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Pöbeln beim Wegziehen, weitergehen

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    Ich habe seit Ende August den 2jährigen Schnauzermix Felix bei mir.
    Ein total lieber,verschmuster Hund seit er bei uns ist.
    Ich habe ihn von der Chefin meiner Tochter übernommen,die mit ihm nicht klar kam.Sie hat noch 2 andere Hunde und Felix war sozusagen das "schwarze Schaf".
    Die Vorbesitzerin hat mir erzählt das er zum Leinenpöbler wurde,nachdem sie einen Unfall hatte und nicht mehr richtig laufen kann.Er würde andere Hunde anpöbeln.
    Ansonsten wäre er ein superlieber Hund!
    Von meiner Tochter habe ich im Nachhinein erfahren das Felix in der Wohnung immer in einer Box gehalten wurde,weil er sonst alles kaputt machen würde.Mit ihm sind immer andere Leute Gassi gegangen und er hat Traktoren,Motoroller,Fahrräder,Kinder auf Inlinern,Kühe,Autos und andere Hunde angepöbelt und dabei auch geschnappt.
    Als ich ihn bekam,fiel mir auf das er heftigst an der Leine zerrt und gar nicht abrufbar oder ansprechbar ist.
    Zu Hause war er eine Katastrophe.Er ging über Tisch und Bänke.Spielen war kaum möglich.
    Hat man ihn einen Ball aportieren lassen,hat er ihn zwar gebracht,aber nicht hergegeben,sondern sofort geknurrt.
    Ich habe mich dann weggedreht und das Spiel beendet.
    Wenn er ihn dann abgelegt hat und man den Ball irgendwann wieder aufgenommen hat,ist er sofort danach gesprungen und hat danach geschnappt.
    Ich habe ihn dann an den Clicker gewöhnt,was auch sehr schnell Erfolg zeigte.
    Mittlerweile ist er ruhig,bringt das Spielzeug,legt es ab und macht Sitz.Bei Zerrspielen lässt er bei Aus auch sofort los. In der Wohnung ist er sehr gut kontrollierbar,hört und bleibt auch alleine.Ohne Box und ohne was kaputt zu machen!
    Das Leinenzerren ist schon viel besser geworden,mit viel Übung und vielen Leckerlis.
    Sobald er aber einen anderen Hund sieht oder schon wittert,ist er nicht mehr abruf- oder ansprechbar.Er baut sich auf und lässt ihn nicht mehr aus den Augen.
    Kommt er an den Hund nicht dran (andere Strassenseite) knurrt er kurz und fängt dann an zu bellen und zu ziehen wie verrückt.Er stellt sich auf die Hinterbeine und lässt voll den Larry raus.
    Ansprechen oder ablenken ist nicht möglich.Ich habe alles versucht:Ihm Leckerchen vor die Füße geworfen,den Clicker eingesetzt,mit einem Vibrationshalsband (ohne Elektroimpuls) gearbeitet,mit Wasserspritzen,mit Kies in einer leeren Flasche,ignoriert und stehengeblieben,ignoriert und weitergegangen usw usw.
    Nix hat bisher was gebracht.
    Ich habe ihn nun schon soweit das er nicht mehr pöbelt wenn ein Hund auf der anderen Strassenseite ist und ihn anpöbelt.
    Ich lasse ihn auch zu den Hunden (wenn die Halter des anderen Hundes es erlauben,was leider selten der Fall ist),er schnuppert,wedelt und fordert zum Spielen auf.Die Leine lasse ich dabei locker.
    Zieht der andere Halter aber den Hund weg oder gehen weiter,fängt Felix wieder an zu knurren und zu bellen.
    Die Rute ist dabei nach oben gerichtet,der Kamm ist aber nicht aufgestellt.
    In unserer Nachbarschaft gibt es einen Rüden,mit dem tobt er auch ohne Leine herum.Dabei ist er eher unterwürfig und der andere dominanter.Wenn der andere Hund weg geht und ich nehme Felix wieder an die Leine,ist alles ok.Er winselt dann,aber baut sich nicht auf.Mit dem Rüden einer Freundin ist es genauso.Die beiden haben sich ohne Leine in der Wohnung kennengelernt,spielen miteinander und auch draussen klappt es wunderbar.Wie bei allen Hunden,die er kennt.
    Kinder sind kein Problem mehr ( mit meinem Sohn 11 Jahre ging es von Anfang an supergut),solange sie nicht kreischend vor ihm weglaufen,oder vor ihm stehen bleiben und ihn angucken.Dann fängt er wieder damit an.
    Mein Freund fährt Motorroller und wenn er von der Arbeit kommt und den Roller in die Garage fährt und wir sind grade draußen ist alles ok.Aber wehe er fährt weg.Dann ist die selbe Problematik wie mit anderen Hunden.
    Wir gehen 3 mal täglich Gassi.Morgens ungefähr 30 min,mittags zwischen ein und zwei Stunden und abends auch ca 30 min.Mittags nehme ich eine Schleppleine mit und lasse ihn auf einem Feld laufen und werfe dann Stöckchen,die er auch ohne Zuruf wiederbringt.
    Ich habe auch gedacht das er diese Pöbelei lässt,wenn er richtig platt ist.Aber auch nach 1 Stunde Action auf dem Feld (wo er sich dann schon ablegt und hechelt) pöbelt er wenn er an einen entgegenkommenden Hund nicht rankommt.
    Leider beziehe ich seit Ende September gesundheitsbedingt ALG1 (was bei Anschaffung des Hundes nicht absehbar war) und kann mir zur Zeit einen Hundetrainer nicht leisten.
    Freunde von mir (selber keine Hundehalter)raten mir den Hund abzugeben,da er eine tickende Zeitbombe wäre,aber das ist für mich keine Option.
    Die ganze Sache ist einfach total ritualisiert und ich habe noch nicht die Lösung gefunden wie ich ihm helfen kann entspannter zu werden.
    Daher hoffe ich hier vielleicht einen Tip zu bekommen wie ich Felix helfen kann.Ich weiss das ein Hundetrainer sicher das Beste wäre,aber im Moment geht es wirklich nicht. :sad2:
    Achja,wenn er buddelt,dann interessieren ihn andere Hunde nicht die Bohne.Die können dann sogar an ihm schüffeln ohne das ihn das interessiert.

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  • Hast du mal mit ihm gezielt ein Alternativverhalten aufgebaut?
    Also etwas was er statt dem Pöbeln machen soll.
    Kündigst du den Reiz vorher an? (Immer gleich für den Kontext) oder wie genau läuft so eine Begegnung im Detail ab? Wurde mal die Schilddrüse untersucht?

  • Hm.... das gleiche Verhalten kenne ich auch. Von (m)einem ehemaligen Straßenhund. Auch das mit den Kindern bzw. Menschen. Mir wurde auch gesagt, das er mir irgendwann die Kinder fressen würde. Hat er nicht getan und er ist heute noch hier.


    Vermutlich ist Dein Hund höchst unsicher und weiß einfach nicht wie er sich verhalten soll, weil es ihm nie jemand beigebracht hat. Bedenke, der Stress, wenn er in der Leine hängt und völlig am ausflippen ist, ist für ihn mindestens genau so groß wie für Dich. Also cool bleiben.


    Manchmal liegt es auch am falschen Umgang mit der Leine. Was tust Du wenn Du einen anderen Hund siehst? Steigt Deine Anspannung, greifst Du in die Leine, nimmst ihn kürzer, sprichst Du Deinen Hund an? Das alles können Signale zum Angriff sein.


    Hast Du keine Möglichkeit auf einen Hundeplatz zu gehen? Die sind meist gar nicht teuer.


    Frisst er gerne?


    Ich würde versuchen eine Bindung zu ihm aufzubauen, ihn mehr auf Dich fixieren, Vertrauen aufbauen, allsowas eben.

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  • Klingt für mich so, als würde er "bloß" seinen geballten Frust rausschreien, weil er nicht zu den Hunden hin darf. Oder weil dein Freund mit dem Roller wegfährt. Das findet dein Hund doof und teilt seinen Frust der Welt mit. Ich halte es deshalb für sehr unwahrscheinlich, dass er eine "tickende Zeitbombe" ist, wie deine Freunde sagen.
    Der Hund meiner Mutter ist auch so, der hat leider nie gelernt, mit Frust umzugehen und sich zu beherrschen. Das solltest du deinem Hund nun nachträglich (langsam und schonend) beibringen. :smile:

  • Unsere Tierschutzhündin hat sich ganz ähnlich verhalten. Bei ihr war es auch größtenteils Frust, dass sie nicht hindurfte und teilweise Unsicherheit, da sie sich von manchen Hunden bedroht gefühlt hat.


    Wir haben versucht, ihr viele Sozialkontakte ohne Leine zu ermöglichen, zum Beispiel auf einer Hundewiese, damit das Bedürfnis schon mal "gestillt" wird. Zudem haben wir dann konsequent keinen Kontakt an der Leine zugelassen. Egal, ob es ums Spielen oder Pöbeln ging. Kam ein unangeleinter Hund auf uns zu gerannt, haben wir sie entweder schnell los gemacht oder versucht, den anderen Hund zu blocken. So lernt sie, dass sie sich nicht aufzuregen braucht, es wird ohnehin nichts passieren.


    Beim Pöbeln haben wir ganz zu Anfang auch gemaßregelt/abgelenkt, kurzer Tipp an die Schulter und gelobt wenn sie ruhig war, unter Anleitung eines Trainers. Wir haben es benutzt, um sie anfangs aus dem Verhalten raus zu holen, da sie gar nicht ansprechbar war. Das wird hier aber kontrovers gesehen.


    Nimmt er denn draußen Leckerchen generell an oder nicht so? Bei uns hat das etwas gedauert, bis Zoey draußen etwas gefressen hat. Wichtig ist bis heute, ganz kleine Stücke zu nehmen, die sie schnell verputzen kann. Zudem haben wir anfangs viel mit dem Futterbeutel trainiert. Nebenbei haben wir an ihrem Selbstvertrauen gearbeitet (sie wollte anfangs immer schnell aufgeben, wenn sie etwas nicht gleich erreicht hat) sowie an der Frusttoleranz.
    Wir haben auch oft Apportierspiele gemacht und sie musste die Aufgabe ausführen (bzw wir mussten sie erinnern), auch wenn andere Hunde in der Nähe waren und dann wurde viel getobt - wir waren spannender. Den Abstand zu den anderen Hunden konnten wir dann immer weiter verkleinern. Das hat sich auch positiv auf Leinenkontakte ausgewirkt.


    Insgesamt wurde so ihr Verhalten immer besser. Sie wurde dann gut ablenkbar durch Leckerchen oder sprachliche Signale und wir konnten den Abstand zu anderen Hunden immer mehr verkleinern (in kleinen Schritten). Zoey fällt es übrigens bis heute leichter, schwierige Ablenkungen im Sitzen zu "ertragen" als in der Bewegung (Vorbeigehen), aber ich glaube das ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Wir haben anfangs jedenfalls sehr viel mit "Sitz" gearbeitet.


    Und ich stimme den Vorrednern zu, von dem was du beschreibst, ist das keine tickende Zeitbombe. Da du daran auch arbeiten möchtest/wirst, wird das Verhalten in Zukunft bestimmt eher besser als schlimmer.
    Viel Erfolg!

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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  • Zitat von "whitekessy"

    Hast du mal mit ihm gezielt ein Alternativverhalten aufgebaut?
    Also etwas was er statt dem Pöbeln machen soll.
    Kündigst du den Reiz vorher an? (Immer gleich für den Kontext) oder wie genau läuft so eine Begegnung im Detail ab? Wurde mal die Schilddrüse untersucht?


    wie soll ich ihm ein Alternativverhalten aufbauen wenn er schon bevor ich den anderen Hund sehe fast explodiert :D er ist dann nicht mehr ansprechbar,abrufbar und lässt sich auch nicht ablenken.
    Wenn er wie gestern und vorgestern nicht zurückpöbelt wenn der Hund auf der anderen Strassenseite ihn anpöbelt,bekommt er ein wenig Leberwurst aus der Tube.Die bekommt er nur wenn er was richtig gut gemacht hat.
    Obwohl ich mir da auch die Frage stelle ob es richtig ist ihn zu belohnen,weil er ja trotzdem total aufgebracht ist und sich aufbaut,er bellt halt nur nicht.
    Wenn ich die "Störfaktoren" vorher sehe,gehe ich normal weiter,nehme ihn nicht kürzer oder so.ich nehme ihn erst zurück wenn er auf den Hund losgehen will,falls es überhaupt dazu kommt,denn die meisten wechseln schon die Strassenseite wenn sie uns nur von weitem sehen,biegen irgendwo ab oder gehen zurück.
    Wenn wir um eine Ecke biegen wo uns ein Hund entgegen kommt und der ist noch weit genug weg zum Ausweichen,dann biege ich halt ab ohne irgendwas zu sagen und gehe wie gewohnt weiter.Er zieht dann zwar in die andere Richtung und reagiert auch nicht mehr,weder auf Zuruf,noch auf Berührung,noch auf Leckerchen oder Clicker.
    Es ist als wenn er nur noch den Hund wahrnimmt und nix anderes.
    Wenn er dann doch irgendwann dann mal wieder aufgibt und neben mir ist,dann geb ich das Kommando Sitz und warte ein wenig,damit er sich beruhigt und gehe dann weiter.
    Nein die Schilddrüse wurde noch nicht untersucht.Bei mir zumindest nicht und bei der Vorbesitzerin auch nicht,denn die hat sich ja eh nicht um ihn gekümmert.


  • Ja ich bleibe cool.Mein Bedenken liegt dann aber immer nur darin:Was mache ich im Winter mit ihm wenn wir mal im Schnee toben wollen? Sobald ein anderer Hund dazu kommt,ist doch eh wieder Stress angesagt.
    Wir sind im Sommer gerne in den großen Stadtparks unterwegs oder mal in der Stadt.
    Das wäre Stress pur und mein Freund verzieht jetzt schon das Gesicht wenn wir Gassi gehen und es fängt wieder an.Da sagt er schon: Na toll ein entspannter Spaziergang bei dem wir uns unterhalten ist gar nicht möglich wenn er dabei ist.Wie soll das erst im Sommer werden,wenn noch mehr Hunde unterwegs sind.
    Er hat ja Recht.


    Wenn ich einen anderen Hund sehe,geh ich normal weiter,wortlos ohne in die Leine zu fassen.
    Hundeplatz würde ich gerne gehen,aber die in der näheren Umgebung sind leider total voll.
    Da hab ich schon überall angerufen als ich ihn grade gut hatte.Ich habe meine Telefonnummer hinterlegt und mir wurde gesagt sie melden sich sobald ein Platz frei wird.Die nehmen halt nur eine gewisse Anzahl auf :|
    Wird aber dieses Jahr nix mehr werden.Vielleicht im Frühjahr.


    Fressen geht so.Er bekommt morgens sein Frühstück (Frolic) was er aber manchmal auch liegen lässt.Anderes Trockenfutter nimmt er nicht,hab hier schon viele angebrochene Tüten stehen.
    Mittags geht er an gar nix ran,egal was ich ihm hinstelle und am späten Nachmittag kriegt er halt selbst gekochtes,was er aber auch nicht immer auffrisst.


  • Hundewiese ist gut,das hab ich auch schon versucht :D
    leider mit dem Erfolg das beim ersten Mal die beiden Halter durch den hinteren Eingang abgehauen sind,als wir ankamen und Felix wegen den Hunden ja schon wieder den Larry gemacht hat.
    Beim zweiten mal war ein älterer Herr mit seinem Pudel auf der Hundewiese,der hat sich von innen vor das Tor gestellt und wollte uns wegen dem Theater das Felix wieder gemacht hat nicht reinlassen,weil Felix ja (Originalton) ein gefährlicher HUnd sei und seinen eh nur beissen würde.


    Ich käme gar nicht erst dazu den unangeleinten Hund zu blocken wenn er auf uns zugerannt käme,weil Felix sofort ausflippen würde.


    Als ich grade mit ihm Gassi gegangen bin,habe ich es tatsächlich geschafft ihn mal zurückzuziehen als ein anderer Hund kam und Felix wieder voll in Rage war.Ich wollte einfach mal schauen ob er auf Berührung reagiert.Das Ergebnis war,das er nach meinem Bein geschnappt hat und auch gut getroffen hat.Es ist jetzt schon dunkelblau und ich habe blutige Abdrücke von seinen Zähnen.
    Leckerchen nimmt er draußen gern an.Von Anfang an schon.Ich hab extra fürs Gassi gehen welche geholt,die etwas größer sind als eine Erbse.Oder halt kleingeschnittene Fleischwurst.
    Apportierspiele mache ich täglich draußen mit ihm an der Schleppleine und das klappt auch gut,solange kein anderer Hund sichtbar ist.Dann lässt er das was er grade im Maul hat fallen und es geht sofort wieder los.


    Naja nach dem Vorfall heute morgen bin ich wirklich arg gefrustet und weiss bald nicht mehr weiter.Wenn mein Freund die Blessur sieht,dann wird er eh sagen:Der Hund muss weg.
    Aber ich bringe es halt nicht übers Herz.
    Ich bin wirklich verzweifelt.
    Das schlimme an der Situation ist das ich bald für ca 10 Tage ins Krankenhaus muss und mein Freund in der Zeit Urlaub hat und dann mit Felix Gassi geht. Sollte so ein Vorfall wie heute bei ihm passieren,wird er nicht lange fackeln.
    Er ist der Meinung beisst er einmal,beisst er immer und irgendwann beisst er unseren Sohn und bevor das passiert würde der Hund wegkommen. :verzweifelt:

  • Da klingt einiges im Argen :verzweifelt:


    In so einem Fall ist wirklich eher ein Trainer vor Ort, der sich das Ganze anschaut, eine bessere Hilfe. Da dieser zeitnah reagieren kann, und Euch auch alles erklären kann, was da gerade so passiert, und wie Ihr damit umgehen sollt.
    Eventuell könnte man im Tierschutz nachfragen, ob die einen Trainer haben, oder jemand wissen, der Ahnung hat und auch gerne bereit ist, Euch so zu helfen?
    Vielleicht weiß auch ein Tierarzt jemanden, der da hilft?




    Wenn man so quer liest, hat man schon ein wenig das Gefühl, daß es um einen unausgeglichenen, überforderten und unsicheren Hund, gepaart mit einer ordentlichen Menge Frust, handeln könnte.


    Da wäre die Frage, ob der Hund ein Hobby, eine Aufgabe hat, die er nachgehen kann?
    Damit meine ich, was Ihr als Team gemeinsam macht. Zum Beispiel Zielobjektsuche, Schnüffelspiele, Tricks erarbeiten, Fährten, Trailen, Dummyarbeit, normale Unterordnung (Grundgehorsam), .......




    Was würde passieren, wenn Du (falls es überhaupt bei Euch so geht) in einer bewußt gewählten Trainingssituation, sobald vorne "Feind Hund" sichtbar wird (dieser dann natürlich auch dort bleibt, also nicht auf Euch zukommt), Du Dich einfach mitsamt Hund umdrehst und erst einmal aus der Situation herausgehst?
    Denn das wäre erst einmal mein Trainingsansatz. Dem Hund Sicherheit geben, indem ich den Abstand zum "Feind" vergrößere.
    In dieser Distanz kann man dann mit dem Hund auf und ab gehen, und seine Aufmerksamkeit einfordern. Ist er ruhig und entspannt, und schaut auch den Halter an, kann dies belohnt werden.


    Klappt dies gut, könnte man die Distanz zum "Feind" etwas verkürzen, und dort weiter trainieren. Ist er weiterhin entspannt und aufmerksam, geht es den nächsten Schritt näher zum "Feind".


    Oft hilft es auch den Hunden, insofern genug Platz vorhanden ist, daß man nicht direkt auf den "Feind" zugeht, sondern leichte Bögen läuft. Also weg vom "Feind", und am besten noch mit dem Körper vom Halter zwischen den "Feind" und neben dem eigenen Hund.


    Das wäre für mich der erste Schritt fürs Training.


    Im Alltag, wenn die "Feinde" auf einem zukommen, weil sie ja ein Ziel vor Auge haben, ist es etwas schwieriger umzusetzen. Da sollten allerdings Bögen, wenn genug Platz vorhanden ist, gemacht werden.





    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Zitat von "Dortmund14"

    wie soll ich ihm ein Alternativverhalten aufbauen wenn er schon bevor ich den anderen Hund sehe fast explodiert :D er ist dann nicht mehr ansprechbar,abrufbar und lässt sich auch nicht ablenken.


    Das baust du in reizarmer Umgebung gezielt auf und bietest es ihm dann rechtzeitig in ausreichender Distanz an. Da bietet sich etwas an, was dem Impuls nach vorne zu gehen entspricht : also etwas mit Bewegung. Nach und nach wird dann der Reiz zum auslöser für das Alternativverhalten. Bei uns hat das wunderbar und recht schnell funktioniert. Für euch fände ich auch Zeigen und Benennen als Management mmn auch ganz sinnvoll, da er ja bei Sichtung schon reagiert.
    http://markertraining.de/zeige…kommunikation-verbessert/


    Zitat von "Dortmund14"


    Wenn er wie gestern und vorgestern nicht zurückpöbelt wenn der Hund auf der anderen Strassenseite ihn anpöbelt,bekommt er ein wenig Leberwurst aus der Tube.Die bekommt er nur wenn er was richtig gut gemacht hat.
    Obwohl ich mir da auch die Frage stelle ob es richtig ist ihn zu belohnen,weil er ja trotzdem total aufgebracht ist und sich aufbaut,er bellt halt nur nicht.


    Du kannst Emotionen in dem Sinn nicht verstärken, aber du kannst die Emotion verändern und dem Hund nach und nach vermitteln, dass ein anderer Hund = super Belohnung ist. Für den Fall wäre auch eine Intermediäre Brücke (IB) etwas (überbrückt die Zeit zwischen Kommando und Belohnung), die dem Hund sagt : so wie du dich grade verhälst, das ist super - halt noch ein bisschen durch, dann bekommst du deine Belohnung. Das ist schnell aufgebaut und lässt sich in Momenten einsetzen in der der Hund mit etwas Unterstützung die Situation aushalten kann ohne Fehler zu machen.
    Wie würde er sich denn verhalten wenn du z.B. in dem Muster reagieren würdest :
    Hund kommt auf anderer Strassenseite, du siehst ihn, kündigst ihn an "Da ein Hund etc." und lässt ihn dann an der Futtertube lecken?


    Zitat von "Dortmund14"


    Wenn ich die "Störfaktoren" vorher sehe,gehe ich normal weiter,nehme ihn nicht kürzer oder so.ich nehme ihn erst zurück wenn er auf den Hund losgehen will,falls es überhaupt dazu kommt,denn die meisten wechseln schon die Strassenseite wenn sie uns nur von weitem sehen,biegen irgendwo ab oder gehen zurück.


    Also du reagierst praktisch nicht, sondern wartest bis etwas passiert?


    Zitat von "Dortmund14"


    Wenn wir um eine Ecke biegen wo uns ein Hund entgegen kommt und der ist noch weit genug weg zum Ausweichen,dann biege ich halt ab ohne irgendwas zu sagen und gehe wie gewohnt weiter.Er zieht dann zwar in die andere Richtung und reagiert auch nicht mehr,weder auf Zuruf,noch auf Berührung,noch auf Leckerchen oder Clicker.
    Es ist als wenn er nur noch den Hund wahrnimmt und nix anderes.


    Wie ist denn die Körpersprache in dem Moment? Wie wirkt er auf dich?
    Kennst du Clickersalve bzw. hast es vielleicht einmal versucht?
    Ist praktisch ein Dauerklicken dass den Zweck hat den Hund kurzzeitig aus seinem Verhalten rauszuholen und man diesen Moment nutzen kann um wieder bewusst "einwirken" zu können.

    Zitat von "Dortmund14"


    Wenn er dann doch irgendwann dann mal wieder aufgibt und neben mir ist,dann geb ich das Kommando Sitz und warte ein wenig,damit er sich beruhigt und gehe dann weiter.


    Lobst du ihn dann auch? oder ist es nur ein das "Sitz"?

    Zitat von "Dortmund14"


    Nein die Schilddrüse wurde noch nicht untersucht.Bei mir zumindest nicht und bei der Vorbesitzerin auch nicht,denn die hat sich ja eh nicht um ihn gekümmert.


    Vielleicht mal in Angriff nehmen, oft ist Sie mit für so ein Verhalten verantwortlich und der Hund kann mit Thyroxin das in Tablettenform verabreicht wird viel besser mit solchen Situationen umgehen. Ein Test kostet um die 80 Euro (T4, freies T4,TSH,T3,freies T3 wird benötigt - die meisten TÄ nehmen nur T4 und TSH)

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