fehlende Souveränität? Durchsetzungsvermögen?

  • Hallo ihr lieben!

    Ich hatte heute eine anregende Situation:


    Rückrufkurs2 - erste Stunde
    Zu Beginn wollte die Trainerin nochmal Leinenführigkeit sehen. Arbeiten wir dran ist ja klar. Im Alltag läuft Fenja meistens gut wenn, Asche auf mein Haupt, ich mich da auch dran halte(Richtungswechsel).
    Hin und her, hin und her, die anderen Hunde entfernten sich immer mehr während wir immernoch hin und her liefen.

    Da ging gut 20 Minuten. Dann holte mich meine Trainerin ab nahm Fenja und plötzlich lief sie "halbwegs" wie ne eins. Sehr hibbelig aber sie überholte nicht ständig.
    Das tat mir schon irgendwie weh. Ich merke das Fenja weis was sie machen müsste aber entweder strahl ich nicht die "souveränität" aus oder sie denkt sie "könne es mit mir machen?"(das finde ich aber zu vermenschlicht).

    Ich bin/war der Meinung das ich ruhig geblieben bin. Ja gut dann laufen wir halt hin und her.
    Allem Anschein nach war ich aber doch nicht ruhig. Die Trainerin meinte auch "Einfach ruhig sein und machen." *hmpf*

    Aber wie zum Henker werd ich da ruhiger? Mental hats mich nicht gestört - Körperlich war mir aber deutlich warm. *grumpf*


    Habt ihr dazu Anregungen oder Hinweise für mich!?
    Bin für alles offen was euch einfällt was Gründe sein könnten und was ich an meinem Verhalten ändern könnte. (das Verhalten kann man schlecht bewerten weil man mich nicht gesehen hat aber ich freu mich trotzdem über Input)

  • Bei Fremden an der Leine läuft das meiste i.d.R. besser - einfach weil der Hund erstmal verwirrt ist, warum die fremde Person ihn an die Leine nimmt.
    Hat m.M.n. nicht unbedingt etwas mit Souveränität zu tun.

  • Kann ich mich Brizo nur anschließen. Ist bei meinen Hunden ebenso und war auch schon öfter so, wenn ich mal andere Hunde an der Leine hatte. Ein kleines bisschen Verunsicherung steckt dann in den meisten Hunden.

  • Hmm.. bedeutet das für mich, dass ich einfach nur weiter trainieren muss und es sich dann bessern wird!?
    Oder gibt es noch andere Dinge an die ich denken könnte /ausprobieren könnte?

    An den Aspekt der Unserheit beim hund hab ich da noch nie gedacht. Danke dafür.

  • Unsicherheit spielt gerade in so Situationen eine große Rolle.
    Generell bei vielen Hundetrainern auch bei Leinenpöblern gern gesehen. Sie nehmen den Hund an die Leine und tadaaa - er pöbelt nicht. Hat sicher manchmal etwas mit der Ausstrahlung zu tun, ist aber oft tatsächlich einfach nur Verunsicherung.

    Üb weiter.
    Fenja ist noch kein Jahr alt, Hundeplatz, viel Ablenkung - dass da die Leinenführigkeit nicht unbedingt super funktioniert ist klar.

    Ich würde allerdings auch keine 20 Minuten hin und her laufen, sondern einfach irgendwann akzeptieren, dass es in dem Moment nicht klappt.
    Leinenführigkeit kostet Impulskontrolle, gerade in so aufregenden Situationen. Irgendwann ist diese Impulskontrolle aufgebraucht - und dann kann der Hund agr nicht groß anders, als in der Leine zu stehen.

    Das es im Alltag klappt, zeigt, dass euer Training funktioniert =)

  • Es gibt Hunde bei denen funktioniert Hin- und Hergerenne nicht als Training für Leinenführigkeit. Ich denke, wenn man das 20 Minuten durchexerziert hat, dann sollte man davon ausgehen, dass dieser Weg für den Hund nicht der richtige ist ;)

    Schade, dass die Trainerin Dir da nicht helfen konnte. Leinenführigkeit hat meist wenig mit "Ausstrahlung" zu tun, sondern mit der richtigen Trainingstechnik. Die kann man jedem ganz praktisch erklären.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Danke Brizo für den tollen Input.

    Ich werd mir das vor nächstem Sonntag nochmal durchlesen um daran denken zu können.
    Wenns wieder so sein sollte kommt die Leine ans Geschirr nach einer gewissen Zeit. =)

  • irgendwie kann ich nicht bearbeiten..

    @flying-paws
    Was gibt es denn noch für Techniken für die Leinenführigkeit? Wir sind bisher je nach Aufregungsgrad entweder stehen geblieben oder umgekehrt. Andere Hunde sind definitiv "umdrehen" bisher gewesen.

  • Methoden gibt es ja letzten Endes wie Sand am Meer.
    Stehenbleiben, Richtungswechsel, Leinenführigkeit shapen, generell einfach das "richtige" belohnen, etc.

    Du sagst ja selbst, dass die Leinenführigkeit bei euch gut funktioniert, wenn du nicht zu nachlässig wirst, sondern euren Weg durchziehst. Das zeigt eigentlich einfach nur, dass die Grundidee ja funktioniert, nur eben (noch) nicht in jeder Situation.
    Junger Hund, nicht unfassbar viel Impulskontrolle, aufregende Situation. Ich würde mir da keinen so großen Kopf drum machen.
    Training soll Spaß machen - dir und dem Hund. Die Konzentration vorher durch unnötiges Leinenführigkeitstraining aufzubrauchen, halte ich für falsch :smile:

  • Diese Pauschalaussage "Einfach ruhig werden" find ich ja auch mal sehr hilfreich. Frag doch mal ganz konkret wie das aussehen soll. Wie sollst du stehen, gehen, atmen, ... um ruhiger zu wirken/ zu sein.
    Meine Trainerin hat viel auf die Körpersprache geachtet und uns immer einen Spiegel vorgehalten, was ich sehr hilfreich fand. Weil genau wie du schreibst, man denkt man wäre ruhig, aber in Wirklichkeit spricht der Körper eine ganz andere Sprache, die man selbst gar nicht sehen kann.

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