"Zweite Pubertät" - plötzlich kritische Begegnungen mit anderen Hunden

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    Hallo ihr Lieben,


    meine Hündin Molly wird demnächst zwei Jahre alt und war bisher mit nahezu jeden anderen Hund verträglich, auch wenn diese uns an der Leine begegnet sind.


    Vor drei Tagen begegneten wir einem Husky aus unserem Ort, dem wir noch nie Nahe gekommen sind, da er auch nicht unbedingt der verspielte Typ ist. Er ging uns auf der anderen Straßenseite an der Leine entgegen und ich ging mit meinen Eltern und Molly (meiner Hündin). Als sie ihn entdeckte zuckte sie völlig aus: Sie stellte Nackenhaare auf,gab ein richtig lautes (aggressives?!) Bellen und Knurren von sich und zerrte in seine Richtung.


    Ich war von so einer extremen Reaktion ihrerseits total überrascht. Sie war bisher, wie gesagt mit fast allen Hunden verträglich und sehr verspiel, wollte deshalb auch zu jedem Hund immer gleich hin spielen und beschnuppern, was ich ihr auch nicht immer erlaubte.


    Diese oben beschriebene Situation ist danach eben noch bei einer anderen schon sehr alten Hundedame gegenüber passiert, die wir auch schon vorher nicht wirklich kannten. Danach aber auch bei einem männlichen Spielgefährten "Oskar", wo ich nichts böses dachte und sie deshalb zu ihn hin gelassen habe und sie ist ihm aber nicht recht freundlich begegnet ist.. :( :


    Was mache ich falsch?/ Was habe ich falsch gemacht?


    Glaubt sie, sie muss mich beschützen?
    Ist die Leine das Problem? Habe mich seit dem auch nicht mehr getraut, sie mit Oskar frei laufen und spielen zu lassen, da sie an der Leine so aggressiv gewirkt hat..
    Habe mich schon etwas im Internet informiert und dort auch von der "zweiten Pupertät" gelesen, wo die Hunde dann einfach keinen Bock mehr haben, mit jedem zu spielen. -Ist das also normal? Kann ich das ändern oder nicht?


    Ich weiß, dass eine Fernprognose da schwierig ist, aber würde mich über jeden hilfreichen Verhaltenstipps freuen, was ich an mir ändern muss, dass wir beide wieder einen entspannten spaziergang haben können..


    Noch weitere Infos zu uns: Ich wohne am Land und lasse sie bei unseren spaziergängen überall frei laufen, wo es möglich ist. Sie hört prinzipiell sehr brav und ich kann sie sofort stoppen, wenn ich sehe, dass uns jemand entgegenkommt. Dann leine ich sie an und wir gehen an den Personen vorbei. Ich trainiere auch unter unseren Spaziergängen das Abrufen und sonstige Komandos, aber momentan kann sie nicht einmal "Sitz" sobald sie einen Hund in der Ferne sieht... :/ Da schaltet sie auf Durchzug.


    Dankeschön im Vorraus :)

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  • Zitat

    wie hast du denn in den Situationen reagiert? Gab es in der letzten Zeit mal einen Zwischenfall mit einem anderen Hund?


    Hallo Anne,


    ich war wie gesagt, sehr überrascht von dieser Situation und hab mich dann aber vor sie gestellt und ihr quasi die Sicht auf den anderen Hund versperrt und sie auf ihrem Brustgeschirr festgehalten.


    Ich hab mich am Tag darauf mit zwei Freundinnen und ihren Hunden (Rüden) getroffen und wollte ihr Verhalten beobachten, sowohl auf der Leine als auch frei hat sie sich aber normal verhalten und wollte nur spielen. An der Leine hat sie die beiden jeweils anfangs zwar schon kurz angeknurrt, sie dann aber schon beschnuppert und zum spielen aufgefordert. Im Spiel ist sie dann schon manchmal etwas dominanter und sie knurrt auch viel, aber ich schätze das eher harmlos ein. Wenn die anderen Hunde mir aber zu Nahe kommen, kommt es mir schon so vor, als ob sie dann manchmal (auch nicht immer) eifersüchtig ist und sie dann verscheucht...
    Aber auch mit einer Hündin aus dem Ort spielt sie normal.


    Soll ich es das nächste mal wieder versuchen, sie zu dem Rüden Oskar, den sie etwas "angegangen" ist, an der Leine beschnuppern zu lassen, oder sie lieber Frei laufen lassen? Glaube nicht, dass sie ihn beim freien laufen verletzen würder oder soetwas, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich versuchen soll?!


    Liebe Grüße Rici

  • Hallo,
    ich bin ein Gegner des Leinenkontaktes und würde die Hündin, wenn Du Dir sicher bist, dass sie Oskar nicht in den Boden stampft, frei laufen lassen


    Zitat

    Wenn die anderen Hunde mir aber zu Nahe kommen, kommt es mir schon so vor, als ob sie dann manchmal (auch nicht immer) eifersüchtig ist und sie dann verscheucht...


    Vermutlich siehst sie Dich als ihre Ressource, an die kein anderer Hund heran zu gehen hat. Unterbinde dieses Verhalten.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich würde zuallererst mal Kontakte an der Leine sein lassen.


    Das führt oft (nicht immer) zu solchen Reaktionen, sei es Unsicherheit wegen der eingeschränkten Kommunikation, Ressourcenverteidigung, was auch immer - wenn der Hund weiß: an der Leine kümmerst du dich und fertig, dann kommt das alles gar nicht erst auf.


    Ich stell mich also mal dazu - kein Kontakt an der Leine

  • Zitat

    Das führt oft (nicht immer) zu solchen Reaktionen, sei es Unsicherheit wegen der eingeschränkten Kommunikation, Ressourcenverteidigung, was auch immer - wenn der Hund weiß: an der Leine kümmerst du dich und fertig, dann kommt das alles gar nicht erst auf.


    ...Das habe ich mir schon gedacht... Aber wie kann ich ihr klar machen, dass ich alles im Griff habe und sie entspannt sein kann?!


    Grüße Rici

  • Indem du alles im Griff hast.
    Niemand kommt an sie dran, wenn du bei ihr bist. Kein Mensch, kein Hund.
    Und sie kommt auch nicht an dir vorbei. Du lässt dich nicht ziehen, es wird nicht vor deinen Füssen rumgehüpft etc.


    Wenn du einen anderen Hund streicheln willst, dann mach das bitte (erstmal) nicht wenn du sie an der Leine hast.
    Wenn beide Hunde frei sind: sprich sie an, bedeute ihr, dass sie Abstand zu halten hat, während du dich dich mit dem anderen beschäftigst. Übertreibs anfangs aber nicht und halte sie im auge, damit du sie gleich wieder wegbeordern kannst, wenn sie näher kommt.


    Im übrigen lässt das Verhalten an der Leine nicht automatisch Rückschlüsse auf das Verhalten ohne Leine zu. Und ja, es kann sehr gut sein, dass deine Hündin, wenn sie älter wird, nicht mehr mit jedem Hund spielen möchte.

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