Wie Hundekontakt am Besten positiv aufbauen?
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Hallo zusammen,
folgende Situation:
Freunde von uns haben sich Anfang April einen Bulldoggenwelpen geholt. Geplant ist auf lange Sicht, dass wir unsere Hunde gegenseitig auch mal beim anderen in Pflege geben können, deswegen ist es mir wichtig, dass die Hunde sich einigermaßen verstehen/akzeptieren und keinen Stress miteinander haben. Wenn dann daraus irgendwann ne Freundschaft wird umso besser, ist aber kein Muss
Der Junghund geht in die Hundeschule und wird vernünftig sozialisiert soweit ich das aus den Erzählungen beurteilen kann (ich habe ihn leider auch noch nicht kennenlernen dürfen)Unsere hat eher keinen Bock auf andere Hunde (was auch ok ist) und prollt aber gerne mal rum wenn sie merkt dass sie Oberwasser hat (bis jetzt haben wir das immer nur bei dem Hund der Schwägerin festgestellt, das wird von uns aber auch strikt unterbunden). Im Freilauf versuche ich Fremdhundekontakt möglichst zu vermeiden, da ist einfach in der Anfangszeit zuviel schief gegangen (auch weil ich Verhalten nicht richtig deuten konnte und anderen HH vertraut habe, wenn es hieß der tut nix
) Da uns das im Training immer wieder um Wochen zurückgeworfen hat, lasse ich Fremdhundkontakt im Freilauf nur sehr selektiert zu (momentan ist es genau ein Hund, was aber für uns aber schon ein Riesenfortschritt ist).. Wir üben viel über Zeigen und Benennen und ich marker auch jedes höfliche und deeskaliernede Verhalten ihrerseits (sowohl an der Leine als auch im Freilauf), also so Dinge wie wegschauen, hinsetzen, Bögen laufen, zu mir kommen, mich anschauen etc.Wie bauen wir jetzt das Kennenlernen der beiden am Besten auf? Geplant ist, dass wir am Sonntag gemeinsam am Rhein spazieren gehen. Ich wollte dem Freund jetzt vorschlagen, dass wir erstmal gemeinsam ein ganzes Stück an der Leine gehen, vielleicht abwechselnd mal jeder Hund vorne, dass die beiden sich aufeinander einstellen können. Sollte das auch erstmal alles sein beim ersten Spaziergang? Kann man nach einiger Zeit auch mal gemeinsamen Freilauf zulassen, wenn man merkt dass beide einigermaßen entspannt sind? Wenn beide Hunde Kontakt aufnehmen wollen, kann man das dann auch beim ersten Spaziergang schon ausprobieren? Wie sieht das aus, macht es Sinn evtl. ein paar Leckerchen auf ner Wiese zu verstreuen und sie gemeinsam suchen zu lassen? Oder ist das eher zuviel des Guten und evtl. sogar kontraproduktiv? Ich bin echt total unsicher wie wir das am Besten gestalten und hab auch ein bißchen Sorge dass ich mir mit meiner Erwartungshaltung selber einen Strich durch die Rechnung mache.
Wenn die gemeinsamen Spaziergänge gut klappen, wäre der nächste Schritt das Zusammentreffen in den Wohnungen, aber ich denke das wird noch ein paar Wochen dauern...
Für Tipps, Anregungen und Kritik bin ich dankbar!
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Hallo,
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Hallo,
ich finde deinen Ansatz gut. Geht an der Leine spazieren und achtet darauf, dass beide Hunde in etwa die selben Regeln haben. Also nicht der eine an der 5m Flexi und der andere direkt im Fuß. Ich würde anfangs keinen Kontakt zu lassen sonder sie sollen sich erstmal chemisch kennenlernen. Ihr könnt vorne und hinten tauschen aber meist reicht schon wenn ihr nebeneinander herlauft, je nachdem wie nah ihr entspannt laufen könnt. Wenn ihr nicht nah genug zusammenkommt, dann macht das mit vorne und hinten und nähert euch dann langsam an.
Wenn nach 30-40 Minuten alles gut klappt (also ihr auch nah beieinander laufen könnt) und BEIDE Hunde entspannt sind könnt ihr sie abmachen und gucken was passiert. Am besten wählt ihr dafür eine große Freifläche und ihr bewegt euch weiter (also nicht stehenbleiben). Von Leckerchen oder SPielzeug kann ich nur abraten, denn die beiden könnten sich um diese Ressourcen fetzen und das wäre ja kontraproduktiv.
Wenn das über mehrere Spaziergänge gut klappt (wobei ich die ersten Spaziergänge immer erstmal an der Leine ohne Kontakt laufen würde) könnt ihr die Beiden mal im Garten zusammenbringen. Auch hier am besten vorher mit den Beiden einen Leinenspaziergang, nicht kommen und rein in Garten.
Klappts im Garten macht einfach mal die Wohnungstüre auf und guckt was passiert. Lasst die beiden in der Anfangszeit nicht alleine, um falls nötig eingreifen zu können.
Bei uns hats so eigentlich mit jedem Hund geklappt. Nicht mit allen wurde Jacke best-Buddy aber er kann alle tolerieren!Achja Thema Erwartungshaltung: Geh da ruhig mit ner freudigen Erwartungshaltung rein, denn dieses Gefühl überträgst du auch auf deinen Hund. Nicht aufgeregt aber guter Dinge, dass es schon klappen wird.Sucht euch den entsprechenden Tag für das erste Treffen raus, an dem alle 4 (Halter und Hunde) einen super Tag haben und eine positive Grundstimmung herrscht.
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Über solche Leinenspaziergänge habe ich Speedy seine Panik vor anderen Hunden genommen.
Der andere Hund läuft vorne, am besten so entfernt, dass Dein Hund kein Stress zeigt.
Dann darf sie schnuppern, Pippistellen des Vorläufer inspizieren usw.
Es wird immer so weit aufgeschlossen, wie der Hund sich wohl fühlt!!
Bei Speedy war es so, dass er irgendwann Kontakt aufnehmen wollte und auch durfte. Das Ganze mit entspannter Leine, aber so, dass man noch eingreifen kann.
Wenn Du nicht weisst, wie der Junghund drauf ist, frag doch mal, ob ihr zusammen, also Du ohne Hund, ne Runde drehen könnt.
Dann lernt er Dich schon mal kennen und Du siehst, wie er sich mit anderen Hunden verhält! -
Ich bin ja eher diejenige, die die Hunde einfach auf ner großen Wiese im Freilauf sich begegnen lassen würde, sofern nicht bekannt ist, daß einer von beiden etwas unverträglich oder ängstlich ist. Ansonsten ist das mit Leine und etwas Abstand schon ok.
Mein Bossli würde an der Leine voll hochdrehen neben dem Fremdhund; wenn er ihn erstmal kennenlernen durfte, ist er da viel entspannter. Aber gut, wahrscheinlich ist das auch ein Terrier-Thema, daß die an der Leine gern mal den großen Macker markieren :-) und wenn die Leine dann weg is, ist Firede-Freude-eierkuchen, und er fordert zum Spiel auf.
Wichtig ist, was Jacke schrieb: Nicht einfach in die Wohnung kommen mit dem zweiten Hund, sondern draußen treffen, miteinander spazierengehen, und dann zusammen die Wohnung betreten, also beide Hunde zusammen mit reinnehmen - nicht einer ist drin und der Andere betritt ungebeten (in seinen Augen) dessen Revier.
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danke schon mal für eure Antworten, dann ist das ja alles soweit in Ordnung was ich mir überlegt habe. Leckerchensuchspile lassen wir dann einfach weg.
Normalerweise ist Milla anfangs immer ein bißchen nervös wenn wir bspw. nem anderen Hund in gewissen Abstand im Park folgen, wenn sie dann checkt dass der andere nicht einfach zu ihr kann entspannt sie eigentlich. Dann schauen wir mal was das gibt am WE :)
Ja mit dem gemeinsam in der Wohnung das dauert wahrscheinlich eh noch ein paar Wochen. Ich will da echt nix überstürzen, da das super wäre Leute zu haben wo man weiß der Hund ist gut aufgehoben.
Aber als andere Freunde mit ihrer Beaudeaux-Dogge mal zu Besuch waren haben wir das auch so gemacht, dass wir erst mit den beiden Hündinnen ne Runde um den Block spaziert sind und dann gemeinsam die Wohnung betreten haben. da gabs dann eigentlich keine Probleme, die beiden haben sich gekonnt ignoriert...
Vielleicht denke ich dran und mach ein paar Videos wenn Theo und Milla das erste Mal aufeinandertreffen... -
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Nicht einfach in die Wohnung kommen mit dem zweiten Hund, sondern draußen treffen, miteinander spazierengehen, und dann zusammen die Wohnung betreten, also beide Hunde zusammen mit reinnehmen - nicht einer ist drin und der Andere betritt ungebeten (in seinen Augen) dessen Revier.
macht das jemand wirklich so ?
ist praktisch ja sehr aufwendig und schwierig und es kommen ja auch oft leute spontan vorbei und da will man ja nicht vorhin draussen treffen, kennenlernen, usw.
oder bei feiern, da ist es auch unmöglich die hunde draussen kennenlernen zu lassen.meiner hat mit fremden hunden aber noch nie probleme im haus / garten, wahrscheinlich weil seit dem ersten tag immer spontan hunde vorbei kommen und auch immer wieder neue hunde, welpen, usw
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also ja, wir haben das bisher immer so gemacht wenn wir mal Hundebesuch bekommen haben oder mit Hund bei anderen HH zu Besuch waren. Das war dann kein langer Spaziergang, aber mal kurz ne Runde um den Block bzw. die Straße hoch und runter haben wir schon gemacht.
So ich wollte aber auch noch von gestern kurz berichten. Soweit ich das beurteilen konnte, war es glaub ich ganz ok, es hätte entspannter sein können, aber ich persönlich finde unser Knubbel hat sich ganz gut geschlagen.
Wir sind zuerst eine kleine Strecke an der Leine gegangen und das hat tatsächlich direkt ganz gut funktioniert, wir konnten sofort nebeneinander gehen und die Hunde sind friedlich und entspannt schnüffelnd nebeneinander her gegangen (also wir als Halter in der Mitte und die Hunde jeweils außen von uns).
Dann haben wir sie abgeleint und da wars dann wie ich finde erst mal ziemlich stressig, Milla hat den armen Theo die ganze Zeit gejagt, und hat versucht ihn zu begrenzen und war völlig gestresst. Theo wusste mit der irren Tante gar nichts anzufangen. Ich bin dann mehrmals dazwischen und habe Zwangspausen verordnet. Davon gibts leider keine Videos, da die Jungs nicht gefilmt haben
Durch die Pausen wurde es dann aber auch besser.
Milla hat zwar sehr viel gebellt, aber ich kann leider dann auch oft nicht einschätzen, ob das bei ihr zum Spiel dazugehört oder ob sie völlig überfordert mit der Situation ist.
Ich habe jetzt einfach mal ein paar Videos gemacht und würde mich freuen, wenn ihr da mal eure Meinung zu kundtut, wie ihr die beiden miteinander einschätzt und was man beim nächsten Spazierganz noch verbessern könnte bzw. worauf wir verstärkt achten sollten.
Das zweite Video ist ohne Ton, da die Hunde ruhig waren und von uns nur Gelaber zu hören wäre, bei den anderen Videos hab ich den Ton an gelassen, da Milla da auch immer mal wieder bellt. Und beim dritten Video hätte ich normalerweise etwas früher eingegriffen, durch das Filmen ist mir das irgendwie durchgegangen...
Insgesamt waren wir ca. 1,5h spazieren und am Ende saßen die beiden friedlich nebeneinander und haben sich ein Eis geteilt.
Ich hoffe das mit dem Einbetten der Videos klappt, ansonsten sind hier noch die links zu youtube...Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt. -
macht das jemand wirklich so ?ist praktisch ja sehr aufwendig und schwierig und es kommen ja auch oft leute spontan vorbei und da will man ja nicht vorhin draussen treffen, kennenlernen, usw.
oder bei feiern, da ist es auch unmöglich die hunde draussen kennenlernen zu lassen.meiner hat mit fremden hunden aber noch nie probleme im haus / garten, wahrscheinlich weil seit dem ersten tag immer spontan hunde vorbei kommen und auch immer wieder neue hunde, welpen, usw
Ist doch kein Problem. Normalerweise, wenn ich wo hingehe, geh ich nach der Anfahrt eh erstmal kurz Pipimachen mit dem Hund, bevor ich das Haus betrete. Warum nicht den Gastgeber mitnehmen und zusammen ne Runde gehen? Kommt natürlich auch auf den Hund an - aber ich weiß halt von meinem Terriertier, daß der gern mal einen Hund verkloppt, der sich aufmantelt. Daher geh ich lieber auf Nummer sicher, und laufe vorher zusammen mit dem Anderen ne Runde, dann ist alles ganz entspannt. Oder bei denen im Garten, das geht auch - einfach, damit die Hunde sich ausweichen können, in Wohnungen ist es oft zu eng für die Hunde, da anständig miteinander zu kommunizieen - grad im engen Hausflur, wo ein Ausweichen zwischen den Füßen der Halter oft gar nicht möglich ist.
Wenn die Hunde sich mal kennengelernt haben, ist das überhaupt kein Thema, dann kann derjenige bei uns problemlos rein, das muß man ja nicht jedes Mal machen :-) nur halt beim Kennenlernen.
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Es sind ja schon einige gute Tipps hier geschrieben worden.
Ich hätte da noch einen ganz allgemeinen:
Hunde lernen ja auch durch Nachahmung. Wenn ich bei Begnungen mit anderen Hunden eine "achduschreck"-Haltung einnehme, dann überträgt sich das auf den Hund.
Ich selbst habe gute Erfahrungen damit gemacht, andere Hunde und Besitzer schon von weitem zu begrüßen oder ein "Guck mal, da kommt ja derundder!" fröhlich auszusprechen. Und wenn das sein darf, allen Hunden dann ein Leckerli zu geben. Also Begegnungen möglichst positiv zu besetzen.
Klappt in vielen Fällen gut.Ich möchte ja, dass es dauerhaft entspannter wird.
Wenn die Vermeidungsschiene erst mal eingefahren ist, dann kommt man da schwer wieder raus. -
Wenn die Vermeidungsschiene erst mal eingefahren ist, dann kommt man da schwer wieder raus.
Das empfinde ich gar nicht so und mittlerweile habe ich auch bei vielen anderen schon gesehen, wie die " Vermeidungsschiene" zum Erfolg führt. - Vor einem Moment
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