Der richtige Zeitpunkt für den 2. Hund

  • Hallo liebe Foris,

    Aus gegebenen Anlass möchte ich euch um Erfahrungen bitten und natürlich um Rat fragen.

    Zu aller erst war hier schon immer klar, dass irgendwann 2 Hunde hier wohnen sollen. Allerdings lag das noch in weiter Ferne.

    Nun ist es so, unser Casanova, aktuell 5 Monate, ist natürlich noch nicht komplett "fertig" was die Erziehung anbelangt, aber er ist im großen und Ganzen doch schon ganz gut gelungen. Er ist sehr verträglich und man kann ihn egt überall gut mitnehmen, da er sich benimmt und freundlich zu jedermann ist, wenn man ihn lässt ;) Dass es in dem Alter schon so gut läuft hatte ich nicht erwartet.

    Jetzt ist auch schon sicher, dass es wenn dann ein zweiter KHC sein soll. Einfach, weil Nova schon super zu uns passt und uns in unserer Rassewahl bestätigt hat.
    Problem: Auf einen KHC muss man unter Umständen schon mal länger warten, vor allem, wenn es eine Hündin sein soll. Bezüglich Geschlecht sind wir uns noch nicht sicher, Bauchgefühl sagt Hündin, aber ich denke er würde ebenso mit einem Rüden gut klar kommen.

    Außerdem tut mir Nova schon leid manchmal :mute: Er findet einfach fast keinen, der auf seiner Wellenlänge ist. Collies gibt es hier wenige. Oft sind ihm andere Hunde zu grob, deshalb spielt er gern mit kleineren, oft Havanesern - aber denen wird er allmählich auch zu groß, dann geht das auch nicht mehr so gut. Wir hoffen auf einen guten Spielkamerad, auch wenn ich weiß, dass es nicht zwangsläufig so kommen muss.

    Aus diesen Gründen hat sich die Zweithundfrage doch etwas nach vorne verschoben. Platz in der Wohnung wäre allemal, Auto müssten wir nochmal schauen, aber das läuft vermutlich eh nicht mehr so lange :tropf: Dann gäbe es wohl ein größeres. Finanziell ist es tragbar.

    Lange Rede kurzer Sinn: Ab wann wäre es denn nun sinnvoll, einen 2. Hund (Welpe) dazuzusetzen? Bezüglich Casanova hab ich keine Bedenken, der ist super offen/ absolut gutmütig und im 7. Himmel wenn er jemanden zum Spielen hat. Wann habt ihr euren 2. (oder 3./4./..) Hund dazugesetzt und warum genau dann?
    Wäre es schon angebracht, für geplante Würfe im Winter anzufragen oder ist es noch zu früh um das abschätzen zu können - gerade weil uns die Pubertät auch noch bevorsteht? Es gibt auch schon in wenigen Wochen Welpen in der Nähe aber solange er unter einem Jahr ist traue ich mich das nicht so ganz |) Auch wenn das Herz laut "fragen kostet doch nichts! Mach dir nicht so nen Kopf" schreit :tropf:

  • Vielleicht erstmal warten bis der fünf Monate alte Hund ansatzweise erwachsen ist.. Bei mir muss der jüngste Hund etwa 1,5 Jahre alt sein bis der nächste käme. Dann kann man die größten Katastrophen abschätzen.

  • Mit fünf Monaten war meine perfekt.
    Verträglich, folgsam und alles hat funktioniert was ich mit ihr trainiert hatte.

    Tja und dann kam die Pubertät :headbash:


    Also ich rate dir gaaanz dringend davon ab, bevor meine nicht Richtung 3 Jahre geht, zieht hier sicher kein zweiter Hund ein!

  • Macht zu diesem Zeitpunkt in meinen Augen wenig Sinn. ;)
    Ich hatte damals, als mein Großer 5 Monate war, ebenfalls mit einem Welpen spekuliert. "Läuft ja alles so gut", "Meiner freut sich so über andere Hunde, kann aber fast nie spielen", etc. pp. Im Nachhinein bin ich einfach nur froh, doch vernünftig geblieben zu sein.
    Eigentlich sollte der Große dann 2 Jahre sein zum Einzug, daraus wurde dann 1,5 Jahre, aber das war in Ordnung. :)

    Sich jetzt aber schon für eine Zucht zu interessieren, auch wenn es noch ein, zwei Jahre dauert, finde ich keinesfalls verkehrt.

  • Zitat

    Einfach, weil Nova schon super zu uns passt und uns in unserer Rassewahl bestätigt hat.

    Ob das tatsächlich so ist lässt sich an einem gerade mal 5 Monate alten Hund sicherlich nicht abschätzen. Da kann in der nächsten Zeit noch so einiges kommen, was diese Aussage durchaus revidieren könnte ;-)
    Ich würde auch Minimum noch 1-1,5 Jahre warten bis ich mir ernsthaft Gedanken über einen Zweithund machen würde.

  • danke euch schon mal für die Antworten!

    Bezüglich Verträglichkeit habe ich allerdings keine Bedenken. Die Rasse neigt an sich nicht zu Unverträglichkeiten, Artgenossen werden dann tendenziell eher ignoriert bis aus dem Weg gegangen. Kann sich natürlich trotzdem entwickeln, ist aber unwahrscheinlich.

    Und ja, bei der Rasse bin ich auch sicher. Ich hab auch andere KHC kennengelernt bei der Züchterin und im direkten Vergleich mit anderen Hunden finde ich seine Collie-typischen Wesenszüge sehr angenehm. Etwas mehr Selbstbewusstsein könnte er durch die Pubertät allerdings gerne tanken ;)

    Trotzdem habt ihr natürlich recht. Er kann sich noch stark verändern in der Pubertät, auch wenn ich es mir grade nicht vorstellen kann :ops: Trotzdem ist es ja nun keine schwierige Rasse, weshalb ich mir das schon hätte vorstellen können. Aber vllt rede ich mir das auch einfach schön, weil ich es gern hätte :D

  • Also Alf ist jetzt knapp 1,5 Jahre alt und neulich hatten wir übers Wochenende den 13 Wochen alten Staff von Bekannten zum aufpassen da. Da wurde mir klar, dass meine generelle Ansicht, dass der 1. Hund erstmal WIRKLICH erwachsen sein sollte, bevor ein Welpe einzieht, richtig ist. Alf ist wirklich gut erzogen und sozialisiert, macht uns gar keine Probleme und ging sehr schön und vorsichtig mit dem Welpen um. ABER wenn ihn ständig jemand zum spielen auffordert merkt man eben noch, dass sein Körper zwar groß ist, in ihm aber schon noch ein Stück Kind steckt. So ernst und gefestigt er meistens wirkt, so sehr steckt in ihm eben auch noch albernes Hundekind.
    Um da dann Ruhe im Haus zu haben (mit erwachsemen HUndebesuch ist das kein Problem), muss man eben doch oft in den Korb schicken, von alleine findet auch mein 1,5 Jahre altes Kerlchen noch kein Ende.
    Und auch in diesem Alter kommen nochmal Unsicherheiten auf, die haben in 1,5 Jahren lange noch nicht alles erlebt, wirkeln im Alltag zwar super entspannt und Umweltsicher, sind aber eben noch jung. Das müssen nicht immer handfeste Probleme sein, aber wenn mein Hund in diesem Alter noch ab und an bei manchen Situationen Unterstützung braucht, dann möchte ich ihm diese uneingeschränkt geben können. Auch für den Welpen, der dann irgendwann einzieht, wäre das sicher nur von Vorteil.
    Mein zwieter Hund zieht nächstes Jahr ein und ist dann auch schon 1 Jahr, aber wenn ich mir nochmal einen Welpen hole, dann erst, wenn die anderen wirklich erwachsen sind, ich vermute mal so mit (je nach Individuum) 2 bis 3 Jahren.

    Jetzt schon nach Züchtern gucken finde ich aber auch völlig in Ordnung, das kann ja echt alles mal locker nen Jahr dauern oder mehr, dann passt das ja ungefähr.

  • ich schließe mich den anderen an,.. in dem Alter war unser Bub auch der perfekte kleine Hund und ein Zweithund durchaus vorstellbar,.. Jetzt ist er 11 Monate und unsere Züchterin hat gerade zuckersüße Welpen, die wir auch schon besucht haben, aber ganz ehrlich. Im Moment würde ich keinen davon geschenkt nehmen :D Allein weil wir (bzw unser Hund) sowas von mitten in der Pubertät steckt, dass wir alleine mit ihm alle Hände voll zu tun haben :D
    Wir werden also mindestens noch auf den Wurf im nächsten Jahr warten und dann mal schaun, ob unser Bub schon weit genug ist ^^ und er ist als Whippet ja nun auch keine schwierige oder unverträgliche Rasse.
    Ich würde an deiner Stelle also auch noch warten mit den konkreten Plänen. Mit eurem Nova werde ihr in nächster Zeit noch genug zu tun haben :-) Aber auch ich denke, dass es nicht schaden kann, sich schonmal nach geeigneten Züchtern und Linien umzuschauen. Machen wir ja mit einem halben Auge auch ^^

  • Aaaalso, Kira war auch ein Streber.

    Als sie dann 2 Jahre war und ich sie für fertig vom Grundgehorsam, Aufrufbar überall etc. befand, zog Luna ein.
    Auch Kira veränderte sich dadurch noch mal etwas und ich war aber dankbar, dass sie durchs Gröbste durch war und ich meine Aufmerksamkeit Luna widmen konnte.

    Ich würde es immer wieder so machen.

    Bzgl. Verträglichkeit bei deinem Zwerg, der ist doch cool, da würde ich mir auch wenig Gedanken machen, wenn der so weiter macht :)

  • Zitat

    Ob das tatsächlich so ist lässt sich an einem gerade mal 5 Monate alten Hund sicherlich nicht abschätzen. Da kann in der nächsten Zeit noch so einiges kommen, was diese Aussage durchaus revidieren könnte ;-)

    Das stimmt. Die Hunde verändern sich gerade im ersten Jahr ziemlich heftig wenn die Pubertät zuschlägt.


    Was das warten angeht: Ich persönlich seh das nicht so eng. Liegt aber auch daran das ich nicht die hier üblichen Vorstellungen vom Leben mit Hund habe.
    Arren war 10 Monate alt als Hamilton (damals 5 Monate) ein neues Zuhause brauchte und zu uns kam. Sowas von überhaupt nicht fertig, beide nicht!
    War völlig ungeplant und ging sehr schnell, aber die beiden passen auch wie Arsch auf Eimer und lieben sich. Für mich war und ist es natürlich ne Menge Arbeit, das war mir bewusst und bereut hab ichs nie. Allerdings sind beide nicht besonders kooperativ und sind in keinster Weise auf einem "DF-konformen" Erziehungsstand, aber mir reicht es und ich kann sie überall mit hinnehmen.

    Der richtige Zeitpunkt ist für jeden anders. Weil jeder seine Wünsche ans Leben mit Hund anders definiert.
    Aber wenn man sich die Arbeit zutraut und sich im klaren darüber ist das 2 junge Hunde nicht die doppelte, sondern 4fache Arbeit ist, warum nicht?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!