Diverse Erziehungsfragen

  • Hallo Zusammen, schon wieder ich :D so viele Fragen auf einmal!

    Ich hab einige Fragen zu verschiedenen Erziehungspunkten und werde die mal versuchen möglichst strukturiert hier zu stellen:

    1. Hundekontakt: Sobald Pinky beim Gassi einen anderen Hund in Sichtweite hat fängt sie wie eine Irre an zu kläffen und zu knurren und wedelt dabei mit dem Schwanz. Dieses Verhalten ist natürlich alles andere als Wünschenswert zumal sie sich dabei voll ins Geschirr hängt und zieht und zerrt wie eine Verrückte. Auf das Kommando "Aus" reagiert sie generell nur bedingt, dabei aber absolut gar nicht - auch auf nichts anderes. Das einzige ist wirklich, sie extrem kurz festzuhalten und so zwischen meine Beine zu stellen das sie den anderen Hund nicht mehr sehen kann, dann ist schlagartig ruhe und sie beruhigt sich. Sie zeigt dieses Verhalten nur wenn sie den anderen Hund sieht, wenn sie z.B. in der Wohnung einen Hund hört oder wir an einer Wohnung oder einem Auto vorbei laufen aus der ein Hund bellt, interessiert sie das nicht. Wie kann ich ihr denn am besten beibringen mit der Zeit das sie nicht so ausrastet sobald sie einen Hund sieht (hier laufen echt viele Hunde in der Nachbarschaft rum).

    2. Thema Spielen: Sie kam zu uns mit folgenden "Spielzeugen"; ein Tennisball (für den Sport nicht für Hunde), ein verknotetes, zerfranstes Geschirrhandtuch, ein ausgefranster, verknoteter alter Socken in dem ein anderer Socken steckte. Bis auf den Ball - interessierten sie die anderen beiden Teile null - verständlich für mich. Normals Spielzeug wie zB. ein Baumwollseil, das wir ihr nun gekauft haben, rührt sie gar nicht erst an selbst dann nicht wenn man vor ihren Augen Leckerlies zwischen die einzelnen Taue steckt. Auf den Ball ist sie total heiß, hetzt ihm auch freudig hinterher wird aber dabei schon recht nervös und aufgedreht - allerdings hat sie einen kleinen Jagdtrieb und ich habe grade hier gelesen das Ballspiele diesen eher noch fördern was natürlich absolut negativ für uns ist da sie eh schon nicht frei laufen kann weil sie sich nicht abrufen lässt bisher und das anzutrainieren wird mit Jagdtrieb und vermehrtem Aufkommen von Hasen hier auf den Wiesen natürlich nicht leichter, was also könnte man ihr als Spielzeug (vor allem auch für draußen) anbieten und besonders - wie bringt man ihr das Spielen, ohne blöden Ball bei?

    3. Freuen und Sachen in den Mund nehmen: Wenn wir nachhause kommen, freut sie sich - wie wohl jeder Hund - natürlich den Arsc... ab und springt wie ein Känguru hier rum, allerdings hat sie die unliebsame Angewohnheit (wohl durch ihr bisheriges "Spielzeug") alles was sie findet in den Mund zu nehmen und es zu bringen, bevorzugt SOCKEN! So also im normalen Alltag nimmt sie nichts in den Mund, kein Kinderspielzeug, keine Schuhe, keine Wäsche - aber eben wenn sie sich sehr freut schnappt sie sich den nächst besten Gegenstand meist Kinderspielzeug aber eben auch Wäschestücke wenn mal was liegt und bringt es einem dann - wie können wir ihr das am besten abgewöhnen?

    4. Knurren und Anschlagen: Sie knurrt und bellt, wenn sie im Hausflur etwas hört - also wenn jemand durchs Treppenhaus geht und sie hört es, knurrt sie, wird sehr nervös und bellt dann schließlich. Auf das "aus" Kommando reagiert sie wie gesagt so gut wie nicht - höchstens wenn sie etwas "weniger schlimmes" macht also bei Kleinkram, bei allem wo sie in Auftrieb gerät reagiert sie darauf überhaupt nicht.


    Viele Fragen ich weiss. Um das hier direkt klar zu stellen - wir wollen sie natürlich nicht überfordern, das heißt ich will sie jetzt nicht mit Erziehung überschütten, alles soll mit der Zeit passieren, aber ich habe halt so gar keine Ahnung wo ich am besten anfangen und auch ansetzen soll. Ich hoffe auf ein paar gute Tipps, bisher habe ich hier ja sehr gute Ratschläge zu meinen Fragen bekommen :)

  • Frage vorweg : Wie alt ist sie denn ?

    Das mit den Ball , hört man zwar immer wieder aber meine Hunde haben bis jetzt alle mit dem Ball gespielt und es gibt keine Probleme . Den Rückruf muss man langsam aufbauen , geht nicht von jetzt auf gleich . Vielleicht kann du dir eine Schleppleine oder eine Flexi leine kaufen falls du noch keine hast . An der Leine kannst du sie immer wieder rufen , wenn sie nicht reagiert einfach mal leicht daran zuppeln bis sie zu dir kommt . Oder stehen bleiben und warten bis sie nach deinen rufen zu dir kommt. So hat es bei MEINEN Hunden immer super geklappt .

    Wenn sie etwas in den Mund nimmt , wegnehmen und in einem normalen Ton AUS sagen . Dann Leckerlie zuschieben !
    Mit der Zeit lernt sie das Wort auch kennen - klappt ebenfalls nicht von heute auf morgen .

    Willst du gar nicht das sie anschlägt wenn jemand vorbei geht / klingelt ? Oder mit Maß ?

  • Hey:)
    sagt mal, wie reagiert ihr, wenn sich euer Hund mal wieder voll daneben benommen hat? (Ignoranz,...)
    Danke schon mal im Vorraus!;)

    Genauere Beschreibung ? Was verstehst du darunter ? Beschreib mal eine Situation ?

    Jedenfalls nicht mit Gewalt und wenn dann nur IN dieser Situation . Danach weiß kein Hund mehr um was es geht ;)

  • Erstmal so als kleiner Einstieg:
    Bevor ihr gezielt an den Problemen arbeitet, solltet ihr m.M.n. die Grunderziehung vorne an stellen.
    Also dem Hund Kommandos oder Manangement-Möglichkeiten beibringen, die es euch dann erleichtern an den einzelnen Problemen effektiv zu arbeiten.
    Dazu gehört z.B. das "Aus", aber auch Impulskontrolle, Frustrationstoleranz, der Abruf, ein Umorientierungssignal...

    Mal ganz plump gesagt: Die Theorie und Basis muss erstmal stimmen, damit bestimmte Hilfsmittel / Kommandos genutzt werden können, um an kleineren Problemchen zu arbeiten.


    Zu 1.: Bei Hundekontakt finde ich es immer wichtig die Intention hinter dem Bellen herauszufinden.
    Ist sie unsicher? Will sie den anderen vertreiben, weil sie es als "ihr Revier" ansieht? Ist sie frustriert, weil sie zu dem anderen Hund nicht hin darf aber sooo gern by not this site"> spielen

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    würde?
    Das ganze kann das Training mitunter sehr stark beeinflussen.
    Allgemein bin ich ein Fan von Zeigen&Benennen oder anderen Umorientierungs-"Spielchen", wodurch der Hund die Anwensenheit des anderen Hundes erstmal als etwas angenehmes empfindet. Denn ein "Aus!" behandelt zwar mit unter das Symptom (wenn der Hund denn drauf reagiert), die Grundemotion des Hundes, die das Verhalten auslöst, bleibt jedoch gleich.
    Man kann z.B. das ruhige anschauen des anderen Hundes belohnen oder ein Umorientierungssignal aufbauen und dieses dann nach und nach anwenden (sprich erst mit sehr sehr großer Distanz) und bestätigen.
    Allgemein hilft es häufig schon, wenn man nicht frontal auf den anderen Hund zu geht, sondern sich bemüht einen kleinen Bogen zu laufen.
    Ich weiß allerdings nicht wo ihr wohnt - hier bei uns auf dem Land funktioniert das meist recht gut und weiträumig, in Berlin Mitte würde ich mir das schon eher schwieriger vorstellen.

    Zu 2.: by not this site"> Spielen

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    ist häufig eine Typfrage und bei vielen Hunden auch Vertrauensabhängig. Als meine Jüngste neu hier eingezogen ist, hat sie sich z.B. auf keine Zerrspiele eingelassen. Das kam dann aber so mit der Zeit, weil sie einfach das dafür nötige Vertrauen gefasst hat.
    Ich würde da nichts aufzwängen sondern einfach abwarten und den Hund gut beobachten.
    Mit der Zeit findet man gut heraus was er mag und was nicht und kann da dann ansetzen.
    Es gibt z.B. auch einfach Hunde, die Zerrspiele und ähnliches einfach doof finden.

    Ball by not this site"> spielen

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    allgemein als "böse" abzutun finde ich schwierig.
    Es kommt aber immer darauf an, wie man das ganze macht. Stupides hinterherhetzen ist zum einen für den Charakter des Hundes schädlich, aber vor allen Dingen auch für die Gelenke.
    Wenn ihr aber z.B. mit dem Ball an der Impulskontrolle arbeiten würdest ("Du darfst erst hinterher, wenn ich das OK gebe") könnte das gerade auch für eure Jagdproblematik ein ganz guter Anfang sein.


    Zu 3.: Wie reagiert ihr denn aktuell wenn ihr nach Hause kommt? Begrüßt ihr sie? Nehmt ihr ihr das Spielzeug weg?
    Ich würde erstmal damit beginnen sie Kommentarlos auf ihren Platz zu bringen, oder sie dort hinzuschicken, wenn sie das Kommando kennt und erstmal ein paar Minuten ganz normal weiterzumachen.
    Schuhe und Jacke ausziehen, ein wenig in der Küche den Einkauf ausräumen, etc. - wenn sie aufsteht sie wieder auf ihren Platz schicken.
    Bei vielen Hunden festigt sich das und sie gehen irgendwann von selbst in ihr Körbchen / bleiben einfach dort liegen wenn man nach Hause kommt. Dann kann man sie zu sich rufen und begrüßen, knuddeln, etc.

    Zu 4.: Ich reagiere meist auf das erste Anschlagen mit einem "Danke", um dem Hund zu zeigen, dass du das ganze registriert hast, schicke dann aber auf den Platz um Ruhe zu haben.

  • Zum 2.ten : Es kommt nicht nur auf die Art des Spielzeuges an, sondern was man daraus macht. Wenn es einfach darliegt, finden es viele Hunde einfach nur langweilig, wenn aber bewegungen reinkommt, dass wird es spannend. Dabei ist es in meinen Augen auch egal, ob es jetzt ein Tauseil oder ein alter Socken ist, beides kann für den Hund ein spannendes Spielzeug sein. Das Tau ist vielleicht auch etwas zu hart. Ich hab für meine Katzen auch Spielzeug gemacht, u.a auch alte Socken, eine Reitgerte, die schon kaputt war, etc und die beiden Spielzeuge waren für sie interessanter, als die gekauften. Daher finde ich es nicht selbstverständlich, dass es dem Hund nicht interessiert, besonders wenn er im alten Zuhause damit gespielt hat. Vielleicht mag er noch nicht mit euch spielen. Es ist ja alles neu und ihr seid fremd.

  • Genauere Beschreibung ? Was verstehst du darunter ? Beschreib mal eine Situation ?
    Jedenfalls nicht mit Gewalt und wenn dann nur IN dieser Situation . Danach weiß kein Hund mehr um was es geht ;)

    ja also ich hab ne Goldi Hündin und wie die nunmal sind lieben sie fressen. Und zwar egal was... Wenn ich also spazieren bin rennt sie dann ratzfatz weg und frisst sonst was (z.b. Taschentücher, aber auch kot von anderen Hunden) und das ist echt nicht schön... Und abrufen lässt sie sich dann auch definitiv nicht....

  • ja also ich hab ne Goldi Hündin und wie die nunmal sind lieben sie fressen. Und zwar egal was... Wenn ich also spazieren bin rennt sie dann ratzfatz weg und frisst sonst was (z.b. Taschentücher, aber auch kot von anderen Hunden) und das ist echt nicht schön... Und abrufen lässt sie sich dann auch definitiv nicht....

    Dann solltest du erstmal den Rückruf komplett neu aufbauen !

  • zu 2. den Tennisball (für Sport) würde ich ersetzen, das soll ganz schlecht für die Zähne sein.
    Die Kleine ist ja noch nicht lange da, mit dem Spielen ergibt sich das nach und nach, wir haben auch etwas gebraucht, bis wir unseren Hund dazu gebracht hat, sein Spielzeug zu benutzen, mittlerweile wissen wir ganz genau, was er mag und was nicht.

    Den Rückruf haben wir Filou mit seinem Lieblingsball antrainiert, das hat viel besser geklappt, als mit dem ziehen/zippen an der Schlepp, weil er immer gekommen ist, nir als Idee dür den Tennisball :-)

    zu 3. Wir haben genau das gleiche Problem, dass er so abdreht wenn wir heim kommen, wir machen es so, dass wir ihn beim ankommen ignorieren, Jacken/Taschen ablegen, ins Wohnzimmer gehen und ihn Sitz machen lassen, macht er das sofort, gibts riesenparty und kuscheln, mach er das nicht wird er weiter ignoriert, bis er sich beruhigt. Hat sich etwas gebessert, er ist zwar immer noch aufgeregt, wenn wir heimkommen und rennt uns hinterher, aber er springt uns nicht mehr so krass an ind lässt uns in Ruhe ankommen.

    Ja und die Leidenschaft für Socken hat Filou auch, er bringt uns die zwar nicht, aber wenn da welche rumfahren, dann schnappt er sich die und die schleppt er erstmal die ganze zeit mit sich rum.

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