Adieu, Gluten.

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    Hallo,


    da ich den vegetarisch/veganen Thread nicht zuspammen wollte, dachte ich, ich mache besser gleich einen neuen auf.
    Ich möchte testweise gern auf Gluten verzichten. Vielleicht gibt es hier ja Leidensgenossen, die vielleicht etwas Hilfe bei Aufklärung oder auch den ein oder anderen (Rezept-) Tip geben können?


    Lieben Gruß!

    “Dogs are great. Bad dogs, if you can really call them that, are perhaps the greatest of them all.”


    ― John Grogan, Marley and Me: Life and Love With the World's Worst Dog

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  • Ich habe gestern oder vorgestern in einer TV-Sendung gesehen, dass man nicht "einfach so" auf Gluten verzichten soll, sondern erst, wenn es eine eindeutige Diagnose gibt, dass wirklich eine Gluten-Unverträglichkeit vorliegt. Dazu gehören sowohl ein Bluttest als auch eine Darmspiegelung.


    Nur wenn beide Untersuchungen eindeutig sind, ist es wirklich eine Gluten-Unverträglichkeit, die es erforderlich macht, auf Gluten zu verzichten. Wenn das nicht so ist, sollte man Gluten nicht unbedingt meiden, da es auch wichtige Vitamine zuführt.


    Dort wurde auch gesagt, dass die Unverträglichkeit, die Symptome hervorruft, möglicherweise eher auf Fructose hindeuten könne. Aber auch das muss ärztlich geklärt werden und sollte nicht "einfach so" durch Meiden ausprobiert werden.


    Gerade, wenn du dich vegetarisch bzw. vegan ernähren möchtest, ist es ja wichtig, dass du dennoch alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine, Spurenelemente usw. zu dir nimmst, um keine Mangelerscheinungen zu entwickeln.


    Gruss
    Gudrun

    LEIKA (28.2.2003 - 2.6.2017, immer in unserem Herzen)


    "Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst wenn es gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: UNS!
    Michael Aufhauser - Gut Aiderbichl

  • Bei mir ist die Situation leider etwas schwierig, da die Symptome schon sehr lang bestehen und die Ärzte mir nicht mehr helfen. Bin nun bei einer Heilpraktikerin in Behandlung, die u. a. eine Weizenunverträglichkeit ausgependelt haben möchte. Das reine Weglassn von Weizen hat aber bisher nichts gebracht, daher dachte ich, ich teste doch einfach mal Gluten.
    Fructose ist bereits negativ getestet.
    Ich ernähre mich vegetarisch, mag jedoch reine Kuhmilch sowieso nicht und ersetze die dann mit Sojamilch oder -joghurt. Eier kaufe ich nicht im Handel, nur hin und wieder beim Nachbarn. Käse esse ich aber.

    “Dogs are great. Bad dogs, if you can really call them that, are perhaps the greatest of them all.”


    ― John Grogan, Marley and Me: Life and Love With the World's Worst Dog

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  • Hallo Zauberpony :smile:


    Darf ich einfach mal fragen, warum man das freiwillig macht? (ist nicht böse gemeint, interessiert mich einfach)


    Ich bin Zöliakie geschädigt und ich verstehe es einfach nicht, warum man sich das freiwillig antun sollte.... Ständig bringt man sein eigenes Essen mit und schaut anderen beim Essen zu...und teurer ist es auch noch.


    Gibt es denn medizinische Gründe, warum du auf Gluten verzichten willst/musst? Geht es dir schlecht? Hast du mit deinem Arzt darüber gesprochen, wurde Blut entnommen und eine Magen- und Darmspiegelung mit Probenentnahme durchgeführt?


    Teilweise bringt, nach gestellter Diagnose, leider überhaupt nichts, entweder ganz oder gar nicht und das heißt auch, dass du alles in deiner Küche was aus Holz ist und irgendwann mit Gluten in Berührung gekommen ist (Nudelwasser z.B.) erst Mal entsorgen kannst und neu kaufen musst.


    Denk auch dran, viele Medikamente sind nicht gf, grade freiverkäufliche Produkte sind weit aus öfter gh als man es sich vorstellen mag.


    Es gibt viel zu bedenken, gute Anhaltspunkte bieten natürlich die Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V. https://www.dzg-online.de/ und auch im Zöliakie Treff http://www.zoeliakie-treff.de/zoeliakie/index.php kannst du viele gute Tipps und Erklärungen finden.


    Natürlich gibt es nicht nur uns Autoimmun-Erkrankte, die auf g verzichten müssen, sondern auch noch solche die Glutensenitiv ragieren, sollten Symptome, ohne dass bei Diagnosestellung eine Zöliakie nachgewiesen weden konnte, vorhanden sein, wird empfohlen etwa 60-80 Tage komplett auf g zu verzichten, auch die Küche glutenfrei machen, auf alle Inhaltsstoffe achten (zu unserem Glück gibt es mittlerweile die Deklarationsplicht) wenn es einem dann deutlich besser geht, kann es sein, dass man glutenseinsibel ist und hält meist die Diät für etwa ein Jahr, danach fängt man langsam an g wieder zu sich zu nehmen. (Aber auch das würde ich ohne Symptome nicht tun....)


    Liebe Grüße


    ~Irr


    Edit: da hast du just in diesem Moment geschrieben, dass du Symptome hast, welche denn? Und was ist bis jetzt alles an Diagnostik gelaufen?

  • Meine Mutter leidet unter Zöliakie und muss daher vollständig auf Gluten verzichten. Wenn sie es zu sich nimmt, hat sie sehr starke Beschwerden. Als die Krankheit vor einigen Jahren zunächst trotz zahlreichster Untersuchungen nicht festgestellt wurde, nahm sie immer weiter ab und wog am Ende noch 38 kg und wenn es ein Homöopath nicht gefunden hätte, wäre sie vermutlich schlicht und einfach verhungert.
    Will sagen - Glutenunverträglichkeit macht sich sehr stark bemerkbar und man muss es ohne Beschwerden nicht durch Tests feststellen lassen.
    Wenn man der Meinung ist, dass mit dem Körper etwas nicht stimmt und man den Verdacht hat, es könnte mit dem Verzehr von Gluten zusammenhängen, sollte man unbedingt einen seriösen Test machen. Ansonsten kann es nämlich zu wirklich schlimmen Folgen im Körper führen. Als bei meiner Ma die Zöliakie noch nicht erkannt war und sie noch normales Brot & Co. aß, führte das neben der dramatischen Gewichtsabnahme z.B. dazu, dass der Körper selbständig permanten Alkohol produzierte und sie Leberwerte wie ein Alkoholiker hatte.
    Aber wenn es keine Anhaltspunkte gibt, dass man Gluten nicht verträgt, gibt es aus gesundheitlicher oder medizinischer Sicht keinerlei Grund, auf Getreide zu verzichten. Wenn man seinem Körper etwas Gutes tun will, verzichtet man auf Weißmehl und isst eher Vollkornprodukte.


    Allerdings scheint der Verzicht auf Gluten auch eine der neuen Moden zu sein, die aus Hollywood herüberschwappen. Die Schauspielerin Gwyneth Paltrow beispielsweise hat im letzten Jahr erneut ein merkwürdiges Kochbuch herausgegeben, in dem sie auf "psychospirituelle Ernährung setzt" und wo sie natürlich auch den Verzicht auf Gluten propagiert. Von Fachleuten wurde vor der dort empfohlenen Ernährung daraufhin ausdrücklich gewarnt. Es gibt wissenschaftlich keinerlei Nachweise, dass der Verzicht auf Gluten die Gesundheit verbessert. Gesunde Menschen, die nicht unter einer Gluten-Unverträglichkeit leiden, sollten nicht grundlos auf Lebensmittel wie Brot oder Nudeln verzichten, denn diese Lebensmittel neben Gluten auch noch andere energiespendende Nährstoffe, Ballaststoffe und Proteine, die für den Körper wichtig sind.


    Nach "low-carb" und anderen Hypes ist die Verteufelung von Gluten aus meiner Sicht eine neue "Ernährungs-Neurose" und wird demnächst vermutlich von "no food at all" oder anderen Scharlatanerien abgelöst.
    Ich habe auch oft den Verdacht, dass mit solch grundlosen Verzichten Essstörungen getarnt werden sollen.



    Mich regen solche "Modetrends" immer auf, weil ich in der eigenen Familie miterlebt habe, wie schlimm jemand krank wird, der eine solche Unverträglichkeit hat. Daher halte ich es für daneben, wenn selbsternannte "Ernährungsexperten" wie diese Schauspielerin dann einfach mal schlaue Bücher schreiben und damit "Trends" auslösen, die aus medizinischer Sicht Scharlatanerie sind. Die Leute sehen eine dünne, gutaussehende Schauspielerin, die den Verzicht auf Gluten propagiert und meinen dann, wenn sie auf Gluten verzichten, sehen sie genauso aus. Dabei ernähren sie sich anschließend einfach nur ungesünder.


    Abgesehen davon ist die glutenfreie Ernährung auch sehr kostenintensiv und bedeutet z.B. auch, die Kofferkapazität auf der Urlaubsreise zur Hälfte mit eingeschweißtem Brot auszufüllen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Zitat von "arcalis"


    Abgesehen davon ist die glutenfreie Ernährung auch sehr kostenintensiv und bedeutet z.B. auch, die Kofferkapazität auf der Urlaubsreise zur Hälfte mit eingeschweißtem Brot auszufüllen.


    Oh ja, was haben wir immer Essen dabei, wenn wir unterwegs sind :D und Töpfe und Pfannen und Besteck, meine halbe Küche muss ja mit, das meiste kann ich im Urlaub ja nicht benutzen... Sieht immer aus, als würden wir umziehen ;)


    Ach, meine Hundedamen leben auch gf, einfach damit es für mich leichter ist (ich weiß ist ein bißchen egoistisch) und ich nicht so aufpassen muss mit meinen Händen (nach dem Anfassen des Futters) und mit meinen Räumlichkeiten (Staub des Futters)

  • ein ganzer Haufen an Diagnostik... Beschwerden selt 2008 ca. 2x Spiegelung, Ultraschall, Gluten, Laktose, Fruktose in Gastroenterologischem Zentrum getestet, Histamindiät über 6 Wochen durchgezogen, Buscopan, Pantoprazol über mehrere Wochen, Neurodoron, dann: "ist wohl psychisch bedingt" und "sie GLAUBEN vllt die Beschwerden wären so stark, aber das ist gar nicht so". Ehm. Nein. Teilweise sehe ich aus wie im 7. Monat schwanger, weil der Bauch so dick ist. Und weh tut er sowieso quasi durchgehend.
    Jetzt also diese Bioresonanzgeschichte und seither sei 6 Wochen Verzicht auf Weizen, Kuhmilch, Emulgatoren u Konservierungsstoffe.
    Aus Spaß "möchte" ich sicher keine Glutenunverträglichkeit haben, nur hilft mir keiner mehr, ich weiß nicht, wohin ich mich wenden soll. Daher diese Idee um zu sehen, ob es vielleicht Besserung bringen könnte. :ka:

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    ― John Grogan, Marley and Me: Life and Love With the World's Worst Dog

  • Zitat von "zauberpony"

    Und weh tut er sowieso quasi durchgehend.


    Wäh, das ist ganz doof. :sad2:
    Ich habe Phasenweise starke Bauchweh und das ist echt ätzend.
    Aber mal eine blöde Frage (da hast du vermutlich schon dran gedacht): Hört sich ja schon nach einer Unverträglichkeit an. Kann ja aber auch was ganz anderes wie Gluten sein. Hast du denn mal ein Ernährungstagebuch geführt um zu gucken ob du so rausfindest, mit welchen Lebensmitteln es stärker wird mit dem Blähbauch?

  • Zitat von "Tanzbaerin"

    Ich habe gestern oder vorgestern in einer TV-Sendung gesehen, dass man nicht "einfach so" auf Gluten verzichten soll, sondern erst, wenn es eine eindeutige Diagnose gibt, dass wirklich eine Gluten-Unverträglichkeit vorliegt. Dazu gehören sowohl ein Bluttest als auch eine Darmspiegelung.


    Nur wenn beide Untersuchungen eindeutig sind, ist es wirklich eine Gluten-Unverträglichkeit, die es erforderlich macht, auf Gluten zu verzichten. Wenn das nicht so ist, sollte man Gluten nicht unbedingt meiden, da es auch wichtige Vitamine zuführt.
    Gudrun


    Ja, was im Fernsehen kommt...


    Sorry, ich arbeite beim Fernsehen, ich darf da skeptisch sein.


    Bei mir ist die Unverträglichkeit nicht so ausgeprägt, dass es sich im Blutbild zeigt, eine Darmspiegelung habe ich nicht gemacht. Für die Schulmedizin gibt es leider immer noch nur "ganz oder gar nicht" - dass man auch leichtere Unverträglichkeiten haben kann, ohne gleich eine lebensbedrohliche Zöliakie zu haben, ist noch nicht akzeptiert.


    Und was die Vitamine angeht: ein chronisch entzündeter Darm führt zu Mangelernährung. Ich habe jahrzehntelang Vitaminspritzen bekommen, weil ich über die Nahrung vieles einfach nicht aufnehmen konnte. Auf Anraten einer Heilpraktikerin habe ich es glutenfrei probiert und siehe da, binnen Tagen hatte ich - das erste mal seit 30 Jahren! - kein Bauchweh mehr.


    Gluten ist ein Eiweiß, dass Pflanzen gegen Insekten schützt. In der Menge, in der wir es durch modernes Hochleistungsgetreide aufnehmen, kommt es natürlich nicht vor und viele Menschen vertragen es nicht gut.


    Was essen und woher nehmen?


    Das einfachste ist erst mal, Brot wegzulassen. Suppe und Salat machen auch ohne Brot dazu satt.


    Von Schär (gibt es bei DM und auch bei Edeka) gibts ganz gutes Brot und Nudeln, auch Wraps und Pizzaboden. Schmeckt nicht so lecker wie richtiges... aber besser als viele glutenfreien Marken. Das Brot immer unbedingt toasten!


    Zum Frühstück esse ich Cornflakes, es gibt viel Reis und Kartoffeln. Für Vegetarier ist es sicher noch ein wenig schwieriger - ich habe richtig Appetit auf Fleisch bekommen, weil das Gluten ja ein Eiweiß ist, dass der Körper dann woanders her haben möchte. Aber da gibts ja gute Alternativen, denke ich.


    Man ne Sosse, in der ein Löffel Mehl ist, eine Panade oder auch mal ab und zu ein kleines Stück Kuchen machen mir gar nichts aus. Ich muss auch die Kochgeräte nicht auseinanderhalten oder sowas. Das ganz strikte Trennen ist zwar sicher noch besser, aber da wirds dann echt kompliziert. Und wie gesagt, von einer echten Zöliakie bin ich weit entfernt, und du vermutlich auch, sonst wärst du kränker...


    Ich bestelle meinen Vorrat an Brot etc meist einfach im Internet, da ist es am günstigsten:


    querfood.de


    Geheimtipp: Ikea hat so leckere Tiefkühltorten, da steht zwar nicht glutenfrei drauf, sie sind es aber, bestehen nur aus Nüssen und so... lecker



    Tja, und warum tut man sich sowas an... 30 Jahre Bauchkrämpfe, fast täglich, Ärzte, die keine Ahnung haben, was es ist (Stress...ja klar), dauernd krank, unerklärliche Mangelernährung, Allergien, extreme Stressanfälligkeit, irgendwann war ich einfach "durch".
    Und was hatte ich alles probiert...


    Dann ohne Gluten: nach 3 Tagen auf einmal gute Verdauung, keine Schmerzen mehr! und ich habe mich sehr gut erholt. Ich bin fitter, habe weniger Allergien, vertrage jetzt auch Milchprodukte wieder (bleibe aber zuhause bei laktosefreier Milch) - ja und eben: kein Bauchweh mehr, keine Blähungen... das ist es mir wert.
    Auch wenn der Hausarzt meint, das bilde ich mir nur ein. Tja, wäre meine Einbildungskraft nur sooo gut, dann würd ich mir gleich noch einen Lottogewinn einbilden.

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