• Hallo Treibsel,

    ich glaube deine Einstellung passt soweit ganz gut. Linus ist ja nicht dein erster Hund. Ich denke du kannst da ja schon auch auf einige Erfahrung zurückgreifen.

    Ich persönlich betrachte nicht alles, was die Trainer sagen als "Offenbarung" oder "Religion", wenn ich das mal so sagen darf. ;) Ich denke, man wird keine Hundeschule finden, die einem 1000%ig zusagt. Als Hundehalter sollte man schon immer hinterfragen, was in der Hundeschule so "gelehrt" wird.

    Wie du weißt, bin ich ja seit über einem Jahr bei der Hundeschule, bei der du zu Anfang auch mit Linus warst. Trotz Unterwerfung, Schnauzengriff, etc. Diese Methoden sind eben nichts für mich und das weiß die Trainerin auch. Einen zwingen, diese Methoden anzuwenden, tut sie ja nicht und sie akzeptiert es auch, wenn jemand das nicht möchte. Vor Kurzem meinte sie zu mir, dass bei Newton die Schleppleine nun auch ans Halsband könnte. Ich sagte, das sei mir zu gefährlich und gut war's.

    Nimm einfach das von dem Trainer an, was dir sinnvoll und richtig erscheint und das wo du dir denkst "Häh, was "labert" der?" ;) kannst du getrost wieder vergessen. Man ist ja oft wegen konkreter Tipps und Anregungen in der Hundeschule und nicht, um sich zu einer bestimmten "Religion" konvertieren zu lassen. So ist es zumindest bei mir.

    Liebe Grüße,
    Rafaela

    P.S.: Linus ist schon vier Monate? Wie die Zeit vergeht... ;)

  • Huhu Rafi

    Ja, schon 4 Monate.... Echt der Wahnsinn!

    Ja, ich hab Erfahrung.
    Aber Benji war halt ein "Problemhund" der sein Leben lang erfahren hat, dass Menschen Ar***l*** sind und ihm Schmerzen zufügen.
    Da ist das Arbeiten mit Hund ja auch nochmal etwas ganz anderes als mit so einem "unverdorbenem" Welpen.

    Da ich mir zwar recht sicher war, dass ich mit meiner Ansicht nicht falsch liege, ich aber dennoch nicht unfehlbar bin, dachte ich halt, ich frag hier mal nach, wie andere Leute das sehen.
    Man lernt ja nie aus :)

    Dass der Hund des Trainers z.B: im "Arbeitsmodus" war, hatte ich bei meiner Beobachtung nicht bedacht - das war also auch schon ein ganz interessanter Hinweis hier.

    Liebe Grüße
    Treibsel

  • Ich kann da zu den Antworten wenig hinzufügen, kann mich im Großen und Ganzen nur anschließen.

    Was ich noch einwerfen mag: es gibt Hunde, die sind einfach so. Ohne dass man da groß was an "Bindung" oder weiß der Geier hätte tun müssen und ohne, dass man das in dem Extrem auch nur will. Meine Smilla ist ein recht typischer Sheltie, die findet erst mal mich und Zusammenarbeit mit mir interessant und dann irgendwann vielleicht mal was anderes. Die ist reserviert gegenüber Fremden und findet mich grundsätzlich immer toller als was-auch-immer. Auch als Junghund schon (die fand es nie lustiger, mit anderen Junghunden zu toben, als mit mir zu üben, nicht meine Schuld...). Das ist erst mal keine Bindung und nicht forciert, das ist ihr Wesen. Grisu ist da anders und Lucy sowieso, also an mir kann es nicht ausschließlich liegen.

    Und klar, da kann man sich auch aufs hohe Ross setzen, was man alles tolles in "Bindungsarbeit" investiert hat, manche Hunde kommen aber einfach so zur Welt... Und andere kriegt man dann über "Spielie besonders hypen" oder "Spaß nur mit Mensch"... Aber wie gesagt, das kann ein Hund auch einfach selbst mitbringen.

    Und auf der anderen Seite gibt es massig Hunde, die haben zwar eine tolle Bindung, sind aber wesentlich "außenfokussierter", selbständiger, finden Fremde (Hunde) toll, haben Jagdtrieb... Da hat man es viel, viel schwerer, den Hund in entsprechenden Situationen mit der Aufmerksamkeit bei sich zu halten.

    Was ich wirklich wichtig finde ist, gemeinsam viel erleben, erarbeiten, Sicherheit geben, Aufgaben meistern, Freude an der Zusammenarbeit wecken... Wie viel Interesse der Hund darüber hinaus noch an anderen Reizen/Lebewesen hat, hat für mich wesentlich mehr mit Charakter als mit Bindung zu tun

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