nervöser Hund -> Was hilft?
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Wie lange fährst Du dieses straffe Programm schon? Hast Du den Hund von Welpe an?
Wie viel hast Du im ersten Jahr mit dem Hund gemacht, wann bist Du mit Schutzdienst/Fährte und so angefangen?Hast Du bewusst Wert darauf gelegt, dass der Hund im ersten Jahr Ruhe lernt?
Klar, ein Mali ist ein Arbeitshund. ABER im ersten Jahr würde ich gerade bei so einem Hund wenig bis gar nichts machen, außer im Alltag ankommen, Grundbenimm lernen, Frust aushalten können, sich der Umwelt anpassen, in Ruhe reifen dürfen.
Kann es sein, dass Du den Hund zu früh zu schnell hochgedreht hast? Hat der Züchter den Hund schon "angeschaltet"?
Das würde jedenfalls erklären, warum so etwas wie Platz gar nicht immer und überall funktioniert.
Ich würde auf jeden Fall das Programm deutlich runter fahren, dem Hund mehr Ruhe geben und nur kurze und konzentrierte Einheiten mit ihm arbeiten. Qualität statt Quantität.
Zusätzlich würde ich den Hund einmal komplett beim TA checken lassen und evtl. auch die Ernährung noch mal überprüfen.
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Hallo,
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Würde das Programm auch mal versuchsweise etwas runterfahren.. Etwas mehr Freizeit,
wo ihr mal nur bummelt, auf ner Wiese sitzt und entspannt..Meine Pflegehündin (Aussie) zeigt, wenn sie bei mir unterkommt, ein ganz ähnliches Verhalten.
So bald sich was bewegt, isse da. Fällt etwas runter, steht die direkt da und glotzt..
Wir haben das dadurch in den Griff bekommen, dass ich mich eben ständig bewegt hab.
Sie hab ich schon im Ansatz des Aufstehens, mit einem ruhigen "Platz" wieder korrigiert.
Hin und Her, hier was hinräumen, da was hintragen und ständig was fallen gelassen (passiert
mit Tollpatsch eh oft). Nach 1-2 Tagen hier, ist die Madame runtergefahren und verhält
sich ähnlich relaxed wie der Beagle-man bemerkt sie drinnen kaum noch! -
Danke für die ganzen Antworten.
Ich habe sie leider nicht von klein auf sondern mit 2 Jahren und 3 Monaten bekommen.
Mir ist erzählt worden, dass sie eigentlich alle Übungen kennt (IPO 3 Niveau) - also ist sie als Junghund sicher gleich mal überfordert worden und konnte sich nicht wirklich ausleben... und dann hat es den Vorbesitzer nicht mehr so interessiert, weil sie so schwierig war durch ihre nervöse Art, dass er ein paar Monate kaum trainiert hat (da war sie aber anscheinend nicht weniger nervös)
Und dann kam sie zu mir.Ich werde jetzt auf jeden Fall schauen, dass ich sie mehr zur Ruhe kommen lasse und weniger trainiere.
Außerdem werde ich mir ihr Futter genau anschauen und sie durchchecken lassen.Eine Frage hätte ich noch:
Sie hasst ja Autofahren... sie hechelt durchgehend und ist danach total fertig (also schläft immer sofort ein nach einer Autofahrt)
Wie kann ich ihr hierbei helfen? Bachblüten und Adaptil Spray habe ich schon probiert. Hilft nicht... -
Ach ja, wenn sie im Garten ihre weiten Kreise zieht (würde sie stundenlang machen und sie läuft immer dieselbe Runde in der selben Richtung) würdet ihr sie dabei stoppen oder sie laufen lassen?
Mir kommt vor sie kreist hier weil sie das entspannend findet, aber eigentlich ist das ja kein 'gesundes' Verhalten oder was meint ihr? -
Das ständige im Kreis laufen "könnte" ein stereotypisches Verhalten sein.
ZitatTellington Touch? Was ist das für eine Therapie?
Hier http://www.stressfreimithund.de/html/t-touch.html kannst du etwas über Tellington Touch lesen. Das ist eine Massagetechnik für Hunde.
Ich habe mit meinem nervösen Hund die Erfahrung gemacht, dass er sich sehr gut beruhigt wenn ich ihn hinter den Ohren kraule.
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Kurz zur Schilddrüse: Stress (den dein Hund durch das viele Programm vermutlich hat) führt zum Anstieg von Cortisol, das wiederrum beeinflusst die Produktion von Schilddrüsen-Hormonen. Es kann also sein, dass dein Hund zu niedrige Schilddrüsen-Werte hat, aber nicht unbedingt Hormone bekommen muss. Fahre das Programm über ein paar Wochen deutlich runter und mache frühestens dann eine Untersuchung bzgl der SD.
Wenn du dich genauer mit dem Thema befassen magst kann du das Buch "schilddrüse und verhalten beim Hund" von Beate Zimmermann lesen. -
[quote="Jackyfan"]Das ständige im Kreis laufen "könnte" ein stereotypisches Verhalten sein.
Ich tippe auch eher auf ein stereotypisches Verhalten, da ich nicht glaube, dass sie überfordert ist.
Sie hat genug Zeit zum Schlafen und regenerieren und ist jeden Tag 5 Stunden alleine, wo sie nur schläft und sich entspannt...Weißt du wie man so ein Verhalten behandeln kann?
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stereotypes Verhalten kann auch durch Überforderung entstehen. Es geht nicht darum dieses Verhalten abzustellen, sondern die Ursache zu finden und zu bekämpfen.
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Ich würde mir da am besten einen Verhaltenstrainer für Hunde suchen. Ab 1.8. braucht man eine Qualifikation um sich "Hundetrainer" nennen zu dürfen.
Ich glaube dass dieses Verhalten durchaus durch Stress/Überforderung entstehen kann.
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Ich glaube auch, dass das Verhalten durch Überforderung entstehen kann, jedoch bin ich der Meinung, dass sie da als Junghund extrem überfordert wurde, ansonsten hätte sie das Verhalten nicht schon gehabt, bevor sie zu mir kam.
Da ich aber nicht dem Vorbesitzer gänzlich die Schuld in die Schuhe schieben möchte, werde ich jetzt sowieso einmal weniger Sport mit ihr machen.
Nur wenn sich dabei nichts bessert, wollte ich nachfragen, ob sich jemand mit stereotypen Verhalten bzw. dessen Ursachen auskennt. Ob man da eine Therapie macht oder der Hund Medikamente bekommt. Einfach wie der Ablauf einer solchen "Ursachenfindung und -bekämpfung" aussieht... Ich möchte nämlich auf keinen Fall, dass mein Mäuschen mit Medikamenten zugedröhnt wird. Ich hätte auch eine Therapieform gehofft, nur hab ich noch nie gehört, dass dies jemand anbietet.
Also meint ihr, dass ein "normaler" Hundetrainer (ohne spezifische Kenntnisse bzgl. stereotypen Verhalten), mit solch einem Fall klar kommt?
- Vor einem Moment
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