ANZEIGE
Avatar

Hund an Katzen gewöhnen ohne eigene Katzen. Wie?

  • ANZEIGE

    Hallo ihr Lieben,


    ich habe da mal eine - für mich sehr wichtige - Frage: Wie gewöhne ich meine(n) Hund(e) an Katzen, ohne selbst welche zu haben?
    Die Situation ist folgende: Viele Freunde und meine Eltern haben Katzen. Maja ist inzwischen 3 Jahre alt und hat Katzen zum Fressen gern. Sie rastet regelrecht aus, wenn sie eine Katze sieht, ist - je nach Abstand zur Katze - direkt im Jagdmodus und will hinterher. Wir haben das mit Kaninchen bis zum Abwinken trainiert - alles kein Problem. Selbst im Freilauf setzt sie nicht mehr nach, kommt zuverlässig zu mir. Bei Katzen? Keine Chance.
    Wenn die Katzen weiter weg sind, ist es nicht so tragisch. Da wird zwar auch angespannt hin geguckt, sie ist aber ansprech- und ablenkbar.
    Ab einer Entfernung von geschätzten 5 Metern ist's dann aber vorbei. Es wird in die Leine gebrettert, gefiept, geschrien und man will der Katze nachsetzen.
    Nun ist halt das Problem, das man mit Katzen nun mal sehr schlecht trainieren kann. Sie tauchen plötzlich auf und sind meistens genau so plötzlich wieder weg. Ich kann also auch nicht mit weitem Abstand langsam anfangen und dann immer näher gehen (im Verlauf des Trainings) sondern muss mit der Situation arbeiten, die sich spontan ergibt.


    Unterwegs ist das für mich nicht so das Problem. Maja läuft ohnehin an der Straße nicht ohne Leine (eben weil ich weiß, dass sie die Katzen jagen würde) und wir sehen auch nur alle paar Tage mal eine Katze, wenn überhaupt.
    Allerdings ist das etwas völlig anderes, wenn wir zu Besuch bei z.B. meinen Eltern sind... Bisher haben wir das nur ein einziges Mal ausprobiert und es dann sein lassen. Meine Eltern wohnen ohnehin mehrere hundert Kilometer von uns entfernt und kommen i.d.R. zu uns zu Besuch. Kommendes Weihnachten wollen wir dann aber doch mal wieder rüber fahren - zu dem Zeitpunkt bereits mit zwei Hunden - und ich weiß einfach nicht, wie ich das managen soll.


    Natürlich könnte Maja oben in der Wohnung bleiben (ist ein zweistöckiges Haus), während wir unten feiern. Das ist für sie kein Problem, dort ist sie entspannt und dort sind keine Katzen. Carlie hingegen muss ich zwangsläufig mitnehmen. Sie ist zu dem Zeitpunkt erst 4 Monate alt. Und einen Hund oben alleine lassen, während der andere bei uns sein darf? Ich hab' da einfach irgendwie Bauchschmerzen bei. :verzweifelt:
    Zusätzlich müsste ich natürlich auch Carlie an Katzen gewöhnen, wobei das sicherlich eine ganz andere Nummer ist. Sie hat bis zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich noch keine Katze aus der Nähe gesehen.


    Nun meine konkreten Fragen:
    Ist es überhaupt möglich, mit so wenig Trainingsmöglichkeit, Maja beibzubringen, dass Katzen kein Futter sind?
    Und wie sieht's in dem Bezug mit Carlie aus, die ja noch keine Katzen kennt?
    Sollte ich mit Carlie vorher schon mal zu Bekannten mit Katzen fahren und dort ein bisschen trainieren?
    Und das Wichtigste: WIE trainiere ich das mit den Mädels?
    Sicherlich sind da unterschiedliche Ansätze von Nöten?


    Ich bin um jeden Rat mehr als dankbar!

    Es grüßt Sabrina Sophie mit
    der Corgizei:
    Welsh Corgi Pembroke Sheriff Carlie (*19.08.2014)
    & Welsh Corgi Pembroke Deputy Scooter (*07.08.2015)


    Lieben heißt auch loslassen...
    Berner Sennenhündin Maja (*09.04.2011 - †27.03.2015)

  • ANZEIGE
  • Einen Ratschlag zum Training kann ich dir leider nicht geben.


    Ich kann dir nur berichten, dass wir zwei eigene Hunde und zwei eigene Kater haben.
    Unsere Hunde lieben unsere Kater, schlafen im selben Körbchen, Kater fressen den Hunden das Futter teilweise weg, Hunde warten….. alles rosarot und friedlich!
    Draußen jedoch werden alle "fremden" Katzen gejagt und verbellt!
    In drei Jahren habe ich es nicht hinbekommen, den Hunden klar zu machen, dass ALLE Katzen Freunde sind!


    Dir also viel Glück und besseres Gelingen!

  • Kennen die Katzen deiner Bekannten Hunde? Wenn ja, kannst du mit Carlie ja zum Üben hin; das größere Problem sehe ich mit Maja, wenn sie wirklich dermaßen abdreht.
    Der Trainingsansatz ist der gleiche wie bei Kaninchen - positive bzw. neutrale Reaktion wird belohnt, negative ignoriert. Beim Welpen seh ich da wenig Probleme, weil der noch spielerisch lernt; meine Katzen kennen Hunde, der Welpe kannte keine Katzen und hat sich erstmal wie offene Hose benommen. Ich kann meine Katzen allerdings sehr gut einschätzen und konnt die drei machen lassen. Hat der Zwerg es übertrieben mit dem Jagen, hab ich ihn aufgehalten und abgelenkt; wenn er sich halbwegs benommen hat und maximal aufdringlich war, durfte er selbst Grenzen testen - die meine Katzen deutlich, aber ohne Verletzungen gezeigt haben (also es gab schon das ein oder andere Mal auf die Nuss, aber immer gemäßigt - die Katzen haben ihn erschreckt, aber nicht verletzt). Jetzt reicht es, wenn einer die Pfote hebt, damit der Terrorzwerg sich benimmt.


    Wenn du keine Bekannten mit hundeerfahrenen Katzen hast, kannst du eventuell im Tierheim nachfragen, ob du an deren Katzen üben darfst. Oft sitzen da hundegeübte oder gelassene Katzen, die sich auch von tobenden Hunden nicht abschrecken lassen. Zudem sind die Katzen gesichert, dass Maja nicht drankönnte, das macht dich vielleicht etwas gelassener. Das Training muss natürlich abgebrochen werden, wenn sie die Katzen zu sehr stresst - und es dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein, sie bis Weihnachten katzenverträglich zu bekommen, aber auf lange Sicht könnte das etwas bringen.

  • ANZEIGE
  • Vielen Dank schon mal für eure Antworten, ihr Lieben!


    Das Maja die Katzen draußen wahrscheinlich auch weiterhin jagen wollen wird, hab' ich mir schon gedacht. Ich habe auch schon öfter mal in Threads gestöbert, bzgl. generelle Gewöhnung an Katzen, wenn eigene Katzen im Haus sind und dort auch oft gelesen, dass "fremde" Katzen draußen trotzdem gejagt werden.


    Bis Weihnachten werde ich Maja 100%ig nicht katzenkompatibel bekommen, das ist mir soweit schon klar, denn sie dreht wirklich massiv hoch und ist - ab einem bestimmten Abstand, der in der Wohnung nahezu immer gegeben ist - gar nicht mehr ansprechbar.


    Generell habe ich immer genau so mit ihr trainiert, wie an Kaninchen. Das ging natürlich auch nur, solang der Abstand groß genug war, auf den ich leider nur in den seltensten Fällen Einfluss habe.


    Die Katzen meiner Bekannten sind eigentlich alle Hunde gewohnt bzw. es sind selbst Hunde im Haushalt.

    Es grüßt Sabrina Sophie mit
    der Corgizei:
    Welsh Corgi Pembroke Sheriff Carlie (*19.08.2014)
    & Welsh Corgi Pembroke Deputy Scooter (*07.08.2015)


    Lieben heißt auch loslassen...
    Berner Sennenhündin Maja (*09.04.2011 - †27.03.2015)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • Schade, du wohnst glaub ich zuweit weg - ich würde sonst gerne unsere STallkatze zum Üben zur Verfügung stellen.


    Die ist tiefenentspannt und komplett hundeerfahren - mit ganz unterschiedlichen Hunden. Mit freundlichen Hunden spielt sie und bei unfreundlichen springt sie einfach irgendwo rauf und schaut sich in aller Seelenruhe den aufgeregten Hund von oben an :D


    Aber ich denke schon, dass man dass auch ohne eigene Katzen trainieren kann. Hab ich das richtig verstanden, dass du Bekannte mit Hunden und KAtzen hast? Das wäre doch eigentlich ideal zum üben!


    Wir haben am Stall mehrere Leute mit Hunden, die alle die Stallkatzen nur ein paar Stunden die Woche sehen und sie haben es wunderbar gelernt - mit Training von uns, aber es hilft auch, wenn ein schon katzenerfahrener Hund vormacht, wie es geht. Sogar unsere alte Jagdhündin, die wir erst mit 10 J bekommen haben, hat relativ schnell gelernt, dass die Stallkatzen nicht auf dem Speiseplan stehen und dazu gehören.


    Unser Grosser ist trotz der Katzengewöhnung in kleinen Wohnungen mit fremden Katzen sehr aufgeregt - da nehme ich das als Konzentrationstraining. Er muss neben mir Platz machen und es aushalten, dass er nicht dran ist, es das TErritorium der fremden Katzen ist und er da nicht rumtoben kann. ER fiept dann und ist aufgeregt, hält es aber aus. Bei ihm weiss ich, dass er sie nicht fressen will, sondern den Katzen am liebsten die Ohren abschleckt - nützt aber ja nix, wenn die Katze dass nicht weiss. Also ist Ruhe halten angesagt.


    Sowas würde ich mit einem Hund, der keine Katzen kennt, nicht ewig machen, z.B 1/2 Stunde "katzen schauen" im Wohnzimmer - dann das ganze räumlich trennen, Hund draussen austoben und später die nächste "Katzen anschauen" Lektion. Ich denke, so kann man sich da rantasten.


    Viel Glück und Lg,
    Trixi

    Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,
    wie sie ihre Tiere behandelt.
    Mahatma Gandhi

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

ANZEIGE