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Mein Hund jault aus Frustration, ist wie in einem Wahn - ich brauche bitte Hilfe

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    Hallo ihr lieben Hunde-Menschen!


    Ich wende mich an euch, da ich hier schon viel Interessantes gelesen habe. Sei es um Spiele, Beschäftigung, Futter, Flöhe, etc.


    Kurz zu mir, dann zu meinem Hund und anschließend zu meiner Verzweiflung:


    Mein Name ist Nicole, ich bin 33 Jahre alt und lebe alleine mit meinem Hund in einer Wohnung.


    Hundchen ist unkastrierter, fast zwei Jahre junger Cavalier King Charles Spaniel und ein Traum von einem Hund.
    Ich hatte auch vorher schon Hunde, aber niemals war einer ein solches liebes Lebewesen wie dieser kleine Mann hier. Und ich hätte auch nie gedacht, dass evtl. gerade das einmal ein Problem werden könnte. :headbash:
    Aber ich muss es offen zugeben: Ja, ich habe ein Problem. Und Ja, ich weiß einfach nicht mehr weiter.


    Bali (besagter Hund ;) ) ist ein sehr aufgeschlossener, junger Kerl. Neugierig und unheimlich lieb und verspielt. Alles und jeden findet er toll. Schlechte Erfahrungen hat er mit nix gemacht.


    Ich habe ihn bereits als Welpen bekommen und viel mit ihm gemeinsam gelernt. Er war eher einer von der Sorte "kleiner Schisser" und wenn bei Nacht ein Grashalm einen wackelnden Schatten geworfen hat, dann ist die Nase - neugierig wie sie ist - da sofort hin um das merkwürdige Etwas zu beschnuppern und zu untersuchen, die Hinterbeine allerdings waren bereits zu Hause, so weit hatte er diese weggestreckt. :lol:


    Ich habe mir mit ihm viel viel Zeit genommen, ihm Vieles gezeigt und deutlich gemacht, dass die Welt nichts ist, wovor man Angst haben muss. Und wenn es doch mal eine brenzlige Situation gibt, dann ist da sein Frauchen, welches die Sache klärt und sich darum kümmert und am Ende ist alles gut. (Habe ihn übrigens in all der Zeit niemals "getröstet" oder ein "ach du aaaarmer, kleiner Bub" von mir gegeben, sondern war ganz souverän ihm gegenüber.)


    Er wird auch nicht behandelt wie ein Prinz oder ein "unerfüllter Kinderwunsch". Mir ist es wichtig, dass er ein Hund sein darf und ganz klar seine Grenzen kennt. Zudem wird er sowohl körperlich, als auch geistig ausgelastet, zum Beispiel in Form von Intelligenzspielzeug (was er zu meinem Leidwesen leider immer viiiiel zu schnell versteht), von DogTricks oder von Suchspielen.
    Zudem ist er wenn ich arbeite in einer Hundetagesstätte, wo er mit anderen Hunden zusammen ist.


    So. Nun habe ich denke ich genug Vorgeschichte erzählt. Falls doch noch jemand Fragen hat: gerne her damit. Ich beantworte gerne, sofern es zur Lösung meines Problemes beiträgt.


    Bali kreischt. Er jault. Er schreit alles zusammen. :verzweifelt:
    Und zwar nicht wenn er alleine ist, sondern wenn er frustriert ist.
    Wenn er einfach meint: "Nee Frauchen, hab ich jetzt kein Bock. Ich will das und das und das."
    Ich vergleiche das mit einem richtig ekligen Flegelkind, was sich im Supermarkt auf den Boden wirft, mit den Fäusten trommelt, heult und kreischt und schreit: "Und ich will aber ein Überraschungsei. Ich will. Ich will! Ich will!!!"


    Genau so kommt er mir vor. :verzweifelt:


    Anfangs war dies nur der Fall, wenn er einen Hund gesehen hat, zu dem er uuuunbedingt hin wollte, und Frauchen ihm dies nicht erlaubt hat. Frustrationstoleranz üben. Aber pah von wegen. Frustrationstoleranz gleich null. Beim Hund zumindest. Und ich kann auch bald nicht mehr. Ehrlich. uff...


    Problem äußert sich so, dass er anfängt mit einem ganz kurzen leisen Jaulton, der immer schneller wird und stetig ansteigt, bis es soweit ist, dass es ein ohrenbetäubendes Geschrei, eine Mischung aus Heulen und Jaulen und Kreischen und Bellen ist, dass das ganze Dorf weiß: "Aha, Bali ist wieder unterwegs." :( :
    Und er tut das mit einer Hingabe... oh man... Er steigert sich derart in dieses Jaulen rein, dass ich ihn nicht mehr raus bekommen kann. Keine Chance! Und das meine ich wirklich so.


    Ich habe ne ganze Menge versucht und ich weiß wirklich nicht mehr weiter. UND... es wird immer schlimmer.


    Anfangs hat er das nur gemacht, wenn er zu anderen Hunden wollte.
    Beim Tierarzt im Wartezimmer ist es mittlerweile Standard und ich muss ihm hier entweder das Maul zuhalten (was ihn nicht davon abhält, einfach in meine Hand weiter zu motzen) oder ich gehe mit ihm raus, weil das so laut ist, dass niemand mehr ein Wort versteht.
    UND... da bin ich ganz ehrlich: ich mag auch einfach nicht mehr so angesehen werden von den Leuten. Ich kann es nicht mehr sehen. Es nervt mich so sehr.


    Die Blicke sind manchmal echt schwer zu ertragen und gehen von bösartigen Schlitzaugen, was ich dem Hund wohl gerade Brutales antue bis hin zu Unverständnis, wenn ich einfach daneben stehe und gar nichts mache. :( :


    Neulich (und das erste Mal, dass er das woanders gemacht hat) waren wir im Fressnapf einkaufen und ich habe ihm für die HuTa so ein Regencape anziehen wollen.
    Hat ihm scheinbar nicht gepasst gerade, also ging es los und ich dachte noch: "Nee, das glaub ich doch jetzt einfach nicht!!!"
    Direkt als wir aus dem Laden raus waren (wir sind gegangen, als er nicht mehr gejault hat - nur zur Info), fing er doch tatsächlich im Auto an. Hat er auch noch nie gemacht.
    Ich hab vielleicht geguckt und dachte nur: Was um alles in der Welt ist in meinen Hund gefahren?
    Mit heißer Hündin hat das übrigens nichts zu tun. Das kann ich schon mal vorwegnehmen.


    Er ist so ein lieber Kerl, aber dieses Verhalten ertrage ich bald nicht mehr. :hilfe:


    Folgendes habe ich bereits unternommen:


    - ich habe ihn vollkommen ignoriert (sowohl sprachlich, als auch mit Blicken, er war nicht da für mich)
    - ich habe mit ihm geschimpft, auch sehr lautstark
    - ich habe an der Leine gerissen
    - ich habe ihm Blutwurst (!!!) vor die Nase gehalten (und er ist wie verrückt danach - auch mit anderen Lieblingsleckerli - keine Chance, er schaut sie nicht mal an, er ist wie in einem Wahn)
    - ich habe ihn auf den Rücken geworfen und nach unten gedrückt, sogar fest (er hat genauso weiter gemacht, völlig unbeeindruckt)
    - ich habe ihn feste gezwickt, es MUSS ihm einfach weh getan haben (bitte verurteilt mich nicht dafür, ich habe ihn niemals misshandelt, aber auch hier hat er einfach nicht aufgehört, nicht mal eine Rekation darauf hat er gezeigt)
    - ich habe ihn angebunden und bin einfach in die andere Richtung weg von ihm gegangen, so weit dass er mich nicht mehr gesehen hat
    - ich habe ihn an der Leine hinter mir her gezogen (in die entgegengesetzte Richtung)
    - ich habe ihm die Hand vor sein Gesicht gehalten und ein scharfes "Zsch" von mir gegeben
    - ich habe mich (unter anderem auch in bedrohlicher Haltung) vor ihn gestellt
    - ich war mit ihm bei einem Hundetrainer, doch auch hier hatte ich keinen Erfolg (wir haben ihn immer wieder in Situationen gebracht, wo er voraussichtlich jaulen würde, heißt er z. B. andere Hund sieht und nicht hin darf, sind dann bei beginnenden Lautäußerungen eingeschritten mit "Sch"-Lauten oder "Hey"-Rufen und haben ihn immer mit Clicker belohnt, wenn er lieb war und keinen Laut von sich gegeben hat - leider war dies jedoch nur äußerst äußerst selten)
    - ich habe seinem Verhalten nachgegeben (1 Mal wohlgemerkt um zu testen ob oder wie lange er weiterjaulen würde, was er natürlich nicht getan hat)


    Fazit:
    es interessiert ihn nicht.
    Er ist schlichtweg in einem Wahn und da nicht mehr rauszubringen.
    Und ich bin echt am Ende. Er ist soo ein lieber Hund, aber das macht mich einfach wahnsinnig und ich weiß nicht, was ich noch tun kann.


    Ich weiß auch nicht, was ihn dazu gebracht hat dieses Verhalten zu zeigen, denn als er dies das allererste Mal gemacht hat, konnte ich keine Änderung an irgendeinem Verhalten oder der Umgebung feststellen und er hat dafür auch keine Aufmerksamkeit erhalten. Das war meine erste Reaktion, nämlich keine Reaktion darauf zu zeigen.


    Leider hat ihn dies null beeindruckt und so habe ich im Laufe der Zeit (mittlerweile etwa ein Jahr) all die anderen oben beschriebenen Dinge angewandt.


    Ich will nicht ins Fernsehen, sonst hätte ich mich schon hilfesuchend an den Rütter gewandt. :lachtot:


    Hoffentlich kann mir jemand von euch helfen. Ich wäre sooo dankbar dafür.
    Denn ich weiß mir einfach keinen Rat mehr. :ka:


    Entschuldigt, dass es sooo lange geworden ist, aber ich wollte einfach sicher gehen, dass die gesamte Situation erfasst werden kann und ich euch nicht nur Bruchstücke vorwerfe und dann nach Hilfe rufe.


    Ganz liebe, wenn auch verzweifelte, Grüße,
    Nicole und Bali...

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  • Es gibt ja versch. Erbkrankheiten beim den Cavaliers. Sind diese als Ursache für das Verhalten ausgeschlossen?

  • Ja, diese können allesamt ausgeschlossen werden.
    Stimmt, das hatte ich noch vergessen zu erwähnen.


    Kerngesunder Bub. Und ich hoffe sehr, dass das auch so bleibt.

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  • Hallo,


    ein Hund, der zu 90% das bekommt, was er möchte, wird sich natürlich bei den verbleibenden 10% wo das nicht möglich ist, massiv beschweren.


    Wie sieht es da bei dir aus? Muss er auch mal auf was Warten, z. B. auf sein Futter? Wer entscheidet wann gespielt und gekuschelt wird? Wer entscheidet, wann es raus geht zum Spazieren gehen? Wie verkraftet er es, wenn er alleine zuhause bleiben muss? Läuft er dir zuhause hinterher? Hat er jemals Frustrationstoleranz und Impulskontrolle gelernt/trainiert? Oder konnte er das bereits und es gab einen Rückfall? Wie sieht es mit dem Grundgehorsam aus? Draußen wie drinnen. Ist er zuverlässig stubenrein? Gibt er seine Spielsachen her, wenn du sie wegnehmen willst?


    Das wären alles Fragen, die ich wichtig fände, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Alles andere wäre an Symptomen rumdoktoren, was niemanden wirklich weiter bringt.


    Lg,
    Rafaela

  • Hallo Rafaela.


    Ich will dir gerne deine Fragen beantworten.


    Er bekommt nicht zu 90% das was er möchte.


    Er wartet grundsätzlich auf sein Futter, sofern er es mal aus dem Napf fressen darf. Meist ist es jedoch so, dass ich mit dem Futter mit ihm übe und er die meiste Zeit dafür arbeiten muss. Muss ich ja schließlich auch. Bei mir füllen sich die Teller auch nicht, weil ich so lieb lächel. ;-)


    Grundsätzlich entscheide ich, was wann und wie lange getan wird. Das betrifft 100% das Spielen, zu 70% das Kuscheln, zu 100% wann wir rausgehen und auch wohin natürlich. Zu Hause würde er mir manchmal gerne hinterher laufen, was ihm jedoch nicht möglich ist, da ich grundsätzlich die Wohnzimmertür hinter mir schließe. Tagsüber darf er in keinen anderen Raum. In diesem Raum ist er auch wenn er alleine ist. Das habe ich so gemacht seit er ein Welpe ist.


    Allein bleiben ist in der Regel kein Problem. Manchmal motzt er, aber das geht dann mal 10 Minuten und das in einem von zehn Fällen. Damit kann ich gut leben.


    Wir spielen auch Impulskontrolle. Reizangel der er erst auf mein Zeichen hinterher rennen darf und sobald ich "Quit" sage, darf er nicht weiter spielen, auch wenn sich die Angel weiter bewegt. Auch dann nicht wenn sie vor seiner Nase ist.


    Leckerli habe ich ihm schon als Welpe bis auf die Pfote gelegt und er durfte es sich nicht nehmen, bzw. erst auf mein Kommando hin. Klappte von Anfang an super. Zeigte direkt auch Meideverhalten, hat weggeschaut oder ist sogar aufgestanden, sodass ihm das Futter von der Pfote runtergefallen ist.


    Grundgehorsam drinnen klappt zuverlässig zu 100%. Absolut.
    Draußen allerdings nicht immer. Soll heißen, wenn Ablenkung in Form von anderen Hunden da ist, kann ich nicht hunderprozentig sagen, dass er auch wirklich hört. Hier würde ich zu 50:50 tendieren.


    Wenn ich dann zum Beispiel von ihm ein "Sitz" verlange und er einen anderen Hund sieht, kann hier zum Beispiel das Geschrei schon wieder losgehen und dann ist er völlig raus.


    Hab ich noch was vergessen? les les... ach ja... Spielsachen rausgeben ist auch kein Problem.
    Er lässt sie direkt fallen wenn ich es möchte und er hat sie auch nicht offen rumliegen, sondern ich gebe sie ihm und spiele mit ihm zusammen.


    Und stubenrein ist er ebenfalls zuverlässig, ja.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Für mich klingt das irgendwie auch nach etwas gesundheitlichem... Was hast du da abklären lassen und wie?


    Ansonsten würde ich im Training einen kompletten Richtungswechsel einlegen. Viele deiner Methoden die du aufgezählt hast sind extrem veraltet und kontraproduktiv. Außerdem wird es den Hund verwirren, wenn er einmal geschimpft wird und einmal Blutwurst vor die Nase gehalten kriegt.
    Ich würde mir erstmal zusammenschreiben in was für Situationen das vorkommt (hast du hier eh schon in etwa gemacht). Und dann würde ich diese Situationen erstaml gründlich vermeiden. Vermeide einfach mal für einige Zeit, dass es zu diesen Jammerattacken kommt. Wenn ein Hund auf euch zu kommt, und du merkst er fängt an, reagier rechtzeitig, dreh um und geh in die andere Richtung.
    So ein Management kann sehr viel bringen. Mein Hund hat eine Leinenagression entwickelt, und ich hab dann ebenso gemanaget: Ausweiche und wenn das nicht möglich ist freigeben und hinlassen (natürlich möglichst ohne Jammern und ohne an der Leine ziehen).
    Alleine dieses Management hat bei meinem Hund eine sehr schnelle Besserung gebracht, wohingegen es als ich das nicht gemacht habe immer schlimmer wurde.
    Und jetzt, da es wieder etwas besser ist, kann ich daran Trainieren.
    Du musst deinen Hund einfach erst etwas runterholen.
    Aber für das alles würde ich mir einen guten Trainer suchen. Schau mal ob du hier wen findest: http://www.trainieren-statt-dominieren.de/unterstuetzer

    Liebe Grüße
    Laura
    mit meinem wundervollen Erst- und Traumhund Ico (Miniature Australian Shepherd, *26.11.2012)
    und der überraschend dazu gestoßenen Kriegerprinzessin Lyric (Miniature Australian Shepherd, *08.02.2015)

  • Für mich klingt das alles ein wenig so (entschuldige bitte!) als hättest Du Dich sehr bemüht, alles "richtig" zu machen. entsprechende Lehrmeinungen und allgemeine Forumsweisheiten, was man tut, was man darf, und was nicht, immer hübsch beachtet......


    Nur den Hund selber dabei vielleicht ein bisschen weniger...


    Ist nicht böse gemeint, aber, was Du schilderst, hört sich so verdammt theoretisch an: "Selbstverstaändlich habe ich dieses getan (was man in jedem Ratgeber empfohen bekommt!) und jenes natürlich unterlassen (was in allen Foren als NoGo verteufelt wird)....


    Wo bleibt das Authentische?
    Hast Du Deinem Hund mal unabhängig von Lehrmeinungen, so rein aus dem Bauch heraus mal gezeigt, WAS du möchtest und was nicht?


    Damit meine ich keine Strafen o.ä, sondern einfach ein natürliches, ungezwungenes Miteinander...

  • Hallo Laura.


    Danke für deine Antwort.


    Zum Einen habe ich die Dinge natürlich vom Züchter, aber auch vom Tierarzt abklären lassen, sodass hier keine Ursachen sein können. SM / Herz konnte erstmal ausgeschlossen werden. Was natürlich in ein paar Jahren kommen könnte, kann ja niemand sagen. Im Moment geht es ihm gesundheitlich jedenfalls blendend.


    Ich denke aber auch nicht, dass es daher kommen könnte, weil es dann ja auch in anderen Situationen auftauchen würde, ganz wahllos, vielleicht auch einfach mal, wenn er nur vor mir sitzt oder so.


    Die Situationen zu vermeiden ist definitiv unmöglich.
    Er sieht alleine schon jeden Tag Hunde, da er in der Hundetagesstätte ist und ich ja arbeiten muss und wenn ich mit ihm spazieren gehe, sieht er ebenfalls Hunde. Egal in welche Richtung ich gehe... hier sind eine Menge. Ganz aus dem Weg gehen, kann ich diesen Situationen unmöglich.


    Ihn freigeben BEVOR er jammert funktioniert auch nicht immer, weil es natürlich auch einmal auf den Hund des Gegenüber ankommt (vielleicht ist der von Bali nicht sonderlich angetan) oder aber es liegt zum Beispiel auch eine Straße dazwischen, die es zu überqueren gilt. Ich warte auf der einen Seite. Das Herrchen mit anderem Hund auf der anderen Seite. Da kann ich ihn natürlich auch nicht laufen lassen. Und umdrehen ist manchmal sehr schwer. Oft haben wir auch in der anderen Richtung einen Hund oder aber er hat schon mit dem jammern begonnen und auch wenn ich dann mit ihm weggehe, lässt er sich natürlich nur von mir "mitschleifen" und jammert dabei weiter.


    Und wie schon von mir beschrieben: das mit dem Richtungswechsel habe ich schon mehrfach ohne Erfolg gemacht.


    Es ist auch nicht so, dass ich heute mal dies und morgen mal das ausprobiere. Ich bleibe schon für einen längeren Zeitraum an der ausgesuchten Möglichkeit. Leider eben bislang komplett ohne Erfolg. :-(


    Ja, runterholen. Da hast du Recht. Das sehe ich genauso. Nur leider habe ich das bisher nicht geschafft.


    Oh und danke für den Link. Schaue ich mir an.

  • Hallo Cattlefan.


    Ich verstehe es nicht als böse.


    Nur... verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz was du meinst.


    Was meinst du mit authentisch?


    Bali ist nicht mein erster Hund. Bei meinem allerersten Hund habe ich viele Dinge auch einfach anders gemacht als heute.
    Und na klar habe ich auch viel gelesen. Man lernt ja immer dazu.


    Wenn du mir "authentisch" oder "aus dem Bauch heraus" etwas näher erläutern könntest, wäre das lieb.


    Es ist nicht so, dass ich mit einem Buch neben ihm stehe und sage: "Warte mal Bali. Frauchen muss erst blättern, wie sie in dieser Situation verfahren muss."
    Ich tue die Dinge schon von mir heraus, weil ich sie so "gelernt" habe. Auf die Dauer einfach, bzw. über die Hunde und die Erfahrungen, die ich mit ihnen bislang gemacht habe. Ich denke da vorher nicht groß nach, sondern mache einfach.


    Was ich allerdings schon getan habe, ist zum Beispiel hinterher zu schauen, ob das richtig war oder was ich hätte anders machen sollen oder so. Aber in den Momenten tue ich die Dinge so wie ich denke, dass sie richtig sind. Also automatisch.


    Und wir lieben uns beide. *lächel*

  • Ich glaube, dass ich mir eine Hundeschule suchen würde, um da in einer ganz normalen Gruppenstunde mitzumachen. Der Sinn dahinter: der Hund lernt, dass andere Hunde nicht immer bespielt werden, dass es nicht immer und an der Leine sowieso keinen Kontakt gibt und dass es sich viel mehr lohnt was mit Frauchen zu machen.


    Auf normalen spaziergängen würde ich ihn zu keinem Hund lassen und das Verhalten auch nicht kommentieren. Allerdings würde ich stattdessen jedes umorientieren zu dir bestärken, ggf. mit klicker oder verbal, oder nur mit Leckerli. Das würde ich erst mal in reizarmen situationen üben, also er läuft irgendwo rum, und wenn er dich von selbst anguckt, dann gibts ne Belohnung. Du kannst ihn auch mal ansprechen und dafür dann belohnen, dann steigerst du die schwierigkeit, in dem du in der nähe von menschen zb übst, dann meinetwegen in der nähe vom Kinderspielplatz, dann wenn Hunde am Horizont zu sehen sind und so weiter.


    Mit der Strategie hab ich das rumprollen an der Leine bei Layla so ziemlich wegbekommen. Wenn sie wirklich schiss vor dem anderen Hund hat, der da kommt, dann entfährt ihr manchmal noch ein winseln oder fiepen, aber das ist wirklich einfach nur schiss und wird übergangen und das umorientieren wieder belohnt.


    Nebenher würde ich das Abbruchkommando noch stärken, dass er wirklich weiß, dass mit Nein auch nein gemeint ist.


    Wenn sich Layla doch noch mal wieder ins pöbeln reinsteigert, dann gibts bei uns einmal energisch das abbruchkommando und das umorientieren wird wieder bestärkt und so weiter. Das setze ich allerdings nur ein, wenn ich das gefühl habe, dass ich sie damit wirklich aus der phase herausbekomme und nicht dann, wenns sowieso schon zu spät ist.

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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