Zuckungen in sehr unregelmäßigen Abständen

  • Das Video konnte ich leider (noch?) nicht anschauen, lädt irgendwie ewig... :/ ), aber rein nach deiner Beschreibung könnte es sich schon um epileptische Anfälle handeln. Diese können ganz unterschiedliche Erscheinungsformen und Ausprägungen haben.

    Was untypisch für eine primäre Eplepsie ist, ist das Alter des Hundes , denn meistens tritt diese im Alter von 1-3 Jahren auf.
    Eventuell steckt doch eine andere Grunderkrankung dahinter, die die epilept. Anfälle auslöst.

    Falls es sich dennoch wirklich um eine primäre Epilepsie handelt, gibt es Medikamente, die bei vielen Hunden gut wirken und der Hund ist dann im besten Fall anfallsfrei.

    Andere Erkrankungen müssen halt wirklich ausgeschlossen werden.

  • Zitat


    Kann es denn sein, dass auch bei Epilepsie die Anfälle so selten auftreten? Es ist ja bisher ein Zeitraum von ca. 3 Jahren in denen es ungefähr 10x zu solchen Zuckungen gekommen ist, wobei die Abstände zeitlich stark variieren.

    Ja.
    In diesem Fall (Anfälle doch recht selten) würde ich (noch) kein Medikament geben.

  • Ja klar, können die Anfälle in so großen Abständen kommen.
    Meine Hundedame hatte so ab 4-jährig ungefähr 3-4 Anfälle im Jahr.
    Das war eine Frequenz, wo jeder TA sagte, da bräuchte man noch keine Medikation.
    Ab November letzten Jahres wurde es dann dramatisch - plötzlich bekam sie pro Woche einen.
    Und der Hund war dann immer richtig "weg" - da war dann Handlungsbedarf angesagt - sprich: Medikamente.

    Hat sich denn die Anfallshäufigkeit in den letzten Monaten verändert?

    Das Problem bei Epilepsie ist: jeder Anfall "bahnt" sozusagen den Weg für den nächsten Anfall.
    Der erste Anfall mag sowas wie ein schmaler Pfad gewesen sein, beim nächsten Anfall ist es ein gut begehbarer Trampelpfad, dann beim nächsten Anfall ist es eine grüne Planstraße und beim wieder nächsten Anfall ist es ne 4-spurige Straße... Soll heissen: die Nerven/das Hirn "lernt" sozusagen, in bestimmten Situationen (die man leider nicht immer bestimmten kann) mit Krämpfen zu reagieren.
    Deswegen ist die höchste Priorität, die Anfallshäufigkeit zu reduzieren.

    Wir haben bei unserer Hundedame kein MRT gemacht. Lediglich Blutwerte, Röntgen.

    Ich würde dir auf jeden Fall raten, einen Neurologen zu Rate zu ziehen! Der "normale" Tierarzt ist da leider oft nicht die richtige Adresse.... - die kennen sich auch oft nicht so richtig mit der sinnvollen Medikation aus.
    Da kann man nämlich leider Gottes einiges falsch machen.
    Unsere TÄ hat uns sofort (!) an eine Tierklinik mit Neurologen überwiesen.

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    Ich würde dir auf jeden Fall raten, einen Neurologen zu Rate zu ziehen! Der "normale" Tierarzt ist da leider oft nicht die richtige Adresse.... - die kennen sich auch oft nicht so richtig mit der sinnvollen Medikation aus.
    Da kann man nämlich leider Gottes einiges falsch machen.
    Unsere TÄ hat uns sofort (!) an eine Tierklinik mit Neurologen überwiesen.

    Da kann ich nur zustimmen.

  • Zitat

    Es gibt eine Menge Wildschweine hier in der Gegend und Füchse die überall ihre Hinterlassenschaften übrig lassen. Mit dem Würmern ist es auch so, dass er sich nach einigen Monaten vermehrt anfängt am Hintern herumzulecken und immer weniger Kot absetzt. Geben wir dann eine Wurmkur, hört das Lecken am Hintern auf und es kommt wieder mehr Kot und dies auch in normalerer Konsistenz.

    Das Lecken am After muss nicht unbedingt ein Zeichen für einen Wurmbefall sein. Es ist auch möglich, dass die Analdrüsen verstopft sind. Auf solch einen vagen Verdacht hin, würde ich kein Wurmmittel geben, sondern eine Kotprobe untersuchen lassen.

    Die Übertragung von z. B. dem Fuchsbandwurm braucht einen Zwischenwirt. Dieser Wurm wird nicht direkt durch Fuchskot auf den Hund übertragen.

    Genauso die Trichinen beim Wildschwein. Um die Larven zu übertragen, müsstet ihr das Wildschwein essen!!

    So etwas sollte euer Tierarzt wissen. Genauso, wie er wissen sollte, dass es schon etliche Jahre die Tollwutimpfung für 3 Jahre gibt.

  • Zitat

    Das Lecken am After muss nicht unbedingt ein Zeichen für einen Wurmbefall sein. Es ist auch möglich, dass die Analdrüsen verstopft sind. Auf solch einen vagen Verdacht hin, würde ich kein Wurmmittel geben, sondern eine Kotprobe untersuchen lassen.

    Die Übertragung von z. B. dem Fuchsbandwurm braucht einen Zwischenwirt. Dieser Wurm wird nicht direkt durch Fuchskot auf den Hund übertragen.

    Genauso die Trichinen beim Wildschwein. Um die Larven zu übertragen, müsstet ihr das Wildschwein essen!!

    So etwas sollte euer Tierarzt wissen. Genauso, wie er wissen sollte, dass es schon etliche Jahre die Tollwutimpfung für 3 Jahre gibt.

    Ok, danke für die Hinweise. Ich denke mal der erste Schritt wird es sein, einen anderen Tierarzt zu suchen. Das wirkt nun doch alles mehr als merkwürdig.

  • Nochmal - hatte Dein Hund je Würmer?

    Man verwendet eine Wurmkur normalerweise nur dann, wenn der Hund Würmer HAT. Denn das Zeugs tötet nur vorhandene Würmer. Nicht weil er vielleicht welche haben KÖNNTE. Die Dinger werden nachgewiesen, indem man die Dinger entweder sieht im Geschäftchen beim Aufsammeln, oder aber indem der Doc in einer Kotprobe Würmer sieht. Nicht, indem der Hund sich am Hintern leckt oder sich dreimal im Kreis dreht!

    Das Wort Wurmkur ist ja an sich schon ne Frechheit - so hab ich das noch nie wahrgenommen - eine "KUR" ist ja was, von dem man nur Gutes erwartet. Voll die Leutverar...ung... ;-)

    Und dann wird, je nach entdeckter Wurmart, das passende Wurmmittel gegeben. Einfach entwurmen, weils "hier halt Wild gibt", ist vollkommener Käse. Frißt Dein Hund überhaupt Kot von Wildtieren? Oder wälzt er sich darin? Wenn nein - wie soll er an die Würmer kommen?

    Nochwas: bei Verdacht auf Epilepsie würde ich weder impfen [size=10](und schon gleich dreimal nicht jährlich! Oft findet sich in einer Tierklinik eher ein Doc, der nur 3jährig impft, vielleicht machen normale TÄ auf dem Land das meiste Geld mit Impfungen, meiner hier macht´s auch so, und die TK leben eher von OPs, nicht von der Impferei. Also TK suchen und anrufen, ob die die dreijährige Impfung anbieten, und dort impfen lassen. Selbst die Ständige Impfkommission im Vet-Bereich empfiehlt nur die 3jährige Impfung, und das will was heißen.) und schon gar nicht "auf Verdacht" entwurmen und das Giftzeugs dauernd in den Hundekörper bringen, genausowenig SpotOns verwenden. Mein Schwesterchen hatte nen Epi-Hund, daher weiß ich, daß das Zeugs alles im Verdacht steht, Anfälle hervorzurufen. Nachdem sie die Impferei gestrichen hatte, hatte der Hund alle eineinhalb Jahre mal nen kleinen Anfall (unter Medikamenten stand er aber immer, weil die Anfälle sonst wieder heftigst wurden-sie hatten einmal versucht auszuschleichen und nie wieder....). Allein aus dem Grund würde ich nur noch Kotproben zur Wurmkontrolle zum Doc bringen und nur noch bei tatsächlichem Befall behandeln lassen, und die jährliche Impferei weglassen.

  • Zitat

    Er meinte, dass man im nächsten Schritt ein MRT oder CT machen müsste, um weiteres auszuschließen. Das würde um die 400€ kosten. Anschließend müsste man dann anfangen den Hund medikamentös einzustellen.

    Kann es denn sein, dass auch bei Epilepsie die Anfälle so selten auftreten? Es ist ja bisher ein Zeitraum von ca. 3 Jahren in denen es ungefähr 10x zu solchen Zuckungen gekommen ist, wobei die Abstände zeitlich stark variieren.

    Ich würde einen Hund, der "nur" solche Zuckungen hat, nicht auf Medikamente einstellen.
    Diese Medikamente haben ziemliche Nebenwirkungen und sollten nicht zu früh eingesetzt werden. Meine Hündin hatte auch solche kleinen Anfälle in großen Abständen (ca. 3- 4 pro Jahr). Sie ist - ohne Behandlung - damit sehr alt geworden. Die Anfälle sind auch nie schlimmer geworden.

    Epilepsie haben ja sehr viele Hunde. In den meistens Fällen ist es eine idiopathische Epilepsie. Das bedeutet, man weiss die Ursache nicht.
    Da auch noch andere Krankheiten solche Anfälle auslösen können, schließt man durch Untersuchungen erstmal andere mögliche Krankheiten aus.

    Wird nichts gefunden, bleibt die idiopathische Epilepsie.

    Durch MRT oder CT kann man sehen, ob evtl. ein Tumor im Gehirn ist oder eine sonstige Veränderung im Gehirn. Selbst wenn man etwas findet, kann man nichts machen, weil bei Hunden keine Operationen am Gehirn durchgeführt werden.

    Eine evtl. Entzündung im Gehirn kann man - so weit ich weiß - herausfinden, wenn Gehirnflüssigkeit untersucht wird. Dafür wird im Rückenmark Flüssigkeit entnommen.

    Das sind alles keine Kleinigkeiten, darum würde ich zuerst die homöopathische Behandlung machen lassen, wäre es mein Hund.

  • Durchkram mal das Forum, hier sollten noch mehr Videos mit zuckenden Hunden sein, ich meine mich zu erinnern, dass da dann zum Teil erfolgreich gegen Epilepsie behandelt wurde.
    Ich erinnere mich deswegen so gut, da ich Epilepsie vorher nur beim Menschen kannte und mir gar nicht vorstellen konnte, dass das bei den gezeigten Hunden auch Epilepsie sein sollte - wars aber. Es war deinem Video ähnlich, aber die Zuckungen stärker, allerdings auch die (typische ?) Beunruhigung der Hunde, die ja bei deinem auch zu erkennen ist.
    Gute Besserung und viel Erfolg bei der Diagnose!! :smile:

  • Zitat

    Es gibt eine Menge Wildschweine hier in der Gegend und Füchse die überall ihre Hinterlassenschaften übrig lassen. Mit dem Würmern ist es auch so, dass er sich nach einigen Monaten vermehrt anfängt am Hintern herumzulecken und immer weniger Kot absetzt. Geben wir dann eine Wurmkur, hört das Lecken am Hintern auf und es kommt wieder mehr Kot und dies auch in normalerer Konsistenz.


    Zu den Wurmkuren. gib lieber alle drei Monate Kotproben ab und bei positivem Befund eine Wurmkur.


    Ich wohne direkt am Wald mit viiiiiiiiiiiel Wild. Rehe und Hasen stehen regelmäßig hinter meinem Haus auf unserer Wiese. Wildschweine graben Nachts den ganzen Weg um ABER meine Hunde haben in den letzten 4 Jahren nicht einmal Würmer gehabt. :ka:


    Zu der Tollwut. JEDER Impfstoff gilt mittlerweile für 3 Jahre.


    Hab bei dem Video auch an leichte Epileptische Anfälle gedacht.

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