Verhaltenstips von Insidern gewünscht
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Hallo,
Ich habe mich jetzt hier angemeldet, um von euch ernstgemeinte Ratschläge zu bekommen. Folgendes Problem :
Mein Arbeitsweg, den ich gerne mit dem Rad zurücklege ist auch ein beliebter Spazierweg für Hundebesitzer. Das übliche, wenn ich auf Hunde treffe, ist, das ich lang vorher schon klingele und dann das Verhalten von Hund und Mensch beobachte. Einige sehen aber keine Veranlassung ihren Vierbeiner zu rufen. Letzte Woche war es eine junge Mutter mit Kinderwagen die mit ihrem Handy beschäftigt war. Ihr Dogo argentino machte mich als potentielles Opfer aus, und verfolgte mich. Nachdem er mir in die Wade gezwickt hat, habe ich beschleunigt und habe das Rennen gewonnen. Auf rufen und klatschen (?) reagierte er kein bisschen. Wochen vorher verfolgte mich ein Boarder Collie, der war vielleicht schnell... Nachdem ich aus guter Entfernung gesehen habe, das die Besitzerin ihn an die Leine genommen hat, bin ich zurück gefahren, um von ihr zu erfahren was man denn in so einem Fall tut. Sie bestritt etwas vom Vorfall gesehen zu haben, und Nein... Ihr Hund mache so etwas sowieso nicht... Das ich ihr meine blutende Bisswunde zeigte, fand sie eher unverschämt.
Meine Überlegungen sind bisher :
langsam vorbei fahren (wie bisher) und sobald der Hund die Verfolgung aufnimmt, stehenbleiben... Um zu diskutieren.
Oder eine Tasche mit Leckerlis umhängen, und den Hund damit ablenken...
Was würdet ihr mir raten?
Bin für eine ernsthafte Diskussion offen.
Grüße
Thomas - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hallo :)
Unser Hund geht leider auch Radfahrern hinterher. Das ist uns zu Anfang zweimal passiert, danach haben wir extrem aufgepasst und es ist trotzdem nochmal passiert. Es war stockdunkel, Hund war beleuchtet, Radfahrer nicht.
Bei unserem Hund wäre es das richtige gewesen, einfach stehen zu bleiben. Für ihn als Jagdhund ist die Bewegung der auslösende Reiz. Sobald das Objekt der Begierde still steht, hat er kein Interesse mehr daran, hinterher zu gehen.Finds übrigens super, dass Du klingelst!! Ich kenne so viele extrem rücksichtlose Radfahrer, die einfach davon ausgehen, dass man sie mit den Augen im Hinterkopf schon sieht -.-'
Was ich persönlich an deiner Stelle als Abwehrmaßnahme (wenn stehenbleiben/Halter ansprechen nichts bringt) machen würde: Wasser. Am Fahrrad kann man solche "Spritzflaschen" idR sehr gut festmachen und man kann sich damit eigentlich alle Hunde vom Hals halten. Ins Gesicht gezielt sollte das keinen Hund kalt lassen.
Zudem schadet es dem Hund nicht (wie z.B. Pfefferspray, treten, umfahren -> Nicht, dass Dus vorgehabt hättest) und Du musst nicht viel Geld ausgeben, wie z.B. bei Leckerlies (kann auf Dauer ja echt ins Geld gehen ^^). Da würde ich auch eher denken, dass die Tiere dann noch eher zu dir kommen, weil: Radfahrer = Leckerlies. -
Nochmal als Edit/Ergänzung:
Das war keine Empfehlung, jeden Hund, der zu Dir kommt gleich mit Wasser "anzugreifen", sondern nur eine Möglichkeit, wie Du dich wehren kannst, wenn Du wieder von einem Hund so penetrant verfolgt und sogar gebissen wirst.Ich hoffe übrigens, dass Du gegen Tetanus geimpft bist? Hundebisse können sich ziemlich widerlich infizieren :-/
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Erstmal finde ich es toll dass du dich frühzeitig bemerkbar machst, so hat man als normaler Hundehalter die Möglichkeit zu reagieren. In unserem Fall heißt das die Hunde zu mir rufen und absitzen lassen (falls genug Zeit bleibt bis das Rad vorbei ist). So sollte es eigentlich jeder machen & wenn man weiß dass man einen Hund hat der entweder auf den Bewegungsreiz oder aus anderen Gründen auf Radfahrer reagiert dann muss man doppelt aufpassen damit man rechtzeitig reagieren und anleinen kann. Ist sowohl für den Radfahrer als für den Hund gefährlich. Außerdem kann ich durchaus verstehen wenn sich Radfahrer darüber aufregen! Genauso rege ich mich über Radfahrer auf die mit gefühltem Tempo 100 ohne klingeln in nur 10Zentimeter Entfernung an uns vorbei rasen. Hund können wie Kinder einfach mal reagieren und einen Satz zur Seite machen, schon landen Radfahrer und Hund im Graben, nur weil man nicht in der Lage ist sich durch Klingeln bemerkbar zu machen und angemessene Geschwindigkeit anzupassen wenn man an jemandem vorbei fährt.
Ich würde auf jeden Fall weiterhin frühzeitig klingeln & wenn ein Hund hinter dir her rennt anhalten, normalerweise wird man dann für die Hunde uninteressant. Aber ganz ehrlich, ich könnte mir hier einen passenden Kommentar für die Halter nicht verkneifen. Ich bin zwar selbst Hundehalter, aber ich finde es mehr als nervig wenn ich beim Radfahren von irgendwelchen nicht hörenden Hunden belästigt werde und fast noch stürze weil Hund kläffend um mich rum rennt.
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Ich wäre echt sauer über die unverschämte Reaktion und das rücksichtlose Verhalten der von dir beschriebenen Hundebesitzer! Natürlich kann so etwas passieren, aber danach erwarte ich eine ernst gemeinte Entschuldigug an den Geschädigten und eine zukünftige Sicherung des Hundes! Ein Hundebiss kann eine böse Infektion verursachen, bist du gegen Tetanus geimpft?
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Das geht ja wirklich gar nicht. Bin erstaunt, wie gelassen Du hier berichtest, da wäre ich echt stinkesauer...
Anhalten wurde Dir ja schon als Tipp gegeben und wenn Du keine Angst vor Hunden hast (liest sich ja nicht so) direkt auf den Verfolger zugehen und laut "nein" (kennen die meisten Hunde :) rufen.
Du kannst da sehr bestimmt und energisch werden, da machen die in der Regel schnell einen Rückzieher.
Den Hundehalter würde ich mir aber genauso vorknöpfen! -
Ich würde spontan an zwei Strategien denken:
1) Wasserflasche und ggf. spritzen
2) Leckerlies in die Tasche und ggf. eine Handvoll werfenWenn ich (ja als Hundehalter) ehrlich bin, würde ich 1) bevorzugen. So lernt mein Hund noch was dabei... Bei 2) ist halt die große Gefahr, dass die Hunde zum einen merken "es lohnt sich hinter Radfahrern herzufahren" und zum anderen gibt es halt womöglich gesundheitliche Schwierigkeiten.
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Das Thema interessiert mich auch sehr, weil ich fast immer mit dem Rad unterwegs bin und auch auf dem direkten Weg in die Innenstadt einen Weg nutzen muss, an dem viele Hunde freilaufen. Passiert ist mir bisher noch nichts, aber dennoch weiß ich nie recht, wie ich mich am besten verhalten soll, wenn ein Hund auf mich zuläuft. Dass ich einen HH mit Klingeln auf mich aufmerksam machen soll, habe ich inzwischen schon gelernt hier. Ich habe früher nicht geklingelt, weil ich gedacht hatte, dass das als störend empfunden wird.
Ich bin gespannt auf eure Tipps und werde sie gerne umsetzen -
Großes Lob an Dich, dass Du für die hirnlosen Hundehalter mitdenkst.
Man muss sich eigentlich als HH fremdschämen, wenn man so etwas liest.Der Tip mit der Wasserflasche ist gut - insofern es ein Labbi ist. Die finden das in der Regel toll, weil Waaaaasssser :) . Es könnte funktionieren, wenn Du etwas Geruchsstoff (Zitronensaft oder so) mit reintun würdest.
Auf der anderen Seite würde ich die Hundehalter dieser Hunde auch zu einem Gespräch zitieren. Es geht einfach gar nicht, dass ein Hund einen Menschen anpöbelt oder gar jagt. Solche Hunde gehören an eine Leine. Die HHs können in Teufels Küche kommen, wenn da was passiert.
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Der Tip mit der Wasserflasche ist gut - insofern es ein Labbi ist. Die finden das in der Regel toll, weil Waaaaasssser :)
Hmmm... Mein Hund liebt auch Wasser. Jede Pfütze wird zum See empor gehoben und muss "beschwommen" werden
Aber trotzdem ist so ein harter Strahl Wasser ins Gesicht (oder auch sonst wo hin) eine super Möglichkeit ihn aus einem Verhalten rauszubringen, in das er sich reingesteigert hat
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendein Hund toll findet, gerade wenns so absolut unerwartet kommt.
- Vor einem Moment
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