Schmerzen unbekannter Ursache
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Hallo,
ich mag hier einmal kurz schildern, wie es unserem Hund geht und was bisher gemacht wurde und würde gerne eure Einschätzungen wissen, ob das so alles normal/okay ist.
Am Freitagabend hatte Bolle (2jähriger kleiner Ratero-Mix) auf einmal Schwierigkeiten eine Liegeposition zu finden, er war offensichtlich müde, konnte aber keine angenehme Position finden, stand immer wieder auf usw. Als wir dann abends/nachts nochmal kurz zum Pipi machen draußen waren lief er total langsam und wie auf rohen Eiern. Zu dem Zeitpunkt überlegten wir schon zum Nottierarzt zu fahren, da er dann aber doch recht friedlich schlief, warteten wir ab (wobei ich in der Nacht kaum geschlafen habe, weil ich immer wieder geschaut habe, wie es ihm geht).
Am Samstagmorgen sind wir dann direkt zu unserem Haustierarzt gefahren, weil er immer noch so vorsichtig ging und bei bestimmten Bewegungen auch fiepte. Bolle hat total doll Angst vorm Tierarzt und war dementsprechend am Zittern. Der Tierarzt hat dann alles abgetastet, Gelenke gestreckt usw. da zeigte Bolle aber keine Schmerzen oder irgendwas. Er hat auch noch Fieber gemessen, Herz und Lunge abgehocht, Bauch abgetastet, aber schien alles okay zu sein. Ich hatte das Gefühl der Tierarzt hielt uns eher für etwas überängstlich und wimmelte uns dann etwas ab mit "beobachten, aber der hat sich bestimmt nur ein bisschen vertreten oder so".Zu Hause ging es Bolle dann aber sofort wieder schlecht. Er ist eigentlich ein sehr aktiver kleiner Hund der viel spielt und kuschelt usw. Er lag aber nur auf der Seite ohne sich zu bewegen und atmete ganz schnell flach. Ich wollte ihn dann einmal auf den Arm nehmen und da quiekte er wieder total laut. Das reichte uns dann und wir wir sind sofort mit ihm in eine Notfallpraxis gefahren (regulär hatte inzwischen Samstags kein TA hier in der Stadt mehr offen). Dort wurde eigentlich nochmal genau das gleiche gemacht wie beim Haustierarzt, schien mir aber gründlicher. Fieber hatte er wieder nicht und da auch der Bauch weich war und Fressen und Kotabsatz normal ging auch hier die Tierärztin von etwas Orthopädischem aus. Sie meinte auch eine leichte Abwehrreaktion im hinteren linken Rückenbereich zu spüren, aber irgendwie ist er wohl beim Arzt dermaßen angespannt und verängstigt, dass er keinen Ton von sich gibt. Er hat dann eine Depotspritze in den Muskel dort hinten bekommen zur Entspannung der Muskulatur und Metacam als Schmerzmittel und Entündungshemmer auch noch als Spritze und wir sollten ihm die nächsten 4-5 Tage abends jeweils eine solche Tablette geben. Gestern Abend und Nacht war Bolle dann einfach nur völlig fertig von dem Tag, konnte aber offensichtlich relativ schmerzfrei schlafen.
Heute morgen wirkte er deutlich besser, war wieder interessiert an der Umwelt und wollte gerne raus usw. Ich war schon erleichtert, dass die Spritze wohl wirkt. Dann jedoch hatte er leichten Durchfall (nicht dramatisch, so hat er das öfter mal) mit frischem Blut. Das war auch nicht besonders viel, aber ich habe mich natürlich total erschrocken. Eben gerade habe ich wieder bei dem Notdienst-TA angerufen, der meinte, das sei so erstmal jetzt nicht dramatisch, ist zwar ungewöhnlich aber kann von dem Metacam kommen und wir sollen ihm die jetzt doch nicht geben und dann schauen, wie es ihm geht, ansonsten Montag vorbei kommen, aber vielleicht ist ja auch so einfach alles wieder okay.
Ich mache mir so wahnsinnige Sorgen und weiß einfach nicht, ob ich da übertreibe oder nicht. Ich finde es komisch, dass er so starke Schmerzen hatte und man gar nicht rausfinden konnte wo genau der wirklich sitzt der Schmerz. Er hatte ja auch keinen Unfall oder sowas, er spielte davor draußen völlig normal und dann auf einmal ging es los. Das ist alles so vage und ich frage mich, ob man da nicht besser noch weitere Untersuchungen machen sollte, Röntgen, Ultraschall, Blutuntersuchung? Die Tierärzte wirkten beide eher entspannt und meinten, dass das schon mal so sein kann. Aber die haben ihn auch nicht zu Hause erlebt.. Bolle ist eigentlich echt kein Weichei, er hat sich mal die Wolfskralle abgerissen, was tierisch blutete und wollte einfach weiterlaufen und spielen und auch so wenn er mal in ein Steinchen tritt oder so.. aber gestern hat er echt so gelitten.. aber ich neige auch eher dazu übervorsichtig zu sein.. ach keine ahnung.
Würdet ihr das jetzt einfach so machen? Keine Tabletten mehr geben und gucken, ob bis Montag alles wieder okay ist und wenn ja, dann ist ja gut?
Er hat übrigens schon 2mal so unspezifische Schmerzen, aber lang nicht so stark und auch nicht so lang. Ich dachte gleiche an was chronisches, HD, Arthrose wasweißich, aber der TA meinte, wenn der so wild spielt, dann tut man sich schon mal weh..
Würde mich sehr über Antworten freuen..
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Ja, warte erst mal ab. Mit dem Notwendigsten ist er jetzt versorgt, bei den Tbl. handelt es sich wohl um
Schmerz- und Entzündungshemmer, die brauchen schon mal ein paar Tage, um zu helfen.
Wenn Di. immer noch nicht dtl. besser, muß weiter abgeklärt werden: bei unspez. Schmerzen fällt mir
mal gleich die Bauchspeicheldrüse ein. Dazu würde auch der Durchfall passen, dann würden aber die
gängigen Schmerzmittel nicht helfen.
Das nächste wäre wohl röntgen. Mal eine Totale von der Seite und von oben. Versuch, es einzu-
schränken. WANN hat er Schmerzen, WO scheint es zu sein. Kannst Du - wenn er ruhig liegt - alle
Gelenke an den Beinen bewegen?
Es kann durchaus sein, daß er "nur" irgendwo dagegen gekracht ist und eine dicke Prellung irgendwo
hat, z. B. an den Rippen. Da atmet man flach, um Schmerz zu vermeiden. Das wäre aber nicht weiter
schlimm.
Herz, Kreislauf, Appetit sind wohl erst mal in Ordnung, also sorg mal für Ruhe und wartet ab!
Zum Heilen braucht´s Zeit! -
Danke für die Antwort. Also Tabletten sollen wir aber jetzt laut TA nicht mehr geben, weil das Blut ja eine Nebenwirkung sein könnte. Ich warte dann mal ab, wie es ihm heute Abend geht, wenn die Spritze aufhört zu wirken.
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Hallo,
ich verstehe, dass Du Dir Sorgen machst, aber diese Blutung kann eine Nebenwirkung des Medikamentes sein.
Wie ist denn der Allgemeinzustand Deines Hundes? Frisst er?Solche Schmerzen können vorkommen, wenn der Hund getobt und sich vielleicht versprungen hat. Versuche doch mal, seine Wirbelsäule und andere Gelenke vorsichtig abzutasten. Bei Dir ist er doch entspannter als beim Arzt. Vielleicht kommst Du der Ursache eher auf die Schliche.
Läuft Bolle denn lahm/unrund? -
Gestern saß er zwar immer da wie ein Häufchen Elend und hatte den Schwanz eingezogen usw. aber gefressen hat er ganz normal, er kam zwar nicht fröhlich angerannt wie sonst, aber hat seine Schüssel komplett leer gefressen. Jetzt gerade wirkt er eigentlich fast normal viel besser als gestern, er kaut auf seinem Ochsenziemer rum, guckt interessiert wer draußen vorm Haus vorbei geht usw. wenn nicht das Blut im Kot gewesen wäre, wäre ich jetzt echt erleichtert. Aber so freue ich mich natürlich auch, dass es ihm besser geht.
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Ach so und zu den anderen Fragen. Man kann alle seine Gelenke bewegen und auf ihm rumdrücken usw. ohne dass er Schmerzen hat, aber dann plötzlich streichelt man ihn nur oder hebt ihn hoch (ich trage ihn die Treppen runter zB) und er quiekt auf. Also das ist echt irgendwie nicht wirklich zu lokalisieren,ich denke immer ich hab jetzt einen Hinweis, aber dann mache ich das gleiche nochmal und er reagiert nicht darauf. Gestern lief er auch sehr "unrund" also nicht gehinkt oä. aber irgendwie schief und nicht so flüssig wie sonst.
Muss man zum Röntgen eigentlich immer eine Narkose geben? Der erste Tierarzt bei dem wir waren, meinte sonst kann man die Bilder eh nicht deuten und das fände er jetzt übertrieben den Hund in Narkose zu legen und zu röntgen..
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Mich erinnert das sehr an eine bzw. 2 Geschichte/n, die mein voriger Hund mal hatte. Okay, er war älter, er war da etwa 10 Jahre alt ...bis dahin aber immer fit und gesund. Das eine mal waren es die Analdrüsen, die waren super voll und entzündet und jedes Mal, wenn er hochgehoben wurde oder von selbst versucht hat zu springen, hat er aufgequiekt. Die wurden dann ausgedrückt und zusätzlich gab es ein Antibiotikum.
Beim 2. Mal hatte er wohl einen eingeklemmten Nerv in der Wirbelsäule, der TA hatte ihn abgetastet und an genau einer Stelle hat der Hund reagiert, hat ´nen Buckel gemacht und aufgejault. Er hat auch eine Spritze ziemlich dicht an der Quelle des Schmerzes bekommen und ein paar Stunden später ist er wieder gesprungen wie ein junges Reh.
Könnten es die Analdrüsen sein? Und ja, Blut im Stuhl kann eine Nebenwirkung vom Metacam sein.
Was mir sonst noch so einfällt ...könnte es sein, dass der Darm verletzt wurde? Hat er irgendwann mal Knochen bekommen oder am Stock geknabbert und Holzstückchen runtergeschluckt, irgendwas? Hat er Blähungen, mehr als normales Pupsen?
Ach Mensch, man macht sich ja wirklich immer dolle Sorgen, wenn so komische Sachen abgehen :/ -
Zitat
Muss man zum Röntgen eigentlich immer eine Narkose geben? Der erste Tierarzt bei dem wir waren, meinte sonst kann man die Bilder eh nicht deuten und das fände er jetzt übertrieben den Hund in Narkose zu legen und zu röntgen..
Nein, natürlich nicht, die meisten Röntgenbilder werden ohne Narkose gemacht. Bei HD-Untersuchungen macht es manchmal Sinn, weil es schmerzhaft sein kann, wenn die Hüfte gestreckt wird.
Hat er das wirklich so gesagt? Hmmm, klingt merkwürdig
Bei uns wurde bisher alles ohne Narkose geröntgt, lediglich für´s CT war eine notwendig, weil der Hund da wiiiiiirklich ruhig liegen bleiben muss. -
Ich habe außer beim HD Röntgen noch nie eine Narkose bei den Hunden gehabt. Schwachsinn soweit der Hund brav ist und nichts überstreckt o.ä werden muss.
Ansonsten würde ich das Ganze Filmen wenn es wieder auftritt und dann in einer Tierklinik zeigen.
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Ich würde auch filmen und das mitnehmen.
Vom lesen würde ich auf den Magen-Darmtrakt tippen.
Ich würde über drei Tage Kot sammeln und untersuchen lassen. Und ich würde einen US machen lassen.Vom Handy
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