Nächtliche Angstattaken - austherapiert ??

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    Unsere 6-jährige Bardinomischlingshündin Faylie war immer recht nervös. Auch ihre Mutter (in Spanien warscheinlich Kettenhund, dann trächtig in einer Törungsstation abgegeben und nach einer Zeit nach Deutschland geflogen und hier 6 Welpen geboren) wirkte sehr ängstlich, nervös und scheu.
    Anfangs kamen wir mit Hilfe einer Hundetrainerin (gleichzeitig auch THP) gut zurecht, aber seit unsere Tochter (jetzt 9 Monate) da ist, können wir ihre Angst einfach nicht mehr bewältigen. Dieses Verhalten begann ungefähr mittig der Schwangerschaft, mittlerweile hat sich aber alles so gut eingespielt, das auch Faylie Gewöhnung und Routine erkennen lässt. Vorwiegend ist es nachts so, dass Faylie vor Angst hechelt, zittert und versucht sich unter unser Bett zu drücken. Dazu kommt eine große Gewitter- und Sylvesterangst, die sich natürlich erklären lässt und eben nur zu diesen "Anlässen" auftritt.
    Diese nächtliche Panik tritt jede Nacht mindestens einmal auf und lässt sich durch keinen Auslöser erklären. Wir haben mehrmals ihren Schlafplatz verändert und umgestellt, sie hat in ihrer Transportbox geschlafen, die Nachtabsenkung der Heizung verändert und zeitweise ausgeschaltet, all das ist auch nicht abhängig von ihrer Auslastung. Blutbild inkl. Schilddrüsewerte wurden kontrolliert.
    Faylie war mit mir bei einer Tierheilpraktikerin, sie wurde akkupunktiert, sie hatte Bachblüten, Schüsslersalze, verschiedene Organpräparate, Ausleitungen, sie hat verschiedene Pilze als Therapie bekommen (alles als Ergebnis der Bioresonanz). Wir haben sie auch schon nachts rausgelassen, oder ihre Angst einfach ignoriert, aber auch das hat nichts geholfen.
    Alles hat viel Geld und Zeit gekostet (was natürlich nicht so schlimm ist, wenn es denn geholfen hätte) und ich möchte natürlich nicht ungeduldig klingen, aber jetzt weiß ich langsam nicht mehr weiter. Als letzte Möglichkeit fällt mir ein, sie nachts nicht mehr im Schlafzimmer schlafen zu lassen, aber nicht zu wissen, wie es ihr dann geht, ist normalerweise keine Option für uns.
    Vielleicht hat jemand von euch noch Ideen, Viele Grüße, Anne

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  • Ist bei deinem Hund mal ein Herzultraschall gemacht worden?
    Nächtliche Angstattacken deuten sehr auf Herzbeschwerden hin.

  • Hallo Anne! Willkommen im Forum :)


    Ihr habt ja so einiges durch,....


    Ideen habe ich Zwei, kommen beide aus dem humanmedizinischen Bereich, aber vlt kannst du es ja mal mit deinem TA besprechen...


    1) ...nächtliche Atemaussetzer, (Schlafapnoen), dadurch hört man im Tiefschlaf, teilweise auf zu atmen, durch das dann sehr tiefe erneute Einatmen, entsteht ein Gefühl des Verschluckens mit einhergehendem Erstickungsgefühl. Auch kommt es über die Nacht verteilt zu sehr vielen Weckreaktionen des Körpers bei denen jedes Mal Stresshormone ausgeschüttet werden.


    2) ...nachts öffnet sich durch Entspannung der Eingang zum Magen, bei einer Überproduktion von Magensäure, oder auch der regulären Produktion, nach dem Essen, kommt es dann zu einem Hochsteigen, der Magensäure, des Mageninhaltes in der Speiseröhre, in dem Moment, wo dieses Gemisch, in den Rachen "fällt" also, sich auf Luft- und Speiseröhre verteilen würde, kommt es zu einem Verschließen der Luftröhre, Kehldeckel mach zu, durch die begonnene Aspiration und nun dem "Verschluss" der Speiseröhre kommt es zu Erstickungsanfällen mit großer Panik.


    Wann bekommt sie das letzte Fressen? Ich würde ihr bis maximal zwei Stunden vor dem Schlafen gehen das letzte Fressbare anbieten. (nur so als Versuch)


    Lieben Gruß


    ~Irr

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  • Das Herz abklaeren find ich auch sehr wichtig. :smile:


    Wie sieht das denn aus bei euch im Schlafzimmer?
    Habt ihr es ganz dunkel und ist es evt. eng dort?


    Ich kenn das von meiner Huendin so, dass sie z.Bspl. nach unserem Umzug oder bei Urlaub in fremden Raeumen ein paar Tage ein Nachtlicht braucht, um sich zu orientieren.
    Als Welpe brauchte sie es wochenlang, obwohl sie unmittelbar bei uns war und selbst jetzt mit 2 1/2Jahren schlaeft sie in ungewohnten Umgebungen so tiefer und besser.

    Liebe Gruesse von Judith & Holly, die in meinem Bett schlafen darf, weil es in ihrem Koerbchen spukt.



    Holly (*2012)
    Istog(*2003)
    Daisy(*1994 -2011)

  • Harry: Nein, sowas hatten wir noch nicht.
    Welchen Zusammenhang hat das denn? Und warum äußert sich das nur nachts?
    Faylie ist ein sehr sportlicher, athletischer Hund. Ich fahre mit ihr Dogscooter und mein Mann fährt mit ihr oft Fahhrad.
    Trotz allem ist das ein sehr interessanter Aspekt, den wir auf jeden Fall verfolgen werden.
    Vielen Dank für diesen Tipp.


    Irrelevant: Erstickungsanfälle würde man ja auch anders bemerken, Faylie ist geräuschtechnisch sehr ruhig und Husten, Würgen, oder ähnliches haben wir noch nicht bemerkt.
    Sie bekommt 2x pro Tag Futter, das Letzte Mal gegen 18.00, um 22.00 gehen wir ungefähr ins Bett.


    kamiko: Bei uns im Schlafzimmer ist es dunkel(Rolladen fast geschlossen), es ist ein ca 20qm großer Raum. Faylie hat ihren Korb in einer Ecke am Schrank, diese Ecke "gefiel ihr" bis jetzt am Besten, sie liegt dann ca 1m von meiner Bettseite weg.

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Huhu~


    waren ja nur Ideen.


    Herzbeschwerden treten, zumindest beim Menschen, gehäuft Nachts auf, besonders bei gestressten und nervösen Personen. Denke das kann auch bei Hunden der Fall sein. Enge auf der Brust, Schmerzen, Herzstolpern, innere Unruhe etc. können Panik und Angst auslösen


    Grüße


    ~Irr

  • Ich verwerfe deine Ideen auch nicht, werde das auf jeden Fall abklären, auch das mit dem Nahrungs-Magensäurebrei. Aber ich versuche abzuschätzen, was ich als wahrscheinlich einstufen kann, da bin ich für alles dankbar.
    Meinst du also sowas wie Sodbrennen? Dann hätte sie doch auch sicher Halsschmerzen, oder? Und andere Magenbeschwerden? Sie kann (trotz BARF) die rohen Knochen nicht gut verdauen, sodass sie manchmal eine Zeit danach alles wieder erbricht. Sollte man dann (ich würde wegen des geringeren Aufwandes das Echo vorziehen) auch an eine Magenspiegelung denken?

  • Zitat von "Faylie86"


    Diese nächtliche Panik tritt jede Nacht mindestens einmal auf und lässt sich durch keinen Auslöser erklären. Wir haben mehrmals ihren Schlafplatz verändert und umgestellt,


    Als ich das gelesen habe, dachte ich eigentlich, dass ihr auch verschiedene Schlafräume ausprobiert habt, denn das wäre für mich der allererste Gedanke gewesen. Mein Hund hat zum Beispiel sehr sensibel reagiert und teilweise richtig Angst gezeigt, wenn jemand im Stockwerk über uns gelaufen ist. Auch die geschlossenen Rollläden könnten ein Grund sein, das Quietsch vom Bett, wenn du dich drehst, deine veränderte Atmung beim Einschlafen oder Lichteinfall durch vorbeifahrende Autos. Es gibt so viele Möglichkeiten...
    Wo hält sie sich denn tagsüber zumeist auf und fühlt sich wohl? Dort würde ich ihren Schlafplatz einrichten und ein kleines Licht anlassen. Wenn sie anfangs nich damit zurecht kommt nicht mit ins Schlafzimmer zu dürfen würde ich mein Lager daneben aufschlagen und einige Nächte bei ihr schlafen.
    Um zu kontrollieren, ob die Angst sich dann weniger stark zeigt, könntest du eine Kamera aufstellen, bei dem ganzen Geld, das ihr bisher ausgegeben habt wäre da eine Neuanschaffung durchaus denkbar ;)

  • Wenn wir tagsüber weg sind und Faylie zu Hause bleiben muss, bleibt sie alleine im Büro.
    Wir haben sie ursprünglich wegen ihrer Gewitterangst über Nacht mit zu uns genommen. An unsere Bewegungen, bzw Atmung und solche Dinge habe ich auch schon gedacht, aber warum ist dass denn so? wenn wir auf dem Sofa schlafen ist das ja auch nicht so... Und vor allem, warum macht einem Hund sowas so dolle Angst, vor Allem, wenn er bei seinem Rudel ist? Wir haben uns auch dazu entschieden, sie bei uns schlafen zu lassen, weil Hunde ja dazu gemacht sind im Rudel zu leben, da sie ja ein sehr unsicherer Hund ist, hatten wir auch immer den Eindruck, dass es ihr auch im Ganzen gut tut. Unser Schlafzimmer ist im oberen Stock unseres Hauses, über uns wohnt auch niemand. Autolichter können durch diese erhöhte Position auch nicht eindringen, wir wohnen auch in verkehrsberuhigter Zone.


    Das mit den Rolläden greifen wir nochmal mit auf, wenn mein Mann Nachtschicht hat und morgens schlafen geht, geht Faylie gern mit und ratzt den ganzen Vormittag ruhig in ihrem Korb. Auch bei geschlossenen Rolläden, aber wir probieren alles aus...


    Ich möchte mal 2 Minuten mit ihr sprechen, damit sie sagen kann, was ihr solche Angst macht... Das wünsche ich mir zu Weihnachten...

  • Zitat von "Faylie86"

    Ich verwerfe deine Ideen auch nicht, werde das auf jeden Fall abklären, auch das mit dem Nahrungs-Magensäurebrei. Aber ich versuche abzuschätzen, was ich als wahrscheinlich einstufen kann, da bin ich für alles dankbar.
    Meinst du also sowas wie Sodbrennen? Dann hätte sie doch auch sicher Halsschmerzen, oder? Und andere Magenbeschwerden? Sie kann (trotz BARF) die rohen Knochen nicht gut verdauen, sodass sie manchmal eine Zeit danach alles wieder erbricht. Sollte man dann (ich würde wegen des geringeren Aufwandes das Echo vorziehen) auch an eine Magenspiegelung denken?


    Ich denke, es ist eher unwahrscheinlich ;) aber es waren eben Ideen zusätzlich zu all den Dingen, die ihr schon habt abklären lassen.


    Ja, ist wie Sodbrennen. Durch die Reizung kommt es zu Schmerzen, hecheln, Übelkeit, (vermehrtes Sabbern vlt?) Unruhe, Umherlaufen etc. aber jeder Hund ist da ja sehr verschieden.


    Zum Barfen kann ich dir gar nichts sagen, da muss man an sehr viel denken und ich kenne mich in Punkto Berechnung von korrekten Nährwerten aus einer selbst zusammen gestellten Nahrung nicht aus. Das weißt du sicher viel besser. Ich habe noch nie gebarft, war mir einfach zu kompliziert und ich hatte zuviel Respekt davor. Ich füttere TroFu, NaFu und ab und an Selbstgekochtes.


    Meine beiden Damen unterscheiden sich z.B. beim Thema Schmerz wie Tag und Nacht, die eine würde selbst bei einem gebrochenen Bein nicht quietschen oder jaulen und die andere sticht sich an einem Dorn, schreit, als hätte sie ein Bein verloren und zittert erbärmlich, duckt sich, macht sich klein und versteckt sich...


    Es kann ja auch einfach sein, dass sie Alpträume hat, wie beruhigt ihr sie denn wieder? Wie ist es denn, wenn jemand neben dem Hund liegt?
    Ich habe eine Hündin, die sehr viele Alpträume hatte, die hat dann auch furchtbar gezittert und ich habe sie dann einfach festgehalten, bis sie wieder eingeschlafen ist.... Über die Jahre ist es immer seltener geworden...


    Hat sie vlt Angst vor deinem Kind? Wie hat sich die Angst denn verändert während des Größerwerden deiner Tochter? Wo schläft denn deine Tochter?


    Was passiert wenn der Hund im Bett schläft? Oder so liegt, dass deine Hand ihn leicht und schnell berühren kann?

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