Hundeschule mit "Angsthund"?

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    Hallo zusammen,


    einige von Euch haben ja mitbekommen, dass Dago uns Sternenstaub geschickt hat. Faro, ein Border Collie aus der Tötungsstation.
    Faro ist ein sehr lieber, anhänglich und folgsamer Hund. Er lässt sich, obwohl er erst seit 12 Tagen bei uns ist, aus jeder Situation abrufen. Kurz und gut, es gibt keine großen Probleme bis auf eines.
    Faro hat Angst vor Menschen und zwar so, dass er um jeden Menschen einen großen Bogen läuft, wenn das möglich ist. Besteht diese Möglichkeit nicht, wie bsps auf der Straße, versucht er der Situation zu entkommen, in dem er zieht.Damit komme ich klar und ich bin auch der Meinung, diese Ängstlichkeit bekommen wir in den Griff, denn sie hat sich schon verbessert.


    Heute Morgen traf ich im Wald einen Mann, der sich angeblich mit Hunden bestens auskennt und dieser Mann sagte mir, ich müsse mit diesem Hund unbedingt in eine Hundeschule gehen, sonst bekäme ich die Angst nie heraus.
    Das sehe ich anders, vielleicht falsch und deshalb brauche ich mal Eure Meinung


    Ich denke, Faro bekommt großen Stress, wenn wir in die Hundeschule gehen, denn dort sind zwangsläufig viele fremden Menschen, die ihm erst mal Angst machen. D.h. mit dem Schisser könnte ich eh in der HuSchu nicht arbeiten......was soll ich da?


    Bisher mache ich es so, dass ich den Kontakt zu Menschen suche.Wir gehen mit anderen HH spazieren und nach einer kurzen Zeit nimmt Faro auch Kontakt zu den HH auf, zwar vorsichtig, aber er kommt. Ist das nicht die bessere Methode?

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  • Hab mir gerade die Fotos von Faro angeschaut ... voll toll!


    Faro ist erst kurz bei Euch und kann viel von Deinem Atti lernen. Er ist ja bereits 1 1/2 Jahre alt, d.h. hier geht es also nicht um die Grundsozialisierung eines Hundes.


    Ich würde zunächst nicht in eine Hundeschule mit ihm gehen sondern es so machen, wie Du es machst. Das finde ich ganz toll. Faro sollte ja auch bei Euch ankommen dürfen. In zwei Monaten kannst Du dann immer noch überlegen, ob eine Hundeschule für ihn das richtige sein kann, momentan würde ich damit noch warten.


    Ich wünsche Dir ganz, ganz viel Freude mit Deinen zweien!

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  • In deinem Fall ist das eine Methode, die dir sicher weiterhilft. Wahrscheinlich hat sich der nette Herr Hundeflüsterer im Wald mit seiner Reinrederei schon so viele Feinde gemacht, dass er für gezielte Kontakte in eine Hundschule müsste, weil niemand sonst mit ihm laufen will.


    Was ich aber noch anmerken wollte: Ich gehe seit kurzem in eine Trainingsgruppe, die außerhalb des Hundeschulgeländes mit ca. zwei bis vier Teilnehmern stattfindet. Meine Hündin hat(te) auch Angst vor Menschen und wenn ich von Anfang an in diese Gruppe gegangen wäre, hätte sie sicher viel schneller Fortschritte gemacht. Einfach weil alles unter professioneller Anleitung steht und nicht, wie in normalen Gassi-Gruppen, alles leicht bis schwer chaotisch und laienhaft durcheinander läuft.

  • Ich bin ganz deiner Meinung. So wie du es beschreibst wäre Faro viel zu gestresst in einer Hundeschule und rein physiologisch wahrscheinlich gar nicht in der Lage Neues aufzunehmen der Angst entgegengesetzte Erfahrungen zu machen. Es geht ja nicht darum, dass er unerzogen ist und Sitz, Platz und Bleib lernen muss, diese Sachen kommen für mich erst später.
    Wichtiger wäre mir eben, dass der Hund seine Angst verliert und ein entspannteres Leben führen kann und das trainiert man mMn am Besten im Alltag, so wie du es schon tust. Eine Vertrauensbasis aufbauen, ihn langsam an Menschen gewöhnen, gute Erfahrungen sammeln lassen, gewünschtes Verhalten belohnen, usw. Da gibt es ja auch viele Hilfsmittel, wie Zeigen&Benennen, Konditionierte Entspannung, etc... Im Zweifel würde ich mir besser einen guten Trainer suchen, derüber positive Verstärkung arbeitet und vielleicht auch Erfahrung mit Angsthunden hat.


    Bisher mache ich es so, dass ich den Kontakt zu Menschen suche.Wir gehen mit anderen HH spazieren und nach einer kurzen Zeit nimmt Faro auch Kontakt zu den HH auf, zwar vorsichtig, aber er kommt. Ist das nicht die bessere Methode


    Das ist doch schon die Antwort. Er taut auf, nimmt Kontakt auf und wird nach und nach lernen, dass ihm die fremden Menschen nichts böses wollen. Das dauert halt seine Zeit, aber ich finde, ihr seid da auf einem guten Weg!

    Liebe Grüße, Rebecca
    mit den Kurzhaarcollies Emil und Tessa

    *17.06.2016 & 19.12.2019
    Goldie-Husky Mix Bonny 01.07.2010-05.09.2019
    Katze Cleo *24.01.2015 und Chester im Herzen

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  • wenn sich das problem in solch kurzer zeit bereits verbessert hat sehe ich keinen grund warum dein hund sie nur in einer hundeschule in der griff bekommen kann. ich würde so weiterfahren wie bisher. ich finde man kann grundlegend sagen wenn eine methode zu besserungen führt sollte man diese weiterverfolgen.


    in einer guten hundeschule aber werden die individuellen ängste und sorgen der hunde beachtet. in unserer hundeschule war jeder informiert unseren hund weder in die augen zu schauen noch in unsere nähe zu kommen. das tut manchmal auch anderen hundehalter gut wenn sie erkennen dass nicht alle hunde damit umgehen können.


    betreffend der angst ist dies so eine sache, wir haben einen extremen angsthund und waren mit ihr lange in der hundeschule. der hund hatte den platz dermassen positiv belegt dass sie das normale, alltägliche angstverhalten auf dem platz nur sehr abgeschwächt zeigte. richtig beurteilen konnte die trainerin das verhalten erst bei einer privatstunde im alltäglichen umfeld.

  • Das kommt auf die Hundeschule an. Die typischen großen Gruppen würde ich sicher meiden, aber vielleicht Einzeltraining oder eine Zweiergruppe, evt.
    So wie Du das beschreibst hört sich das aber nach einer relativ normalen Ängstlichkeit an, die sich im Alltag, wenn der Hund nicht überfordert wird wahrscheinlich von alleine erledigt. Meiner Erfahrung nach machen die Hunde nach ca. 6 Wochen einen Riesensprung, nach 12 Tagen weißt du noch nichts. Nur zum Vergleich, mein Hasenfuß hat die ersten 3 Wochen nichts gefressen, bei fremden Menschen auf 100 m Entfernung geschrien und ist selbst bei einem Niesen fast ohnmächtig geworden. Für ihn war die Hundeschule anfangs zu viel und er hat fast 1 Jahr für einen neuen Versuch gebraucht. Wir sind dann in eine kleine Beschäftigungsgruppe von 2-3 Hunde gegangen, wo er einfach Spaß am lernen finden sollte und sich an die Anwesenheit fremder Menschen gewöhnen sollte. Das hat sich als genau richtig erwiesen, er geht noch immer sehr gerne in die Hundeschule, inzwischen sind auch größere Gruppen kein Problem mehr. Mit Grundkommandos habe ich erst viel viel später alleine Zuhause angefangen.


    Ich würde einfach noch etwas Zeit vergehen lassen , ihr macht das schon ganz richtig.

    Liebe Grüße Jana und Wuffel

  • meiner hat auch Angst vor Menschen..
    Was mich freut.. Wenn es ihm in der Hundeschule mit den Hunden zu viel wird, sucht er den Schutz bei Menschen. Und zwar nicht nur bei mir, sondern auch bei fremden.
    Da stand er gestern einfach zwischen 2.
    Aber ich weiß nicht ob das bei euch hilfreich ist, ich finde man muss etwas ausprobieren um sagen zu können: ja, das trifft bei meinem Hund zu, oder nein, bei meinem Hund trifft es nicht zu.
    Weißt du was ich mein?
    Pauschalisieren kann man manches meiner Meinung nach nicht

    Ich kann die Sterne am Himmel sehen, aber keiner leuchtet so hell wie ihr in meinem Herzen!
    Ihr fehlt so sehr, meine geliebte Hoppelbande


    Die Griechen Mac, Romana, Bazi und Enjo (*25.11.2013, *01.05.2014, 15.10.2015 & 16.05.2017) stellen unser Leben auf den Kopf!

  • Die Angsthündin einer Freundin von mir ist innerhalb kürzester Zeit sehr stark aufgetaut, nachdem wir uns mehrmals in kleineren Hundegruppen getroffen haben. Sie wurde nicht groß beachtet, kein Blickkontakt, kein frontales Gegenüberstehen und sie konnte sich mit anderen Hunden bewegen. Die Hundeschule am Anfang hat ihr eigentlich nichts gebracht, da war sie eher überfordert und hatte zu wenig Bewegungsfreiheit. Nach zwei Treffen durfte ich ihr ein Leckerchen geben, nach einem Monat hat sie mich das erste Mal begeistert angesprungen. :smile:
    Mit Ruby, die seit einem Jahr bei uns ist, hab ich bisher auch auf Hundeschule verzichtet. War so ein Bauchgefühl, dass ihr das zu viel ist. Ich finde, wir haben (dennoch) großartige Fortschritte gemacht. Zur Hundeschule würde ich jetzt nur, wenn ich was anderes lernen möchte als Grundkommandos.

    Jana mit Ruby (*12/2012)

  • Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich mit Faro in keine Hundeschule gehen.
    Erst mal richtig ankommen lassen, den Alltag leben, Freunde und Bekannte nach und nach kennen lernen.
    Genau so wie du es vorhast.
    Gemach, gemach.


    Eine wunderschöne Zeit euch Vieren.


    LG, Friederike




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