einfach Geduld haben und den Hund kommen lassen.
Nicht bedrängen.
Erstmal nur kurz nach draußen, um die Möglichkeit zum Lösen zu bieten.
Schlafen lassen, auch wenn Du meinst, dass der Hund doch mal müssen müsste.
... usw.Der Umzug macht Hunden viel Stress. Neue Menschen, neue Umgebung, Verlust der vorherigen Gegebenheiten.
Also nicht zwangsbetüddeln, weil der Hund ja eine soooo schlechte Kindheit hatte, sondern einfach Respekt vor den aktuellen Bedürfnissen des Hundes.
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ich würde das alles ganz langsam angehen, also auf jeden Fall große Runden vermeiden, immer die gleiche Runde, alle paar Stunden mit ihr raus, immer an der gleichen ruhigen stellen. Und wenn sie draußen keine Leckerlis annimmt, dann einfach ruhig loben, wenn sie Panik hat, wenn man sich ihr zuwendet,dann schau sie dabei erstmal nicht an.
Lass sie auf dich zu kommen, bedräng sie nicht, sie wird schon verstehen, wo das Futter ist, da brauchst du ihr das nicht hinhalten. Die Spielzeug kannst du einfach rumliegen lassen, wenn Sie Lust darauf bekommt, wird sie sich das schon nehmenWas das Fressen angeht, Spielen und Leckerlis, da würde ich ihr einfach Zeit lassen, wenn sie so ängstlich ist und dann auch noch eine so bizarre Vorgeschichte hat, braucht sie Zeit, in ihrem neuen Zuhause zurecht zu kommen und zu dir eine Bindung und vertrauen aufbauen kann.
Eine Gewisse Routine kann da auch nicht schaden., das hat unserem Großen etwas Sicherheit gegeben.Filou hat die ersten Tage bei uns auch nichts gefressen ich hab mich verrückt gemacht (aber ein Hund kann anscheinden 5 Tage ohne Fressen auskommen), dann hat er nie alles aufgefressen, und nach ca einer Woche, 10 Tage lief dass dann endlich.
Ja und spielen, das war gar nix für ihn, das kam bei ihm erst sehr spät.Dass sie in der Box und Körbchen gemacht finde ich auch seltsam, aber das kann auch Stress sein.
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Ich mache mir nur wirklich sorgen, da sie gar nicht ihr Körbchen verlässt, weder zum fressen oder trinken, noch zum Pipi machen etc. Zum Gassi gehen müssen wir sie eben fast zwingen, da fühlen wir uns jedes mal schlecht. Aber in ihr Bettchen soll sie auch nicht andauernd machen. Wenn ich also Geduld habe und sie einfach darin lasse, nur ab und zu ihr Bettchen von Urin und Kot befreie, wird sie irgendwann auf mich zukommen?
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Ich würde wohl zum Tierarzt gehen - sicherheitshalber, zu meiner Beruhigung.
Unsere Hündin war anfangs auch sehr ängstlich und im Rückblick kann ich sagen, dass es Monate gedauert hat, bis sie sich richtig eingelebt hat. Auf ihren Platz/die Couch pinkeln war normal - passierte schon, wenn ich sie nur ansah oder ansprach - und sie ist dann auch da drinnen liegen geblieben. Draußen war sie extrem gestresst, sie hat ihre Geschäfte zwar erledigt, aber ohne richtig anzuhalten.
Halsband anlegen war für sie ganz schlimm, vor allem wenn es mein Mann gemacht hat. Das hat sich zwar enorm gebessert, aber sie kommt auch heute (nach fast 2 Jahren) noch oft zu mir ins Schlafzimmer gelaufen und lässt sich dort ungern weglocken - nicht einmal mit Futter, obwohl sie sonst sehr verfressen ist ; )
Ich habe die aller erste Eingewöhnungszeit für die Lektüre von "Der ängstliche Hund", Nicole Wild, genutzt. Bei mir hat sich dann raus gestellt, dass Furina gar nicht so ängstlich ist, aber bei deinem Hund scheint es doch mehrere Baustellen zu geben.Wie hat sich die Situation denn mittlerweile entwickelt?
Liebe Grüße
Sabine -
Würde mich auch interessieren, wie es inzwischen bei euch aussieht. Berichte gerne.
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Im Prinzip wurde alles gesagt, bis auf ANLEINEN. Sie wäre beim Gassi fast weggerannt? Einen ängstlichen Hund der erst seit ein paar Tagen bei euch ist solltet ihr nur in eingezäuntem Gelände frei laufen lassen!
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