Wie spielt ihr mit euren Hunden?

  • - Was spielt ihr mit euren Hunden?
    - Wie oft spielt ihr miteinander?
    - Warum spielt ihr so mit euren Hunden?
    - Lehnt ihr bestimmte Spiele ab?

    Mit allen Dreien voll körperlich :-)

    Frieda, das blinde Huhn, fängt gerne meine Hand, wenn ich sie durchknuddel. Sie wirft sich auf den Rücken, wenn sie spielen möchte, und schnappt liebevoll nach meiner Hand und kaut sie durch. Dann knuddel ich den Bauch durch und bewege die Hand - und sie schafft es echt, die immer wieder zu fangen. Zwischendurch wird die Hand dann abgeschlabbert, ich denk, das ist so ne Art, zu zeigen, daß sie´s net böse meint, und dann geht das Spielchen weiter. Sie zappelt dabei auch mit allen Vieren wie irre *ggg

    Anfangs hat sie überhaupt nicht gespielt, irgendwann hat sie´s geschnallt, was ihr Spaß macht. Ganz selten bringe ich sie auch mit nem Zerrseil zum Zupacken und Zerren, aber sie macht das nicht so begeistert und lange wie Bossi. Sonstiges Spielzeugs ist uninteressant, wird entweder ignoriert oder totgekaut. und nachdem ich schonmal nen Darmverschluß bei ihr hab operieren dürfen, gibt´s kein Spielkram zum Zerkauen für sie (der Darmverschluß war aber kein Spielzeug, sondern n Kiefernzapfen aus dem Wald; nach der OP wollt sie glatt die Tabletten samt Blister fressen - naja, vielleicht hätte man unkompliziert die Fäden einfach wieder öffnen und neu reinknüpfen können? *gg). Ansonsten mach ich mit ihr Futtersuchspiele - beim Ex-Straßenhund zieht Futter immer, und die findet ALLES. Inclusive dem Krümel, der an den Parkettrand gefallen ist, und wenn sie dafür das Parkett rausreißen muß...... (da muß ich echt aufpassen, wo ich das Zeugs hinwerfe!). Sogar den Kleiderschrank wollte sie an der Ecke schonmal anknabbern, weil ein Krümel in die Ecke zwischen Schrank dun Wand gefallen ist :shocked: Zum Glück war ich im Zimmer, sonst hätt die mir den Kleiderschrank zerlegt wegen nem blöden Futterkrümel *kopfandiewand. Auf der Straße mach ich aber keine Futtersuchspiele,weil die eh alles frißt, was net im Asphalt festbetoniert ist, das will ich net noch fördern.

    Bienchen mag es unterwegs gern, wenn ich mit ihr fangen spiele. Sie sucht sich dann Ästchen oder Buzeln (also Kiefernzapfen auf Fränkisch *gg), nimmt sie, rennt ein paar Meter, legt sich damit mit Blickrichtung zu mir hin und beknabbert das Ding. Komme ich näher, wird sie sprungbereit, und dann sag ich "na warte, ich hols mir" - und schon sprintet sie weg, immer so knapp vor mir, daß ich sie net kriege. Ab und an ist sie dann so großzügig, mir ne Chance zu geben, und dann darf ich bis ran - dann zerren wir um den Ast. Sie darf dann wild knurren, hört sich dabei an, als wollte sie mich fressen, aber alles in Spielhaltung.
    Und daheim körperliche Spiele: sie kommt, wenn ich sie auffordere, springt auf den Schoß, rempelt mich an, wird von mir "geschubst", geht in Spielhaltung, springt so rum als wollte sie mit den Vorderpfoten meine Füße oder Hände fangen. Beißt ganz leicht rein, wenn sie die Hand erwischt, und rauft dann so richtig mit mir. Wie man halt so mit 5 Kilo versus (ein paar mehr) Kilo raufen kann *gg Aber für ihre Verhältnisse "saumäßig" wild und mit vollem Einsatz.
    Stehe ich nicht zur Verfügung, wird Töchterchen belagert (die geht nur zu gerne drauf ein und macht Quatsch mit ihr), oder Bossi muß dran glauben. Dem werden dann die Füßchen angeknabbert, die Ohren langgezogen, er wirft sich auf den Rücken, zappelt mit den Füßen, knurrt, als würde er heftige Gegenwehr leisten, und läßt sie dann doch "gewinnen". Auch angerempelt wird er gerne von ihr. So ne richtige Lady halt, mein Zwergi *prust...... |) *ironieoff.....

    Bossi: der liiiiebt Zerrspiele über alles, allerdings wird er dabei so laut, weil er hochdreht und mich dann kläffend zum Weitermachen auffordert, daß ich das fast nur draußen mache, oder zu Tageszeiten, wo die Nachbarn net ausm Bett fallen. Das kann ein Zerrseil sein, oder ne ausgezogene Socke, die Hundedecke - was ihm halt grad in die Fänge kommt. Auch ein Ast tut´s gerne mal draußen. Wurfspiele sind ebenfalls toll - aber nur, weil er das geworfene Zerrseil hinterher zu mir bringen und damit - na, was wohl: zerren kann *gg Terrier halt....
    Ansonsten auch richtige Raufspiele, meine Hand fangen und fressen, auf dem Rücken liegend mit den Vorderfüßchen meine Hand fangen, liebevoll drauf rumkauen, und er rennt auch total gerne mit mir einfach nur bekloppt durch die Gegend, springt dabei an mir seitlich hoch im Rennen und grinst dabei vor Freude über alle 4 Backen *gg Unterwegs liebt er das Abrufspiel (ich rufe dann nicht gezielt ab, sondern schrei einfach beigeistert HEJAAAA *gg) - weil er dann volle Kanne zu mir rasen kann und mich ausm vollen Lauf auch mal anspringen darf, ganz übermütig. Kommt selten vor, aber kommt vor. Wenn er mich net anspringt, dann rast er um mich herum (dabei nutzen sich die Krallen schön ab *hust...), um dann wieder volle Geschwindigkeit voraus wegzurennen.
    Wenn er in ruhiger Stimmung ist, kommt er und legt seinen Kopf auf meinen Schoß und läßt sich einfach nur durchkraulen. Oder setzt sich auf meinen Schoß, legt den Kopf auf die Schulter und genießt die Nähe - ja, auch das kann das Territier, oh Wunder *gg

    Ansonsten mögen sie auch Suchspiele - bei Biene in Form der gemeinsamen Flächensuche in der Rettungshundearbeit, das ist für sie echt das Größte (für den Hund ist das ja "nur" ein tolles Spiel....). Aber nur, weil ICH es mit ihr mache! Oder so Unsinn wie Gegenstände unterscheiden und apportieren. Ich zeig ihr 2-3 Dinge, und verlange dann, gezielt ein Bestimmtes zu apportieren. Dabei kann die auch voll hochdrehen, Apportieren liebt sie (klar - Pudelerbe).
    Bossi und Frieda trailen, und das ebenfalls nur zum eigenen Spaß, aber nicht für Einsätze. Die machen´s für´s Futter und haben nen Heidenspaß dran. Frieda hat laaange gebraucht, um zu kapieren, was das für ein Spiel ist (ich glaub, die hatte vorher noch nie mit Menschen richtig zusammengearbeitet) - und seit sie kapiert hat, daß das Spiel "such das Futter" heißt, rastet sie schon aus, wenn wir am Trainingsort die Stimmen der Gruppenmitglieder hören, noch im Auto!

    Tabu ist Spielzeug für Frieda, weil sie alles fressen würde, was sie vorher abmontiert hat (anders kann sie net spielen mit sowas), ablehnen tu ich eigentlich nix (außer, wenn ich grad keinen Bock zum Spielen habe oder keine Zeit). OK- Ästchenwerfen wegen Unfallgefahr. Und Rumgekläffe im Haus nach 20 Uhr - es sei denn, ich weiß, die direkte Nachbarin ist im Urlaub *gggg (unter uns wohnt niemand, über uns sind nur sporadisch Leut einquartiert, die Wohnung ist an die Berufsschule vermietet).

    Spielen tu ich gern auch mehrmals am Tag, manchmal auch gar net, (auch abhängig von der Auslastung sowohl der Hunde als auch von mir) und ich spiele so, wie es den Hunden am meisten Spaß macht. Dann hab auch ich Freude daran. :-)

  • Wir spielen oft Zerrspiele. Also er soll mir ein Spielzeug bringen, ich versuche es ihm wegzunehmen (natürlich gewinnt er immer :D ) dann lasse ich es hinter meinem Rücken verschwinden, fuchtel damit durch die Gegend und werfe es auch mal. Oder ich verstecke es schnell unter meinem Pullover und er versteht nicht wo es geblieben ist xD Meistens spielen wir Abends. Ab und zu raufen wir auch, aber eher selten. Ich glaube das macht er lieber mit seinen Hundekumpels als mit mir :smile:

    Wenn wir unterwegs sind, bringt er mir oft Tannenzapfen, Äpfel, oder was er so findet. Ich kicke es dann weg und er bringt es wieder :D

  • Oh, ich wirkte als Inspiration? Fühlt sich irgendwie gut an. So musenmäßig... :D
    Vielen Dank für den Thread, fühle mich auch schon ganz inspiriert...nur ist die Spielpartnerin noch gar nicht eingezogen... :lachtot:

  • Lupo zergelt gerne, da wird er auch richtig wild und knurrt beeindruckend.# Lass ich ihn gewinnen findet er es toll, mit der Beute gejagt zu werden. Dann rennt er
    gaaaanz schnell Kreise um mich, zwischendurch wieder Spielaufforderung-und sein Blick
    dabei ist herrlich :lol:
    Mich fangen findet er auch lustig, hat er mich wird bisschen körperlich gerangelt.
    Ansonsten allerlei Such & Apportierspiele- wobei ich das nicht wirklich als Spiel ansehe, zumindest beim apportieren sind hier viele Regeln, was es hier im Spiel nicht so gibt.

    Lupo ist kein verspielter Hund, der täglich seine Einheit fordert (er lernte mit Menschen spielen
    erst so richtig bei mir). Deshalb gehe ich auf seine seltenen Aufforderungen auch meist ein.
    Zu Hause kommt das vielleicht 2x die Woche vor, dass er mich auffordert. Draussen spielen
    wir eigentlich täglich irgendwas, was dann oft von mir angeleiert wird.

    Ich vermeide aufgrund seines Alters (fast 12) und seines ungünstigen Körperbaus
    viele Sprünge, zu viele heftige Stopps müssen auch nicht sein.
    Vom Verhalten her ist er kein Hund der sich hochschaukelt und dann übertreibt, da muss
    ich nichts großartig beachten.

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