Für die Leseratten- Der Bücherthread

  • Kennt ihr Bücher mit anspruchsvoller Sprache? Ich liebe es mich durch wunderschöne geschlungene intelligente Sätze zu lesen :)

    Hanns-Josef Ortheil kann ich da empfehlen
    z.B.
    "Die Erfindung des Lebens"

    Deborah Feldmann
    Unorthodox (habe ich schon empfohlen)

    Vieles von Jane Austen, z.B. Emma

    Goethe, Brecht, Böll, Remarque, Büchner, Pablo Neruda, Fernando Pessoa
    (Das Buch der Unruhe), Kleist, Alexander Döblin...
    Ach, es gibt sie massug.
    Du wirst sicher fündig.

    LG, Friederike

  • Kennt ihr Bücher mit anspruchsvoller Sprache? Ich liebe es mich durch wunderschöne geschlungene intelligente Sätze zu lesen :)

    Javier Marias, Mein Herz so weiss.

    Das fand ich sehr besonders und fiel mir eben ein.

  • Kennt ihr Bücher mit anspruchsvoller Sprache? Ich liebe es mich durch wunderschöne geschlungene intelligente Sätze zu lesen :)

    Da musst Du bei den "Klassikern" suchen: Goethe, Thomas Mann, Grass ...
    Halt die Autoren, die auf Grund der Qualität immer noch aufgelegt werden, nicht wegen des schnellen Umsatzes und irgendwelcher Bestsellerlisten auf den Markt geschmissen werden.

    Bücher, die langsames Lesen erfordern, sind bei Generation SMS und Twitter halt nur noch schwer an den Mann resp. an die Frau zu bekommen. :smile:

    Vieles von Jane Austen, z.B. Emma

    Übersetzungen sind da eher raus, da es von der Qualität der Übersetzung abhängt, die sehr unterschiedlich sein kann.

  • Bücher, die langsames Lesen erfordern, sind bei Generation SMS und Twitter halt nur noch schwer an den Mann resp. an die Frau zu bekommen.

    Ja.
    Danke an die Verlage, die das noch alles lieferbar halten.

    Übersetzungen sind da eher raus, da es von der Qualität der Übersetzung abhängt, die sehr unterschiedlich sein kann.

    Weiß ich nun nicht - es entgingen einem doch tolle Sachen. Klar, die Qualität ist sehr unterschiedlich- aber welcher Leser, der es im Original nicht lesen kann (ich zB), will das beurteilen?
    Und liest deshalb Updike, Richard Ford, Nicolson Baker, Stewart O`Nan und Co nicht?
    Tolle Autoren (fielen mir jetzt so ein, gibt ja ne Menge, auch in Frankreich, Italien und so weiter).

    Es muss fesseln und gefallen. Ist die Übersetzung angeblich blöd, kann ich das nicht beurteilen.

  • Ich finde manche Klassiker gnadenlos überbewertet. Viele sind einfach völlig verstaubt, das rettet auch die Sprache nicht. Womit man die Kinder z.B. seit Generationen in der Schule quält, ist einfach schrecklich.

    Danke :rollsmile:

    Ganz ehrlich, einige Klassiker haben doch nur eine "anspruchsvolle" Sprache, weil sie halt schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben. Der Werther war zu seiner Zeit zum Beispiel auch eher eine leichte Lektüre und kein anspruchsvolles Werk für Gelehrte. Die meisten Autoren aus dieser Sparte werden auch nicht wegen der Qualität, sondern wegen ihrem Klassikerstatus aufgelegt.

    Ich finde es immer wieder schön, wenn man bei anspruchsvollen Titeln zeitgenössische Literatur nennt. Und die Generation X, Y, Z wird häufig unterschätzt. Übrigens: Gerne ist es die Generation 50/60+, die die ganzen historischen Schinken und Nackenbeißer liest ;) Und die meisten Leser hier, die die ganzen Thriller und Krimis lesen - und das gehört nun wirklich auch nicht zu "anspruchsvoller" Literatur - sind ja auch nicht grad junge Küken. Und es ist ja auch nichts verkehrt daran, hauptsächlich Unterhaltung zu konsumieren. Aber macht das doch bitte nicht am Alter fest!
    Während meines Erachtens der Jugendbuchmarkt übrigens einiges an anspruchsvollen Titeln zu bieten hat, wenn man mal über den Tellerrand guckt. Vielleicht nicht sprachlich, aber inhaltlich definitiv.

    (Ja, mich kotzt dieses "Die Jugend von heute liest nur noch Schund" und "Nur die Klassiker sind wirklich gut" ziemlich an. Diskussionen, die in jeder Generation neu geführt werden, und eigentlich sollte man meinen, so langsam wäre es durchgesickert, dass man das Bedürfnis nach Qualität und Anspruch nicht am Alter festmachen kann, und dass die Qualität eines Buches auch nicht davon abhängt, ob sein Autor schon seit Jahren unter der Erde liegt...)

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