Frustationstoleranz: 0
-
weisserschaefer -
3. Juli 2014 um 20:47
-
-
Also was das Auto angeht können wir mit unserem auch ein Lied singen
Und auch unserer hat eine niedrige Frustrationstoleranz - geht inzwischen schon besser als vorher, aber manchmal... dazu muss ich sagen, dass Panda grad mal 9 Monate alt ist.Beim Autofahren machen wir es so, dass wir erst dann irgendwas machen, wenn er RUHIG ist und SITZT. (Panda ist bei uns hinten angeschnallt). Sobald wir irgendwo sind, wo er weiß, dass es toll wird (Omas Garten, Hundeschule, Zooladen) fiept er auch und wird absolut unruhig. Wir bleiben ab dem Moment (wenn eingepark) sitzen. Einfach sitzen bleiben und abwarten.... Die ersten Male hat es ewig gedauert, aber sobald er eine Sekunde ruhig ist - LOBEN und weitermachen mit Aussteigen. Fängt er wieder an zu fiepen - sitzen bleiben und wieder warten... Sollte man üben, wenn man nen Tag Zeit hat
Klappt bei uns auch nicht immer (man hat nicht immer die Zeit und so lernen die kleinen Scheisserchen ganz schnell, dass es ja scheinbar doch noch anders geht
aber gut, da muss man durch und dranbleiben wann immer es geht!Wir machen es auch beim Aussteigen so - erst wenn er SITZT wird er abgeschnallt und dann muss er immernoch warten, bis wir ihm das Kommando zum Aussteigen geben. Wir loben auch nicht mit Leckerlis zwischendurch, da wir uns einbilden, dass die Tatsache, dass es "weitergeht" für ihn Lob genug ist

Kostet Geduld, aber es erleichtert ungemein! Vorher hat er angeschnallt versucht rauszuspringen und sich dabei halb erwürgt, von daher war es auch für ihn notwendig. Und das Gefiepe vorher, schweigen wir mal. Solange du noch fährst und er fiept - IGNORIEREN. Wenn er ruhig ist, ruhig Loben. Wenn du ein Beifahrer hast könntest du Leckerlis oder Streicheleinheiten geben lassen, wenn er ruhig ist

- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Frustationstoleranz: 0*
Dort wird jeder fündig!-
-
Hallo

najira hat ja schon die wichtigsten Dinge angesprochen.
Ich kann dir nur ein paar Tipps zur Frusttrationstoleranz geben. Warten und ruhig sein - auch innerlich - ist für einen Hund sehr schwer, deswegen würde ich die Menge Tricks, die du zur Zeit übst stark zurückschrauben. Wenn du explizit an etwas übst, dann nur kurz aber mehrmals über den Tag verteilt. Beispielsweise 3 mal 2 Minuten, wenn der Hund eh schon Probleme mit der Konzentration hat.
Frustrationstoleranz kann man immer und überall üben. Das fängt an beim Aufstehen, geht über Zubereiten des Futters, Hinunterstellen des Napfes, Rumhampeln beim Anblick der Leine, zur Tür rausstürmen, und das allbekannte im Auto weinen ... Überleg dir was du in diesen Situationen vom Hund sehen möchtest und belohne das Verhalten durch die eigentliche Aktion - also das was der Hund will. Dann brauchst du dir keinen Kopf um die richtige Gabe von Leckerchen machen, aber ein Markerwort hilft wirklich da wirklich toll.
Die Belohnung nach dem Weinen im Auto ist das Tür öffnen und rausstürmen. Helfen tut da natürlich ein kontrolliertes Rauslassen auf Kommando und kein "ohne Leine erstmal auf die Wiese stürmen". Die Umgebung sagt dem Hund, was folgt. Evtl. helfen kurzfristig verdunkelte Scheiben oder eine Box, damit er vorläufig nicht sieht wo es hingeht. Weit schwerer wäre es ihm das Weinen abzugewöhnen. Dazu müsstest du ein "Markerwort" trainieren, dass dem Hund sagt, "weil du gerade angefangen hast zu weinen, fahren wir jetzt wieder zurück". Das ist relativ aufwendig, denn du müsstest genau drauf achten wann der Hund anfängt zu weinen und du müsstest - je nachdem wie weit du gefahren bist - wirklich umkehren und nach Hause fahren. Du KANNST ihn für's ruhig sein im Auto mit einem Lecker belohnen, allerdings ist es auch eine Situation in der der Hund eh schon aufgeregt ist. Wenn er KEIN Lecker nimmt oder es unwirsch aus der Hand schnappt, dann ist es keine Belohnung für ihn sondern mehr ein Aufdrängeln von etwas, um das er sich grad nicht wirklich kümmern kann - selbst wenn er wollte.
Edit: oh ich war zu langsam @kungfupanda
-
Ohne Deinen Hund gesehen zu haben, ist es fast unmöglich, gescheit zu raten. Ich will aber mal einen anderen Aspekt reinbringen, und zwar den des Konzentrationsproblems. Viele Hunde haben nicht gelernt, längere Zeit Konzentration auf eine Aufgabe aufzubringen, und fallen dann, wenn die "Nerven durchgehen", in Übersprungshandlungen. Neben der Arbeit mit einem weniger wertigen Leckerchen würde ich gezielte Auflockerungs- und Entspannungsrunden einbauen, um dem Hund seine Anspannung zu nehmen und neue Konzentration aufbauen zu lassen. Die Abstände zwischen diesen Entspannungssequenzen werden ganz langsam, in Sekundenschritten, größer. Lockeres Laufen ist da sehr gut, mit Anfangs- und Endwort, um ein Ritual einzuüben.
Ich finde sowieso, daß "Lernen" gelernt sein will und sich die Zeit langfristig sehr lohnt, die man in die richtige "Lerneinstellung" investiert hat.
-
Ich wäre auch frustriert, wenn ich dauernd was lernen sollte aber nie dafür belohnt werden würde weil kurz darauf genervt abgebrochen wird.
Du musst viel kleinere Schritte gehen. Belohne am Anfang alles was in die richtige Richtung geht, sonst wird es nur schlimmer. Wenn er fiept dann warte, bis er es ein paar Sekunden nicht gemacht hat und belohne das. Ansonsten hast Du ja schon viele gute Tipps bekommen. Viel Erfolg! :)
Von Unterwegs mit dem Handy
-
Wann fängt er denn im Auto an zu fiepen? Erst wenn das Auto fährt, oder schon direkt nach dem
einsteigen?
Fängt er an wenn das Auto fährt würde ich einsteigen, los fahren, wieder nach Hause, Hund raus holen
ohne was zu sagen und wieder ins Haus gehen. Versuche die Erwartungshaltung deines Hundes zu senken.
Auto fahren bedeutet nicht immer jetzt gibt's Halligalli
Wenn es vom Wetter her passt nimm ihn mit, lass ihn im Auto warten und fahr wieder nach Hause ohne
das was tolles passiert.Wie sieht es dann aus, wenn du dich draussen auf eine Bank setzt, legt er sich dann ruhig hin? Wie läuft
es im Restaurant oder wenn du stehen bleibst um dich mit jemanden zu unterhalten? Ist er da ruhig und entspannt? -
-
Ich habe hier auch so eine Weinerin sitzen, die bei großer Erregung nicht an sich halten kann. Oder konnte. Es wird besser.
Zunächst ist es m.E. wichtig zu wissen, dass der Hund absolut nicht bewusst weint. Irgendwo muss die Energie ja hin. Das heißt im Umkehrschluss auch, dass er nicht bewusst aufhören kann. Er wird vmtl. aufhören, wenn das Stresslevel niedriger ist und die Erregung sinkt. (Zumindest wenn es Frust/Stress induziertes Jammern ist.)
Ein klassische Übung zur Frustrationstoleranz, ist das Warten bevor ein Apport ausgeführt werden darf. Oder das Warten auf die Belohnung nach einem Kommando. Hilfreich ist es, wie ja auch einige schon geschrieben haben, dass der Hund die eigentliche Belohnung nicht bereits vor Augen hat, wenn das Kommando kommt. Man greift meistens unbewusst schon in den Futterbeutel, ehe man das Kommando eigentlich ausgesprochen hat. Und schwups: Bestechung statt Belohnung!
Auch das Wiederholen von Situationen, in denen nichts geschieht statt der zu erwartenden Beschäftigung (Ball in der Hand wird nicht geworfen, Futter ist nicht zur Verfügung, Ort an dem immer gespielt wurde ist nur zum Schnuppern da) helfen, um die hohe Erwartungshaltung (und damit den Stress) zu senken.
Bei Übungen, die frustrierend für euch beide enden, weil sie abgebrochen werden müssen, hilft es erst einmal auf bekannte Kommandos zurück zu greifen, um in den Übungs"modus" herein zu kommen. Dann eine kurze Zeit neue / schwere Kommandos üben, ehe die Übungszeit wieder mit etwas einfachem und damit erfolgreichen beendet wird. Damit ist das Ende zweifelsfrei positiv, auch wenn es nur ein einfaches Sitz o.ä. war.
Dabei das Futter nicht in der Hand halten, sondern außer Sichtweite legen und belohnen, wenn der Hund noch im Kommando ist (also sitzt oder liegt, nicht wenn er dir schon auf halben Weg entgegen kommt), das lehrt zumindest Frustrationstoleranz und Beherrschung.
Wir fangen z.B. häufig mit ein wenig Freifolge an, um die Konzentration aufzubauen (und auf mich zu lenken) und ein bisschen Energie in gleichmäßiger, ruhiger Bewegung abzubauen, ohne dass ein übermäßig korrektes Laufen gefordert ist. (In der Freifolge muss sie bei uns nur leidlich ordentlich links laufen, darf aber wegschauen und den Abstand variieren.)
Das sind so die Dinge, die uns geholfen haben und noch immer helfen. :)
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!