Hund verteidigt draußen alles vor mir

  • Also wenn ich an meine Border denke, dann würde ich das Stöckchen "Spiel" ganz schlicht verbieten oder ignorieren!

    Und an anderer Stelle allerdings gezielt üben, mit Bällchen, Stöckchen ect umzugehen.

    Wenn der Hund nicht gelernt hat mit etwas aufzuhören oder den Stock auszugeben, dann kann man da verbieten so viel man will und nix passiert.

    Unsere doofnuss wollte Stöcker immer genau an der Spitze tragen. Das kann ich nicht ignorieren. Da ist ein Unfall vorprogrammiert.

  • Momentan mach ich mit Hogan einiges an Tricks (ein paar Minuten auf den Tag verteilt), dazu gehören auch DogDancing-Elemente.

    1 mal die Woche machen wir in der Hundeschule Hundesport (Slalom, kleine Hindernisse die er Übergehen kann, Tunnel etc).

    Da Hogan eine sehr lockere Hüfte hat (PennHip Ergebnisse rassespezifisch bei den unteren 10%) darf er nicht zum springen animiert werden, soll sich aber trotzdem viel bewegen.
    Daher geht Agility wenn nur in sehr abgeschwächter Form.

    Morgens gehen wir vor der Arbeit Ca. 30-45 min spazieren (entspanntes frei Laufen meist mit kurzen Übungseinheiten), Mittags gehen wir variierend 0,5-2 Stunden raus (je nachdem was so ansteht, wie viel wir die letzten Tage waren etc. Im durchschnitt etwa eine Stunde ).Da ist alles dabei, über Felder tollen, in den Wald, am See schwimmen, mit Kumpels spielen. Häufig aber auch einfach nur gehen und Erkunden.

    Abends gehen wir noch mal Ca. 20 min.

    Zwischendurch spielen und toben wir ein wenig.

    Natürlich gibt's es auch Tage an denen weniger Action ist. Trotzdem scheint er in der Wohnung ruhig und ausgeglichen.

    Übungen machen wir ab und zu dabei, wenn's grade passt.

  • Ich habe jetzt mal ein Quietschi mitgenommen und zwischendurch mit Hogan gespielt.
    Wenn er wieder ein Stöckchen nehmen wollte habe ich kurz ein Signal gegeben und gequitscht und schon saß er im perfekten Vorsitz vor mir.
    Ich hoffe, dass ich ihn so weit bekomme, dass das Signal auch ohne Spielzeug greift.
    Für das gute Sitzen habe ich ein Leckerchen gegeben.
    Ich hab dann nicht sofort weiter gespielt, aber kurz darauf zum Spielen aufgefordert.

    Das ist natürlich noch nicht die optimale Lösung, wir werden rausgeben/ fallen lassen ganz strickt üben und dann langsam ins Spiel einbauen. Und natürlich auch mit Stöckchen üben.

    Ich denke das wird ein bisschen dauern, aber für den Moment bin ich sehr glücklich, dass ich etwas habe mit dem ich ihn sofort! zurück bekomme, grade wenn z.B. ein Radfahrer kommt, er einen spitzen Stock am Ende trägt, o.Ä.

    Vielen Dank noch mal für die ganzen Tipps.

    Auch den Anker werden wir üben, allerdings seperat.

  • Ich finde das Programm zu viel für einen so jungen Hund. Vielleicht hat er sich das mit den Stöcken zum Stressabbau angewöhnt und als "Spielfeld", wo er eine Grenze gegen Dich setzen kann und und möchte.

    Du schreibst, dass die Hüften wahrscheinlich nicht ganz in Ordnung sind. Gerade bei einem solchen Hund würde ich deutlich runterfahren. Du vermeidest Agility - das ist gut, aber wirfst Deinem Hund im Gegenzug draußen Gegenstände und animierst ihn über die Maßen sich zu "bewegen". Damit zerschießt Du im Grunde Deine eigenen Bemühungen wieder.

    In einer Schäferei würde Dein Hund übrigens noch längst nicht arbeiten. Du fährst aber ein Programm eines ausgewachsenen, voll ausgereiften gesunden Hundes. Eigentlich sogar noch mehr als das.

  • In einer Schäferei würde Dein Hund übrigens noch längst nicht arbeiten.

    Was machen denn die Welpen und Junghunde bzw. die Hunde die noch nicht an den Schafen arbeiten den ganzen Tag?

    Ich finde es immer sehr schwierig selbst ansatzweise Tipps zu geben, wieviel "Auslastung" - vor allem körperliche - denn nun das beste wäre. Das kann man eigentlich nur selbst beurteilen, wenn man seinen Hund genau beobachtet und notiert wie er sich, je nach Programm, verhält.

    Ich fände zum Beispiel mehr aktive Kopfarbeit für den Hund der TS nicht verkehrt. Ein so kluger Hund ist doch mit ein paar halbherzigen Tricks eher gelangweilt? Der will gefordert werden?

    Weniger körperliche Auslastung ist oftmals mehr - konnte ich auch schon feststellen. Aber viel frische Luft, normale Bewegung ohne jedwede intitiierte Aktion im Freien sind doch auch wichtig - alleine schon für die Gesundheit. Eine große Rolle spielt ja auch wieviel Ansprache der Hund von den Besitzern hat - ist er oft alleine bzw. wird von den Haltern gar nicht beachtet und fristet, überspitzt ausgedrückt, seine Zeit im Körbchen ab und starrt überwiegend die leere Wand an? Womöglich noch im überheizten Wohnzimmer?

    Das mag für einen kleinen "Toydog" vielleicht genau das richtige sein - aber für eine "Naturrasse", wie einen Hütehund, der dazu gezüchtet wurde, bei Wind und Wetter überwiegend draußen zu sein? Ich weiß nicht ... die werden doch sonst faul und rammdösig? Entwickeln Verhaltensstörungen?

    Ich versuche immer dafür zu sorgen, dass Charly am Tag im Schnitt mindestens vier Stunden draußen an der Luft ist - zum größten Teil unterwegs, zum Teil im Garten oder auf dem Balkon. Den Balkon kann er selbst wählen und das nutzt er freiwillig und sehr oft. Manchmal hockt er den ganzen Abend draußen und beäugt die Straße oder pennt - auch bei niedigen Temperaturen. Der brauch das irgendwie, scheint mir jedenfalls.

    Mir scheint, dass viele Halter sich von bestimmten Rassen nicht wirklich informieren, wie sie ihren Hund am besten halten. Ganz abgesehen von der Beschäftigung.

  • Was machen denn die Welpen und Junghunde bzw. die Hunde die noch nicht an den Schafen arbeiten den ganzen Tag?

    In dem Alter nimmt man die immer mal mit, damit sie lernen sich ruhig zu verhalten. "Beschäftigt" und bespaßt wird der Hund dabei nicht, sondern er muss erst mal lernen sich ruhig und unauffällig zu verhalten. Warten im Auto, warten an der Leine, angebunden warten, rückrufbar sein, Zuhause keinen Unfug anstellen und so weiter...

    Die Hunde sind in dem Alter mental noch nicht in der Lage zu arbeiten, obwohl sie gerne wollen. Ein schlauer Schäfer wartet daher ab bis der Hund das Training auch mental verarbeiten kann.

    Selbst der erwachsene Arbeitshund in einem Betrieb hat in der Regel weitaus weniger um die Ohren und viel mehr Ruhepausen als die Hütehunde in engagierten Privathänden.

  • Das mag für einen kleinen "Toydog" vielleicht genau das richtige sein - aber für eine "Naturrasse", wie einen Hütehund, der dazu gezüchtet wurde, bei Wind und Wetter überwiegend draußen zu sein? Ich weiß nicht ... die werden doch sonst faul und rammdösig? Entwickeln Verhaltensstörungen?

    Ein sogenannter "Toydog" ist viel reiz UN empfindlicher und damit viel besser in einen Alltag zu integrieren als ein reiz OFFENER Hund.

    Dies "Naturrassen" sind nicht dazu gezüchtet, immer draussen zu sein, sondern, beim Border zum Beispiel ganz kurze knackige Aktionen zu liefern, blitzartig zu agieren und reagieren und das bei höchster Konzentration.

    Das sind oft kleine Fachidioten.
    Ich finde diese "Hochleistungsrassen" (derer Hunde ich hier zwei zu sitzen habe) sehr langweilig. Weil man immerzu eingreifen muss, regulieren muss, sie zur Ruhe bringen muss ect. Meine anderen Hunde laufen einfach mit.

    Die "Naturrassen" werden auch nicht dumm, wenn sie geschützter aufwachsen. Du musst dir vorstellen, dass die so oder so, permanent lernen, wie kleine Schwämme.

    Schon 10 mal das "Stöckchen-Blödspiel" und das sitzt, manchmal ein gesamtes Hundeleben lang. Und dann arbeitet der "Agility is Fun" Mensch jahrelang an dem Abtrainieren eines selbstgemachten Problems.

  • Vielen dank für die Hilfe schon mal.

    Das mit dem Aus ist schwer da mein Freund das für alles mögliche benutzt.
    Was hältst du von z.B einem "drop" extra fürs fallen lassen?
    Was hat sich denn bei dir bewährt um das aufzubauen?
    :)

    Ich hab festgestellt das Ted (16 Mon) sehr gerne trägt. Also hab ich Dummy gekauft, mit Leckerlis und einer Kaustange gefüllt und belohne ihn mit Dummyspiel und das er es tragen darf. Statt "AUS" benutze ich das Wort "Gib" weil er soll mir ja das geben was er im Maul hat und nicht -wie bei "AUS" seine Aktion unterbrechen- wenn du verstehst was ich meine. Als Belohnung bekommt er Dummy, nen Leckerli aus dem Dummy oder die Kaustange alle paar Tage. Die hab ich eh nur drin, damit es ihm leichter fällt den Dummy gleichmässig zu packen und zu tragen.

    So kannst du das Kommando "GIB" überall üben und dein Hund wird es schnell lernen. Bald kannst du es dann auf Stöckchen usw übertragen.

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