Ein Welpe dreht auf & beißt

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    Hallo liebe Foren-Gemeinde,



    ich wende mich an das Forum, da ich derzeit in einigen Punkten leicht verunsichert bin.



    Aber mal von Anfang an und zum (geliebten Tier):
    Wir hatten schon länger geplant uns einen Welpen zuzulegen und das auch ein Jahr später (vor knapp 2 Wochen) getan.


    Ein 8 Wochen alter Australian Shepherd Mädchen - sie wird nun also aktuell (noch) 9 Wochen alt.


    Da ich recht wibbelig bin, starken Bewegungsdrang habe (u.a. auch Joggen, Radfahren usw...) und gerne in der Natur unterwegs bin, war es für mich die optimale Wahl. Ich wollte (hobbymäßig) auch etwas Agility treiben.


    Unser derzeitiger Ablauf:
    Derzeit gehen wir zwei alle 2 Stunden raus (auch Nachts), um das Geschäft zu verrichten. Sie hat es bislang 3x nicht rechtzeitig geschafft - macht nichts, ein klares, neutrales "Nein" (wenn ich sie sehe), Hund unter den Arm, ab nach draußen und anschließend wird alles kommentarlos gereinigt (wasser-Essig-Gemisch). Also keine große Sache.


    Sofern sie nicht müde ist (manchmal möchte sie nur ihr Geschäft machen und danach direkt wieder rein), laufen wir größere Runden oder toben & tollen draußen etwas herum. Jedoch liegt genau hier meine Sorge, denn beim Tollen & Toben dreht sie teils sehr auf und dann beißt sie leider gerne mal etwas fester zu.


    Ich bin mir nicht sicher, ob sie in diesen Momente...


    ...vlt. nicht ausgelastet genug ist.
    ...vlt. zu sehr überdreht wurde.
    ...die Erziehungsmethode nicht stimmt.


    Das mit der "Beißhemmung" (ein hohes "Autsch" machen) klappt anscheinend nicht. Sie lässt einmal ab und ignoriert es die Male danach. Sie wird dann im Prinzip noch "wilder". "Nein" sagen und ihr stattdessen eines ihrer Kauspielzeuge ins Mauk zu legen/ geben hat bislang auch keinen Erfolg gezeigt.


    Schiebt man sie anseite, so schnappt sie nach einem - wobei sie oft kurz vor einem in die Luft schnappt. Anschließend wirft sie sich auf den Schoss und zwickt und beißt erneut in meine Jacke/ Pulli, Arme und Finger. Ab und zu setzt sie sich dann auch vor einen, knurrt und bellt, springt auf, läuft zurück und wirft sich wieder ins Schoss (das irritiert mich auch immer etwas), um wieder gleich zu verfahren.


    Beim Aufstehen/ Spiel unterbrechen und weggehen, hetzt sie teils hinterher und möchte hochspringen (was sie dann bei einem "Nein") unterlässt. Kommt man jedoch wieder runter zu ihr, beißt sie wieder in die Arme, Hände und schnappt ins Gesicht.


    Etwas Wirkung zeigt das ruhig auf die Seite legen und so lang liegend zu halten (entspannt und ruhig, ohne großartige Kraft) - oftmals trottet sie im Anschluss beleidigt davon oder wendet sich ab.


    Ich versuche stets einen neutralen, aber scharfen Ton beim "Nein" anzuschlagen und dabei ruhig zu bleiben. Also keine Stimme die dem Hund schon verrät, das er einen stresst oder auf die Palme bringt. Wenn sie nicht in diesem besagten "aufgedrehten" Modus ist, geht sie in aller Regel auch umgehend darauf ein.



    Sonstiges:
    Wir haben zwei Kinder (5 & 9), im ruhigen Zustand leckt sie ihnen die Finger ab und ist sehr lieb (sie zwickt die Kids eigentlich nie und freut sich an der Gegenwart der Kinder), aber wenn sie dann übermässig aufgeregt ist, macht sie dasselbe bei ihnen, wobei ich natürlich auch Angst habe, das da etwas passieren könnte. Bin zwar immer dabei - aber Tiere reagieren häufig schneller als einem lieb ist.

    Sie hat ihren Rückzugsort und wird auch stets in Ruhe gelassen wenn sie schläft.


    Es ist der erste Welpe, wir hatten in meiner Familie bislang nur adulte Tiere.Wir gehen seit dieser Woche in die Welpenschule.


    Hat jemand vielleicht Tipps oder Ratschläge oder kann mir dieses Verhalten vielleicht erörtern?
    Ich wühle mich seit Tagen durch das www., finde jedoch leider keine passende Lösung. :ka:


    Ansonsten ist sie ein tolles Mädchen. Sie lernt gerne und schnell und hat an kurzen Übungen (3 - 5 Minuten) sehr viel Freude. Grade liegt sie auch wieder entspannt auf meinen Füßen und schläft tief und fest.

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  • Kann es sein, dass ihr einfach viel zu viel mit ihr macht? Nach meinem Wissen sollte man mit so jungen Hunden nur kurz rausgehen und vor allem Ruhe lernen. Er muss alles erst verarbeiten. Auch Übungen sind in diesem Alter eigentlich überflüssig. Es kann wirklich sein, dass ihr sie überfordert.

  • Du sagst, dass sie beim rausgehen wenn sie keinen müden Eindruck macht, noch eine größere Runde spazieren geht? Wie lange ist das denn? Könnte sein, dass das schon zu viel ist uns sie deswegen überdreht.
    Als Faustregel sagt man pro Lebenswoche des Welpen 1 Minute am Stück laufen, dass wären bei dir gerade mal 9 Minuten.
    Zusätzlich würde ich das Programm fast ganz runterfahren. Dein Welpe sollte in erster Linie Ruhe halten lernen.
    Ich habe ja aktuell auch einen Welpen, der gerade einmal zwei Wochen älter ist als eurer. Hier findet außer ganz kurze Pipirunden und ganz kurze Spieleinheiten gar nichts statt und Caja schläft fast den ganzen Tag, so wie es es dem Alter sein sollte...


    Liebe Grüße Maggie

    Liebe Grüße von Maggie mit


    Charlie (*01.12.2011), Border Collie-Mix
    &
    Caja (*02.01.2015), Border Collie

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  • Huhu.
    Mich würde auch die Dauer eurer Spaziergänge interessieren und was der Welpe da so erlebt.
    Wie tobt/tollt ihr denn herum? Ich würde sie überhaupt nicht in einen so überdrehten Zustand kommen lassen. Hört auf, bevor sie so hochdreht und nicht mehr zu bändigen ist. Brecht lieber früher ab und bringt dann Ruhe in den Hund durch leichtes Festhalten, Kraulen. Das Beiseiteschieben versteht sie nicht so wie ihr es meint. Ihr berührt sie und sie versteht es als erneute Aufforderung und legt wieder los. ;)

    LG, Kathrin und Bliss

    Für immer im Herzen das Seelenhundrudel Tex, Joy und Luna

  • Allein schon das Runden drehen, wenn sie nicht müde ist, empfinde ich als zuviel. Sie ist noch ein Baby und kennt ihre Grenzen nicht - allein schon das Erkunden von fremdem Gebiet kann sie überfordern. Mal eine kurze Runde drehen ist hilfreich, aber jedesmal, wenn sie nicht müde ist, ist zuviel. Das Aufdrehen und Beißen ist ein ziemlich sicheres Anzeichen.


    Du sagst, dass du selbst sehr hibbelig bist - auch im Umgang mit ihr? Das kann Welpen zusätzlich aufdrehen. Achte mal mehr auf deine Einstellung und dein Verhalten ihr gegenüber, egal, wobei. Wenn du aufgeregt bist, überträgt sich das auf den Zwerg.


    Zum "Nein": Beherrscht sie das überhaupt? Viele neigen dazu, das "Nein" inflationär einzusetzen, während der Welpe das Kommando gar nicht begreift, weil es nicht ausreichend geübt wurde.


    Das auf die Seite legen lass mal bitte - sie ist nicht beleidigt; sie beschwichtigt und versteht nicht, was ihr wollt. Das macht euch für sie unberechenbar.


    Wenn das gequietsche "Au" nicht funktioniert, versuch mal eine andere Tonlage. Mein Zwerg fand das gequietschte "Au" als super Spielaufforderung und ist noch mehr aufgedreht. Auf ein dunkles, geknurrtes "Ey" hat er aber immer schnell reagiert. Wenn sie nach Abbruch und neuer Kontaktaufnahme wieder zuschnappt, war die Pause vielleicht etwas zu kurz.


    Die Übungen würd ich auch erstmal weglassen, lass das Baby erst einmal bei euch ankommen; in ein, zwei Wochen könnt ihr mit Übungen immer noch anfangen.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ein Welpe muss nicht "ausgelastet" werden, schon gar nicht ein so junger. Auch nicht, wenn es ein Hütitüti ist. Der braucht auch keine grösseren Runden im Feld, es gibt genug zu entdecken in der näheren Umgebung. Was er braucht ist Ruhe - die muss er notfalls lernen. Sonst überdeht er immer weiter, wie ein übermüdetes Kind.


    Geht bei den Pieselgängen wirklich nur raus zum lösen. Nachts sowieso - da würde ich den Welpen auch nicht wecken alle 2 Stunden, 1-2x rausgehen sollte locker reichen.


    Bringt allgemein mehr ruhe in den Umgang, scharfe Töne bei einem aufgedrehten Welpen lassen den erst recht im Roten drehen. Seid gelassen, bietet dem Knirps einen sicheren Ruhepol. Keine Hektik, keine Panik - Welpen "funktionieren" nicht immer wie gewünscht. Gebt ihr Ruhe und Sicherheit, nicht Action und Konfrontation. Sie ist so jung, und ihre Welt ist grad völlig aus den Fugen durch die Trennung von ihrer Familie.


    Relax and enjoy! :smile:

    Rhian - Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006

    Splash - Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010

    Emrys - Welshie-Zwärgli *27.6.2020

    Welsh Springer Spaniels Reloaded!

  • Warum kauft sich ein Hibbel Mensch einen Hibbel Hund der unbedingt lernen muss Ruhe zu lernen? Wie soll er das den selbst lernen wenn du dauernd auf 180 bist? Möchtest du irgendwann einen ausgewachsenen Aussie haben der quer beet abdreht und zwickt und knufft?


    Größere Runden sind absolut tabu. Eher noch muss der Hund lernen das er ruhig schlafen soll. Viel schlafen, viel Ruhe.


    Und nur weil du viel Sport machst musste es natürlich typischerweise ein Aussie oder Border werden... ich garantiere dir das dein Programm JEDER Hund (abgesehen evtl. von den sehr Kzrzschnäuzigen) geschafft hätte. Aber ne, man gibt sich ja nicht mit drittklassigen Sportlern zufrieden man will das beste auf den Markt weil man ja selber so weltklasse sportlich ist und dann ist man wahrscheinlich selber einfach nur überdreht und müsste selber mal lernen die Füße still zu halten..... Klasse Kombi.,..

  • Oh danke für die Antwoten.



    Alsooo, eine "große Runde" sind etwa 10 Minuten. Das ist einmal um den Block herum.


    Toben in der Regel etwa 5 Minuten - mit Spielzeug locken, Futter suchen lassen oder etwas schnelleres Laufen. Das mache ich eigentlich, da sie morgens teils schon recht wild mit ihren Beißerchen auf einen losgeht und kreuz und quer durch die ganze Bude rennt - insofern ging ich bis dato eher in die Annahme, das sie Bewegung braucht. :|


    Das ich hibbelig bin war im Sinne von Bewegung gemeint, nicht innerer Unruhe oder Ungeduld. :)


    Das "Au" wurde bereits in allen erdenklichen Tonlagen probiert. Es wirkt wie gesagt eher wie ein Anreiz weiterzumachen.

  • Warum kauft sich ein Hibbel Mensch einen Hibbel Hund der unbedingt lernen muss Ruhe zu lernen? Wie soll er das den selbst lernen wenn du dauernd auf 180 bist? Möchtest du irgendwann einen ausgewachsenen Aussie haben der quer beet abdreht und zwickt und knufft?


    Größere Runden sind absolut tabu. Eher noch muss der Hund lernen das er ruhig schlafen soll. Viel schlafen, viel Ruhe.


    Und nur weil du viel Sport machst musste es natürlich typischerweise ein Aussie oder Border werden... ich garantiere dir das dein Programm JEDER Hund (abgesehen evtl. von den sehr Kzrzschnäuzigen) geschafft hätte. Aber ne, man gibt sich ja nicht mit drittklassigen Sportlern zufrieden man will das beste auf den Markt weil man ja selber so weltklasse sportlich ist und dann ist man wahrscheinlich selber einfach nur überdreht und müsste selber mal lernen die Füße still zu halten..... Klasse Kombi.,..

    Hmm das finde ich ehrlich gesagt etwas hart.
    Vielleicht ist sie im Umgang mit dem Hund nicht hibbelig. Und Aussies sind auch nicht von Haus aus hibbelig. Das sind Welpen, wie alle anderen Hunde auch. Was man draus macht, liegt beim Halter. Ist doch gut, dass sie sich jetzt Rat sucht.


    Was @naijra sagt kann ich so nur unterschreiben. Lasst es langsam angehen. Man liest, dass ihr viel richtig machen wollt und scheinbar etwas über das Ziel hinausschießt. Schaltet einen Gang runter und lasst das Baby Baby sein. Dann kommt auch Ruhe in den Hund.

    LG, Kathrin und Bliss

    Für immer im Herzen das Seelenhundrudel Tex, Joy und Luna

  • Ich würd auch sagen, in dem alter keine grossen Runden laufen, eher mal irgendwohin sich hinsetzen und in ruhe alles ankucken und entdecken ...
    Aufzudrehen muss man nem Aussie nicht beibringen, der muss lernen was es heisst ruhe zu halten ...
    Und man sagt so schön, müde macht blöd ... Mein kleiner dreht auch mal hohl und spürt sich nimmer wenn man zu viel gemacht hat ...


    Ich hab an nem Seminar dieses Weekend ein Aussierudel gesehen ... 5 Rüden, drei davon unkastriert, verschiedenen alters, arbeiten an den Schafen aufm Hof ... kein kläffen nix ... hab noch nie so coole Aussies gesehen ... und die lernten als erstes Ruhe und erst dann den Rest ...

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