nervöser Hund -> Was hilft?
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Hallo

ich habe eine 4 Jährige belgische Schäferhündin, welche sehr nervös ist.
Zu ihrer Auslastung:
Ich mache mit ihr 3x pro Woche Hundesport (Schutz & UO) und gehe ca. 4x pro Woche Fährte.
Zudem bekommt sie ihre täglichen Spaziergänge und spielt gerne mit unserem 2ten Hund (8 Monate)
Außerdem ist nie länger als 5 Stunden alleine. Also ich bin der Meinung sie ist sehr gut ausgelastet.Dennoch habe ich einige Probleme mit ihr...
Sie ist oft sehr nervös.. dreht ewig ihre Kreise (mir kommt vor das beruhigt sie)
Außerdem hasst sie Autofahren und hechelt dort die ganze Zeit.
Und sie hat gewisse Ticks (zB dass sie auswärts panisch vor einer Wasserschüssel davon läuft, wenn man ihr eine hinstellt)Kennt ihr so ein Verhalten? Was kann man dagegen tun?
Meint ihr dass ein Adaptil Halsband helfen würde?
Oder muss man da zu anderen Mitteln greifen?Ich möchte einfach, dass sie nicht immer so schnell panisch wird oder Angst hat, sondern auf neue Dinge zugehen kann und einfach entspannter ist.Habt ihr Erfahrungen mit solch nervösen Hunden?
Freue mich auf eure Tipps.

LG Irene
- Vor einem Moment
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Hallo Irene,
Kann deine Hündin Ruhe halten oder ist sie immer in Bewegung? Vielleicht machst du einfach zuviel. Ich finde 4x Fährte in der Woche schon Wahnsinn. Vielleicht muss sie insgesamt lernen runterzufahren...
Liebe Grüße
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Zwei Dinge fallen mir dazu ein:
vielleicht ist dein Hund "über"lastet - er hat ja schon ganz schön Programm mit mehrmals die Woche UO, Fährte, SD - dazu noch Spielen mit Junghund und Gassigehen. Wann und wie kommt sie denn zur Ruhe, wann schläft sie??
Wenn man so ein Programm mal radikal runterfährt und z.b nur noch einmal pro Woche Fährte oder UO oder SD macht, dazu normales, leichtes Gassi und nicht allzu wildes Spielen - was passiert dann? Erstmal gibts so 'ne Art "Erstverschlimmerung", in der Phase dreht der Hund so richtig hoch - aber danach nimmt er dankbar die verordnete Auszeit an.Hast du dich mal mit dem Stress bei Hunden beschäftigt? Auch positive Aufregung und Auslastung kann für das körpereigene System Stress bedeuten und zu erhöhter Ausschüttung von Stresshormonen führen. Da dauert es dann bis zu 6Tagen bis dieser Pegel wieder auf Normalmaß ist. Bekommt der Hund wenigstens nicht mal ab und an die Möglichkeit, in den absoluten Ruhezustand zu schalten sondern läuft permanent unter Hochdruck, dann ist der Körper unter krankmachendem Dauerstress.
Zusätzlich würde ich sie mal untersuchen lassen - da in allererster Linie die Schilddrüse. Leicht veränderte - meist erniedrigte Werte ( die sich aber meistens noch innerhalb der vorgegebenen Normwerte befinden) - sind mittlerweile und nachgewiesenermaßen Auslöser für "hibbeliges" und nervöses Verhalten.
hier kannst du dich über die sogenannte subklinische Schilddrüsenunterfunktion informieren - vielleicht findest du da ja Ähnlichkeiten. Bei FB gibt es eine hervorragende Gruppe zu dieser Thematik.
Und hier und hier kannst du dich über Stress bei Hunden und die körperlichen Auswirkungen informieren.
Beide von mir vorgeschlagenen Dinge können die Ursache für die "Hyperaktivität" deines Hundes sein - wobei ich erstmal die SD untersuchen lassen würde. Da kannst du mich bei Interesse nochmal fragen
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Ich finde, es hört sich nach einem wirklich straffen Programm an. Ihr macht ja täglich etwas... Dann geht ihr noch spazieren.
Habt ihr mal eine Pause eingelegt? Hat sich da etwas verändert?
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Hallo,
danke für die Antworten. :)Naja die UO und SD Einheiten sind ja nicht immer so ausgedehnt und die Fährte verbinde ich oft mit dem Gassi gehen. Also ich glaube nicht dass sie überfordert ist, da sie ja ein belgischer Schäferhund ist und die Forderung einer hohen Auslastung zur Rasse dazu gehören.
Es gibt natürlich auch Tage oder Wochen wo wir nicht so viel trainieren, aber auch an diesen Tagen verändert sich vom Kreise drehen her nichts. Ich schaue darauf, dass auch mein Hund ein "Wochenende" hat, wo sie sich entspannen kann und es nur um Spaß geht.Sie kann sich auf das Kommando 'Platz' hinlegen, doch sobald sich irgendwer bewegt, springt sie wieder auf und läuft weiter ihre Kreise... sie kann also nicht wirklich entspannt schlafen, sondern wartet immer bis sie wieder aufspringen kann..
Das mit der SD ist ein guter Tipp, an das habe ich noch nicht gedacht. Werde mich gleich darüber informieren.
Und ansonsten habe ich mich mit dem Thema Stress bei Hunden schon auseinander gesetzt, aber ich habe noch nichts gefunden was ihr hilft
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Eventuell wäre ja Tellington Touch etwas was deiner Hündin zur Ruhe verhilft.
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Wie verhält sie sich beim Sport, speziell im Schutz?
Dreht sie dort auch schnell hoch? -
Tellington Touch? Was ist das für eine Therapie?
Im Schutz gehört sie zu den ruhigeren. Sie ist immer sofort im Gehorsam und fiebt nicht rum, wenn sie mal warten muss. Also aufgedreht ist sie da nicht wirklich.
In der UO ist sie ein sehr schwieriger Hund, man darf nur 100% positiv arbeiten und muss an jede Übung langsam und mit viel Bedacht rangehen... Wenn sie zB ein negatives Erlebnis mit etwas hat (sie ist einmal bei der Hürde stark gestreift zum Beispiel) dann meidet sie das und blockt total ab vor der Übung.
Das mit der Hürde war vor ca. 2 Jahren, seitdem taktiert sie sie wenn die Hürde auf voller Höhe ist und wenn ich dann "Hopp" sage, würde sie wahrscheinlich einfach dagegen springen, weil sie Panik bekommt und dicht macht...
Ist die Hürde nur halb so hoch springt sie perfekt...Also sie ist alles andere als aufgedreht, sondern macht ihre Sache gut, bis was passiert mit dem sie nicht rechnet, das bringt sie aus der Fassung und brennt sich bei ihr ein.
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Zitat
Also sie ist alles andere als aufgedreht, sondern macht ihre Sache gut, bis was passiert mit dem sie nicht rechnet, das bringt sie aus der Fassung und brennt sich bei ihr ein.
Hört sich nach einer verdammt unsicheren und sensiblen Hündin an!
Ich denke, ihr fehlt in der "Freizeit" eine klare Richtlinie, an die sie sich halten kann.ZitatSie kann sich auf das Kommando 'Platz' hinlegen, doch sobald sich irgendwer bewegt, springt sie wieder auf und läuft weiter ihre Kreise... sie kann also nicht wirklich entspannt schlafen, sondern wartet immer bis sie wieder aufspringen kann..
So etwas, z. B., würde ich nicht mehr durchgehen lassen! "Platz!" ist "Platz!", und wenn Du es im Privaten anwendest, muß es genauso absolut gelten, wie auf dem Hundeplatz!
Obwohl, ich verwende die "Arbeitskommandos" nie im Alltag, meine Rüden stehen dann auch unter Strom und können nicht runterfahren, weil diese Kommandos eben Arbeit bedeuten und sehr schnelles Umschalten von "Ruhe" auf "180"!
Außerdem ist der Telligton Touch eine gute Idee. Informiere Dich mal darüber; das sind ganz bestimmte, zum Teil kreisende, massageähnliche Berührungen, die unter anderem auch der Beruhigung dienen. -
Mein Rüde ist auch sehr stressanfällig und dadurch sehr nervös. Nachdem klinisch soweit alles in Ordnung war, ist mir unter anderem das Futter das ich zu dem Zeitpunkt gefüttert habe, aufgefallen. Meiner dreht komplett auf wenn Mais mit im Futter ist. Schau mal auf dein Futter. Sollte da Mais beinhaltet sein, versuch zusätzlich auch ein Futterwechsel.
- Vor einem Moment
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