Denken in komplexen kausalen Zusammenhängen?

  • Da sehe ich schon einen menschlichen Denkfehler.
    Analogon, gut und schön- aber Hunde sind eben keine Menschen.

    Sicher verbinden sie schlechte Erfahrungen mit Orten/Menschen/anderen Hunden, das hat sicher jeder schon erlebt. Ich kenne es jedenfalls so.

    Und die Verknüpfung mit "Herrchen/Frauchen" und dessen Reaktion bleibt uU auch haften- aber mehr an Reflexion und daraus folgende Konsequenz traue ich selbst meinen natürlich superintelligenten Hunden nicht zu. ;)

  • Da sehe ich schon einen menschlichen Denkfehler.
    Analogon, gut und schön- aber Hunde sind eben keine Menschen.

    Ja, klar, man kann menschliches und hündisches Denken nicht vergleichen. Aber um irgendein Erklärungsmodell überhaupt hinzubekommen, brauche ich eine "menschliche" Situation an der ich mal überlegen kann. Ob das für einen Menschen überhaupt Sinn macht. Hunde sind ja bei weitem nicht so intelligent wie Menschen. Kann es dann überhaupt für Hunde Sinn machen? Wenn es schon für den Menschen keinen Sinn macht?

  • Definiere Vertrauen! Wenn der Hund jedes mal wieder treudoof auf den Untersuchungstisch beim TA hüpft, in dem unerschütterlichen Glauben, dass das schon so seine Richtigkeit hat, wenn ihm dort Schmerzen zugefügt werden, dann hätte das Vertrauen nach meiner Definition nicht gelitten. Es gibt aber auch viele Hunde, die da eine gesunde (wenn auch unpraktische) Skepsis entwickeln.

  • Ebentuell würde er - bei mehreren solcher Erfahrungen einfach "denken" - Herrchen ist nicht in der Lage mich vor Gefahren (bösem Hund) zu beschützen.
    Also, Rudelboss soll sich kümmern - tut dies aber nicht = vertrauensverlust.
    Aber dazu ist das Beispiel nicht genau genug beschrieben.

    Das kann ich auf der anderen Seite vollkommen einsehen, dass mehrere solche Situationen für den Hund diesen Eindruck erwecken können.

    Allerdings muss der Hund ja dann wie @Hummel gesagt hat, gelernt haben, dass Herrchen und Frauchen sonst alles regelt und eben in dieser einen Situation versagt.

    Woraus sich für mich die Frage ergibt, ob man als Halter wirklich alles aber auch alles für seinen Hund regeln muss.

    Gestern kam zum Beispiel auch immer wieder, dass der Hund, wenn er außen geht, scheinbar das Territorium sichern möchte. Und man solle das als Halter für seinen Hund übernehmen, in dem man selbst erstmal alles abcheckt. Also außen alles komplett ablaufen, jedes Eck untersuchen, ob da nicht irgendwo Gefahren lauern. Erst dann könne sich der Hund frei auf dem Gelände bewegen und für Spiele etc offen sein.

    Da weiß ich ehrlich gesagt auch nicht, was ich davon halten soll. Nun ja, food for thought.

  • Definiere Vertrauen! Wenn der Hund jedes mal wieder treudoof auf den Untersuchungstisch beim TA hüpft, in dem unerschütterlichen Glauben, dass das schon so seine Richtigkeit hat, wenn ihm dort Schmerzen zugefügt werden, dann hätte das Vertrauen nach meiner Definition nicht gelitten. Es gibt aber auch viele Hunde, die da eine gesunde (wenn auch unpraktische) Skepsis entwickeln.

    Aber auch mir gegenüber? Klar, der Hund will dann nicht zum TA, aber vertraut er mir deshalb weniger?

  • Es wäre halt hilfreich zu wissen, in welchem Kontext diese Aussage gemacht wurde. Was damit veranschaulicht werden sollte, welche Idee oder gar Theorie dahinter steckte.
    Oder wurde die komplett ohne Zusammenhang in den Raum geworfen, damit ihr "Schüler" erst mal ausreichend verwirrt seid und vor lauter Grübeln nicht schlafen könnt? :D

  • Das kann ich auf der anderen Seite vollkommen einsehen, dass mehrere solche Situationen für den Hund diesen Eindruck erwecken können.
    Allerdings muss der Hund ja dann wie @Hummel gesagt hat, gelernt haben, dass Herrchen und Frauchen sonst alles regelt und eben in dieser einen Situation versagt.

    Woraus sich für mich die Frage ergibt, ob man als Halter wirklich alles aber auch alles für seinen Hund regeln muss.

    Gestern kam zum Beispiel auch immer wieder, dass der Hund, wenn er außen geht, scheinbar das Territorium sichern möchte. Und man solle das als Halter für seinen Hund übernehmen, in dem man selbst erstmal alles abcheckt. Also außen alles komplett ablaufen, jedes Eck untersuchen, ob da nicht irgendwo Gefahren lauern. Erst dann könne sich der Hund frei auf dem Gelände bewegen und für Spiele etc offen sein.

    Da weiß ich ehrlich gesagt auch nicht, was ich davon halten soll. Nun ja, food for thought.

    Das geht in meinen Augen schon deshalb nicht, weil wir nicht alle Gefahren ausschließen können. Von daher sind das für mich Überzeugungen, mit denen ich mich gar nicht erst beschäftige.

  • Es wäre halt hilfreich zu wissen, in welchem Kontext diese Aussage gemacht wurde. Was damit veranschaulicht werden sollte, welche Idee oder gar Theorie dahinter steckte.
    Oder wurde die komplett ohne Zusammenhang in den Raum geworfen, damit ihr "Schüler" erst mal ausreichend verwirrt seid und vor lauter Grübeln nicht schlafen könnt? :D

    Also konkret handelt es sich um Natural Dogmanship. Dabei geht es darum, bei der Hundeerziehung, die spezifischen Bedürfnisse des Hundes zu berücksichtigen und man dabei veruscht sein Instinktverhalten in für Menschen akzeptable Bahnen zu lenken.

    Bei Wiki habe ich leider nur etwas über den Begründer gefunden. Schaust du hier!

    Bevor diese Aussage getroffen wurde, hatten wir uns unterschiedliche Bilder von Hunden angeschaut und analysiert. Bei dem betreffenden Bild standen zwei Hunde in T-Stellung. Der eine, der quer stand, hatte die Zähne gefletscht. Der andere, der parallel stand, hatte die Ohren bereits angelegt und leckte sich gerade über die Nase. Die Dozentin erläuterte dann das Bild und in diesem Zusammenhang fiel dann diese Aussage.

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