ANZEIGE
Avatar

Verschiedene Probleme

  • ANZEIGE

    Hi zusammen,


    wir haben einen neuen Welpen in unserer Familie
    und ganz ehrlich gesagt - fühl ich mich zur Zeit
    teilweise völlig überfordert.
    Ich bin mit einem Hund groß geworden,
    war auch sicher gut mit dem Tier umgehen zu können.
    Aber es ist mein erster Welpe und er scheint
    eine diebische Freude daran zu haben,
    permanent nur Grütze zu machen. :headbash:
    Ich habe verschiedene Seiten durchforstet.
    Aber 1. widersprechen sich Hunderatgeber gerne mal
    und 2. bin ich auch etwas verunsichert, ab welchen Alter
    man streng durchgreifen sollte.
    Ich liste mal unsere schlimmsten Probleme auf:
    1. Er macht andauernd hin, obwohl wir teilweise
    jede Stunde mit ihm gehen. Oben kann er vermeintlich
    nicht halten und unten will er nicht machen.
    Es ist schon etwas besser geworden. Er hat generell
    auch schon mal unten gemacht, aber meistens ist
    er schneller als wir. (Muss man da einfach Geduld haben?)
    2. Er frisst alles. Teppich, Tapete, Kabel und am liebsten
    sein eigenes AA. :tropf: Wir sagen nein und versuchen ihn
    von Anfang an zu erziehen. Aber er hört momentan einfach
    überhaupt nicht.
    3. Er kaut auf allem rum, obwohl er Kauspielzeuge hat.
    An sich wäre ich geduldig. Aber seine Lieblingsobtjekte
    sind unsere Hände und Füße. Und diese spitzen Zähne
    tun manchmal echt weh. Wir sagen nein, ignorieren ihn
    sogar mal kurz. Aber er ignoriert das völlig, wird eher noch gröber.
    Das sind so die Hauptdinge, wobei das größte Problem seine
    Erziehung Resistenz ist.
    Und ich fühl mich wie ein Versager, weil ich nicht mal den Hund
    in Griff kriege und mein Freund am liebsten ein Kind (also
    allgemein in Zukunft) will.
    Ich wäre für Tipps oder Links (wenn es die Themen schon
    gibt) echt dankbar.
    Falls es relevant ist, hier ein paar Daten zu meinem Liebling:
    Es ist ein Labrador (angeblich reinrassig, aber wir durften uns
    schon öfter anhören dass er ein Mischling sein muss).
    Es handelt sich wie erwähnt um einen Rüden
    und er ist 3 Monate alt.
    Vorher war er bis vor kurzem bei einer anderen
    Besitzerin, die meiner Meinung nach kaum Ahnung
    von Hunden hat. Dort wurde er scheinbar gar nicht
    erzogen und von einem sehr giftigen Taschenhund
    untergebuttert.
    Allgemein hätte ich noch 'ne Frage:
    Können Hunde Ohrfehlstellungen haben?
    Bei unserem hängt sein eines Ohr immer so schief/halb
    stehend über den Kopf. Wogegen das andere normal
    runter hängt.
    Oder entwickelt sich das einfach noch wegen Wachstum?


    Liebe Grüße, Lyn

  • ANZEIGE
  • Mit 3 Monaten ist es nicht ungewöhnlich, dass Stubenreinheit noch nicht sitzt. Rein körperlich kann euer Welpe seine Schließmuskeln noch nicht vollständig kontrollieren. Einfach weiterhin häufig raus, doll alles loben, was draußen gemacht wird und alles was in die Wohnung geht kommentarlos wegmachen.


    Beißhemmungen kann man auf verschiedene Weise beibringen, häufig klappt quietschen gut und wenn ihr eine gute Welpengruppe besucht, dann bringen sich das die Welpen auch gegenseitig bei. Knabbern, kauen und "beißen" ist ebenso nicht ungewöhnlich, da euer Welpe langsam zahnt und das tut weh.


    Habt ihr "Nein" oder "Aus" denn mal als Kommando richtig beigebrach? Wenn nicht hat das Wort allein nämlich keinerlei Bedeutung für einen Hund/Welpen (manchmal denken Leute der Hund wüsste trotzdem was gemeint ist, weil er z.B. Angst hat oder sich erschrickt, wenn es besonders böse/laut gesagt wird - aber verstanden wurde das Kommando dabei nicht).


    Ihr erlebt einen ganz normalen Welpenalltag, ich weiß auch nicht wo sich Ratgeber da widersprechen sollten - das klingt alles nicht unnormal und war sicher von euch so erwartet. Was die Vorbesitzerin verbockt hat müsst ihr eben jetzt besser machen. Da ihr den Hund wohl nicht mit Papieren übernommen (schließe ich aus der nicht geklärten Reinrassigkeit) habt kann er mit Pech allerdings auch noch Deprivationsschäden aus unsachgemäßer Aufzucht mitbekommen haben. Darüber solltet ihr euch vielleicht auch mal informieren. Muss aber nicht sein :)
    Ansonsten: Habt ihr genug Ruhephasen? Du schreibst ja ihr geht teils alle Stunde raus, wenn der Welpe gerade schläft würde ich ihn aber immer erstmal schlafen lassen. Welpen schlafen locker 16-20 Stunden am Tag und brauchen auch genügend schlaf um nicht zu überdrehen. Kurze wilde Phasen und knabbern/lecken/beißen an Menschen und Dingen sind aber ganz normal.


    Viel Glück!

    Elli,
    mit
    Etti (Terriermix, geb.: 2012)
    & Alf (Boxermix, geb.: 2014)


    +++++im Hundehimmel++++++++
    Luna (Schäferhundmix)
    Hucky (Mischlingsmix)
    Sharek (Pudel)

  • Nachtrag, weil sich der andere Beitrag nicht mehr ändern lässt ;)

    Zitat von "Lynween"

    ... bin ich auch etwas verunsichert, ab welchen Alter
    man streng durchgreifen sollte.


    Was verstehst du denn unter "Streng durchgreifen"?


    Du hast gerade ein Hunde"baby" vor dir und bald ein Hunde"kind". Die kleinen Nervbolzen machen nichts mit Absicht und wissen einfach nicht was von ihnen verlangt wird. Sie machen was Hundekinder halt so machen und das ist die Welt mit dem Maul erkunden, gucken was schmeckt und was man kaputt machen kann. Ab und zu sind sie übermütig und auch mal überfordert und gestresst von den vielen neuen Eindrücken. Vermittle erstmal Ruhe und Sicherheit. Bau eine gute Bindung auf und wenn du (wie es scheint) etwas unsicher bist, dann such dir auf jeden Fall eine kompetente Hundeschule. Bau langsam alle wichtigen Kommandos auf und wenn dich in ein paar Monaten bis Jahren dein Hund dann vielleicht auch mal "testet", dann arbeitest du mit ihm genau so ruhig und konsequent weiter wie immer. Belohne fleißig alles was gut läuft und alles was dir nicht passt kannst du sobald das Kommando sitzt und gut aufgebaut wurde mit "Nein"/"Aus" abrechen. Lass dir Zeit und gib deinem Welpen Zeit. Hundeerziehung hat viel mehr mit Konsequenz (bedeutet eigentlich nur sich immer gleich und verlässlich zu verhalten, immer die gleichen Sachen zu erlauben und die gleichen eben nicht) als mit Strenge (hört sich in Verbindung mit "durchgreifen" einfach sehr nach Strafe und Willensdurchsetzung an) zu tun - in meinen Augen zumindest ;) Damit bin ich bei sehr unterschiedlichen Hunden bisher immer sehr gut gefahren.


    Das Ohr solltest du einfach mal bei TA zeigen. Ich bin kein Experte, aber normal hört sich das nicht an.

    Elli,
    mit
    Etti (Terriermix, geb.: 2012)
    & Alf (Boxermix, geb.: 2014)


    +++++im Hundehimmel++++++++
    Luna (Schäferhundmix)
    Hucky (Mischlingsmix)
    Sharek (Pudel)

  • ANZEIGE
  • Bei konsequenter, aber liebevoller Erziehung vom ersten Tag an, brauchte ich noch bei keinem meiner Hunde "streng durchgreifen"!

    Gruß
    Hanne


    Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

  • Hallo,


    meine Vorschreiberin hat schon alles beantwortet.


    Erziehungsresistent ist der Kleine bestimmt nicht, ein Welpe ist nicht innerhalb von Tagen erzogen, räume ca. 6 Monate für die grundliegenden Dinge ein, daher kann man der Vorbesitzerin auch nicht vorwerfen, dass der Welpe noch keine Erziehung genossen habe.
    Er versteht eure Sprache doch noch gar nicht und kann nicht wissen, was alles verboten ist.
    "Streng durchgreifen" braucht ihr in dem Sinne auch nicht.


    Fit Life Welpen wirklich lernen (Affiliate-Link)


    Das Buch kann ich empfehlen.


    LG Themis

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • Hallo,


    du hast einen ganz normalen Welpen! Das ist ein Hundebaby. Es weiß noch nichts von der Menschenwelt und es ist an dir ihm das zu erklären...
    Dabei ist es gar nicht so schwer... Bringe dem Kleinen von Anfang an bei, dass zuhause die Füße stillgehalten werden. Sonst bekommst du einen ausgewachsenen 35kg-Labbi, der daheim über Tische und Bänke geht. ;) Aktion gibt es nur draußen.
    Der Alltag eines Welpen sollte wie folgt ausschauen: 22 Stunden Ruhen/Schlafen, die restlichen zwei Stunden gliedern sich in Fressen, Ausflüge zur Pipi-Wiese, ein paar Bindungsübungen und bisschen Spielen... Am Wochenende geht es dann noch in eine gute Welpengruppe.


    Die restlichen Tipps meinerseits habe ich schon in gefühlt tausend ähnlichen Threads veröffentlicht. Man benutze die Suchfunktion. ;)


    Viel Spaß mit dem Kleinen,
    Rafaela

  • Hallo,


    hab Mut, denke positiv und lass dich nicht unterkriegen, das bessert sich... wenn auch nicht von heute auf morgen, hab Geduld. Die ganze Umstellung, das nachts mit dem Kleinen raus müssen, die Verantwortung, der zusätzliche Stress wenn es nicht gleich klappt... dein Welpe merkt, dass du verunsichert und deprimiert bist. Versuche in dir mehr Ruhe zu finden, sei es mal mit einer Freundin einen Plausch zu halten der sich nicht um Hundeerziehung dreht oder deinen Freund zu bitten, die Nacht mal mit dem Kleinen raus zu gehen damit du durch- und ausschlafen kannst. Geholfen haben mir die Tipps aus der Welpenschule, beim Stubenrein werden feste Fütterungszeiten und danach gleich raus sowie alle zwei Stunden, man sagt ja nach dem Spielen, dem Fressen und nach dem Schlafen. Das Positive immer Loben und du wirst sehen das wird besser.

  • Hallo,
    danke für eure Antworten. :)
    Es war einfach ein sehr anstrengender Tag und gerade,
    wenn einem die Erfahrung fehlt, möchte man einfach
    die Bestätigung, dass alles "normal" läuft
    - schätze ich.
    Streng durchgreifen war ungünstig formuliert.
    Tatsächlich meinte ich aktive Erziehung
    und da stößt man schon auf unterschiedliche Ansichten.
    Mal lese ich "gleich ab 1. Tag" und dann wieder davon,
    dass der Welpe eine Eingewöhnungsphase braucht
    bzw. generell als sehr junger Hund noch keine sonderlich
    gute Auffassungsgabe hat.
    Und man macht sich eben Gedanken, weil ich nichts falsch
    machen will und Angst habe, meinen Hund völlig
    zu "versauen".
    Einzige was ich hier jetzt las und gar nichts mit anfangen konnte,
    ist 20 oder + Stunden Schlaf. :???:
    Mein Kleiner schläft, wenn er genug ausgepowert wurde,
    nachts mal so 5-7 Stunden.
    Und Tags ist er locker 2-3 Stunden richtig aktiv und hält dann mal
    vielleicht 'n Stündchen Nickerchen. Nur um dann wieder von vorne los zu legen. :D
    Liebe Grüße, Lyn

  • Hm, vielleicht solltest Du ihm zuallererst mal Ruhe beibringen. Unsere hat mit 4 Monaten noch gut 20 Stunden gepennt.


    Wenn er rumzappelt - wieder auf den Schlafplatz bringen usw. - immer wieder...


    Evtl. ist er einfach schon etwas überdreht?


    Ich finde auch nicht, dass das jetzt alles ungewöhnlich klingt, was er so macht.


    Bei dem Beißen - evtl. solltet ihr konsequenzt immer wenn er zu wild quietschen/Aua sagen, Spiel abbrechen - und wenn er hinterherkommt einfach mal Tür zu - und ihn allgemein kurz ignorieren.


    Meistens finden Hunde das nämlich blöd und ich denke, damit könntet ihr Erfolg haben. ;)

    Mit Mischlingshündin, geboren ca.: *01-11.01.2014

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

ANZEIGE