Für die Leseratten- Der Bücherthread
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Sternenwolf -
5. Juli 2015 um 17:25 -
Geschlossen
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Ja, mich kotzt dieses "Die Jugend von heute liest nur noch Schund" und "Nur die Klassiker sind wirklich gut" ziemlich an.
Och, diese Diskussion führen wir hier doch gar nicht, was uA den Thread so angenehm macht.
Es gibt sagenhafte, unvergessliche Klassiker und ganz viel verstaubten Quark unter ihnen.
Was man da mag und toll findet oder fand, ist so individuell wie jede Lektüre.
Darauf können wir uns doch verständigen, oder?
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Hi,
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Toller Beitrag.
'Nackenbeißer' ist ein tolles Wort dafür. Es ist einfach schade- ich kenne etliche, die in der Schule mit dem 'Taugenichts', 'Effi Briest' dem 'Werther' und wie sie alle heißen gequält wurden und aus diesem Grund jegliches Interesse an der Literatur verloren. Leider.Vielleicht sollte man erstmal definieren, was für einen selbst anspruchsvolle Sprache bedeutet. Für mich ist ein Buch nicht anspruchsvoll oder von schöner Sprache, wenn es nur möglichst gestelzt und mit verschachtelten Sätzen daher kommt. Oder schön viele altertümliche Begriffe verwendet. Für mich ist ein Buch in schöner Sprache geschrieben, wenn der Autor es vermag, mit seinen Sätzen Bilder zu malen. Die deutsche Sprache hat wirklich viel zu bieten, aber dafür muss man wirklich kein Jahrhundert zurückgehen.
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Es gibt sagenhafte, unvergessliche Klassiker und ganz viel verstaubten Quark unter ihnen.
Was man da mag und toll findet oder fand, ist so individuell wie jede Lektüre.
Darauf können wir uns doch verständigen, oder?Ja, darauf können wir uns einigen. Ganz ohne Generationen-Klopperei und Klassiker-Hochgejubel

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Die deutsche Sprache hat wirklich viel zu bieten, aber dafür muss man wirklich kein Jahrhundert zurückgehen.
Aber man kann
.Was Lese- Unlust durch schlechten Deutschunterricht (oft liegts eher an der Vermittlung als am Text) angeht, stimme ich zu.
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Ich finde es bei Klassikern tatsächlich schwierig, mich in deren Lebenswelt einzufinden. Es ist einfach eine andere Zeit, die man erstmal transferieren muss. Was interessant sein kann, aber ehrlich gesagt habe ich in der ganzen Schulzeit keinen Klassiker gelesen, der mich mitgerissen hat oder den ich freiwillig nochmal lesen würde. Da hat weder der Sprachstil noch der Inhalt es geschafft, mich für sich zu gewinnen.
Oder ich hab einfach die falschen Klassiker gelesen
Auf freiwilliger Basis fand ich Hesses Demian ziemlich gut, und da will ich endlich auch mal seine anderen Werke lesen. Kafka würde ich auch freiwillig lesen, einfach weil er anders ist. Aber sonst... die meisten Klassiker, die ich mir so geholt habe (und noch darauf warten, gelesen zu werden), sind eher aus einem "Muss ich mal gelesen haben, weil Klassiker"-Gefühl heraus eingezogen, weniger aus tatsächlichem Interesse. -
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Am schlechten Deutschunterricht lag es, dass ich ein paar Jahre lang den Spaß an Märchen verlor. Die sogenannten Klassiker habe ich aber privat zu lesen versucht- aber alles, von Goethe bis Eichendorff inklusive Shakespeare sorgte dafür, dass ich mit dem Kopf auf die Tischkante knallte.
Was für Klassiker sind denn so großartig, dass man sie gelesen haben muss?
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Ich hatte Glück mit den Lehrern, und auch in meiner Familie gab es Menschen, die mich sanft mal in die eine oder andere Klassiker- Ecke geschubst haben- und eben auch darüber gesprochen und diskutiert.
"Muss man mal gelesen haben"... ist mMn Blödsinn.
Lektüre und "Muss" passt nicht zusammen.
Was für Klassiker sind denn so großartig, dass man sie gelesen haben muss?
Siehe oben...

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Nun, ich habe als allererstes zeitgenössische Literatur genannt, weil ich das auch wichtig finde.
Wenn es um schöne verschachtelte Sätze geht, lohnen sich auch die "Klassiker" sehr.
Dann eben sind jene Sätze Unterhaltung und Vergnügen.
Klar, kann man ohne Klassiker zu lesen prima leben, aber auch mit.
Gottfried Seume und der "Spaziergang nach Syrakus" oder Henry David Thoreau "Walden" sind gute Unterhaltung.
Auch Roal Dahl -nicht so "alt"-schreibt toll aus meiner Sicht und den Satzbau von Patricia Highsmith mag ich auch.
Michael Ende, Umberto Eco, Bemann (Stein und Flöte) sind sprachlich virtuos.
Natürlich ist das alles auch Geschmachssache.
Schon mal Leif Randt -sehr zeitgenössisch- gelesen?Ich bin ein Sprachfreak und gebe das so weiter.
Sicher kann das nerven und ich bitte schon mal um Entschuldigung.
Sprache beeinflusst unserer Denken und Handeln sehr und wenn die Sprache nicht mehr anspruchsvoll sein darf wird es unser Denken und Handeln auch nicht mehr sein.
"Leichte Sprache" ist gut und sinnvoll und sehr begrüßenswert, wenn es um den Austausch von Information geht.LG, Friederike
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wir haben in der Schule Berthold Brecht gehabt. Die Dreigroschenoper und Der gute Mensch von Sezuan. Ersteres fand ich fürchterlich. Der gute Mensch von Sezuan gefiel mir inhaltstechnisch sehr gut.
Also meine Klassikerliste ist bisher Folgende:
Wer die Nachtigall stört (auch nicht altmodisch geschrieben!)
Der scharlachrote Buchstabe
Jekyll & Hyde
Der Fänger im Roggen
Der Name der Rose
Die Schatzinsel
Der Herr der Fliegen
2-3 Bücher von Jules Verne (Reise zum Mittelpunkt, 20.000 Meilen vor allem)
Psycho
Unten am Fluss (ist das eigentlich schon n Klassiker?)
Moby Dick
Die unendliche Geschichte
Bücher von Agatha Christie sowie Sherlock Holmes
1984Ist bisher so meine Liste, von der ich finde, dass ich sie als Klassiker unbedingt mal gelesen haben muss. Sind aber glaub ich im Allgemeinen nicht unbedingt die anspruchsvollsten Werke. Dennoch Klassiker

Ganz anspruchsvolle Werke a la Goethe und Shakespeare und so sind keine dabei. Und so gern ich mich auch belesener und klüger fühlen würde, wenn ich davon was lesen würde, weiß ich, dass ich mit deren Stil so absolut gar nichts anfangen kann. Daher bleiben die mir fern und ich werde dahingehend wohl auch ungebildet bleiben

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Mag ich sehr gerne deine Liste. Die unendliche Geschichte wird noch auf dem Sterbebett eines meiner Lieblinge sein. Also einiges davon mag ich. Aber 'der Fänger im Roggen' war wohl das schlimmste Buch meines Lebens.
... nachher hab ich dann erfahren, dass diverse Selbstmörder der Geschichte ein Exemplar davon dabei hatten. Zufall?
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