Kranker Junghund: Durchfall, Unruhe, Übelkeit;

  • Groß breiig gelb stinkend schreit gerade zu nach Bauchspeicheldrüse.

    Um ehrlich zu sein, ich würde auch zusehen, dass ich einen Notfalltermin in einer gut ausgestatteten Praxis oder einer TK bekomme, denn Bauchspeicheldrüsenprobleme können sehr schnell in die kritische Phase übergehen.

  • Ich habe bei zwei meiner Hunde, die P. bekommen hatten, nachher eine recht heftige Darmentzündung gehabt. Okay, die Hunde hatten einen vorgeschädigten Darm, als sie zu mir kamen, aber der scheint ja bei Deinem Hund auch nicht in Ordnung gewesen zu sein. Das, was nach einer solchen Behandlung, jeder Wurmkur und jedem Antibiotikum geschehen sollte, ist der sofortige Wiederaufbau der Darmflora mit einem der vielen vorhandenen Mittel. Z.B. Symbiopet gibt man über mindestens vier Wochen. Die Darmflora ist weggeputzt nach solchen Mitteln und dann kommen zuerst die pathogenen Darmbakterien zurück oder ein Darmpilz. Da ist es eben wichtig, sofort die "guten" Bakterien zuzuführen, damit die den Darm zuerst raumgreifend wieder besiedeln können.

    Der Zeitpunkt, wann die Schmerzen nach dem Fressen auftreten, kann ungefähren Rückschluss darüber geben, wo die Probleme liegen (Magen, Dünn- oder Dickdarm).
    Bin auch für viel Abwechslung beim Füttern, aber bis die Verdauung Deines Hundes wieder stabil ist, solltest Du eher darauf verzichten.
    Gut für eine geschädigte Schleimhaut im Verdauungstrakt sind aufgequollene Flohsamenschalen (auf die Schnelle kann man die aus dem Naturkostladen besorgen) oder gekochter Leinsamenschleim.

    Ja, Bauchspeicheldrüse, nicht Schilddrüse. Und bei allem, was mit der BSD ist, würde ich umgehend einen wirklich fähigen und erfahrenen Tierarzt oder eine TK aufsuchen, das kann sonst übelst in die Hose gehen, wenn es nicht erkannt oder richtig behandelt wird. Da ist der Hund schnell vierzehn Tage stationär in der TK mit Infusionen und künstlicher Ernährung... wenn er es dann schafft, das ist auch nicht immer gegeben.

    Dass viel Pinkeln mit Durchfall zusammenhängt, habe ich noch nicht gehört. Ich war ja nun nicht dabei, aber nach dem Geschriebenen bekomme ich den Eindruck, als wenn Dein TA da nicht wirklich weiter weiß.
    (Bei meiner Hündin waren im Sommer viel weniger Symptome vorhanden, aber die TÄin kam sofort auf den Gedanken einer BSD-Entzündung und hat die nötigen Untersuchungen und Behandlung veranlasst...)
    LG Petra

  • Emma, ja, Ares ist ein Greyhound.
    Dieser ruhelose Zustand war die letzten Tage am Abend, ansonsten ist er ein vitales Kerlchen. Lebendig und neugierig.
    Am Nachmittag habe ich versucht, eine nahe TÄ zu kontaktieren, die auch samstags geöffnet hat. Leider erfolgslos.
    Ich wohne in Niederbayern, kompetente TA sind hier rar gesäht. Bei meinen mom. TA ist mir gleich am Telefon das "Royal Canin blabla" empfohlen worden...
    Über den Tag verteilt hat er gekochte Putenbrust und das "Alette Gemüseallerlei" (Möhren, Erbsen und Kartoffeln) bekommen.
    Hat vll. jemand eine TA- Empfehlung?
    Das schuppige Fell könnte ja mit der BSD zu tun haben, oder? Sollte ich bis zum TAbesuch die Gassigänge ein wenig einschränken?

    Vielen Dank!

  • Das Dilemma mit den TÄen kenne ich auch nur zu gut. Daher habe ich auch keinen "Einen für alles"-TA, sondern mehrere - je nachdem, was gerade vorliegt. Eine Empfehlung habe ich leider nicht, da ich viel weiter oben wohne.
    Habt Ihr nicht eine vernünftige Tierklinik bei Euch ? Da hat man zumindest die Diagnostikmöglichkeiten alle an einer Stelle und einige Erfahrungen mit derartigen Erkrankungen sollten da auch vorhanden sein.
    Erbsen würde ich derzeit nicht geben, sondern nur Leichtverdauliches.
    Der schlechte Fellzustand kann sowohl von der BSD als auch von einer entzündeten und damit verdickten Darmschleimhaut kommen - Nährstoffe können bei beiden Erkrankungen nicht ausreichend aufgenommen werden, sondern kommen hinten wieder heraus.
    Ich würde Ares zumindest in nächster Zeit nicht irgendwie fordern, sondern nur möglichst ruhige und nicht allzu lange Spaziergänge unternehmen. Wenn er auch fit scheint, so wird er doch allein durch die krankheitsbedingte Mangelernährung Defizite haben, die sich auch auf seinen Kräftezustand auswirken. Und er braucht Kraft, um mit der Erkrankung fertig zu werden.
    LG Petra

  • Zitat


    Dieser ruhelose Zustand war die letzten Tage am Abend, ansonsten ist er ein vitales Kerlchen. Lebendig und neugierig.

    Das war bei uns genauso, Abends und Nachts waren es am schlimmsten, Ruhelos, gebrochen, Durchfall . . . Tagsüber hat man ihr nichts angemerkt, sie war eigentlich normal und man merkte ihr nichts an.
    Ich dachte am Anfang erst an Übersäuerung oder was falsches Gefressen . . . aber nachdem mein Hund sich dann nach 3 Tagen schreiend gekrümmt hat war klar dass es etwas Anders sein muss. Zum Glück können die TA das recht schnell im Blut und mit Ultraschall feststellen. Wir haben es dann auch schnell in den Griff bekommen, achten aber seitdem natürlich auch darauf was sie zu Fressen bekommt.

  • So, ich habe mir nun überlegt, wie ich vorgehe. Ich werde die Kot- und Urinprobe am Montag abgeben. Nun weiß ich nicht, ob es sinnvoll ist, die TÄ, die ich heute versucht habe zu kontaktieren, parallel aufzusuchen. Wenn beide nichts Gescheites unternehmen, führt mein Weg zur Tierklinik in München. Die ist zwar sehr weit weg (2 Std.), aber ich habe keine Ahnung, an welchen TA ich mich wenden kann. Es ist eine Tragödie...
    Ja, ich werde nur ruhige Spaziergänge mit Ares unternehmen.
    Sollte ich vll. bei der Apotheke etwas für den Darmaufbau kaufen und ihm dies schon jetzt verabreichen oder erst später? Kann ich ihm i-was geben, außer Schonkost? Noch scheint alles zu passen. Er ist schläfrig und liegt auf der Couch, aber das könnte sich noch ändern.
    Gestern war es am Schlimmsten. Er hat viel erbrochen und obwohl die letzte Mahlzeit 3-4 Std zurück lag, war sie größtenteils unverdaut (er hat Hühnerherzen und Nassfutter bekommen).

  • Ich würde die TÄin höchstens anrufen und nach ihren Untersuchungs-/Behandlungsvorschlägen fragen.
    Wenn man dann merkt, dass sie nicht so bewandert ist mit BSD-Geschichten, dann würde ich auch die Proben gleich mit in die Tierklinik nehmen. Alles andere kostet nur zusätzliches Geld, denn die Untersuchungen müssen sicherlich in der Klinik alle nochmal erfolgen. Die Klinik kann Deinen TA vor Ort informieren, welche Erkrankung vorliegt, wie behandelt werden muss, welche Medikamente gegeben werden müssen usw.
    Wenn er gestern so viel erbrochen hat, wird es allerhöchste Eisenbahn, dass eine geeignete Behandlung eingeleitet wird - m.M.n. Eine so ausgewachsene BSD-Entzündung, wo der Hund nichts mehr bei sich behalten kann, nicht mal Wasser, und für 10-14 Tage stationär aufgenommen werden muss, braucht Ihr sicher nicht. Es muss dann meist neben den Infusionen künstlich ernährt und sehr starke Schmerzmittel gegeben werden (Opiate). Dann bekommst Du Deinen Hund nicht mehr mit nach Hause.
    Wenn es mit der Schonkost (hast Du das Fleisch püriert/fein zerkleinert?) passt, dann würde ich kein Fitzelchen zusätzlich geben.
    Aus der Apotheke würde ich nichts besorgen, sondern nach Preisvergleich in einer Internet-Apotheke bestellen, das ist viel günstiger. Symbiopet ist immer gut, das sollte aber mind. 4 Wochen gegeben werden.
    Momentan ist aber die BSD-Erkrankung vorrangig zu behandeln, würde ich sagen, alles andere kann dann folgen.
    LG Petra

  • Hallo, bitte warte nicht ab, geh sofort in ne Klinik oder zu nem sehr guten und kompetenten TA. Wenn es die BSD ist, ist es gefährlich für den Hund zu warten. Ausserdem verdauen die Hund dann zum Teil die eigene Bauchspeicheldrüse. J länger man wartet umso mehr ist kaputt und wird nicht wieder hergestellt. Das hat dann schlimmere Spätfolgen, als wenn das Fortschreiten sofort gestoppt wird.
    Gute Besserung

  • ich nehme an, Ares ist von Barbara? Stehst Du noch mit ihr in Kontakt? Wie geht es den anderen Junghunden? alles durcheinander füttern ist nicht die Lösung - Schonkost pur bis es gut ist und dann noch ein paar Tage. Und ja, mit RC oder Hill´s machst Du nichts falsch und es funktioniert - auch wenn es so einigen nicht gefällt! Sonst würden wir das "Zeug" nicht so gut verkaufen...
    Die Bauchspeicheldrüse sollte doch schon längst untersucht sein - geht mit Schnelltest. Wie weit biste von Regensburg weg? Dann komm mal vorbei, wir haben reichlich Erfahrung mit Windigen...
    Vor allem hast Du doch auch geschrieben, daß er Futter unverdaut wieder bricht - wie lange nach dem Fressen? Die Speiseröhre sollte man da auch nicht außer Acht lassen...

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