Gut sozialisiert? Nö, gut traumatisiert.

  • Ja, das liegt absolut an der jeweiligen Stadt, Dorf, einsamen Insel. Nicht am Land oder Kontinent. Hier in Berlin gibts die Dog Parks zu Hauf.

  • Ah ok. Wir haben immer ländlich gewohnt, bis auf 1 Jahr mal in der Stadt, da war die Hundwiese ein km weites Flußgebiet. Ansonsten war immer alles Freilauffläche :D

    Klar, Berlin ist sicher anders.

  • Irre. Ich dachte jetzt wirklich, auf solche Ideen kommen nur die Amis

    ich denke, dass sowas eher daher kommt, da hundeflächen ja nix einbringen und einfach der raum, der da ist, vermietet oder anderswie kohle-machend genutzt werden soll. da kommts dann automatisch dazu, dass dann oftmals, grade innerstädtisch, solche flächen immer kleiner werden oder verschwinden.

  • Das glaube ich eher nicht. Hundeauslaufgebiete sind ja meistens Park- oder Forstflächen und kein Bauland...

    Ich würde sagen, solche Systeme entstehen nicht aus Hundehass, sondern um Konflikte zu vermeiden.
    Zu Zeiten unseres ersten Hundes (80/90er Jahre) war es relativ normal, dass Hunde auch mal abhauen und Wild hetzen. Heute inakzeptabel. Damals hat unser Tierarzt uns grinsend erzählt, dass sein Dackel Besucher beisst, die zu nah an seinen Sessel kommen. Heute inakzeptabel. Damals war es für Kinder halt eine Lernerfahrung, dass ein Hund auch mal hinlangt, wenn man ihn bedrängt oder ärgert. Heute absolut inakzeptabel.
    Jedes Mal, wenn wieder irgendwas passiert, kräht jemand nach Massnahmen, damit so was nie wieder vorkommt, und so werden Hunde immer mehr und mehr eingeschränkt.
    Und dann kommt es halt zu Situationen, wo jemand einen völlig unausgelasteten Husky in einen eingezäunten Hundeauslauf mitbringt, weil es vielleicht keine andere Möglichkeit gibt, dass der Hund überhaupt frei läuft.

    Ich war neulich bei einer Info-Veranstaltung unserer Stadt zu Freilaufgebieten. Da hat auch eine (selbsternannte) Expertin für Hundeverhalten einen Vortrag über genau solche Dinge gehalten wie in dem Artikel. Was sie sagte war ja nicht falsch, aber es ist halt auch eine Frage, was man für Konsequenzen daraus zieht. Bei vielen Teilnehmern (wie hier ja auch) war die Message, die ankam "man muss in Hundefreilaufgebieten Angst um seinen Hund haben, und am Besten gleich ganz wegbleiben". Das kann es ja irgendwie auch nicht ganz sein, vor allem, wenn das wirklich die einzige Möglichkeit ist, den Hund mal laufen zu lassen.

    Ich wohne ja auch in Nordamerika. In unserer Stadt gibt es zum Glück sehr schöne und riesige Freilaufflächen (nicht eingezäunt), aber ich weiss auch, dass das nicht überall so ist. Die Kultur ist halt auch ein bisschen anders. Eine Fläche so vollgesch***en wie manche Grünstreifen in Deutschland kann ich mir hier nicht vorstellen, da stünde schon längst die Polizei auf der Matte und es würde RICHTIG teuer für Hundehalter. Auch ausserhalb der Städte ist das so - in den Nationalparks in den USA z.B. darf man Hunde nicht mal angeleint auf die Wanderwege mitnehmen (in Kanada schon), weil die Rangers Angst um ihre Wildtiere haben. Meiner Meinung nach zurecht, obwohl mir das natürlich auch nicht passt, dass ich meine Hunde nicht mitnehmen kann...
    Überspitzt gesagt - in Situationen wo in Deutschland im Dogforum über Rücksichtslosigkeit gemeckert wird gibt es in Amerika schon längst ein Hundeverbot.


  • Überspitzt gesagt - in Situationen wo in Deutschland im Dogforum über Rücksichtslosigkeit gemeckert wird gibt es in Amerika schon längst ein Hundeverbot.

    Und da ja bisher hier alles aus Amerika irgendwann ankam, wird uns auch das erwarten.

  • :roll: Angefangen bei den Europäern, die in einer riesigen Völkerwanderung... achso nee, die kamen ja aus Europa nach Amerika.

    Wir haben hier übrigens Hundeverbote an Badestellen.

  • Was sie sagte war ja nicht falsch, aber es ist halt auch eine Frage, was man für Konsequenzen daraus zieht. Bei vielen Teilnehmern (wie hier ja auch) war die Message, die ankam "man muss in Hundefreilaufgebieten Angst um seinen Hund haben, und am Besten gleich ganz wegbleiben".

    Die vorherrschende Meinung hier im Forum ist eh seit Jahren, dass man in solchen Dogparks wenig Spaß hat, da muss nicht erst so ein Artikel kommen.
    Weder im Artikel noch im Video wird aber die Message verbreitet, dass man da am Besten ganz wegbleibt. Es wird, im Gegenteil, dazu aufgefordert, als Halter mehr einzugreifen, statt zu rauchen und zu tratschen. Nur weil eine Hündin als Extrembeispiel "eventuell gar nicht für Dogparks geeignet" ist, heißt das doch nicht, dass da die Mehrheit der Hunde nicht mal frei laufen kann. Mit mehr Wissen und Rücksicht wäre das ja alles möglich.

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