Junghund kann nicht alleine bleiben

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    Hallo an alle,


    habe leider ein großes Problem mit einem Junghund von 9 Monaten (Schäferhundmischling).
    Er kann nicht alleine bleiben und jault und verzbeisst mir die Wohnung, wenn ich in die Arbeit gehe (7 bis ca. 17 uhr). Einen Gassigeher für Mittags habe ich, der spielt ca. 2 Stunden mit dem Hund
    und geht raus, davor und danach ist es aber wirklich so schlimm, dass die Nachbarn schon böse werden.


    Zur Vorgeschichte:
    Mein Mann, Sohn und ich wollten unbedingt einen Hund und alles war perfekt. Mann arbeitete von zu Hause aus (großes Haus mit Garten), konnte den ganzen Tag mit dem Hund sein. Sohn in der Schule bis ca. 14 Uhr, danach mit dem Hund raus. Ich Halbtagesjob, also auch guter Ansprechpartner für den Hund.


    Durch einen Autounfall mit Todesfolge (mein Mann ist verstorben) und nun einen Sohn, der nun auf Betreuung angewiesen ist, hat sich unser Leben stark verändert in den letzten Monaten.
    Ich konnte das Haus nicht halten und bin in eine Wohnung gezogen, mein Sohn muss noch für unbestimmte Zeit in Krankenhaus/Reha betreut werden und ich musste, um finanziell das alles zu stemmen, nun auch auf Vollzeit umsteigen, da ich noch eine erwachsene Tochter habe, die ihr Studium nicht alleine finanzieren kann...


    Ich will den Hund nicht abgeben, aber ich verzweifle. Eine Ganztagesbetreuung kann ich mir finanziell nicht erlauben. Der Hund jault los, wenn ich gehe (ich gehe wortlos), und jault, wenn ich wiederkomme. Dazwischen findet er noch Zeit, Sachen zu demolieren. Er ist es nicht gewohnt in einer Wohnung zu sein (er war viel im Garten) und auch nicht gewohnt, das niemand da ist. Wenn ich zu meinem Sohn fahre wartet der Hund im Auto - jaulend.
    Ich will ihn nicht aufgeben, er ist ja eigentlich der Lebenswunsch von meinem Mann gewesen.


    Gibt es hier irgendeine wirksame Hilfe? Es kann so nicht weitergehen.

  • Nach dem ersten Lesen würde ich zur Abgabe tendieren. Dem Hund tut ihr scheinbar grad keinen Gefallen. Auch wenn ich deine Gedanken nachvollziehen kann.
    Aber euer Leben hat sich ja komplett verändert. Da muss man Gegebenheiten manchmal in Frage stellen und sich umorientieren.

    Melanie mit Bandit & Anton
    und Mücke im Herzen



    BX und Labbi

  • Erstmal mein aufrichtiges Beileid. Euch hat das Leben ganz schön gebeutelt.


    Alleinesein muss man leider wirklich üben oder es vermeiden. So ei du es beschreibst fehlt zum Üben einfach die Zeit. Man beginnt ja da mit wenigen Sekunden die später zu Minuten und gegebenfalls einigen Stunden werden. Dein Hund ist 2x 4 stunden alleine, das ist eine echt lange Zeit, ich sehe da leider Schwarz wie du das so nebenbei noch hinbekommen könntest.
    Ich verstehe dass du den Hund gerne behalten möchtest aber ist es denn sinnvoll für einen so jungen agilen Hund, der nun ja leider schon Probleme hat so lange alleine sein zu müssen und nach der Arbeit hast du ja auch noch deinen Sohn zu versorgen. Auch wenn es sehr sehr hart ist, würde ich an deiner Stelle über eine Abgabe nachdenken. es wäre im Sinne des Hundes.


    Fühl dich mal gedrückt!

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  • Mein erster Gedanke war gerade: lass dich krankschreiben, die vollen 6 Wochen, und schau dann weiter. Vllt kann man in 6 Wochen das Alleinsein trainieren, so dass es funktioniert und/oder ausbaufähig ist,


    Mir tut es sehr leid sowas zu lesen. Mein Vater ist gestorben als ich 13 Jahr, kein Unfall aber auch sehr unerwartet. Meine Mutter stand wie du auch von jetzt auf gleich mit Kind und Halbtagsstelle alleine da. Bei uns gab es zum Glück die Großeltern, die alles auffangen konnten. War aber eine Scheißzeit...und verfolgt einen manchmal bis heute.


    Mein herzlichstes Beileid.

  • Danke für eure netten Worte!


    Ich habe auch schon desöfteren an das Abgeben gedacht, es wäre das beste für den Hund.
    Aber ich habe das Gefühl, dadurch "verliere" ich meinen Sohn - er hängt sehr an dem Hund und redet immer darüber,
    dass er weiter machen will mit dem Training (sie haben Agility angefangen) wenn er wieder ganz der alte ist.
    Meine Gedanken über das Abgeben hat er mit sehr viel Wut aufgenommen, auch weil unterschwellig mitschwingt,
    das ich Schuld an dem Unfall habe... (leider habe ich für ein wirklich völlig unwichtiges Produkt meine beiden Männer zum Einkaufen losgeschickt, die wirklich an dem Tag garkeine Lust darauf hatten - auf dem Weg ist dann der Unfall passiert) und
    ihm jetzt auch noch seinen Hund wegnehmen will.


    Die Nerven meines Arbeitgebers habe ich bis Anschlag ausgelastet mit Urlaub, Freistellungen, Krankschreiben usw. in den letzten 4 Monaten. Ich habe nun noch die Vollzeitstelle erbettelt, ich kann nicht jetzt mich nochmal auch nur 1 Sek verspäten.


    Ich habe überlegt, ob die Gassigeherin vielleicht lieber Allein sein irgendwie trainieren kann mit Nero, an Stelle des Auspowerns (sie fahren momentan Fahrrad bis zum Umkippen, damit Nero danach ggf. schläft, aber das beeindruckt ihn nicht).
    Wäre das was? Aber wir kann man das in 2 h üben? Immer rein, raus, rein, raus?

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  • Hallo,


    zuerst einmal tut mir das ganze leid, was passiert ist. Mein Beileid.


    Ich verstehe vollkommen, dass du dem Sohn den Hund nicht wegnehmen möchtest.


    Deshalb würde ich es wahrscheinlich so machen, in der Freizeit dafür intensiver zu trainieren. Ganz langsam anfangen, langsam aufbauen. Jacke anziehen, Schuhe anziehen, zur Tür raus und wieder rein. Schauen wie er reagiert.
    Läuft er euch in der Wohnung nach oder kommt er damit klar, wenn ihr in einem anderen Raum seit ?


    Gibt es denn sonst keine andere Möglichkeit, wer auf den Hund tagsüber aufpassen könnte ?


    Vielleicht probiert ihr auch wirklich mal deine Idee mit der Gassigängerin.
    Eventuell dreht der Hund auch nicht mehr so auf, wenn er vorher keine 2 Stunden gelaufen ist. Ich spreche da aus Erfahrung, bei uns ist es so, dass Amber schlechter alleine bleiben kann wenn wir sie vorher viel beschäftigt haben.

  • Gibt es niemanden in der Familie der Euch unterstützen könnte?


    Tagesbetreuung wäre gut, aber sicherlich kostenintensiv. Vielleicht findet sich auch eine nette Hundefreundin, die einspringt?

    Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
    Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
    Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
    Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben!

  • Ohje dann muss es irgendwie gehen. Den kannst du deinem Sohn nicht nehmen.


    Die Gassigängerin fährt mit dem Kleinen schon richtig Radl zum auspowern??? Der Bub ist 9 Monate alt, der gehört frühstens mit 12-16 Monaten ganz langsam ans Rad. Er wächst doch noch und diese einseitige Belastung ist sehr schädlich für die entwicklung von Skelett, Muskulatur, sehnen und Bänder. Ausserdm pusht es den Hund sehr. Sinnvoll wäre so 40 Minuten ruhig Gassigehen und den Rest zuhause kuscheln damit er runterkommt. Ich kann den einen meiner Jungs nicht mal nach der Minipippirunde einfach reinbringen und gehen. Der braucht immer 20 Minuten um wieder klar zu sein und dann bleibt er auch kurz mal alleine.


    Eine Idee hab ich noch, kennst du vielleicht jemand mit Zwinger wo Gebell nicht stört? Vor der Arbeit hinbringen und dann wieder abholen. hier im Osten haben die meisten Hundeplätze noch alte Zwingeranlagen, die werden zwar nicht mehr genutzt aber früher hielten dort etliche Leute ihre Hunde so. Nicht schön aber wenn es nicht anders geht und irgendwann ist dein Sohn wieder fit, die Sommerferien kommen und dann kann man üben , üben, üben. Dann ist es ja auch nicht mehr sooo lange bis er aus der Schule kommt und wenn man dann noch die Gassigängerin hat wäre er ja nur noch viel kürzer alleine das könnte man schaffen. Bleibt eben nur die Zeit bis dahin zu überbrücken.

  • Ganz wichtig wäre, dass der Hund in eine Hundeschule oder auf einen Hundeplatz kommt, wo regelmässig, wenigstens 2 x pro Woche mit ihm gearbeitet wird.


    Den Hund tagsüber in einen Zwinger zu stecken und ihn sich selbst zu überlassen, finde ich keine gute Idee. Wenn, dann braucht er einfach eine liebevolle Betreuung.


    Wende Dich doch mit Deinem Problem an einen Hundeplatz. Da gibt es immer wieder Menschen die Hunde in Betreuung nehmen und die auch mit ihm arbeiten würden.


    Allerdings solltest Du Dir die Menschen gut ansehen und genaue Absprache treffen, wie und was mit dem Hund erarbeitet werden soll.

    Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
    Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
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