Unterschiedliche Maßstäbe
-
-
Hallo ihr,
mir ist heute auf der Arbeit aufgefallen, dass Nicht-Hundehalter und Hundehalter gänzlich unterschiedliche Maßstäbe an meinen Hund anlegen. Ist euch das auch schon aufgefallen?
Ich bin heute mit Newton ins Lehrerzimmer und wurde gleich nach Ankunft von einer Kollegin (Nicht-HH) wegen eines Schülers, den wir beide unterrichten, angesprochen. Dabei hat Newton mit dem Schwanz gewedelt (bzw. eher der Schwanz mit Newton) und er hat an ihren Schuhen geschnuppelt. Er war aber dabei sehr höflich und hat sie auch nicht bedrängt. Kommentar: "Der ist aber wild heute."
Etwas später: Ich komme in den Bürobereich und treffe einen anderen Kollegen (HH). Exakt das gleiche Szenario. Kommentar: "Ach, ich bewunder das immer, wie ruhig er ist."Hatte vorher noch nie darüber nachgedacht, aber jetzt wo ich es tue, fallen mir eine Vielzahl von weiteren Szenarien ein, wo es ähnlich war. Nun frage ich mich, welcher Maßstab nun wirklich anzulegen ist?! Ein Verhalten, das ein anderer HH akzeptabel findet, kann ja so durchaus von einem Nicht-HH als inakzeptabel empfunden werden. Wie handhabt ihr das?
Habe jetzt auf jeden Fall etwas "food for thought" und bin auf eure Beiträge gespannt.
Liebe Grüße,
Rafaela - Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Unterschiedliche Maßstäbe schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Ich glaube das hat weniger mit HH oder nicht-HH zu tun, sondern einfach damit, dass Menschen verschieden sind.
Den Maßstab den mensch anlegen sollte ist denke ich, dass der Hund niemanden stört und du mit seinem Verhalten zufrieden bist.
-
Nicht nur bei Hunde und Nichthundehaltern.
Mir fällt das ganz besonders bei der Wertung "lebhafter, aktiver Hund" auf.
Gegenüber Pointern sind irgendwie die meisten Hunde Schlaftabletten.
-
In meinem Umfeld und auch bei Fremden ist es eher so, dass mein Hund von Nicht-HH viel weniger streng beurteilt wird.
Selbst wenn ich beginne, meinen Hund zu korrigieren, heißt es von Nicht-HH "Ach, lassen Sie nur, ist doch nur ein Hund".
Was selten mal vorkommt ist, dass die Körpersprache meines Hundes von Nicht-HH fehlinterpretiert wird, aber darüber kann ja gesprochen werden. -
Bei mir ist es mal so und mal so.
Ich kenne HH, die finden Henrys Erziehungsstand suuuper ganz großartig in Situationen, bei denen ich mir denke, dass der Zwerg grad eigentlich gar nichts besonderes gemacht hat.
Zum anderen kenne ich aber auch viele Nicht-HH, die ganz andere Erwartungen im bestimmten Situationen haben und gar nicht einschätzen können, wieviel Arbeit dahinter steckt.Hatten wir hier doch neulich das Beispiel irgendwo erst, wo ordentliches an der Leine laufen für Nicht-HH das normalste der Welt ist und ich jedem HH, dessen Hund mitten in Berlin total cool an der Leine läuft neidvolle Blicke zuwerfe

In allererster Linie ist mir wichtig, dass ich zufrieden bin mit meinem Hund. Das schließt eigentlich ein, dass niemand von meinem Hund belästigt wird in der Öffentlichkeit und Belästigung fängt bei mir da an, wo ein Hund zu einem fremden Menschen einfach hingeht und schnüffelt ohne dazu irgendwie animiert worden zu sein.
Welche Erwartungen darüber hinaus manche Nicht-HH haben oder hätten, ist mir dann eigentlich egal ehrlich gesagt
-
-
Bei uns is es eher so,das die Leute das an der Rasse fest machen.Egal ob selber Halter oder nicht.
Bei Kat
"Die braucht bestimmt ganz viel bewegung und Beschäftigung" - "öhm nee"
Bei Coco
"Die brauch bestimmt ne harte hand damit die so ruhig ist wie jetzt!" - "öhm nö"
Wilma
"Na da haben sie ja nen einfachen Hund,die Bullys schlafen doch den halben Tag und brauchen nicht viel Bewegung!" - "öhm nö"
-
doch, so hab ich das auch schon erlebt. HH sind in aller Regel bei hundetypischen Verhalten deutlich toleranter als Nicht-HH.
Ich seh das bei meinen Eltern und bei den Eltern meines Freundes. Meine sind Nicht-HH und die "Schwiegereltern" haben selbst Hunde.
Bei denen ist Anspringen ok, sogar erwünscht, Essen klauen ist ok, weil lustig, Bellen ist auch ok, an der Leine ziehen ist sowieso normal, kommt er nicht gleich machts ja auch nichts, und und und.. Und ich bin die böse, die die Hunde dann maßregelt.Meine Eltern dagegen finden all das nicht gut und finden es klasse, dass ich daran arbeite. Also, dass ein junger Hund das noch nicht alles kann verstehen sie, aber dass das Verhalten geändert werden muss, da sind wir uns einig.
Casanova geht ja meistens recht zurückhaltend mit Menschen um während Livi ein richtiges Freu-Bündel ist und hopst und springt, Küsschen gibt, etc. meine Eltern mögen sie zwar, finden das aber nicht gut, da aufdringlich.
Bei den Schwiegereltern dagegen kommt sie genau deswegen super an und Casanova ist der unnahbare und sie haben sogar teils Angst, weil sie ihn nicht einschätzen können. Dabei ist er nur höflich und absolut menschenfreundlich, wenn man ihn anspricht.So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein - ich denke es kommt da stark auf die Einstellung zum Hund an.
-
Ich glaube zum Teil hängt das auch damit zusammen, welche Hunde derjenige in seinem Leben kennengelernt hat, also welches Hundeverhalten als normal gilt.
Ein Freund von mir tendiert dazu alle Hunde mit dem Hund seines Ex-Freundes zu vergleichen. Ja, ich hab diesen ollen Brocken, der nie gebellt hat, auch geliebt. Aber irgendwann hätt ich ihm an die Gurgel springen können mit den ständigen Vergleichen, weil dieser Anspruch (besonders an Ruby) völlig Banane und schlicht ungerecht (für den Hund) ist. Hunde sind eben sehr, sehr unterschiedlich. Zum Glück!Insgesamt find ich die Reaktionen auf meinen Hund extrem unterschiedlich. Viele Leute lachen, wenn ich ein bestimmtes Verhalten korrigiere oder mich entschuldige, andere werfen einem wegen einem leisen "Wuff" hasserfüllte Blicke zu. Manche sagen, wie toll und lieb sie ist, andere finden sie anstrengend.
Ich versuche nicht allzu viel davon an mich heranzulassen und zu überlegen, was mir selbst wichtig ist. -
Ich glaube zum Teil hängt das auch damit zusammen, welche Hunde derjenige in seinem Leben kennengelernt hat, also welches Hundeverhalten als normal gilt.
Ein Freund von mir tendiert dazu alle Hunde mit dem Hund seines Ex-Freundes zu vergleichen. Ja, ich hab diesen ollen Brocken, der nie gebellt hat, auch geliebt. Aber irgendwann hätt ich ihm an die Gurgel springen können mit den ständigen Vergleichen, weil dieser Anspruch (besonders an Ruby) völlig Banane und schlicht ungerecht (für den Hund) ist. Hunde sind eben sehr, sehr unterschiedlich. Zum Glück!Insgesamt find ich die Reaktionen auf meinen Hund extrem unterschiedlich. Viele Leute lachen, wenn ich ein bestimmtes Verhalten korrigiere oder mich entschuldige, andere werfen einem wegen einem leisen "Wuff" hasserfüllte Blicke zu. Manche sagen, wie toll und lieb sie ist, andere finden sie anstrengend.
Ich versuche nicht allzu viel davon an mich heranzulassen und zu überlegen, was mir selbst wichtig ist.Das finde ich genau richtig.
-
Ich finde das sieht man auch ziemlich krass im Forum, wie unterschiedlich die Erziehung ist. Meine beiden Hunde sollen mich nicht stören. Sprich, mir nicht die ganze Zeit im Gesicht herumspringen oder rumnerven (bellen/springen in der Wohnung). Ansonsten habe ich ehrlich gesagt nicht so grosse Ansprüche an den Hund. Er muss draussen nicht stur neben mir gehen und wenn er halt mal 10m an der Leine zieht, ist das für mich auch nicht so schlimm. Nico kann ziemlich viele Tricks, aber wenn er eben halt mal lieber rumliegt, statt mir die Pfote zu geben oder die Rolle zu machen.. ja gut, soll er halt.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!