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Platz beibringen - Druck oder Locken?

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    Hallo zusammen!


    Ich hoffe ich bin hier richtig mit einer Frage zum Beibringen von Platz.


    Ich habe seit 5 Wochen einen kleinen Appenzeller Sennenhund, jetzt 15 Wochen alt. Neben Gewöhnung an meinen Alltag üben wir auch langsam die ersten Kommandos. Dabei haben wir vor ein paar Tagen mit Platz angefangen, aus dem Sitz mit Leckerli nach unten gezogen (Locken).


    Bei ihr ist ein Thema, dass sie sehr "hupfert" ist, sie hüpft auch beim normalen Gehen vor lauter Freude immer mal wieder. Also nicht nach dem Leckerli hüpfen fällt ihr sehr schwer und das üben wir bereits seit 4 Wochen (geht mittlerweile meistens). Platz ist vorläufig noch mit schnell wieder aufspringen, aber ich habe das Gefühl, dass es tendenziell ein bisschen länger wird von Mal zu Mal (ich zögere das "Los" immer ein bisschen weiter raus).


    Heute war Welpenstunde und die Trainerin wollte gerne sehen, dass der Hund ins Platz gelegt wird und ich mich einen Schritt entferne. Aus jetziger Sicht war das zu früh, aber da hab ich zu langsam reagiert. Jedenfalls hat es nicht geklappt, ich sollte sie immer wieder ins Platz legen und irgendwann machte sie das natürlich nicht mehr. Die Trainerin ist dann mit dem Fuß auf die Leine, knapp am Halsband und meinte "Jetzt hat sie die Wahl zwischen unangenehm stehen und bequem liegen". Tja, ich wusste schon wie es ausgeht, ist nicht mein erster Appi :ugly: - die Maus hat sich gegen den Zug gestellt, den sie nicht verstand. Die Trainerin ging dann weg und ich sollte das weiter so machen, bis der Zwerg sich hinlegt. Ich hab dann geschummelt und sie mit Leckerli ins Platz gelegt, sofort freigegeben und gesagt, sie hat erste Tendenzen gezeigt.


    Der Zwerg war danach zum Vergessen und völlig durch den Wind und nur auf Zug in der Leine. Ich habe noch in der Stunde mit der Trainerin besprochen, dass ich das für die falsche Herangehensweise bei meinem Hund halte.


    Andererseits kenne ich es vom Reiten, dass bei neuen Sachen die Pferde erstmal sehr verwirrt sein können, obwohl es langfristig schon gut ist. Darum probiere ich auch vieles erstmal aus.


    Wie seht ihr das? Hat jemand von euch das Platz mit der kurzen Leine erarbeitet?

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  • Ich bin ja wirklich kein Wattebauschwerfer, aber dieses auf die Leine treten finde ich furchtbar! Egal wie alt der Hund ist! Das ist völlig veraltet und zudem sinnlos. Erstmal muss der Hund verstehen was du von ihm willst. Im Moment lockst du ihn nach unten, sprich ich vermute, dein Hind würde ohne locken mit Leckerchen gar kein Platz machen? Ich würde langsam versuchen die Hilfe mit Leckerechen in der Hand abzubauen, sprich der Hund soll auf das Kommando reagieren und wird erst dann belohnt (also erstmal Handhilfe ohne Leckerchen drin, dann die Handhilfe abbauen usw) Wenn er das macht, dann würde ich die Intervalle zwischen ausgeführten Kommando und Bestätigung immer weiter raus Zögern.

  • Es geht natürlich beides.
    Ich mag die nette Variante.


    Ich finde es nur blöd, wenn es so abläuft wie bei dir und der Trainer einfach macht...Das hätte mich echt geärgert.


    Nun kannst du es nicht ändern.
    Mach einfach deinen Schuh und bleib dabei, egal welche Methode. DU lebst das nächste Jahrzehnt mit dem Hund, nicht der Trainer der Welpengruppe.


    Erfahrungsgemäss ist das der Beginn des Abschieds von diesem Training :D


    LG

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  • Zitat von "Flintstone01"

    Heute war Welpenstunde und die Trainerin wollte gerne sehen, dass der Hund ins Platz gelegt wird und ich mich einen Schritt entferne.


    Jedenfalls hat es nicht geklappt, ich sollte sie immer wieder ins Platz legen ....


    Der Zwerg war danach zum Vergessen und völlig durch den Wind und nur auf Zug in der Leine.



    Emm, mir geht echt die Hutschnur hoch, vor allem bei dem fett gedruckten. :roll:
    Wenn mir jemand Fremdes, bzw. ein Trainer bei einem jungen Hund von 15W SO kommt, dann koechelt es aber bei mir.


    Du hast ein Baby an deiner Seite, erst seit 5 Wochen da und das, worauf die Trainerin Wert legt sind Tricks.
    Viel viel wichtiger ist, dass dein Hund die Hundeetiquette durch verschiedene, positive Hundekontakte erlernt, sich draussen an unsere Menschenwelt gewoehnt,einlebt und versteht, dass DU Schutz, Verlass und Regler fuer ihn bist. Drinnen wie Draussen.
    Das reicht als Tagesprogramm.


    Dinge wie Sitz, Platz etc. kannst du spielerisch nebenbei aufbauen, wenn es sich anbietet, aber ohne Muss,Druck und Soll.


    Lass die "Ansprueche" deiner Trainerin an dir abprallen, erzieh deinen Hund wie und wodurch du moechtest. Du scheinst doch ein gutes Gefuehl fuer deinen Hund zu haben, also hab auch den Mut, diesem nachzugehen. ;)
    Wenn die Trainerin moppern wird deswegen....Du bist ein freier Mensch und kannst gehen wohin du willst...


    Ich hab alles spielerisch nebenbei aufgebaut, ohne Druck, zwischendurch wenn Holly auch von SICH Mitarbeit anbot.
    Dazu braucht es keine kurze Leine, Massregelungen etc., sondern nur ein Auge auf den Hund und den richtigen Moment. :smile:

    Liebe Gruesse von Judith & Holly, die in meinem Bett schlafen darf, weil es in ihrem Koerbchen spukt.



    Holly (*2012)
    Istog(*2003)
    Daisy(*1994 -2011)

  • Absolut nicht meine Methode & sie würde auch bei mindestens einer meiner Hündinnen nicht funktionieren.


    Ich will einen Hund der gerne mit mir zusammen arbeitet weil es ihm Spaß macht und nicht weil er muss weil es sonst unangenehm wird.
    Dein Hund ist 15 Wochen alt, da finde ich die Herangehensweise noch schlimmer, zumal es in dem Alter deutlich Wichtigeres gibt als ein sauberes Platz.
    Hör auf dein Gefühl, du kennst deinen Hund am besten und du musst in den Methoden leben können weil die mit ihnen arbeiten musst. Wir habe nicht nur eine Hundeschule gewechselt weil teilweise die Trainingsmethoden weder zu mir noch zu meinen Hunden gepasst haben.


    Es gibt Hunde die machen bei Druck zu, bei meiner Lotte lässt sich mit Druck nichts erreichen, sie macht total dicht. Wenn ich sie nett anspreche und ins Sitz "bitte" geht das sofort, wenn ich genervt bin, sie etwas lauter anspreche geht Garnichts, versuche ich sie dann mit Druck aufs Hinterteil in die Position zu bekommen . . . keine Chance, ich müsste extrem viel Druck aufbauen bis sie vermutlich unter Schmerzen einknicken würde.

    Sam mit Emma & Lotte


    Emma, Galgo-Podenco-Mix *15.04.12
    Lotte, Podenco-Mix *01.03.13



    Unser Fotothread


    ★Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es,daß das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste.
    T.Heuss

    • Neu

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  • :gut:
    Genau meine Meinung!
    Es gibt im Leben deines Hundes aktuell wichtigeres, als auf dem Hundeplatz schon für längere Zeit im Platz liegen zu bleiben.
    Zu Hause scheint es ja schon ganz gut zu klappen, mach das also weiter wie bisher und irgendwann wir deine Maus auch völlig ohne diesen "auf die Leine treten"-Schwachsinn das Kommando "Platz" beherrschen.


    Und sowas nennt sich Trainerin :ugly:

  • Also, ich kenne "Platz" beibringen so: Lecker vor die Nase, nach unten führen in etwas Abstand und sobald der Hund liegt: Lecker rein.


    Bei manchen Hunden klappt selbst das nicht, da hat unsere Trainerin den Tipp gegeben: Bein ausstrecken, Lecker dahinter hinhalten, und sobald der Hund unter dem Bein durchkriecht und somit fast liegt: Lecker geben.


    Und wenn der Hund das erst kapiert hat, dann langsam die Zeit verlängern zwischen: Hund legt sich hin und Leckerchen wird gegeben.


    Von auf die Leine treten, damit der Hund sich hinlegen muss, halte ich jetzt nicht so viel.


    Was das dann liegen bleiben angeht. Bei manchen Hunden dauert es halt. Devlin liebt Platz von Anfang an und bleibt auch liegen. Aber "Sitz" und sitzen bleiben. Das klappte wochenlang NULL. Aber irgendwann blieb er dann doch sitzen. Dein Hund ist doch erst 15 Wochen alt, das wird schon.

  • Du hast selbst geschrieben der eine Schritt war ein Schritt zu viel. Selbst in unseren BH Kurs mit erwachsenen Hunden wurde das Platz in kleineren Schritten gelernt. Und das waren erwachsene Hunde und wenn jemand nicht so weit war ein Schritt zu gehen dann blieb er vor dem Hund und wurde in Sekundentakt mit Leckerlis belohnt. Keiner wäre da auf die Idee gekommen auf die Leine zu steigen und alle haben es gelernt. Wie man das von einem Welpen verlangen kann ist mir unbegreiflich. Wenn er es kann super aber wenn nicht dann ist das doch kein Weltuntergang. Jeder Hund lernt in seinem Tempo und ich erwarte dass eine Hundeschule darauf eingeht. Ehrlich ich möchte niemanden schlecht machen aber wieso sollte man in eine Hundeschule gehen, wenn es keine Anleitung gibt und man den Hundetrainer nicht trauen kann den Hund einzuschätzen oder wenigstens für die Einschätzung des Hundebesitzers offen ist. Nach solchen Geschichten bin ich froh in meinen Hundeverein zu sein, auch wenn Vereine oft einen schlechteren Ruf haben.

  • Bei uns ging es am Besten mit der Beinvariante. Alma ist unters angewinktelte Bein (ich sitze dabei auf dem Boden) gekrabbelt und zwangsläufig muss sie sich legen um ans Lekkerli zu kommen :D In dem Moment, wo sie komplett liegt, sag ich "Platz" und sofort danach Leckerchen.


    Ich würde das "Platz" aber so üben, dass der Hund es aus dem Stand heraus macht. Also nicht den Umweg übers "Sitz".

    Dalmatiner Paul * 29.04.2004
    Continental Bulldog Alma * 09.03.2014
    Für immer im Herzen Dalmatiner Roman 1984-1999 und englische Bulldogge Motschi 2001-2012

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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