Außer Kontrolle in der Hundeschule

  • Huhu.

    Ich war vor kurzem einige Stunden beim Agi Training mit meiner Aussie Mix Hündin und habe von Anfang an darauf bestanden, dass mein Hund dabei Ruhe behalten muss.

    Die eine Trainerin hat mit ihrem jungen BC Ruhe geclickert. Das hat mir gut gefallen und ich habe mich da sehr aufgehoben gefühlt. Die Trainerinnen haben auch akzeptiert, dass ich meine Hündin nicht anfeuern möchte wenn sie eh schon leicht hochdreht und, dass ich sie nur belohne wenn sie ruhig ist. Das war zwar nicht ihr Weg, aber sie sagten, dass ich meinen Hund besser kenne und weiß wie ich ein Problem in den Griff bekomme.

    Das fand ich einen super Ansatz.

  • Hallo,

    ich kann dir auch nur sagen, dass es bei uns ähnlich lief. Mir wurde auch gesagt "Das legt sich mit der Zeit" und am besten buch ich gleich den Junghund-Kurs (ja siiiiicher, soll ich gleich bezahlen, oder erst später?).
    Hab mich dann nach einer anderen Trainerin umgeguckt, die besuchte uns, guckte sich meinen Hund im Alltag an und meinte dann, er sei einfach noch nicht so weit, dass er die Reize aushalten und ausschalten kann (er ist generell unsicher, nervös und ein Kontrollfreak). Sie empfahl mir Einzelstunden in unserem gewohnten Gassi-Umfeld. Da er auch noch recht jung war, splittete sie ihre Stunde auf in 2x 30 Minuten (und dann gehts auch finanziell). Die Einzelstunden haben sich wirklich gelohnt! Wir übten gezielt an unseren persönlichen "Baustellen" (u.A. Hundebegegnungen) - auch Zuhause (Ruhe halten ging gar nicht, er tapste dauernd hinter mir her).
    Dann mit so ca. 7 Monaten konnten wir in die Hundeschule kommen - anfangs einfach nur, um viel zu gucken (aber man selber lernt ja auch, nicht nur der Hund). Er konnte da auch nicht wirklich mitmachen (was hab ich gesagt "aber Zuhause kann er das super!" ) - aber heute (mit 1 Jahr) ist es sehr gut. Er weiss HuSchu ist "Arbeit" und mutiert manchmal zum richtigen Streber. Zuhause ist Pause (da kann man tatsächlich auch schlafen, sogar, wenn es hell ist, jaja).

    Mit der Zeit hab ich einige nette HH-Kontakte aufgebaut - dort wird nun gemeinsam gelaufen und auch gespielt. Und ältere soziale Hunde sind für ihn wirklich am allerbesten - da kann er sich dran orientieren, es wird auch mal gespielt (aber nicht dauernd) und gegenseitig hochpushen gibts nicht. Wir kennen natürlich auch andere Jungspunde - aber da muss ich öfters regulierend eingreifen (Zwangspausen verordnen).

    Ich wünsch dir noch viel Spaß mit deinem Fellknäuel,

  • Zitat

    Ich will dir jetzt nicht mit dem üblichen "wechsel die HuSchu"Rat kommen. Das bringt nämlich Umständen garnix wenn in deinem Umkreis keiner ist. Ich kenne eure Trainersituation nicht :???:


    Aber uU geht auch mit der Hundeschule nix. Mal abgesehen davon, dass die Beschreibung ja nicht wirklich optimal ist, kann es auch wirklich an Örtlichkeit und Hundeanzahl (die da pro Tag über den Platz geschleust werden) liegen.

    Das hatte ich mit Geordy, der ja nun auch ein Hund mit sehr reizempfänglichen Antennen ist und dann gern hochdreht und nicht ansprechbar ist.
    Zu Junghundzeiten hatte ich mir eine fachlich supertolle Hundeschule gesucht.
    Da wurde z.B. auch der Eingang zum Platz nur erreicht, wenn Hund den manierlich gehen konnte. Am Eingang wurde erstmal der Trainer mit Handschlag ordentlich begrüßt. Jeder ist erstmal mit angeleintem Hund ne Runde über den Platz gegangen. Freilauf gab es irgendwann zwischendurch wohl dosiert. Geordys Problem wurde erkannt, im Trainerkreis diskutiert, mit mir telefonisch abgesprochen. Die Umsetzung hat trotzdem nicht funktioniert.

    Ich bin dann in den Verein gewechselt und auch mein Hund war wie ausgewechselt. Der hat zwar keine 180-Grad-Wende hingelegt, aber der ist selbst beim ersten Besuch nicht so hochgedreht.

    Die Hundeschule war halt in der Großstadt (Hannover), wir sind Landeier. Die schleusen da täglich zig Kurse über den Platz mit entsprechenden Düften. Der Vereinsplatz ist schätzungsweise 3mal so groß und wöchentlich gibts genau 3 Trainingstage mit insgesamt 5 Kursen - ein Witz gegen die Hundeschule.
    In der Hundeschule hab ich mich auch immer mehr als Problemfall gesehen. Wenn alle Hunde sich ordentlich benehmen und der eigene tillert in anderen Sphären.... zumindest bei mir, sorgt das nicht für mehr Ruhe.

    Zu meiner Ehrenrettung kann ich nur sagen: Finlay war im Parallelkurs und der hat das alles gut gemacht. Definitiv war also nicht die Hundeschule doof, ich auch nicht :roll: Nur Geordy konnte das damals einfach nicht schaffen. Und heute kann der sogar Turniere auf Fremdplätzen schaffen, ohne Gebell, ohne Festhalten oder Fehlstart am Start (das sind meine persönlichen Highlights, aufem Treppchen werden wir nie stehen ;)).

    Ich würde heute viel eher den Mut zum Abbruch haben. Mich umgucken nach anderen Möglichkeiten und antesteten. Und wenns partout nix anderes oder besseres gibt, dann ist das eigene Süppchen immer noch besser, als den Hund immer wieder hochdrehen zu lassen.

  • Wenn die Hundeschule jetzt Sommerpause macht und da eh nix geht, könntest du diese Zeit vielleicht für euch nutzen. Du könntest hinfahren und das coole Aussteigen und ans Tor gehen üben.
    Dann ist zum einen eh nix auf dem Platz los und zum anderen hast du keinen Zeitdruck, dass du bis zu dem und dem Zeitpunkt zum Übungsbeginn angekommen sein musst.
    Es ist dann natürlich nochmal was anderes, wenn wieder die wilde Jagd über den Platz tobt, aber du hättest doch schon mal einen Ansatz.

    Und Spielen vor dem Training hab ich immer vermieden, hinterher, wenn es gut geklappt hat und wenn die Kleinen nicht mehr wie die Irren in der Leine hängen, sondern wenn sie es am wenigsten erwarten.

    Und auch ich hab mit meiner jungen wilden Silver (auch ein Aussi-Mädel) anfangs zwei Agi-Einheiten lang nur zugeguckt, weil es ihr zu schwer war, zuzuschauen, wenn die anderen rennen durften und sie warten musste. Dafür hab ich sie dann nicht noch belohnt, indem sie selber durfte. Ich wurde auch bissel blöd angeguckt, aber da muss man dann einfach durch.

    Und, schließlich bezahlst du in der Hundeschule vermutlich nicht zu wenig (die sind idR ja immer teurer als ein Verein), da kannst du auch bestimmen, was du für dein Geld machen willst, solange du nicht total quer schlägst und die Gruppe störst - lass dich da blos nicht verunsichern.

  • Danke! Das sind viele hilfreiche Tips und ich fühle mich schon viel besser und bestärkt in meiner Ansicht!
    Ja, wenn jetzt Ferien sind werde ich mal hinfahren und um den Platz herum spazieren gehen, das ist eine sehr gute Idee!!
    Da wird er bestimmt dumm gucken :D

  • Ein Update,

    wir haben eine super tolle neue Hundeschule gefunden, wo sich unserem Problem mit viel Zeit und Verständnis angenommen wird. Athos hat in kürzester Zeit schon super Fortschritte gemacht und ich bin mir sicher, dass das Problem innerhalb der nächsten HuSchu-besuche behoben sein wird ! :))

  • Mücke war genau so, wie du es beschreibst. Der Stress begann bereits zu Hause, wenn der spitz gekriegt hat, wir fahren in die HuSchu. Samstags mittags fing der Horror an und der Hund stand komplett unter Strom, die besten Leckerchen, Hund hungern lassen ( Tipp vom Trainer ) , alles sinnlos.

    Heute seh ich die Dinge anders und würde den Driss einfach lassen.

    Unser Hund hat damals für unseren Alltag rein gar nichts gelernt.
    Er hat an der Leine gezogen wie ein Irrer, er wollte zu den anderen Hunden hin, nichts anderes.

    Wir haben uns durch die Kurse gequält, der Hund stand v.a. im Sommer kurz vor nem Herzkasper :muede: und das ist nicht übertrieben.

    Ich seh es wie Corinna.

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