• Komme ja aus der sozialen Arbeit - Bindung ist schon ne wichtige Sache.
    Ist halt nur eben die Frage wie man das gestaltet.

    Der Trainer macht Spotlanding und das ist seiner Meinung nach super zum Beziehungsaufbau.
    Aber Spotlanding kommt für Linus eh nicht in Frage - ist ja nun erst 4 Monate alt.

    Ich möchte zu meinem Hund eine sichere Bindung - die auf Vertrauen basiert.
    Er soll sich sicher sein, dass ich ihn nicht im Stich lasse und ich ihn bei Gefahren verteidige.
    Das hatte ich bei meinem alten Hund (der nur aus Misstrauen bestand) in 3 Jahren erreicht.

    Da das Spotlanding für uns nicht in Frage kommt und ich den Hund soweit auch selber gut erziehen kann, ist die HuSchu für mich eben der Ort wo ich mit Linus nochmal gezielt an Hundekontakten ect üben kann und dann später die BH Prüfung zu machen.

    Ich schätze mich auch als sehr reflektieren Menschen ein, der nicht 1 zu 1 übernimmt was ein Trainer einem erzählt ohne darüber nachzudenken. Daher denke ich, kann ich auch ruhigen Gewissens in dieser HuSchu bleiben.

    Das mit der Bindung hatte mich nun einfach nur irritiert, weil eben für mich eine "gute Bindung" anders aussieht.

  • Bei uns ist es so, daß Till durchaus in Ruhe schnüffeln und toben geht. Trotzdem bekommt er immer noch mit was ich tue. Sind wir lange an einem Platz "dockt" er zwischen durch immer mal wieder bei mir an. Ob er mich dabei kontrolliert? Ich habe nicht das Gefühl. Er zeigt keine Stress Symptome und es wirkt auf mich wie ein kurzes Hallo sagen.
    Wenn ich weiter gehen möchte und er tobt rufe ich ihn entweder ab oder aber, und so läuft es meistens, gehe langsam weiter ohne etwas zu sagen. Zu 95% bekommt er das von alleine mit bevor ich mich wirklich entfernt habe und kommt nach. In den anderen 5% mache ich kurz auf mich aufmerksam und er kommt mit. Allerdings würde ich nie ganz weggehen ohne ihm "bescheid zu sagen" oder mich versecken. Mir ist es wichtig, daß Till sich in Ruhe auf das einlassen kann was er tut; ohne Angst haben zu müssen, daß ich plötzlich verschwunden bin und ich keinen Hund möchte der sich draußen auf nichts konzentrieren kann, weil er ständig schauen muß ob ich noch da bin.
    Binding bedeutet in dieser Beziehung für mich, daß der Hund schon schaut wo ich bin, seinen Radius selbständig einhält, aber auch das Vertrauen hat das Mensch nicht einfach verschwindet.

    LG

    Franziska mit Till

  • @Maus1970 Bei uns ist das ähnlich, ich finde es total schön. Lotte schnüffelt, spielt mit anderen Hunden, schaut zwischendurch kurz vorbei (beide sehen, das alles o.k. ist). Sie kommt auch, um Schutz zu suchen oder um etwas zu zeigen bzw zu fragen (vorhin z. B. ein ausgestopfter Marder bei einem Jäger). Und "natürlich" kommt sie, wenn ich sie rufe oder gehe. Perfekt

  • Für mich ist Bindung vor allem die Gewissheit, dass man sich auf sich verlassen kann. Das geht auch, wenn der Hund seine Freiheiten haben darf. Luna hat einen riesigen Radius von 50 m und hat (bis Lise einzog :hust: ) wunderbar gehört. Das ist für mich Bindung: Sie hatte alle Freiheiten der Welt, war aber da, wenn's drauf ankam.

  • Der Hund vom Trainer (ca . 4 Jahre alt) interessierte sich nicht für die Hunde sondern war nur damit beschäftigt den Trainer "anzuhimmeln".


    Das klingt für mich nicht unbedingt nach starker "Bindung".

    Ein Hund, der eine (sehr) gute Bindung zu seinem Menschen hat, braucht den doch nicht durchgehend anhimmeln, der kann sich auch anderweitig beschäftigen, behält dabei aber seinen Menschen immer noch irgendwo im Auge.
    Das "Anhimmeln" ist meist eher positiv aufgebautes Verhalten (sprich konditioniertes, erlerntes Verhalten) das mit hündischer Bindung wenig zu tun hat.

    Nicht falsch verstehen, der Hund kann ja trotzdem eine klasse Bindung zu seinem Herrchen haben, aber das, was er als Indiz dafür sieht, sehe ich anders.

  • Hallo, für mich sieht das eher nach Kontrollzwang statt nach Bindung aus. Maybe hatte auch einen sehr starken Kontrollzwang. Sie konnte keine Sekunde entspannen, da sie immer aufpassen musste was ich mache und ob ich alleine klar komme. Ich fand das anfangs auch toll und dachte sie hätte eine super Bindung zu mir. Sie hatte im Wald immer einen sehr kleinen Radius um mich herum. Sie konnte nicht in Ruhe schnüffeln oder toben.
    Vor ein paar Wochen habe ich einen Trainer bzgl. unseres Pöbelproblems aufgesucht. Der hat mir dann verdeutlicht, dass wir keine gute Bindung haben, sondern das Maybe sehr gestresst ist, da sie nur auf mich aufpasst und mich kontrolliert.
    Nachdem wir viel daran gearbeitet haben, ist es nun besser und wir haben eine viel stärke Bindung bekommen. Sie ist jetzt viel entspannter und guckt nicht immer nach mir. Früher ist sie beim Toben mit anderen Hunden zwischendurch auch immer zu mir gekommen und hat nach mir geschaut. Ich finde das nicht gut...
    Ich hoffe du verstehst wie ich das meine ;-)
    LG Tanja

    Wahrscheinlich sprengt das den Thread ... falls ja ignoriert bitte meine Frage, mich würde aber interessieren, wie Du, Tanja ( @smilietanja) daran gearbeitet hast?

    Generell interessiert mich natürlich, wie man eine gesunde, starke Bindung aufbaut/trainiert

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