Wie barfe ich den allergischen Hund?

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    Ein Moin aus dem Norden,


    da meine Smilla unter massiven Allergien leidet, sind wir bei der Fütterung recht eingeschränkt. Im Moment gibt es mangels Gefrierschrank hochwertiges Dosenfutter mit Gemüsezusätzen, die teils gekocht und teils roh und püriert serviert werden (natürlich nicht am selben Tag). Bislang sehe ich keinen Unterschied bei der Verwertung des Gemüses, wobei sie die gekochte Variante lieber frisst.
    Nun soll jedoch Philipp, unser neuer Gebraucht-Gefrierschrank, hier einziehen, weshalb ich erneut vor der Frage der Rohfütterung stehe.


    Smilla verträgt:
    Hirsch, Reh, (Känguru wird in diesem Monat getestet), Fisch (Lachs, Hering, Sprotten, vermutlich alles)


    Unsicher, ob Smilla das verträgt:
    Ziege, Fasan, Schaf, Kaninchen


    Smilla verträgt eingeschränkt:
    Pferd (Blähungen, sämiger Kot), Wasserbüffel (siehe Pferd), Hüttenkäse (wahre Kotgebirge), Ei (Blähungen, Kotgebirge)


    Smilla verträgt nicht:
    Rind, Lamm, Huhn, Pute, Getreide, Gluten, Eisbergsalat



    Im Moment bekommt sie 400 Gramm Dose, 200 Gramm Obst und Gemüse, Kartoffeln, Öl, Kräuter und Algenzusatz plus wöchentlich zwei kleine Hirschknochen und Trockenfutter als Leckerlis. Das Ganze kostet 65-80 Euro im Monat, weshalb es sehr schön wäre, wenn die Rohfütterung weniger verschlingen würde.


    Nun würde ich gern wissen, wie ich Smilla ausgewogen ernähren kann, da ich keinen Pansen und keinen Blättermagen füttern kann.
    Sie benötigt täglich 300 Gramm Tierisches, davon sind circa 110 Gramm Blättermagen/Pansen und 80 Gramm Innereien und Knorpel.
    Meine Vorstellungen sehen in etwa so aus:


    3x wöchentlich Hirschmuskelfleisch
    1-2x wöchentlich Wildmischung (Reh und Hirsch, nur Muskelfleisch)
    1-2x wöchentlich Känguruinnereien mit Knorpeln (300 Gramm/Tag)
    1x Fisch (hoher Fettgehalt, Filet oder ganz)
    1x Knochen (für den Calciumbedarf)
    200 Gramm Obst/Gemüse täglich, 30 Gramm Kohlenhydrate, Öl, Fett, anderen Kram


    Geht sich das so aus oder benötige ich noch etwas anderes?

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  • Wieso kannst du keinen Pansen füttern? Ruhepausen zB? Wenn du eine Quelle dafür findest doch eine guten Option.

    Liebr Grüße Jenny mit


    Australian Shepherd Collin *12.04.2008

    Dobermann Inge *28.02.2016

  • Wieso kannst du keinen Pansen füttern? Ruhepausen zB? Wenn du eine Quelle dafür findest doch eine guten Option.

    Ruhepausen? Meinst du Rinderpansen?
    Mein Hund reagiert auf Rind, deswegen geht das nicht.

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  • Wie habt ihr die Liste denn aufgebaut?
    Habt ihr eine richtige Ausschlussdiät gemacht?
    Das ausprobieren und mal schauen, ohne wirkliche Eliminationsdiät dahinter ist meist sehr unzuverlässig, weil man oftmals Wechselwirkungen und Rückstände nicht einschätzen kann.


    Leider habt ihr so ziemlich alle gängigen Fleischsorten auf dem Markt schon angetestet, sonst wäre mein Rat, erst einmal eine anständige Eliminationsdiät zu machen und darauf aufzubauen.

    LG Raphaela


    The problem is not the problem, the problem is your attitude about the problem - Cpt. Jack Sparrow

    Dolor hic tibi proderit olim. - Ovid

    Schön ist, was dem Gebrauch dient

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Kennst du eine Bezugsquelle für Rehpansen?


    Ja, wir haben eine richtige Ausschlussdiät über 7 Wochen mit Hirsch und Kartoffel gemacht. Danach andere Fleischsorten ausprobiert, wobei sofort eine Reaktion (oder eben auch nicht) aufgetreten ist. Ich kann Fehler eigentlich ausschließen.

  • Ich würde mal den ansäßigen Jäger Fragen... Oder vielleicht züchtet bei dir im Umfeld jemand dammwild? Unsere Nachbarn züchten selber, da würde für Collin auch immer mal was abfallen, er mag wild aber nicht.

    Liebr Grüße Jenny mit


    Australian Shepherd Collin *12.04.2008

    Dobermann Inge *28.02.2016

  • Ganz ehrlich, wenn du keinen Pansen bekommst, ist das doch auch kein Drama.

    Manche Freundschaften werden im Himmel beschlossen und auf Erden vollzogen.


    Manchmal ändert der Blick eines Hundes ein ganzes Menschenleben.

  • Vor Ort bekomme ich nichts, das haben wir bereits erfragt, als die Ausschlussdiät begonnen hat und wir Rohfleisch nutzen wollten. Unser Schlachter hat nur zweimal jährlich was dort - und das auch nicht immer.


    @Morrigan Also ist der Plan so in Ordnung oder soll ich irgendetwas ändern?

  • Das klingt erst mal plausibel, wobei es ja auch auf die jeweiligen Mengen ankommt.


    Wahrscheinlich schon in zig Threads zitiert, aber zum Thema Rohfütterung eignet sich als Einsteiger die BARF-Broschüre von Swanie Simon. Diese kannst Du für 5 € käuflich erwerben und man bekommt einen guten Einblick über die Bedürfnisse des Hundes und über die vielfältigen Fütterungsmöglichkeiten. Was ich daran gut finde, ist dass sie keine komplizierte Wissenschaft daraus macht und man einen einfachen Rationsplan selbst erstellen kann. Steht dieser erst mal, kann man danach ganz einfach einkaufen und je nach Saison und Angebot die Komponenten austauschen. So hat man dann die gebotene Abwechslung auf dem Speisplan und stellt sicher, dass der Hund ausgewogen ernährt wird.


    Ich füttere seit ca. 12 Monaten ausschließlich roh, weil ich auch so einen Allergiker zuhause habe und ich habe mich bislang ausschließlich an diesem Heftchen orientiert. Ich berechne die Ration pro Tag (meine bekommt 2,5% vom Köpergewicht, bei uns sind das rd. 600 g am Tag), rechne das dann auf den Monat hoch, teile in Einzelkomponenten auf (80 % tierische Bestandteile / 20% Pflanzliche, Getreide gibt es bei uns keines) und mache einmal im Monat den Froster voll. Obst und Gemüse füttere ich das, was wir auch essen. Ab und an ein Ei, Kräuter, Öle, Joghurt etc.


    Die tierischen Bestandteile werden dann wiederum unterteilt in Muskelfleisch, RFK, Innereien und Pansen. Hierzu kannst du im Heft alles genau nachlesen. Thats it!


    Der Rest kommt dann im Laufe der Zeit. Wir machen regelmäßig mal ein Blutbild um zu sehen ob dem Hund was fehlt, bislang läuft alles prima, sie hat super glänzendes Fell und weiße Zähne, müffelt nicht und verträgt alles super! Also go for it!

    Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
    Blaise Pascal

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