Alternative Behandlungen, ein brisantes Thema :)

  • Ich kann nicht mehr editieren, aber meine Erfahrung damals war, daß Anhänger der alternativen Behandlungen der Meinung waren, man könne mit Kräuter, Kügelchen und Co alles heilen, von A-Z alles. Und das tolle dran: alles ohne Nebenwirkungen. Als verzweifelter Halter mit einem chronisch krankem Hund glaubt man erstmal gerne dran und zahlt.

    Mit Gisi sind wir allerdings an Grenzen gestoßen. Alles wirkungslos, und ihr gings immer schlechter.
    Man müsse nur durchhalten, joa... :muede:

    Irgendwer hats vorher geschrieben:

    Ich empfinde nämlich einige der Globuli-Mondphasen-Tanten als fiese Abzocker, weil die mit den Hoffnungen verzweifelter Hundebesitzer spielen.

    Es gibt einfach Grenzen, da kommt man damit nicht weiter, da muß einfach was wie AB oder Cortison ran: Der Lebensqualität des Hundes zuliebe. Die Sachen sind nicht umsonst auf dem Markt und erfunden worden, Sie retten Leben und können Lebensqualität geben.

    Ein schlampiger und fahrlässiger und kritikloser Umgang damit ist natürlich auch nix. Man muß halt immer abwägen - Leidensduck und Profit eines Medikaments und Nebenwirkungsrisiko und Schädigungspotential. Ich hab es allerdings die letzten Jahre nicht mehr erlebt, daß solche Medikamente vorschnell eingesetzt werden. Da wurde schon genau geschaut, ist es nötig, oder gibts Alternativen.

  • Ich lasse impfen.
    Ich lasse bei Verdacht den Kot auf Parasiten untersuchen.
    Regelmäßige Wurmkuren gebe ich nicht.
    Letzteres mache ich seit mehr als 10 Jahren so.
    Es wurden nie Würmer gefunden, bei verschiedenen Hunden.
    Ich gebe keine prophylaktischen Mittel (Exspot...)gegen Flöhe und Zecken.

    Ich setze auf gutes Futter, bzw. das was ich dafür halte, gebe rohe geraspelte Karotten ins Futter, geraspelte Kokosflocken und gute Öle.

    Bei Bruno habe ich in seinen letzten Jahren mit Traumeel als Schmerzmittel gute Erfahrungen gemacht, auch mit Schlangengift.
    Wir haben auch Akupunktur gegen Schmerzen versucht.
    Diese Behandlungen gab es durch die TÄ.

    Ich war auch mal mit Bruno bei einer Tierheilpraktikerin.
    Sie empfahl einen Heilstein zum Umhängen und mit Steinen aufgewertetes Trinkwasser.

    Die Verzweiflung möglichst alles zu tun, um dem Hund das Leben so erträglich wie möglich zu machen und das Ende hinauszuzögern kenne ich und kann andere Hundehalter gut verstehen, wenn auch alternative und esoterische Wege begangen werden.
    Oftmals bedarf der Hundehalter in seiner Hilflosigkeit Unterstützung und Zuspruch.
    Mancher THP vermag es eventuell eher zu geben als der TA.

    LG, Friederike

  • Bei den Alternativen Behandlungen sehe ich keinen Unterschied zwischen Tier- und Menschenmedizin. Für beide gilt:
    Einerseits gibt es Behandlungen, die nur unüblich sind, z.B. weil zu teuer, nicht ausreichend erforscht, oder einfach unmodern.
    Andererseits gibt es den betrügerischen und m.E. gemeingefährlichen Hokuspokus, der natürlich auch mal einen Placeboeffekt haben kann.

    Die Übergänge zwischen beiden Gruppen sind fließend: Ich kenne mehrere Ärzte, die nach eingehender Beschäftigung damit die Akupunktur aus der ersten in die zweite Gruppe verschoben haben. Und eine Apothekerin, die an der Homöopathie gut verdient und sich nun damit rechtfertigt, dass vielleicht die Wassermoleküle durch eine früher mal erlebte Nachbarschaft zu Wirkstoffmolekülen deren Heilkraft übernommen haben könnten...

    sea u in denmark

  • Man sollte auch nicht alle Methoden, die keine "harte" Medizin sind, in einen Topf werfen.

    Ich selbst halte nichts von Bachblüten und Globuli und Uriellas links gerührtem Badewasser.

    Aber dass viele alte Hausmittelchen gegen Befindlichkeitsstörungen helfen, wissen wir ja durch eigene Erfahrung. Hustentee löst den Schleim, Wadenwickel senken das Fieber usw.
    Gerade die Kräutermedizin bietet ja hochwirksame Präparate. (Man sollte nie vergessen, dass aus der Phytomedizin starke Gifte kommen.)

    Bei ernsten Erkrankungen gibt es für mich nur eines: zum TA, und wenn es sein muss, AB oder Cortison oder Schmerzmittel oder ...

  • Gerade die Kräutermedizin bietet ja hochwirksame Präparate. (Man sollte nie vergessen, dass aus der Phytomedizin starke Gifte kommen.)

    Fast alle medizinischen Wirkstoffe haben ihren Ursprung in "natürlichen" Pflanzen etc.

    Nur werden sie chemisch so gebaut, dass / Tablette eine definierte Menge Wirkstoff enthalten ist und so modifiziert, dass die bestmögliche Ausschöpfung ( Resorption, Metabolismus etc.) gewährleistet ist ;)

    Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass eine ORDENTLICHE Phythotherapie absolute Berechtigung hat, in bestimmten Dingen ist ihr auch gerne den Vorzug zu geben (Leberschäden, z.B. oder Einsatz von Mönchspfeffer bei Sexual-Hormon-Problemen...)
    Akupunktur hat seine "Daseinsberechtigung" mittlerweile lange bewiesen.

    An das Gedächtnis von Wasser kann ich nicht glauben, an den damit verbundenen (auch übertragenen) Placebo schon.

    Wenn ich sehe, WAS ALLES durch "kolloidales Silber" geheilt wird, frage ich mich ernsthaft, wieso irgendwer sich die Mühe machen musste, die böse, chemische Schulmedizin zu erfinden....

    Mein Fazit: Ich "glaube" an Dinge, die rational erklärbar sind, dazu gehören für mich auch Leitbahnen und Meridiane im Körper.

    ich glaube nicht an Allheilmittel (warum nur muß ich immer bei sowas an das universelle Spezificum im Medicus denken... ;) ) und ich glaube nicht an Schüsslersalze und Homöopathie...

  • Dass bestimmte Pflanzen bestimmte Wirkungen haben, ist aber bewiesen, dabei geht es nämlich um Inhaltsstoffe, die eine Wirkung im Körper hervorrufen. Daher heißen diese Pflanzen auch HEILpflanzen. Das alles ist messbar und anerkannt. Genauso wie Akupunktur. Die traditionell chinesische Medizin ist tausende Jahre alt und immer noch gültig und ebenso anerkannt von Schulmediziniern.
    Das alles hat aber mMn so garnichts mit Globuli, Schüssler Salzen, und dem anderen Hokus Pokus zu tun. ;-)

    Kurze Anekdote am Rande: Gestern habe ich eine Anzeige gelesen, dass Ups-Welpen ein neues zu Hause suchen...mit dem netten Hinweis "homöopathisch geimpft" ... :roll: mein erster Gedanke: also ungeimpft... xD

  • Seufz, schade daß Homöopathie so verteufelt wird. Aber natürlich ist es kein Wunder, wenn so mancher THP sein Wochenendwissen an einem kranken Tier ausprobiert, daß so mancher da Abstand nimmt. Ich bevorzuge eine Mischung aus vernünftiger Diagnose ( ich bin ein Fan von Labor, US, Röntgen, MRT...gut, daß es diese Möglichkeiten gibt) und aber auch homöopathische Unterstützung. Wenn der Hund Herztabletten braucht, dann bekommt er sie, aber warum soll ich nicht nebenher noch Arnica und Belladonna geben? Nennt es Gewissenberuhigen oder Placebo, mir wurscht. Mariendiestel als Extrakt für die Leber bei einem Addison-Hund? Na klar, macht mich nicht groß ärmer. Nur als Beispiel. Ich komme nicht aus der Eso-Ecke und bleib aber offen für unterstützende Alternativen.

  • dass gewisse Öle, Kräuter ect. bestimmte positive Eigenschaften auf den Organismus haben, bestreitet hier auch keiner @tanan. Pure Gabe von zB Mariendistelöl würde ich aber auch nicht als Homöopathie bezeichnen. In Globuli sind die Konzentrationen einfach zu gering, um wirklich Wirkung entfalten zu können. Da kann ich mein Geld auch gleich das Klo runterspülen...

    Die Gabe von pflanzlichen Stoffen kann unterstützen, sie ersetzt aber eben keine schulmedizinische Behandlung.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!