Für die Leseratten- Der Bücherthread

  • Ich habe jetzt "Greenwash Inc" von Karl Wolfgang Flender fertig. Stand mal als ein Buch auf der Leserunde zur Auswahl.
    Hat sich echt gut gelesen - in der Zusammenfassung. Vom Buch selber bin ich eeher enttäuscht. Habe auch ewig gebraucht, es zu beenden und stattdessen zwischendrin 3 andere Bücher gelesen. Für mich war es eine Aneinanderrihung von Vorurteilen - auch wenn vieles sicherlich wahr ist. Die Hauptfigur war mir von Anfang unsympathisch... und das Ende fand ich total bekoppt.

    Naja... da freut man sich auf das nächste. :roll:


    ZU Jodie Picoult:
    Ich habe "19 Minuten" gelsen und fand es sehr gut. Ein schwieriges und komplexes Thema. Und sie schafft es, es in der Komplexität darzustellen - ohne belehrend zu sein. Und das Ende hat mich dann doch überrascht. Wird sicherlich nicht mein letztes von ihr gewesen sein.

  • Keine Jodi Picoult mehr für mich, bitte. :pfeif:
    Mir war's einfach zu viel tränennasses Kissen.

    So, ich habe jetzt schnell einen Thriller eingeschoben gehabt, 'Todesfrist' von Andreas Gruber. War wirklich nicht schlecht, ich werde den Rest der Reihe wohl auch noch lesen. Ich mochte die Protagonisten und die Story. Solide, würde ich sagen. Kann man gut zwischendurch lesen, sprachlich halt naja- aber von nem Thriller erwarte ich auch nicht, Weltliteratur zu sein. Und jetzt? Ich schwanke. Jetzt geht es wieder an etwas ernsthafteres ohne Thriller.

  • Ich bin ja bekennender Jodi Picoult-Fan und habe alles von ihr gelesen, bis auf zwei oder drei der neueren Bücher, die werde ich mir aber sicher noch holen. Für mich hat sie einen großartigen Schreibstil, schreibt reflektiert, die Story wird immer aus mehreren Perspektiven erzählt. Meist kommt irgendwas irgendwann im Buch vor Gericht, was aber auch spannend beschrieben wird. Meiner Meinung nach eine der besten Autoren überhaupt und mit Brent Weeks die Einzige, von der ich blind alles kaufe.

  • Ich bin fertig mit „Das Joshua-Profil“. Ein recht guter Thriller... zwischendurch fand ich es wieder zu abgedreht... nicht zu krass, aber irgendwie drüber... kann ich schlecht erklären. Komische Wendungen.
    Aber das hatte ich bisher bei allen Fitzek-Büchern.

    Jetzt lese ich ne Wühltisch-Schnulze für zwischendurch: „Weit wie der Himmel“.
    Die hübsche Tierärztin geht auf die große Reise; Pferderanch in Amerika ist das Ziel. Sie lässt den neuen Freund zurück und trifft auf der Ranch einen verwegenen, coolen Cowboy... Stinkt förmlich nach Klischee. :ugly: Aber ich habe Bock auf die Pferderanch-Atmosphäre. Vielleicht ist es ja ganz nett... xD

  • Dieser Denis Scheck ist ja cool. :lol:
    Sympathisches Kerlchen. Ich kann mir nur kaum vorstellen, dass er all die rezensierten Bücher wirklich selbst liest. Allein Belletristik wären mindestens 10 Bücher im Monat. Und da sind die ganzen Empfehlungen nicht mal mit drin. Schläft der nie?

  • Dieser Denis Scheck ist ja cool. :lol:
    Sympathisches Kerlchen. Ich kann mir nur kaum vorstellen, dass er all die rezensierten Bücher wirklich selbst liest. Allein Belletristik wären mindestens 10 Bücher im Monat. Und da sind die ganzen Empfehlungen nicht mal mit drin. Schläft der nie?

    Dem traue ich das zu. Bei den Büchern, die er in die Wanne wirft, wird er wohl anfangen, querlesen und so sein Urteil finden. Was er gut findet, hat er mMn komplett gelesen.

    Schon traurig, das ist derzeit die einzige Sendung im Öffi- TV, welche sich um Bücher dreht.
    Ok, Kulturzeit in 3sat, aber da geht es ja oft auch und zurecht um die anderen Künste.

    Irgendwo im ZDF gibts noch so einen Büchertalk, den habe ich nur einmal geschaut, da saßen viele mir unsympathische Menschen drin (Maxim Biller zb; auch schon wieder weg), da hab ich dann nicht mehr eingeschaltet.

    Ja, ich weiß, die Mediatheken..ich gucke einfach ungern am PC.

  • Mediatheken und so guck ich aber auch furchtbar ungern. Auf was ich nicht verzichten mag, ist so ein Timeshift-Receiver, bei dem man Sendungen aufnehmen, pausieren, zurück- oder vorspulen kann. Tolles Teil :herzen1:

    ... aber total OT, sorry :-D

  • Ich hab das jetzt als Podcast abonniert. So verpasse ich garantiert keine Folge.

    Nun gut, ich stimme nicht in Allem mit ihm überein- er ist für manche Bücher auch einfach nicht die Zielgruppe. Ich bezweifle z.B., dass Kerstin Gier für Leser wie ihn schreibt. Buchgeschmack ist eben subjektiv. Ich kann es aber nachvollziehen, dass einem, je mehr man anständiges Zeug liest, schnell alles andere stumpf vorkommt. Ich merke das auch- wenn ich ein Buch lese, das wirklich gut und auch von wundervoller Sprache ist und danach eines, das- sagen wir mal- dem typischen Einheitsbrei entspricht, ist das wie gegen eine Wand laufen. Irgendwann hat man einfach keinen Bock mehr drauf und ist gelangweilt. Aber es steht halt nicht jeder auf diese Art anspruchsvolle Literatur. Meine Freundin zum Beispiel steht auf dieses Splatterzeugs und meinte, dass sie alle Empfehlungen von ihm total öde findet. Da machste nix.
    Er hat mich aber tatsächlich auf etwas aufmerksam gemacht, an dem ich immer vorbeigegangen bin. Und zwar die Elena Ferrante Romane. Ich dachte, die seien eben dieser typische Kitschsäuselkram. Aufgrund der Cover hätte ich nie einen zweiten Blick riskiert- aber jetzt setze ich mir den ersten Teil auf die Liste.

  • Und zwar die Elena Ferrante Romane.

    Kitschsäuselkram nicht, aber total überschätzt meiner Meinung nach.
    Die waren ein Aufreger im "Feuilleton", da sich hinter dem Autorennamen ein Pseudonym verbarg...an und für sich natürlich schnurzpiepe, aber daran haben sich die Kritiker in Deutschland teilweise wochenlang aufgehängt...ein Autorenpaar, oha, es outete sich dann irgendwann... :roll:
    Was für ein Getue. Ich habe Band 1 gelesen- schon ganz ok, aber diese Nummer hat mir jede Lust genommen.

    Ich merke das auch- wenn ich ein Buch lese, das wirklich gut und auch von wundervoller Sprache ist und danach eines, das- sagen wir mal- dem typischen Einheitsbrei entspricht, ist das wie gegen eine Wand laufen.

    Das geht mir genau so. Nach "Die Farbe von Milch" tu ich mich wirklich schwer.
    Leider entpuppte sich mein Ablenkungsbuch dann als totaler Mist, ich habs weggelegt.
    Fragt mich nicht nach dem Titel, Zeitverschwendung löscht mein Lesehirn sofort.

  • Du sagst es schon- ob das jetzt ein Pseudonym war oder nicht ist piepe. Und mich hätte wohl auch das Getue der Kritiker aufgeregt, aber das ändert ja nichts am Buch an sich. Wenn es interessant und gut geschrieben ist, dann können sich die Kritiker gerne das Maul zerreißen. Manche von denen haben eh den Schuß nicht gehört. Ich werd wohl aufs Taschenbuch warten und mir dann meine eigene Meinung bilden.

    Bei der 'Farbe von Milch' habe ich mir jetzt mal die Leseprobe angeschaut, das ist sprachlich schon eigenwillig, oder? Klingt ein bißchen nach Grundschulkind- lange Sätze ohne Komma, viel 'und dann und dann' und auf betont einfach gemacht. Soll das so ein, weil es dann authentischer wirkt?

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