Wie Hundekontakt am Besten positiv aufbauen?
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Es sind ja schon einige gute Tipps hier geschrieben worden.
Ich hätte da noch einen ganz allgemeinen:
Hunde lernen ja auch durch Nachahmung. Wenn ich bei Begnungen mit anderen Hunden eine "achduschreck"-Haltung einnehme, dann überträgt sich das auf den Hund.
Ich selbst habe gute Erfahrungen damit gemacht, andere Hunde und Besitzer schon von weitem zu begrüßen oder ein "Guck mal, da kommt ja derundder!" fröhlich auszusprechen. Und wenn das sein darf, allen Hunden dann ein Leckerli zu geben. Also Begegnungen möglichst positiv zu besetzen.
Klappt in vielen Fällen gut.Ich möchte ja, dass es dauerhaft entspannter wird.
Wenn die Vermeidungsschiene erst mal eingefahren ist, dann kommt man da schwer wieder raus.hmm also ich weiß nicht wie du auf eine "achduschreck"-Haltung kommst, davon wurde hier im Thread nie was geschrieben und die praktiziere ich bei Fremdhundkontakt auch nicht. Ich denke, dass eine Vermeidung von Hundekontakt und dem Hund dabei helfen ruhig zu bleiben im Zweifel sicherlich mehr hilft bei einem unsicheren Hund als das von dir beschriebene Prozedere.
Davon mal abgesehen gehts da in diesem thread auch nicht drum. Hat sich jemand mal die Videos angesehen und kann mir dazu feedback geben? Das wäre wirklich wichtig für mich...Vielen Dank
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Hi,
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Vom Rest hier mal unabhängig:
Ich hätte eher Bedenken dass es bei dem jungen Hund mal kippt, wenn er so angeprollt wird.
Wenn er im April noch Welpe war, müsste er jetzt ja um die 5 Monate sein. So langsam wird er auch Strategien entwickeln und austesten, wie er sich "wehren" kann - und das nicht immer in angemessener Art und Weise.Ich habe mir nicht alle Videos angesehen, aber zumindest im ersten bedrängt die Hündin ihn ja nicht gerade wenig. Ich würde da noch ein wenig mehr eingreifen und sie zurücknehmen, damit der kleine sie nicht grundsätzlich mit Stress verbindet.
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Ich sehe in dem ersten Video einen Junghund, der einen "Althund" nervt, spielen will, keine Ruhe gibt, aufdringlich ist. Halte das aber für vollkommen normal.
Ich sehe einen Althund, der gelassen reagiert - keine Angst, aber viel Geduld zeigt.
Sich der Situation stellt und in den weiteren Videos gelassen bleibt.Den Junghund würde ich öfter mal verbal stoppen und am Halsband festhalten/rausnehmen, wenn er zu aufdringlich wird.
Ich halte von Leinenbegegnungen übrigens wenig - Abstand halten und beide gleichzeitig ab. Jedenfalls bei allgemein verträglichen Hunden.
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Vom Rest hier mal unabhängig:
Ich hätte eher Bedenken dass es bei dem jungen Hund mal kippt, wenn er so angeprollt wird.
Wenn er im April noch Welpe war, müsste er jetzt ja um die 5 Monate sein. So langsam wird er auch Strategien entwickeln und austesten, wie er sich "wehren" kann - und das nicht immer in angemessener Art und Weise.Ich habe mir nicht alle Videos angesehen, aber zumindest im ersten bedrängt die Hündin ihn ja nicht gerade wenig. Ich würde da noch ein wenig mehr eingreifen und sie zurücknehmen, damit der kleine sie nicht grundsätzlich mit Stress verbindet.
danke für dein feedback. Aber kann es sein dass du die Hunde verwechselst?
Die Hündin ist die kleinere mit dem Geschirr und der Junghund ist der größere dunkelbraune mit Halsband...
Ich hatte nämlich auch das Gefühl dass nach der ersten Hetzte, die wie gesagt leider nicht auf Video festgehalten wurde und von meiner ausging, Theo doch recht forsch unterwegs war und teilweise ziemlich aufdringlich wurde.Ich sehe einen Althund, der gelassen reagiert - keine Angst, aber viel Geduld zeigt.
Sich der Situation stellt und in den weiteren Videos gelassen bleibt.findest du wirklich dass sie gelassen reagiert?
Ich bin da wie gesagt immer so unsicher, u.a. wegen der ganzen Bellerei. Aber vielleicht gehört das bei ihr einfach dazu? Gibt es so Hunde die im Alltag eigentlich keinen Ton von sich geben und dann bei Hundebegegnungen so rumtröten und laut sind? Ich hab das bis jetzt immer eher als Stress und Überforderung gedeutet und weniger als Gelassenheit. Danke auch für dein feedback
Ich denke beim nächsten Spaziergang werde ich da verstärkt drauf achten und Theo da auch mal blocken und unterbrechen bzw. dem Kumpel sagen, dass er das tun soll. Er steht leider häufig auf dem Standpunkt dass die Hunde das schon unter sich ausmachen.
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Oh tatsächlich - ich hab die beiden durcheinander gebracht (und wunderte mich noch, dass der vermeintliche Junghund schon so erwachsen aussieht
) Kommando zurück! -
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findest du wirklich dass sie gelassen reagiert?
Ich bin da wie gesagt immer so unsicher, u.a. wegen der ganzen Bellerei. Aber vielleicht gehört das bei ihr einfach dazu? Gibt es so Hunde die im Alltag eigentlich keinen Ton von sich geben und dann bei Hundebegegnungen so rumtröten und laut sind? Ich hab das bis jetzt immer eher als Stress und Überforderung gedeutet und weniger als GelassenheitSie ist anfänglich genervt - überrascht, überrollt - das stimmt. Aber dennoch bleibt sie ruhig, weicht in dem ersten Video aus, gelingt ihr fast nicht, weil der Junghund nervt. Aber dann, in den weiteren Sequenzen reagiert sie nicht mit Angriff, bleibt souverän, weicht auch nicht aus, lehnt weiteren Kontakt also nicht ab - versucht ruhig zu bleiben. Der Junghund wird also langsam ruhiger.
Ich habe in den letzten beiden Jahren sooo viele Freilaufkontakte beobachtet - gerade in unseren bunt zusammengewürfelten Freilaufgruppen. Erstes Gebot ist dort: alle auf einen Schlag von der Leine - es gab noch niemals irgendeinen Zwischenfall, der ernster wurde - das heißt: es gab kurze Abwehrschnapper, aber kein Blut. Solche Situationen regeln sich selbst - natürlich unter wachsamen Augen der Halter, die eingreifen, wenn es überschwappt und in wirklich Aggression übergeht.
Inzwischen ist auch Charly oft "Althund", wird oft von verspielten Junghunden regelrecht bedrängt, ja genervt, bestiegen, in den Nacken gepackt, an den Ohren gezogen. Die ersten zehn Runden legt er sich schnell auf den Rücken, beschwichtigt, bleibt ruhig - signalisiert: Friede, ich spiel gern mit Dir, aber nicht so ... Oft beruhigt sich der Junghund dann recht schnell - es wandelt sich in einträchtiges Spiel - wenn nicht, gibts dann eins von Charly auf die Mütze. Nicht grob, aber schon eine recht klare Ansage von Charly: es reicht ihm dann. Übrigens reagieren - zumindest in unseren Gruppen - Althunde recht ähnlich. Erst lassen sie sich eine Menge gefallen - aber dann wehren sie sich. Junghund ist dann so eingeschüchtert, dass er keine weiteren Versuche mehr macht, Althund zu bedrängen.
Der Junghund kapiert schnell die Grenze - und beruhigt sich. Da braucht man als Halter eines soveränen und gut sozialisierten Althundes gar nicht groß eingreifen.
Meine Einschätzung beruht allerdings auf allgemein gut verträglichen Hunden, ruhig oder vespielt - ängstlich oder großmäulig, aber dennoch friedfertig. Also keinen Beißern - die gibt es natürlich auch - da muss man wohl anders rangehen.
Ich finde jedenfalls, die Videos zeigen den üblichen Verlauf bei solchen Begegnungen und bei weiteren Begegnungen wird der Junghund immer schneller ruhiger werden, wenn er merkt: Althund hat keinen so großen Bock auf mein wildes Getobe. Eventuell finden die beide einen Linie, auf der beide Spaß haben, schön gemäßigt, aber trotzdem aufregend - auch oft genug beobachtet.
Ich denke beim nächsten Spaziergang werde ich da verstärkt drauf achten und Theo da auch mal blocken und unterbrechen bzw. dem Kumpel sagen, dass er das tun soll. Er steht leider häufig auf dem Standpunkt dass die Hunde das schon unter sich ausmachen.
Der Junghund sollte vom Halter seine Grenzen aufgezeigt bekommen, wenn er es übertreibt - ich fordere dies auch vom Halter eines Junghundes, wenn er nicht aufgeben will Charly zu bedrängen - der Halter hat ihn dann nach einiger Zeit bitte am Halsband aus der Situation zu holen und anzuleinen, Kommando: Schluss jetzt! oder ähnliches. Das hat aber in meinen Augen nichts mit Hilfe für meinen erwachsenen und erfahrenen Charly zu tun - da weiß ich, er regelt das selbst, ohne dass der Junghund in Gefahr gerät - es hat was damit zu tun, dass der Junghund auf den Halter zu hören hat - bzw. lernen soll, auf bestimmte Kommandos vom andern Hund abzulassen. Einen Junghund kann ich nicht einfach machen lassen ... der hat noch kein Maß. Und wenn ein Welpe oder ein ängstlicher Hundd ihm gegenübersteht, überfordert er diesen, ängstigt ihn - verletzt ihn gar - das geht gar nicht. -
PS: Die Bellerei würde ich nicht überbewerten - es ist eine Art der Kommunikation - so ne Art schimpfen ... ;-) Übrigens auch oft beobachtet, bei Hunden die zwei Streithähne beschwichtigen wollen oder sie sich selbst wehren, weil sie genervt sind - sie bellen wie verrückt, obwohl normalerweise auch eher ruhig.
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Ich persönlich sehe gerade im ersten Video keine entspannte Milla. Was soll sie auch tun? Theo dreht sie auf den Rücken und sie macht den Maikäfer. Da kann sie sich ja gar nicht wehren. Sie ist den Spieleattacken wehrlos aus geliefert, zeigt Stresslächeln (Ohren zurück, Lefzen hoch) und schaut immer wieder mal zum Besitzer.
In Video 2 scheint sich die Lage ein wenig entspannt zu haben. Theo attackiert dort nicht, sie laufen nebeneinander.
Im letzten Video zeigt Milla dann Ansätze einer Spielaufforderung.
Ständiges Bellen ist in meinen Augen auch ein Zeichen von Stress. Hunde die sich ins Bellen hineinsteigern, stehen unter irgendeiner Form von Stress. Und das immer.
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ja ich werde beim nächsten Spaziergang definitv verstärkt darauf achten, Milla mehr Sicherheit zu geben und häufiger splitten und Theo auch mal abblocken, wenn es zu wüst wird. Ich denke, wenn ich ihm das erkläre versteht mein Kumpel auch die Notwendigkeit und macht da mit.
Je häufiger ich das Video sehe desto mehr fällt mir das auch auf, auf dem Spaziergang ist mir das tatsächlich gar nicht so bewusst gewesen. -
ja ich werde beim nächsten Spaziergang definitv verstärkt darauf achten, Milla mehr Sicherheit zu geben und häufiger splitten und Theo auch mal abblocken, wenn es zu wüst wird. Ich denke, wenn ich ihm das erkläre versteht mein Kumpel auch die Notwendigkeit und macht da mit.
Der Besitzer von Theo sollte sich auch wirklich mehr Gedanken machen und sich mit sinnvoller Erziehungsarbeit auch außerhalb der Hundeschule beschäftigen. Einen verspielten Junghund muss der HALTER bremsen und korrigieren, wenn er andere Hunde immer wieder bedrängt. Das ist nicht Aufgabe anderer Halter. Der Welpe/Junghund muss lernen, dass nicht überall Welpenspielstunde ist und bis er die Zeichen seines hündischen Gegenübers richtig deuten kann (das dauert viele viele Monate!!), muss Halter ein achtsames Auge auf ihn haben und gegebenenfalls immer wieder eingreifen. Achtet man da nicht von Anfang an darauf, hat man irgendwann einen jungen Hund der sich auf jeden anderen stürzt, um zu spielen/raufen. Gerade Rüden haben daran sehr viel Spaß. Allerdings gibt es recht ungnädige Vertreter, die dann auch recht schnell zuschnappen und zwar richtig, wenn sie genervt sind. Das sind keine ungefährlichen Situationen ... Deine Milla ist friedfertig, zeigt keine Aggressionen - aber es gibt "da draußen" ganz andere Hunde, die kurzen Prozess machen, mit einem übermütigen Nerv.
Und gar nicht mehr lustig ist Theos Verhalten, wenn er erstmal älter ist - in die Flegelphase kommt, die bis zum dritten Lebensjahr andauern kann. Hat er nicht rechtzeitig gelernt, auf seinen Halter auch im Freilauf zu hören und sich anderen Hunden gegenüber anständig zu benehmen - endet er zwangsweise immer an der Leine und man kann ihn nirgends mehr frei laufen lassen. Auch nicht schön ... und der Zirkus den man dann an der Leine hat, der ist wirklich nervig.
Also - von Klein auf Erziehungsarbeit leisten, verschiedenste soziale Kontakte fördern und mit Argusaugen bewachen, wenn man seinen Hund oft im Freilauf und Hundekontakte zulassen will. Ja, das ist anstrengend und kostet in den ersten beiden Lebensjahren viel Zeit und Geduld - aber dann hat man irgendwann auch Ruhe und einen angenehmen gut sozialisierten Begleiter, der einem keine Schande macht ... ;-) und vor dem kein anderer Hund Angst haben muss.
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