Hauswolf?
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ich lebe heute und nicht damals. Die militärische Zucht ist seit 1971 eingestellt, da kannten sich nicht mal meine Eltern. Und dass die Hunde heute nachdem sie über 40 Jahre anders ticken als die Hunde damals sollte klar sein. Außerdem ist es etwas vollkommen anderes, ob ein Hund offen anderen Menschen gegenüber ist oder ob er mit ihnen auch zusammenarbeiten würde. Zu letzterem gehört einfach sehr viel mehr.. Und zu offen bedeutet für mich, dass in freundlicher oder nicht freundlicher Absicht nach vorne gehen
Aber ich seh schon, dass du dermaßen festgefahren bist in deiner Meinung, dass meine Argumente sowieso nicht ankommen. Dann sind eben TWHs in deinen Augen panische, ängstliche und zu allem untaugliche Hunde. Wenn du mal die Chance hast an einem großen Treffen in den Ursprungslängern teilzunehmen, kannst du dich live vom Gegenteil überzeugen.
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Ich bin für das verantwortlich was ich geschrieben habe , nicht für das was du dir jetzt zusammen phantasierst

Fakt ist nunmal , dass die Kreuzungen als nicht erfolgreich eingestellt wurde.. Und das wird unter Garantie nicht "nur" deswegen gewesen sein , weil sie sich an eine Person binden . Das deckt sich auch vollkommen mit den Berichten der Verantwortlichen .
Zwischen "offen" für einen wolfshybriden und diensttauglich liegt eben noch etwas . -
Zwischen "offen" für einen wolfshybriden und diensttauglich liegt eben noch etwas .
Ich glaube, du kennst dich mit der Zucht im Ursprungsland nicht gut aus. Dort werden viele Hunde im IPO geführt, haben nahezu alle die IPOIII bestanden und werden häufig nach Leistung selektiert, damit man Gebrauchshunde hat.
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Und die Zucht für den Dienst hat man nur eingestellt , weil man keine Lust mehr hatte ?
Das die Begründung , dass sie sich tendentiell an einen Menschen binden eher nicht sinnvoll bzw widersprüchlich mit andern Aussagen ist , hätte ich ja schon gesagt .

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aber du verstehst schon, dass ein Unterschied besteht, ob ein Hund keine Probleme mit Fremden hat (was man weithin als offen bezeichnet) oder ob ein Hund mit jemanden anderem als seinem Herrchen/Frauchen auf höchstem Niveau zusammen arbeitet. Was im Falle eines Militärhundes eben notwendig war.
Und der weitere Grund ist, dass man einen Schäferhund einfach sehr viel schneller und problemloser abrichten kann als einen TWH. Also der Aufwand ist viel geringer und der Nutzen Wolf wird aufgrund dieser beiden Tatsachen einfach vernachlässigbar und deswegen hat man das Programm abgebrochen, aber nicht weil es panische, scheue Tiere sind. Die gab es nie in der Dimension beim TWH, weil sie schon als Welpen getötet wurden und nur mit den besten weiter gezüchtet wurde
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Ich meine wäre das Programm komplett gescheitert, woher käme die Rasse heute dann? Irgendwann muss es ja irgendjemanden gegeben haben den diese Mischung doch überzeugt hat. Wenn auch nicht militärisch so doch privat oder nicht?
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Ich glaube, du kennst dich mit der Zucht im Ursprungsland nicht gut aus. Dort werden viele Hunde im IPO geführt, haben nahezu alle die IPOIII bestanden und werden häufig nach Leistung selektiert, damit man Gebrauchshunde hat.
...und wieso treten diese Hunde außerhalb des Ursprungslandes dann in diesen Aufgaben nie in Erscheinung und werden auch im Ursprungsland nicht im Dienst geführt?Ich zitiere mal:
ZitatDerartige Kreuzungen konnten aber kaum den gewünschten Erfolg bringen, sie waren immer ein großer Rückschritt [...] "Härte" und "Schärfe" konnte das "Wolfsblut" nicht in die Hundezucht bringen. Im Gegenteil, die Nachkommen der 1. Generation waren wesensmäßig vielfach so wie ihr Wolfsvater, nämlich scheu.
Räber, Hans, Enzyklopädie der Rassehunde Band 1, Kosmos 1993 S.249
ZitatDas wölfische Verhalten (Scheuheit, Fluchttendenz, Aggressivität beim Überschreiten der "kritischen Distanz") war bei den Tieren der F1-Generation sehr ausgeprägt. [...] Zu einer Schutzhund-Ausbildung waren selbst in der 3. Nachzuchtgeneration nur wenige Hunde geeignet, die Mischlinge wurden bald zu aggressiv, vor allem war es sehr schwierig, mit ihnen Unterordnungsübungen durchzuführen. Auffallend war auch, daß sie bei Fährtenarbeiten wohl die erste Fährte gut ausarbeiteten, sich aber nachher weigerten, ein zweites Mal eingesetzt zu werden.
Räber, Hans, Enzyklopädie der Rassehunde Band 1, Kosmos 1993, S. 253 ff.
klingt nicht nach einem geeigneten und allzeit bereiten Diensthund, bei dem es nur daran scheiterte, dass man ihn nicht beliebig in der Einheit herumreichen konnte.
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Ihr fantasiert euch da jetzt gerade aber auch ganz gerne was zusammen, oder?
Offenbar habt ihr dazu noch eine eher seltsame Vorstellung von der Arbeit mit Diensthunden....
Mal ganz davon ab, dass die Frage nicht war, wie die Zucht heute läuft (wobei sich mir da schon die Frage stellt, wenn das alles so super Gebrauchshunde sind, warum ist dann noch keine Diensthunde haltende Behörde auf die Idee gekommen dieses Potential zu nutzen?) und es wurde zuerst behauptet, dass läge daran, dass sie sich eng an ihre Bezugsperson binden. Das ist sowohl nach Berichten der damaligen Verantwortlichen Quatsch, als auch nach einfacher Logik. Zwischen nicht extrem scheu und die Wesensmäßige Veranlagung für einen Diensthund liegt halt etwas, nochmals. Und ja, wenn ein Hund nicht diese Veranlagung mitbringt, dann wird es schwierig bis unmöglich ihn zu der erforderlichen Leistung zu bringen. Noch dazu kann man es sich bei der Zucht von Gebrauchshunden eigentlich nicht leisten zu investieren und dann mal aus mehreren Würfen vereinzelt Tiere zu erhalten, die sich dann auch für das Eignen was man sich so vorstellt.Diensthunde haben kein Herrchen / Frauchen und werden dann an einen anderen Hundeführer tagsüber zum arbeiten abgegeben und sie sind vom Typ her eigentlich alles Ein-Mann Hunde. Wenn es nur daran gelegen hätte, dann hätte man das Experiment nicht abgebrochen.
Man sollte schon irgendwo realistisch bleiben, auch wenn man solche Hunde verkaufen möchte. Sämtliche unabhängige Informationsquellen, also solche, die keinen Vorteil von der Vermarktung haben, unterstreichen meinen Standpunkt im übrigen.
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...und wieso treten diese Hunde außerhalb des Ursprungslandes dann in diesen Aufgaben nie in Erscheinung und werden auch im Ursprungsland nicht im Dienst geführt?
Weil sie sich nicht für den Dienst, sondern nur für den Sport eignen. Für den Dienst fehlt den Hunden meist nicht nur der nötige Beutetrieb, sondern auch deutlich der will-to-please. Nicht jeder Hund, der die IPOIII schafft, ist auch diensttauglich. Im Übrigen war das auch gar nicht mein Punkt, sondern viel eher, dass die Hunde sehr wohl Leistungspotential haben, wenn auch keins, das über sportliches hinausgeht.
Ich zitiere mal:
Räber, Hans, Enzyklopädie der Rassehunde Band 1, Kosmos 1993 S.249
Natürlich waren die Nachkommen der 1. Generation scheu, das ist doch vollkommen logisch. Heute sind die Hunde aber überhaupt nicht mehr scheu, sondern meist ziemlich reserviert und selbstsicher, häufig mit Tendenz nach vorn zu gehen.Räber, Hans, Enzyklopädie der Rassehunde Band 1, Kosmos 1993, S. 253 ff.
klingt nicht nach einem geeigneten und allzeit bereiten Diensthund, bei dem es nur daran scheiterte, dass man ihn nicht beliebig in der Einheit herumreichen konnte.Das habe zumindest ich nicht bestritten. Die TWH sind auch heute noch sehr stur, hinterfragen viel, haben kaum Beutetrieb und sind mitunter aggressiv, können aber dennoch sportlich geführt werden. Für den Dienst hat sich diese Rasse m.E. nie geeignet.
Man hat die Rasse weiterhin gezüchtet, weil sich Liebhaber fanden, die das Potential (und wohl auch die Optik) geschätzt haben und damit eine Nicht-Dienstzucht aufgebaut haben. Der Grundgedanke dahinter, einen Wolf einzukreuzen, war auch eher wegen der Gesundheit und der Schnelligkeit, nicht wegen der Härte.
Ich denke, rein von der fehlenden Scheu ausgehend, wären sie durchaus diensttauglich. Aber es braucht eben mehr als nur einen souveränen Hund, um ihn dienstlich zu führen.
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es ist auch mit F1 sehr viel möglich. Find das Video heftig, vor allem die Kommentare, aber ich denke es zeigt gut was selbst mit ausgewählten Tieren der ersten Generation bereits möglich ist. Das entsprechend selektiert und trainiert. Die Russen basteln sich grad einen eigenen "TWH"
http://www.spiegel.de/video/wolfshun…ideo-33905.html
und warum man sie heute nicht bei der Polizei findet? In der Anschaffung sind sie teurer als ein Schäferhund, die Erziehung und Ausbildung ist immer noch komplizierter als bei einem Schäferhund, der Gehorsam nicht so zuverlässig. Das alles macht sie zusätzlich nicht einfach, sie wollen nicht einfach nur dem Menschen gefallen
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